Die Erfindung betrifft einen Tisch zur Präsentation von Waren mit eine
Warenschütte tragenden Tischbeinen, bei dem wenigstens ein Tischbein
mittels einer Stütze für einen Warenträger nach oben verlängerbar
ist.
Insbesondere geht es um einen so genannten "Schlagertisch" oder
"Aktionstisch", der mit zumindest einer von den Tischbeinen getragenen
Warenschütte ausgestattet ist, die zum Beispiel bei besonderen Verkaufsaktionen
kostengünstig angebotene und entsprechend zu präsentierende
Waren aufnimmt.
Wenn es sich bei den Aktionswaren um solche verschiedener Art handelt,
also etwa Geräte oder Bekleidung zur Ausübung einer Sportart,
gibt es meist das Problem, dass sich diese häufig auch von Kunden in
Unordnung gebrachten Waren nicht sortimentsgerecht getrennt präsentieren
lassen. Um insofern Ordnung in das Sortiment zu bekommen
und auch beibehalten zu können, ist man deshalb schon so vorgegangen,
solche Präsentationstische mit gesonderten Warenträgern zu erweitern,
mit denen abgesehen von den in der Warenschütte befindlichen
Waren auch sonstige andere Waren als Blickfang besonders in
das Blickfeld der Kunden gerückt werden können. Solche Präsentations-
bzw. Aktionstische sind auf dem von der STOREbest GmbH & Co. KG, D
- 23560 Lübeck, herausgegebenen Produktblatt Nr. 2/16-00-01 (April
2000) abgebildet.
Bei den Warenträgern kann es sich u. a. um Regale, Textilwarenträger,
Halter für Bügel mit Kleidung, weitere Warenschütten und dergleichen
handeln, die gesondert von wenigstens einer am Tisch anzubringenden
Stütze getragen werden und mit denen zusätzliche Waren oberhalb
des Tisches oder auch seitlich über die Tischfläche hinausragend dargeboten
werden können.
Solche Stützen bzw. Halter für Warenträger werden in Kaufhäusern vorgehalten
und gelagert und kommen nur bei Bedarf zum Einsatz. Es sind
üblicherweise Aufsatz- oder Steckelemente, die oben in eine entsprechend
vorbereitete Aufnahme am Tisch oder am Tischbein gesteckt
werden und an denen man dann die Warenträger befestigen kann.
Nachteilig ist es bei solchen Systemen, dass die Stütze bzw. Stützen separate
Teile sind, also bei Nichtbenutzung eingelagert sind und vor Inbenutzungnahme
erst vom Lager geholt und am Tisch bzw. oben am
betreffenden Tischbein montiert werden müssen, was verständlicherweise
eine beachtlichen Aufwand mit sich bringt. Weiterhin haben bisher
verwendete Stützen den Nachteil, dass sie eine fest vorgegebene
Länge haben, also sehr häufig nicht zufriedenstellend einsetzbar sind,
wenn es darauf ankommt, an oder auf dem jeweiligen Warenträger
befindliche Waren blickfangmäßig auf einem günstigen Niveau zu präsentieren
oder so anzubieten, dass der Kunde sie bequem begutachten
und ggf. auch entnehmen kann. Abhilfe können insofern Stützen
mit unterschiedlichen Längen schaffen, was allerdings durch Anfertigung
und Bevorratung einer entsprechend großen Anzahl von nur teilweise
zum Einsatz kommenden Stützen recht aufwändig ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Beseitigung der aufgezeigten
Nachteile. Es soll also insbesondere ein Tisch zur Präsentation von Waren
geschaffen werden, der eine einfache Variation der zur Verfügung zustellenden
Längen einer einzelnen Art Stütze bietet, ohne dass die Stützen
extern bevorratet, gelagert und bei Bedarf erst montiert werden
müssen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von einem Tisch der eingangs
erwähnten Art dieser erfindungsgemäß so ausgebildet, dass die
Stütze innerhalb eines hohl ausgebildeten Tischbeins axial geführt verstellbar
ist, in einer ersten Endstellung in dem Tischbein versenkt ist, in
einer zweiten Endstellung weitestmöglich aus dem Tischbein herausragt
und in der zweiten Endstellung und in Zwischenstellungen relativ zum
Tischbein gegen eine Absenkbewegung gesichert arretierbar ist.
Bei dieser Lösung ist jede Stütze integraler Bestandteil eines Tischbeins.
Falls die betreffende Stütze nicht benötigt wird, befindet sie sich in der
ersten Endstellung versenkt im Tischbein, so dass sie nicht sichtbar ist
und das äußere Erscheinungsbild des Präsentationstisches nicht stört.
Durch die Möglichkeit, die Stütze relativ zum Tischbein in Zwischenstellungen
zu arretieren, lassen sich unterschiedliche nutzbare Längen bzw.
Höhen der Stützen je nach Bedarf beliebig einstellen. Wenn die Stütze
weitestmöglich aus dem Tischbein herausgezogen ist bzw. herausragt,
ergibt sich die zweite Endstellung.
Jede zur Anwendung kommende Stütze durchläuft einen das obere
Ende des zugehörigen Tischbeines verschließenden Stopfen, der einen
die zweite Endstellung bestimmenden Anschlag für am unteren Stützenende
befindliche Führungsmittel bildet, während am oberen Ende der
Stütze bzw. Stützen jeweils ein Deckel vorgesehen ist, der bei in erster
Endstellung befindlicher Stütze den Stopfenbereich und auch darüber
befindliche Arretiermittel überdeckt.
Die Führung kann ein mehrflügeliges Gebilde sein, dessen radial verlaufende
Flügel mit ihrem freien Ende mit gewissem geringem Spiel der
Innenwand des Tischbeines gegenüber liegen. Auf diese Weise wird ein
Verkanten der Stütze bei ihren axialen Verstellungen in der einen oder
anderen Richtung verhindert.
Zur Arretierung der Stütze sind von Hand betätigbare Arretiermittel vorgesehen.
Diese bestehen zweckmäßigerweise aus einem mit Ausnehmungen
in der Stütze in formschlüssigen Eingriff bringbaren Riegel, mit
dem nach Herstellung der Formschlussverbindung ein Absinken der
Stütze in das Tischbein hinein vermieden wird.
Eine besondere und vorteilhafte Ausgestaltung des Riegels ergibt sich
dadurch, dass der mit einem Langloch die Stütze umfassende Riegel
durch radiales Verschieben mit Haken in und durch die betreffenden
Ausnehmungen der Stütze steckbar und in horizontaler Ebene mit der
Stütze verriegelt werden kann, wobei die Haken oberhalb der jeweiligen
Ausnehmungen die dortige Stützenwand hintergreifen werden und
der Riegel gewichtsbelastet horizontal auf einer Stützfläche aufliegt, die
beispielsweise von einer oben auf dem Stopfen angebrachten Scheibe
gebildet werden kann.
Jedes mit einer Stütze ausgestattete Tischbein ist aus einem Hohlzylinderprofil
gefertigt, während jede Stütze aus einem Rechteckhohlprofil
mit einzeln oder paarweise übereinander angeordneten Ausnehmungen
in Form von vertikalen Schlitzen besteht, wobei in Anpassung an
das Tischbeinprofil der oben an jeder Stütze befindliche Deckel und
jeder Riegel einen kreisrunden Umfang hat.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigen jeweils in einer perspektivischen
Ansicht:
- Fig. 1
- einen Tisch mit einer Warenschütte, bei dem zwei Tischbeine
mit einer Stütze ausgestattet sind,
- Fig. 2
- den in Fig. 1 dargestellten Tisch mit in die zweite Endstellung
ausgefahrenen Stützen und einem an den beiden
Stützen befestigten Textilwarenträger,
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, jedoch mit anderen
an den Stützen befestigten Warenträgern,
- Fig. 4
- eine Stütze vor dem Einsetzen in ein Tischbein und
- Fig. 5
- einen Riegel zur Arretierung der Stütze in einer Zwischenstellung
oder in der zweiten Endstellung.
Der in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Tisch 1 hat vier Tischbeine 2, die eine als
Gitterkonstruktion ausgeführte Warenschütte 3 tragen und unten mittels
Streben 4 verbunden sind, die einen den Tisch versteifenden Rahmen
bilden.
Von den vier Tischbeinen sind die beiden in Bezug auf die Darstellungen
jeweils hinten links und rechts befindlichen Tischbeine mit Stützen 5 ausgestattet,
von denen gemäß Fig. 1 die eine hinten links befindliche vollständig
in das zugehörige Tischbein 2 versenkt ist und sich in der erwähnten
ersten Endstellung befindet, während die andere hinten
rechts befindliche Stütze 5 in eine Zwischenstellung aus dem zugeordneten
Tischbein 2 heraus verstellt und in dieser Stellung arretiert ist, bei
der dementsprechend nur ein Teil der insgesamt verfügbaren Stützenlänge
genutzt wird.
Dagegen befinden sich die Stützen 5 bei den Darstellungen nach den
Fig. 2 und 3 in einer Position, die je nach insgesamt nutzbarer Stützenlänge
eine Zwischenstellung bedeuten kann, hier aber als zweite Endstellung
bei weitestmöglich aus den Tischbeinen 2 herausragenden
Stützen 5 betrachten werden soll. Auf die Arretierung der Stützen in unterschiedlichen
Zwischenstellungen wird noch später eingegangen.
Die Stützen 5 durchlaufen jeweils einen Stopfen 6 (Fig. 4), der unter elastischer
Verformung in das Oberende des jeweiligen Tischbeines 2 gedrückt
ist und oben mit einer ebenfalls von der jeweiligen Stütze durchlaufenen
starren Scheibe 7 abgedeckt ist, die sich bleibend auf dem
Randbereich des Tischbeines abstützt. Am oberen Ende der Stützen 5 ist
jeweils ein Deckel 8 angebracht, der bei in erster Endstellung befindlichen
Stützen den Bereich des Stopfens mit der Scheibe 7 und auch einen
noch zu beschreibenden Riegel abdeckt, so dass diese Teile bei in
erster Endstellung befindlichen Stützen für den Betrachter nicht sichtbar
sind. In der Fig. 1 ist diese Situation im Zusammenhang mit dem hinten
links befindlichen Tischbein 2 gezeigt.
Am unteren Ende jeder Stütze befinden sich Führungsmittel 9, mit denen
die Stützen 5 bei axialer Verstellung im Tischbein 2 innen an dessen
Wandung geführt und gegen Verkippen gesichert werden. Diese Führungsmittel
bestehen gemäß Fig. 4 aus einem mehrflügeligen Gebilde,
deren radial verlaufende Flügel mit ihrem freien Ende über den Umfang
der Stütze 5 ragen und mit geringem Spiel der Innenwand des Tischbeines
2 gegenüberstehen, wobei in der Praxis normalerweise das Ende
einiger Flügel an dieser Innenwand anliegen wird. Eine weitere Führung
der Stützen 5 ergibt sich durch den von ihnen durchlaufenen Stopfen 6
und speziell durch die starre Stopfenscheibe 7, deren Durchgang in seiner
Kontur mit gewissem Übermaß der Kontur der Stützen angepasst ist.
Im Übrigen bilden die Stopfen 6 einen die zweite Endstellung der Stützen
5 bestimmenden bzw. die größtmögliche Hubbewegung der Stützen
nach oben begrenzenden Anschlag, gegen den die Flügel der
Führungsmittel 9 beim Ausfahren der Stütze 5 in diese Endstellung zur
Anlage gelangen werden.
Die Mittel zum Arretieren der jeweiligen Stütze 5 in Zwischenstellungen
bestehen aus einem mit Ausnehmungen 11 in der Stütze zusammenwirkenden
Riegel 10, der über die Ausnehmungen mit der Stütze in Eingriff
gebracht werden kann.
Der Riegel 10 hat ein die Stütze 5 umfassendes Langloch 12, derart, dass
der Riegel aus der in Fig. 4 gezeigten Ausgangsposition heraus radial
bzw. quer zur Stütze 5 verschoben werden kann, und zwar so weit, dass
am Riegel 10 vorgesehene und nach oben ragende Nasen bzw. abgewinkelte
Haken 13 durch die für die gewünschte Zwischenstellung
ausgewählten Ausnehmungen 11 vollständig hindurch bewegt werden.
Durch anschließendes Anheben des Riegels 10 werden dann die Haken
13 oberhalb der Ausnehmungen 11 die Stütze 5 innen hintergreifen. Der
Riegel wird in dieser Position in horizontaler Ebene festgehalten, so dass
er durch Absenken der Stütze 5 in das Tischbein schließlich auf der eine
ebene horizontale Stützfläche bildenden Scheibe 7 zu liegen kommt
und der Formschluss durch das nach unten wirkende Gewicht der Stütze
und der an ihr befindlichen Warenträger zwangsläufig erhalten
bleibt. Zum Lösen des Riegels wird in umgekehrter Weise vorgegangen.
Anhand der jeweiligen Darstellungen ist zu erkennen, dass beim hier
gewählten Ausführungsbeispiel jedes mit einer Stütze ausgestattete
Tischbein aus einem Zylinderhohlprofil gefertigt ist und die Stützen aus
einem Rechteckhohlprofil mit paarweise übereinander angeordneten
Ausnehmungen in Form von vertikalen Schlitzen bestehen. Weiterhin
haben der oben im jeweiligen Tischbein steckende Stopfen, die zum
Stopfen gehörende Scheibe, der oben an jeder Stütze befindliche Deckel
und schließlich jeder Riegel einen kreisrunden Umfang, und zwar
zwecks Anpassung an das Tischbeinhohlprofil.
Die Warenträger werden durch Einhaken entsprechender Beschläge in
die Schlitze 1 1 der Stützen 5 an diesen befestigt. Diese Schlitze können
übrigens auch in entsprechender Anordnung auf der Rückseite der
Stützen vorgesehen sein.
Bei den in Fig. 2 gezeigten Warenträgern 14 und 15 handelt es sich um
Textilwarenträger, von denen der Träger 14 als U-förmiger Bügel und der
Träger 15 als Stange mit zwei Trägerelementen ausgebildet ist, die beispielsweise
mit Klemmfüßen an der Stange gehalten werden.
Bei den drei in der Fig. 3 dargestellten Warenträgern handelt es sich um
einen Regalboden 16 und eine schmale Warenschütte 17, die auf der
Rückseite der Stützen befestigt sind, während sich vorn ein weiterer Regalboden
18 mit zwei Fächern befindet.
Als Profile für die Tischbeine und Stützen und auch als Warenträger
werden zweckmäßigerweise im Ladenbau und speziell im Ladenregalbau
übliche und beim Hersteller verfügbare Standardelemente verwendet,
so dass der Präsentationstisch kostengünstig gefertigt und
nach Art eines Baukastensystems den Wünschen des Kunden entsprechend
variabel zusammengestellt werden kann.