Beschreibung
Durchgangskontakt und Verfahren zum Herstellen desselben
Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf integrierte Schaltungen und insbesondere auf einen Durchgangskon- takt zur Erzeugung einer leitfähigen Verbindung zwischen zwei Leiterbahnen.
Zur Zeit werden bei der Herstellung von integrierten Schaltungen zur leitfähigen Verbindung zweier Metallbahnen Inter- metallkontakte verwendet, die einen Durchmesser besitzen, der kleiner als die Breite der darüberliegenden und der darunterliegenden Metallbahn ist. Beim Layout einer integrierten Schaltung muß der sich ergebende Überlapp der Metallbahnen im Kontaktbereich berücksichtigt werden.
Fig. 32 zeigt einen Abschnitt eines exemplarischen Layouts, wie er bei dem Entwurf einer integrierten Schaltung bisher vorkommen konnte. Mit durchgezogenen Linien sind in Fig. 32 vier Metallbahnen 500, 502, 504 und 506 gezeigt, die in einer oberen Struktur- bzw. Leiterbahnebene angeordnet sind. Auf entsprechende Weise sind mit gepunkteten Linien vier Metallbahnen 508, 510, 512 und 514 gezeigt, die in einer unteren Strukturebene angeordnet sind, die sich unterhalb der oberen Strukturebene befindet und von derselben isoliert ist. Wie es in Fig. 32 zu erkennen ist, sind die Metallbahnen 500-514 in Fig. 32 exemplarisch so angeordnet, daß die Metallbahnen 500- 506 bzw. 508-514 einer Strukturebene parallel zueinander ver- laufen, und daß die Metallbahnen 500-514 der unterschiedlichen Strukturebenen paarweise jeweils so angeordnet sind, daß eine Metallbahn einer Strukturebene bis zu einem Kontaktort 516, 518, 522 und 522 verläuft, von wo aus eine jeweilige Metallbahn der anderen Strukturebene in derselben Richtung weg- führt. Wie es zu erkennen ist, weist jede Metallbahn 500-514, d.h. sowohl die der oberen Strukturebene als auch die der unteren Strukturebene, am Kontaktort 516, 518, 520 und 522 ei-
nen verbreiterten Bereich 524, 526, 528, 530 bzw. 532, 534, 536 und 538 auf, wobei darauf hingewiesen wird, daß von der Umrandung des verbreiterten Bereichs 532-538 der Metallbahnen 508-514 der unteren Strukturebene lediglich ein kurzer Ab- schnitt zu sehen ist, da der Rest der Umrandung durch den verbreiterten Bereich 524-530 der Metallbahnen 500-506 der oberen Strukturebene verdeckt ist. Die verbreiterten Bereiche 524-528 sind durch Intermetallkontakte 540, 542, 544 und 546 elektrisch miteinander verbunden, die einen Querschnitt auf- weisen, der kleiner als die verbreiterten Bereiche ist, und die bei der Herstellung in einem von der Strukturierung der Leitbahnebenen getrennten Strukturierungsschritt hergestellt werden.
Fig. 32 zeigt durch Doppelpfeile ferner Minimalbreiten wl, w2 und Minimalabstände sl, s2 an, die während des Schaltungsentwurfs beim Layout eingehalten werden müssen und durch Entwurfsregeln festgelegt sind, die von dem zur späteren Herstellung vorgesehenen Herstellungsverfahren abhängen, wie z.B. einem CMOS-Verfahren. Die Minimalbreiten wl und w2 legen die minimale Breite der Metallbahnen der oberen bzw. unteren Strukturebene fest und ergeben sich beispielsweise aufgrund physikalischer Grenzen bei dem Lithographieschritt zur Strukturierung der einzelnen Strukturebenen. Die Minimalabstände sl und s2 legen den minimalen Abstand fest, den eine Metallbahn von einer anderen Metallbahn oder ein erstes Merkmal von einem zweiten Merkmal an der oberen bzw. unteren Strukturebene besitzen muß, und ergibt sich beispielsweise ebenfalls aufgrund physikalischer Grenzen bei dem Lithographieschritt zur Strukturierung der einzelnen Strukturebenen.
Wie es aus Fig. 32 zu erkennen ist, ist jede Metallbahn 500- 514 am Kontaktort 516-522 zu jeder Seite hin um eine Länge X nach außen hin verbreitert. Wie es ferner zu sehen ist, sind die verbreiterten Bereiche 524-538 größer als der Querschnitt der Intermetallkontakte 540-546. Der entstehende Überlapp trägt Prozeßtoleranzen Rechnung, die sich durch Justagefehler
zwischen der Strukturierung der Löcher für die Intermetallkontakte 540-546 auf der einen Seite und den Strukturierungen der Metallbahnen der oberen bzw. unteren Strukturebene auf der anderen Seite ergeben. Aufgrund der Verbreiterung um die Länge X kann im Layout bei Metallbahnen mit Intermetallkon- takten nicht der minimal mögliche Leiterabstand sl bzw. s2 verwendet werden. Der minimale Abstand zwischen zwei Metallbahnen gleicher Strukturebene mit minimaler Breite ergibt sich effektiv vielmehr zu sl + X und ist somit um den Wert X vergrößert, d.h. die Länge, um die die minimale Leiterbahnbreite wegen des notwendigen Überlapps bezüglich des Interme- tallkontakts verbreitert werden muß.
Die oben erläuterte Vergrößerung des Minimalabstands zwischen Metallbahnen gleicher Strukturebene bewirkt folglich eine Reduzierung des Integrationsgrades von integrierten Schaltungen. Eine reduzierte Chipfläche wäre jedoch in vielen Anwendungsbereichen von integrierten Schaltungen wünschenswert, da häufig erhebliche Anforderungen an die Chipfläche gestellt werden, wie z.B. im Bereich von Chipkarten.
Ein weiterer Nachteil an dem Bezug nehmend auf Fig. 32 beschriebenen Kontaktierungsschema besteht darin, daß die Intermetallkontakte aus den obigen Gründen immer einen kleine- ren Durchmesser als die Leiterbahnen aufweisen müssen und aus diesem Grund die kritische Stelle für eine Elektromigration darstellen.
Es besteht deshalb ein Bedarf nach einem Kontaktierungssche- ma, welches eine höhere Integrationsrate und eine höhere Elektromigrationsfestigkeit ermöglicht .
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Durchgangskontakt zur Erzeugung einer leitfähigen Verbindung einer ersten Leiterbahn und einer zweiten Leiterbahn sowie ein Verfahren zum Herstellen desselben zu schaffen, so daß
der Durchgangskontakt verbesserte elektrische Eigenschaften aufweist und/oder eine erhöhte Integrationsrate ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und einen Durchgangskontakt gemäß Anspruch 13 gelöst.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß von der herkömmlichen Art und Weise, die Leiterbahnen am Kon- taktort getrennt von dem jeweiligen Durchgangskontakt zu strukturieren abgegangen werden muß, um zu ermöglichen, daß die Strukturierung der Leiterbahnen mit der prozeßtechnisch geringst möglichen Beabstandung der einzelnen Leiterbahnen in einer Leiterebene durchgeführt werden kann. Erfindungsgemäß wird deshalb eine der Leiterbahnen innerhalb des Kontaktbereiches zusammen mit dem Durchgangskontakt im selben Prozeßschritt gebildet, nämlich durch Bilden und anschließendes Füllen einer Kontaktöffnung im Kontaktbereich, in die ein Graben für die eine Leiterbahn mündet. Hierdurch wird eine Selbstjustage der Breite dieser Leiterbahn im Bereich des
Durchgangskontaktes an die Größe des Durchgangskontaktes erzielt. Da die Bildung der Kontaktöffnung und damit die Strukturierung des breiten, an die Größe des Durchgangskontaktes selbstjustiert angepaßten Bereichs der einen Leiterbahn sowie des Durchgangskontaktes in einem von der Strukturierung dieser Leiterbahn außerhalb des Kontaktbereiches getrennten Schritt durchgeführt wird, ergibt sich aus der Verbreiterung kein vergrößerter einzuhaltender Mindestabstand zwischen benachbarten Leiterbahnen einer Leiterebene, da die Justagefeh- 1er bei der Bildung der Kontaktöffnung kleiner sind als die prozeßbedingt einzuhaltenden Mindestabstände von Merkmalen eines Strukturierungsschrittes . Folglich wird durch die Erfindung die benötigte Chipfläche reduziert. Ferner wird durch die Selbstjustage verhindert, daß der Durchgangskontakt schmaler als die Leiterbahnen sein muß, wodurch die Elektro- migrationsfestigkeit des Durchgangskontaktes erhöht sowie der Widerstand desselben reduziert werden kann.
Anhand der vorliegenden Erfindung ist es folglich möglich, integrierte Schaltungen zu entwerfen und herzustellen, die einen reduzierten Flächenbedarf aufweisen und aufgrund der erhöhten Elektromigrationsfestigkeit und des reduzierten Widerstands der Kontakte zwischen Leiterbahnen verbesserte elektrische Eigenschaften aufweisen.
Gemäß einem speziellen Ausführungsbeispiel wird der Interme- tallkontakt in Dual-Damascene-Technologie hergestellt.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den Unteransprüchen definiert.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Abschnitt eines exemplarischen Layouts, bei dem Intermetallkontakte gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden;
Fig. 2 bis Fig. 8 Querschnittansichten zweier Paare einer oberen und einer unteren Leiterbahn, von den die
Leiterbahnen eines Paares durch einen Intermetall- kontakt verbunden sind, wobei Zustände aufeinanderfolgende Prozeßschritte bei der Herstellung gezeigt sind, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 9 eine Querschnittansicht der derjenigen von Fig. 5 entspricht, wobei die Auswirkung eines Justagefeh- lers bei der Strukturierung der oberen Leiterbahn veranschaulicht wird;
Fig. 10 eine Querschnittansicht der derjenigen von Fig. 5 entspricht, wobei die Auswirkung eines Justagefeh- lers bei der Strukturierung der oberen Leiterbahn für den Fall einer größeren Ätztiefe veranschau- licht wird;
Fig. 11 bis 18 Querschnittansichten zweier Paare einer oberen und einer unteren Leiterbahn, von den die Leiterbahnen eines Paares durch einen Inter etallkon- takt verbunden sind, wobei Zustände aufeinanderfolgende Prozeßschritte bei der Herstellung gezeigt sind, gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 19 bis 29 Schnittansichten zweier Paare einer oberen und einer unteren Leiterbahn, von den die Leiterbahnen eines Paares durch einen Intermetallkontakt verbunden sind, wobei Zustände aufeinanderfolgende Prozeßschritte bei der Herstellung gezeigt sind, gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 30. Querschnittansicht einer Intermetallkontaktanord- nung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 31 Querschnittansicht der Intermetallkontaktanordnung von Fig. 30, wobei der Schnitt senkrecht zu dem von Fig. 30 verläuft; und
Fig. 32 ein exemplarisches Layout einer integrierten Schaltung, bei dem herkömmliche Intermetallkontakte verwendet werden.
Bevor bezugnehmend auf die Figuren die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert wird, wird darauf hingewiesen, daß gleiche oder funktionsgleiche Elemente in den
Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, und daß eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente bei der Beschreibung der Figuren vermieden wird.
Fig. 1 zeigt zunächst ein Abschnitt eines exemplarischen Layouts, bei dem Durchgangskontakte gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Aus der nun folgenden Beschreibung bezüglich Fig. 1 wird sich deutlich ergeben, daß es durch die vorliegende Erfindung ermöglicht wird, in einem Layout Lei- terbahnen einer Leiterbahn- bzw. Strukturebene so eng zu setzen, wie es durch die Prozeßparameter für Leiterbahnen mit minimaler Leiterbahnbreite möglich ist.
In dem Layoutabschnitt von Fig. 1 sind vier Leiterbahnen 10, 12, 14, 16 mit durchgezogenen Umrandungslinien gezeigt, die in einer oberen Strukturebene bzw. Leiterbahnebene angeordnet sind. Ferner sind vier Leiterbahnen 18, 20, 22 und 24 mit gepunkteten Umrandungslinien gezeigt, die in einer unteren Strukturebene angeordnet sind. Wie bei dem Beispiel von Fig. 32 sind die Leiterbahnen 10-24 in dem Layout von Fig. 1 derart angeordnet, daß Leiterbahnen 10-16 bzw. 18-24 einer Strukturebene parallel zueinander angeordnet sind, und daß die Leiterbahnen 10-24 paarweise derart zueinander ausgerichtet sind, daß eine Leiterbahn einer Strukturebene in einer Richtung bis zu einem Kontaktort 26, 28, 30 und 32 verläuft, von wo aus eine entsprechende Leiterbahn der anderen Strukturebene in dieselbe Richtung (in Fig. 1 in der Längsrichtung des Blattes) weiterläuft. An jedem Kontaktort 26-32 ist in einem Kontaktbereich 34, 36, 38 und 40 ein Durchgangskontakt gebildet, der die selben Abmessungen wie der Kontaktbereich aufweist und deshalb in der folgenden Beschreibung mit demselben Bezugszeichen wie der entsprechende Kontaktbereich angegeben wird. Es wird darauf hingewiesen, daß die Umrandungslinie der unteren Leiterbahnen 18-24 im Kontaktbereich 34-40 zum einen durch die durchgezogenen Seitenlinien der oberen
Leiterbahn 10-16 und zum anderen durch der Abschnitt der ge-
strichelten Linie der Kontaktbereiche 34-40, der die oberen Leiterbahnen 10-16 durchquert, verdeckt werden.
Es wird darauf hingewiesen, daß in dem in Fig. 1 gezeigten Layout keine Leiterbahn einen verbreiterten Bereich aufweist, obwohl gemäß der vorliegenden Erfindung jede der Leiterbahnen 10-16 der oberen Strukturebene im Kontaktbereich 34-40 eine Breite aufweist, die selbstjustiert an die Weite des Kontaktbereiches bzw. des Kontaktes 34-40 angepaßt ist, wie es im folgenden näher erläutert werden wird. Genauer ausgedrückt bedeutet dies, daß in dem Fall, daß Fig. 1 eine Draufsicht der Leiterbahn-Kontakt-Anordnung darstellen würde, die durchgezogene Umrandungslinie jeder Leiterbahn 10-16 der oberen Strukturebene am Kontaktort 26-32 der gestrichelten Linie 34- 40 entlang verlaufen würden. Der Grund für die abweichende Darstellung wird im folgenden noch erläutert werden.
Fig. 1 zeigt anhand von Doppelpfeilen ferner minimale Leiterbahnbreiten wl und w2 sowie Minimalabstände sl und s2 an, die durch die dem Layout zugrundeliegende Prozeßtechnologie festgelegt sind und beim Layoutentwurf einzuhalten sind. Die Leiterbahnbreiten wl und w2 legen die minimale Breite für Leiterbahnen der oberen bzw. unteren Leiterbahnebene fest, während die Minimalabständen sl und s2 minimale Abständen zwi- sehen benachbarten Leiterbahnen oder anderen Merkmalen einer Leiterbahnebene, d.h. der oberen oder der unteren, festlegen. Mit einem Doppelpfeil ist ferner ein Abstand s3 des Kontaktes 34, der die obere Leiterbahn 10 mit der unteren Leiterbahn 18 leitfähig verbindet, zu der benachbarten oberen Leiterbahn 12 gezeigt. Es wird daran erinnert, daß, wie es bereits im vorhergehenden erwähnt worden ist, am Kontaktort 26 die obere Leiterbahn 10 erfindungsgemäß eine Breite aufweist, die an die Weite des Kontaktes 34 selbstjustiert ist, so daß der Abstand s3 ebenfalls den Abstand der oberen Leiterbahn 10 zu der benachbarten Leiterbahn 12 darstellt. Ferner ist in Fig. 1 ein Abstand s4 zwischen benachbarten Kontakten 34 und 36 gezeigt.
Wie es Fig. 1 zu entnehmen ist, können für die Anordnung der Leiterbahnen 10-24 jeweils der minimal mögliche Abstand sl bzw. s2 und die minimal mögliche Leiterbahnbreite wl und w2 verwendet werden, auch wenn Intermetallkontakte 34-40 vorgesehen sind, und auch wenn abweichend von der Darstellung im Layout von Fig. 1 der Abstand zweier benachbarter oberer Leiterbahnen 10-16 an den Kontaktorten 26-32 kleiner als die Minimalbreite sl, nämlich s3, beträgt. Die Leiterbahnen 10-24 sind, wie im vorhergehenden erwähnt, auch innerhalb der Kontaktbereiche 34-40 mit der minimalen Leiterbahnbreite wl bzw. w2 gezeigt, obwohl die oberen Leiterbahnen 10-16 an den Kontaktorten 26-32 erfindungsgemäß eine an die Kontaktweite selbstjustiert angepaßte Breite aufweisen, weil hierdurch in dem Fall eines computergestützten Layoutentwurfes sichergestellt wird, daß bei der Überprüfung der Einhaltung der Entwurfsregeln, wie sie beispielsweise durch ein Unterprogramm durchgeführt wird, keine Fallunterscheidung hinsichtlich der Kontaktstellen 26-32 bei der Überprüfung der Frage getroffen werden muß, ob der Minimalabstand sl zwischen Merkmalen der oberen Leiterbahnebene eingehalten worden ist. In dem anderen Fall nämlich, daß die oberen Leiterbahnen 10-16 mit Umrandungslinien dargestellt werden würden, die entlang der gestrichelten Linien 34 führen, würde bei Überprüfung der Ein- haltung der Designregeln an den Kontaktstellen 26-32 ein Fehler hervorgerufen werden, da die Abstände zwischen den Kontaktbereichen 34-40 und den Leiterbahnen 10-16 s3 betragen und somit kleiner als der Minimalabstand sl sind.
Der Grund dafür, daß die oberen Leiterbahnen 10-16 trotz der an die Kontaktweite der Intermetallkontakte 34-40 angepaßten vergrößerten Breite an den Kontaktstellen 26-32 so eng gesetzt werden können, als besäßen dieselben überall die Minimalbreite wl, besteht darin, daß die Strukturierung der Lei- terbahnen 10-16 außerhalb der Kontaktbereiche 34-40 einerseits und die Strukturierung der Kontakte und der Leiterbahnen 10-16 innerhalb der Kontaktbereiche 34-40 andererseits in
verschiedenen Prozeßschritten durchgeführt werden. Auf diese Weise unterliegt die Beabstandung des Bereiches der Leiterbahnen 10-16 innerhalb der Kontaktbereiche 34-40 nicht der Prozeß-, wie z.B. Lithographie-, bedingten Minimalabstandsbe- dingung sl. Der Abstand s3 des Kontaktbereiches 34 zu der oberen Leiterbahn 12 muß lediglich größer als ein Minimalabstand sein, der durch Prozeßtoleranzen, wie z.B. Justagefeh- ler bezüglich der oberen und unteren Leiterbahnebene bei der Belichtung und Weitentoleranz des Intermetallkontaktes 34 bei Belichtung und Ätzung, definiert wird. Diese Prozeßtoleranzen sind jedoch viel kleiner als die Minimalbreiten wl und w2 und Minimalabstände sl und s2 der Leiterbahnen 10-24 die beispielsweise lithographisch bedingt sind.
Lediglich der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, daß die Abstände zwischen den benachbarten Intermetallkontak- ten, da dieselben in einem gemeinsamen Prozeßschritt hergestellt werden, ebenfalls der Einhaltung eines prozeßabhängigen Minimalabstands S4 unterworfen sind, der von der verwen- deten Maskentechnik abhängt, und der sich von Sl unterscheiden kann.
Wie es in der vorhergehenden Beschreibung des Layouts von Fig. 1 beschrieben worden ist, wird es durch die vorliegende Erfindung ermöglicht, in einem Layout Leiterbahnen so eng zu setzen, wie es unter Berücksichtigung prozeßbedingter Minimalabstände sl bzw. s2 möglich ist, wodurch sich ein minimaler bzw. reduzierter Flächenbedarf ergibt. Für bestimmte Anwendungsbereiche, bei denen durch bestimmten Standards bzw. Normen feste Chipflächengrößen vorgegeben sind, bedeutet dies, daß die eingesparte Fläche zur Implementierung zusätzlicher Funktionen oder dergleichen verwendet werden kann. Ferner ist, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, die Weite jedes Intermetallkontaktes größer als die Breite der Leiterbahnen 10- 24 außerhalb der Kontaktorte 26-40, so daß die Intermetallkontakte in ihrer Elektromigrationsfestigkeit deutlich verbessert sind. Für integrierte Schaltungen bedeutet die vor-
liegende Erfindung folglich eine reduzierte Chipfläche und verbesserte elektrische Eigenschaften.
Im folgenden werden bezugnehmend auf die Fig. 2-29 verschie- dene Ausführungsbeispiele zur Herstellung eines Intermetall- kontaktes gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Jede dieser Figuren zeigt in einem Querschnitt auf der linken Seite eine obere und eine untere Leiterbahn, die durch einen jeweiligen Intermetallkontakt leitfähig verbunden sind bzw. werden sollen, und auf der rechten Seite eine obere und untere Metallbahn, die nicht miteinander verbunden sind bzw. werden sollen, und zwar nach aufeinanderfolgenden Prozeßschritten zur Herstellung des Intermetallkontaktes. Die Querschnitte entsprechen somit Querschnitten entlang der Schnittlinie A in dem Layout von Fig. 1, falls angenommen wird, daß sich die untere Leiterbahn 20 über die Schnittebene A erstreckt.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele stellen Prozeßabläufe dar, mit denen ein Intermetallkontakt in Dual-Damascene- Technologie hergestellt werden kann, und bei denen die Weite des Intermetallkontaktes größer vorgesehen sein kann als die minimalen Breiten der oberen und unteren Metallbahnen, während im Gegensatz hierzu bei den Intermetallkontakten herkömmlicher Art die Weite des Intermetallkontaktes stets klei- ner oder gleich der Weite der oberen und unteren Metallbahn sein mußte, wie es Bezug nehmend auf Fig. 32 erläutert wurde.
Bezugnehmend auf Fig. 2-8 wird zunächst ein erstes Ausführungsbeispiel zur Herstellung eines Intermetallkontaktes ge- maß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Fig. 2 stellt einen Zustand während des Prozeßablaufes dar, bei dem die Leiterbahnen der unteren Leiterebene bereits gebildet worden sind und eine Maske zur Strukturierung der oberen Leiterbahnen bzw. der oberen Leiterebene aufgebracht ist. Fig. 2 zeigt eine erste Isolationsschicht 50, in der beispielsweise mittels einer Damascene-Technologie die untere Leiterbahn 18 und die untere Leiterbahn 20 der unteren Leiterebene strukturiert
worden sind, wobei die untere Leiterebene allgemein mit 52 angezeigt ist und an eine Hauptseite 54 der ersten Isolationsschicht 50 angrenzt. Wie es zu sehen ist, ist bei der Strukturierung der unteren Leiterbahnen 18, 20 der unteren Leiterebene 52 der durch die Designregeln auferlegte Minimalabstand s2 einzuhalten. Auf der ersten Isolationsschicht 50 bzw. der Hauptseite 54 ist eine zweite Isolationsschicht 56 beispielsweise durch Abscheidung aufgebracht worden. Wie es durch einen Doppelpfeil angezeigt ist, weist die zweite Iso- lationsschicht eine Dicke tl auf. Anschließend ist eine Maske 58 für die Strukturierung der oberen Leiterbahnen 10 und 12 der oberen Leiterebene auf einer Hauptseite 59 der Isolationsschicht 56 aufgebracht und geeignet strukturiert worden, wie z.B. durch Belichtung und anschließende Entwicklung, um Öffnungen 60 und 62 an denjenigen Stellen zu erzeugen, an denen die Leiterbahnen 10 und 12 gebildet werden sollen, bzw. um die zweite Isolationsschicht 56 an diesen Stellen freizulegen. Die Maske 58, wie z.B. Photolack, wird hierbei relativ zu der unteren Leiterebene bzw. relativ zu den unteren Lei- terbahnen 18 und 20 oder eine zur Strukturierung derselben verwendete Leitermaske justiert.
Fig. 3 stellt den Zustand dar, der sich einstellt, nachdem beispielsweise mittels eines Ätzschrittes an den freigelegten Stellen 60, 62 für die obere Leiterebene 64 Graben 66, 68 der Tiefe dl in der zweiten Isolationsschicht 56 gebildet worden sind. Die Tiefe dl definiert somit die Schichtdicke der oberen Leitereben 64. Anschließend wird die Maske 58 mittels bekannter Verfahren, wie z.B. mittels Lackstrippens, Trocken- oder Naßätzens, entfernt.
Fig. 4 zeigt den Zustand, der sich einstellt, nachdem auf der strukturierten oberen Seite 59 der zweiten Isolationsschicht 56 eine Maske 72, wie z.B. Photolack, für die Bildung des In- termetallkontaktes 34 aufgebracht und strukturiert, wie z.B. belichtet und entwickelt, worden ist, um in der Maske 72 eine Öffnung 74 zu bilden, die auf der Seite 59 der zweiten Isola-
tionsschicht 56 einen freigelegten Kontaktbereich definiert. Die Justierung der Maske 72 wird entweder bezüglich der unteren oder der oberen Leiterebene bzw. einer unteren oder einer oberen Leitermaske 52, 64 durchgeführt.
Wie es in Fig. 5 zu sehen ist, wird daraufhin von der Öffnung 74 in der Maske 72 her eine Kontaktöffnung 76 in die zweite Isolationsschicht 56 bis zu der unteren Leiterebene 52 bzw. der unteren Leiterbahn 18 bzw. der Hauptseite 54 hinab ge- ätzt. Die Tiefe der Ätzung beträgt somit d2 = tl - dl. Bei geringer Überätzzeit wird der Bereich der unteren Leiterbahn 18 geöffnet, in dem dieselbe mit dem Bereich überlappt, an dem der Graben 66 (Fig. 4) für die obere Leiterbahn gebildet worden ist. Eine FehlJustierung des oberen Leiterbahngrabens 66 und der unteren Leiterbahn 18 zueinander führt folglich zu einer reduzierten Kontaktfläche wie es bezugnehmend auf Fig. 9 näher beschrieben werden wird. Am Randbereich 78 der Kontaktöffnung 76 ist die Öffnungstiefe um die Tiefe dl im Vergleich zu dem Bereich, bei dem der Graben 66 für die obere Leiterbahn gebildet worden ist, reduziert.
Nach der Ätzung der Kontaktöffnung 76 wird, wie es in Fig. 6 gezeigt ist, die Maske 72 wieder entfernt und daraufhin, wie es in Fig. 7 gezeigt ist, ein leitfähiges Material 78, wie z.B. ein metallisches Material aus Kupfer, Aluminium oder einem anderen Metall, für die obere Leiterebene 64 auf der Seite 59 der zweiten Isolationsschicht 56 aufgebracht, wie z.B. durch ein Abscheideverfahren oder ein anderes geeignetes Verfahren. Wie es in Fig. 7 auf der linken Seite zu sehen ist, füllt das aufgebrachte leitfähige Material 78 sowohl die Kontaktöffnung 76 für den Intermetallkontakt 34 (Fig. 1) als auch den Graben 66 für die obere Leiterbahn 10 (Fig. 1) aus. Auf der rechten Seite ist die Füllung des Grabens 68 für die obere Leiterbahn 12 ersichtlich.
Das überschüssige Material mit einer Dicke t3 oberhalb der Seite 59 der zweiten Isolationsschicht 56 wird, wie es in
Fig. 8 gezeigt ist, in einem anschließenden Prozeßschritt entfernt, wie z.B. durch chemisch-mechanisches Polieren, wobei sich der in Fig. 8 gezeigte Zustand einstellt, bei dem sowohl der Intermetallkontakt 34 als auch die obere Leitereben 64 bzw. die oberen Leiterbahnen 10 und 12 fertiggestellt sind. Wie es ferner Fig. 8 zu entnehmen ist, werden die Leiterbahnen 10, 12 durch die Entfernung des aufgebrachten überschüssigen leitfähigen Materials 78 voneinander isoliert.
In Fig. 8 ist zur Veranschaulichung innerhalb der Kontaktöffnung 76 durch eine gestrichelte Linie 80 der Anteil der Leiterbahn 10 und der Anteil des Intermetallkontaktes 34 an dem in die Kontaktöffnung 76 gefüllten metallischen Material 78 gezeigt. Die gestrichelte Linie 80 stellt somit die Grenzbzw. Kontaktfläche zwischen dem Teil der Leiterbahn 10, der innerhalb des Kontaktbereiches liegt und durch die Maske von Fig. 4 definiert worden ist, und dem Intermetallkontakt 34 dar. Wie es zu erkennen ist, ist die Breite der Leiterbahn 10 im Kontaktbereich an die Weite des Intermetallkontaktes 34 selbstjustiert angepaßt, da die Leiterbahn 10 im Kontaktbereich und der Intermetallkontakt 34 in einem gemeinsamen Ätzschritt (Fig. 5) festgelegt werden.
Wie es vorgehend beschrieben worden ist, werden während der Herstellung des Intermetallkontaktes zwei Justagen durchgeführt, nämlich die der Maske 58 für die obere Leiterebene relativ zu der unteren Leiterebene und die der Maske 72 für die Kontaktöffnung 76 relativ zu entweder der unteren oder der oberen Leiterebene. Beide Justagen sind Justagefehlern unterworfen, die jedoch klein genug sind, um unter Berücksichtigung der Minimalabständen sl und d2 nicht zur Kurzschlüssen zu führen. Jedoch ergeben sich aufgrund von Justagefehlern bei der Strukturierung der oberen Leiterbahn 10 Probleme bei der Bildung der Kontaktöffnung 76 für den Intermetallkontakt 34, die im folgenden bezugnehmend auf die Fig. 9 und 10 näher erläutert werden.
Fig. 9 zeigt den Intermetallkontakt der Fig. 2-8 in einem Zustand, der demjenigen von Fig. 5 entspricht. Im Unterschied zu dem Zustand von Fig. 5 ist bei Fig. 9 bei der Strukturie- rung der oberen Leiterbahn 10 ein Justagefehler der Länge Δs aufgetreten. Die Ätzzeit und die Ätzrate sind wie bei Fig. 5 derart eingestellt, daß die Tiefe der Ätzung d2 beträgt, mit einer geringen Überätzzeit zur Öffnung der unteren Leiterbahn 18. Wie es zu sehen ist, wird die untere Leiterbahn 18 im Kontaktbereich nicht vollständig geöffnet, sondern nur in dem Bereich, in dem dieselbe mit der Strukturierung bzw. dem Graben 66 für die obere Leiterbahn 10 überlappt, da die nur hier die Öffnungstiefe der Kontaktöffnung 76 bis zu der unteren Leiterbahn 18 reicht. Aufgrund der Fehljustage bei der Maske 58 (Fig. 2) wird folglich die Kontaktfläche, d.h. die Grenzfläche zwischen der Kontaktöffnung 76 bzw. des Intermetall- kontakts auf der einen und der unteren Leiterbahn 18 auf der anderen Seite, reduziert, wie es beispielsweise bei 82 zu erkennen ist. Der Kontaktwiderstand erhöht sich damit abhängig von der FehlJustierung bei der Justage der Maske 58 für die obere Leiterebene 64 (Fig. 2), was innerhalb einer integrierten Schaltung zu einer unerwünschten Ungleichheit bzw. Streuung von Kontaktwiderstandswerten führt.
Das in Fig. 9 gezeigte Problem läßt sich auch nicht durch Erhöhung der Ätzzeit und damit Erhöhung der Tiefe, bis zu der die Ätzung durchgeführt wird, lösen, wie es bezugnehmend auf Fig. 10 beschrieben wird. Fig. 10 zeigt ebenfalls einen der Fig. 5 entsprechenden Zustand des Intermetallkontaktes 34, wobei wie bei Fig. 9 bei der Justage der oberen Leiterebene ein Justagefehler der Größe Δs aufgetreten ist. Anders als bei Fig. 5 und Fig. 9 ist die Ätzzeit und Ätzrate derart eingestellt, daß die Tiefe der Ätzung tl beträgt. Durch diese höhere Ätzzeit wird die komplette untere Leiterbahn 18 im Be- reich des Intermetallkontaktes freigelegt, wobei jedoch gleichzeitig eine erhöhte Einätzung der Isolationsschicht 50 in demjenigen Bereich neben der unteren Leiterbahn 18 auf-
tritt, in dem der Graben 66 für die obere Leiterbahn 10 angelegt, die untere Leiterbahn 18 jedoch nicht strukturiert ist, wie es in Fig. 10 bei 84 angezeigt ist. Wie es bei 84 zu sehen ist, entsteht folglich seitlich der unteren Leiterbahn 18 ein Graben. Diese Topologie, die durch die Einätzung neben der unteren Leiterbahn 18 und die unterschiedliche Ätztiefe im Randbereich der Kontaktöffnung entsteht, kann zu weiteren Problemen bei Barrierendichtigkeit und Füllverhalten bei der Metallabscheidung führen.
Bezugnehmend auf Fig. 11-18 wird nun ein Ausführungsbeispiel beschrieben, welches den durch die Fehljustage bei der Strukturierung der oberen Leiterebene auftretenden Problemen des Ausführungsbeispiels von Fig. 2-10 durch Vorsehen einer Ätz- Stoppschicht oberhalb der unteren Leiterebene begegnet.
Das folgende Ausführungsbeispiel löst die Probleme der Reduzierung der Kontaktfläche abhängig von der Fehljustage bei der Strukturierung bzw. Belichtung der oberen Leiterebene oder der auftretenden Topologie am Boden des Intermetallkontaktes bei Erhöhung der Ätzzeit dadurch, daß zwischen der ersten Isolationsschicht 50 und der zweiten Isolationsschicht 56 eine weitere Isolationsschicht 100 vorgesehen ist. Dementsprechend zeigt Fig. 11, die den Intermetallkontakt in einem Zustand während der Herstellung zeigt, der demjenigen von Fig. 2 entspricht, die Isolationsschicht 50 mit der ersten Leiterebene 52 und insbesondere den unteren Leiterbahnen 18 und 20, die weitere Isolationsschicht 100, die auf der oberen Seite 54 der Isolationsschicht 50 aufgebracht ist, die über der weiteren Isolationsschicht 100 angeordnete zweite Isolationsschicht 56 und die Maske 58 zur Strukturierung der oberen Leiterebene, die bezüglich der unteren Leiterebene justiert ist und bereits Öffnungen 60, 62 definiert.
In zwei nachfolgenden Prozeßschritten wird wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel bezugnehmend auf Fig. 3 und 4 beschrieben nacheinander eine Grabenätzung der oberen Leiterebene 64, um
die Graben 66 und 68 der Tiefe dl für die obere Leiterbahn 10 bzw. 12 (Fig. 1) zu erzeugen, wie es in Fig. 12 gezeigt ist, eine Entfernung der Maske 58 sowie eine Aufbringung einer neuen Maske 72 zur Bildung des Intermetallkontaktes bzw. der spätem Kontaktöffnung aufgebracht, die eine Öffnung 74 am Kontaktbereich aufweist, wie es in Fig. 13 zu sehen ist.
Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel erfolgt daraufhin eine Ätzung eines Teils der Kontaktöffnung 76 des In- termetallkontaktes in die zweite Isolationsschicht 56 mit einem Ätzprozeß, der, wie es in Fig. 14 zu sehen ist, selektiv auf der weiteren Isolationsschicht 100 stoppt. Hierdurch kann im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel die zweite Isolationsschicht 56 auch im Randbereich 102 der Kontaktöff- nung 76, d.h. dort, wo sich der Graben 66 nicht befand, vollständig entfernt werden, wodurch ein ebener Boden der Kontaktöffnung an der weiteren Isolationsschicht 100 erhalten wird. Die weitere Isolationsschicht 100 dient folglich als Ätzstoppschicht .
Wie es in Fig. 15 zu sehen ist, wird nach der Bildung der Kontaktöffnung 76 bis zur Ätzstoppschicht 100 die Maske 72 entfernt. Wie es in Fig. 16 zu sehen ist, wird nach der Entfernung der Maske 72 ein Ätzprozeß durchgeführt, durch wel- chen der an der Kontaktöffnung 76 freiliegende Teil der Ätzstoppschicht 100 geöffnet und die komplette untere Leiterbahn 18 im Bereich der Intermetallkontaktöffnung 76 freigelegt wird. Der Ätzprozeß kann hierbei selektiv zur ersten Isolationsschicht 50 und zur zweiten Isolationsschicht 56 sein, wie es vorliegend der Fall ist. Hierdurch ist die Bildung der Kontaktöffnung 76 abgeschlossen.
Wie es in Fig. 15 ebenfalls zu sehen ist, ist die wirksame Kontaktfläche für die untere Leiterbahn 18 im wesentlichen stets gleich, so lange die Länge x, um die die Weite der Kontaktöffnung 76 relativ zu der Breite der unteren Leiterbahn
18 verbreitert ist, ausreichend ist, um Fehljustagen bei der Justage der Maske 72 auszugleichen.
Entsprechend den Schritten 7 und 8 des ersten Ausführungsbeispiels wird anschließen durch Aufbringung des leitfähigen Materials 78, wie es in Fig. 17 gezeigt ist, und nachfolgendes Entfernen des Überschusses an leitfähigen Materials 78 der Intermetallkontakt 34 sowie die obere Leiterebene 64 bzw. die erste und zweite Leiterbahn 10 bzw. 12 gebildet.
Neben der Beseitigung des Problems der Reduzierung der Kontaktfläche abhängig von der Fehljustage bei der Strukturierung der oberen Leiterebene und der auftretenden Topologie am Boden des Intermetallkontaktes im Fall einer verlängerten Ätzzeit, wie es bei dem ersten Ausführungsbeispiel auftrat, liefert das zweite Ausführungsbeispiel durch das Vorsehen der zusätzlichen Isolationsschicht 100 zudem den Vorteil, daß die Maske 72 (Fig. 14) zur Bildung der Kontaktöffnung entfernt bzw. abgelöst werden kann, während die Leiterbahn 18 der un- teren Leiterebene 52 noch nicht freigelegt ist (siehe Fig. 14 bzw. 15). Dies ist vorteilhaft, da die Maske 72, wie z.B. eine Photolackschicht, üblicherweise mit einem Sauerstoffplasma entfernt wird, das freiliegende Metallschichten stark oxi- diert . Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Entfernung der Ätzstoppschicht 100 von Fig. 16 auch vor der Entfernung der Maske 72 (Fig. 15) durchgeführt werden könnte, wobei jedoch die vorgehend beschriebene Prozeßablaufreihenfolge aus den vorgehend beschriebenen Gründen bevorzugt wird.
Bei den vorhergehend beschriebenen Ausführungsbeispielen wird die Dicke der oberen Leiterebene bzw. der oberen Leiterbahnen durch die Ätztiefe dl in die Isolationsschicht 56 definiert (vgl. Fig. 3 bzw. Fig. 12) . Die Dicke dl hängt damit direkt von der Reproduzierbarkeit der Ätztiefe ab und ist somit un- erwünschten Schwankungen unterworfen. Nachfolgend wird bezugnehmend auf Fig. 19-29 ein Ausführungsbeispiel zur Herstellung eines Intermetallkontaktes gemäß der vorliegenden Erfin-
dung beschrieben, bei welchem die zweite Isolationsschicht 56 durch zwei Isolationsschichten 200, 202, zwischen denen eine Zwischenschicht 204 als Ätzstoppschicht angeordnet ist, und durch welche die Dicke der oberen Leiterebene bzw. oberen Leiterbahnen unabhängig von jeglicher Ätzrate oder Ätzdauer auf die Dicke der Isolationsschicht 202 oberhalb der Zwischenschicht 204 eingestellt werden kann.
Fig. 19 stellt einen Zustand während der Herstellung des In- termetallkontaktes dar, der demjenigen von Fig. 2 und 11 entspricht. Insbesondere zeigt Fig. 19 die erste Isolationsschicht 50, in der die erste Leiterebene 52 mit den Leiterbahnen 18 und 20 gebildet ist, die auf der oberen Seite 54 der ersten Isolationsschicht 50 vorgesehene Ätzstoppschicht 100, die die zweite Isolationsschicht 56 der ersten beiden Ausführungsbeispiele ersetzenden Isolationsschichten 200, 200, die auf der Ätzstoppschicht 100 angeordnet sind, und zwischen denen die Zwischenschicht 204 angeordnet ist, und die Maske 58 zur Strukturierung der oberen Leiterebene, die auf der Isolationsschicht 202 aufgebracht ist. Die Maske 58 ist, wie es im vorhergehenden beschrieben wurde, auf die untere Leiterebene 52 justiert und weist für die Bildung der zwei oberen Leiterbahngraben zwei Atzöffnungen 60, 62 auf. Die Dicke der Isolationsschicht 202, der Zwischenschicht 204, der Isolationsschicht 200 und der Ätzstoppschicht 100 sind in Fig. 19 exemplarisch mit den Dicken d2, d4, d3 und d5 angegeben.
Nach der Aufbringung der Maske 58 für die oberen Leiterbah- nen, wie es in Fig. 19 gezeigt ist, wird, wie in Fig. 20 dargestellt, mit einem selektiven Ätzprozeß die Isolationsschicht 202 der Dicke d2 geätzt, um einen Teil der Gräben 66, 68 für die obere Leiterebene 64 und insbesondere für die obere Leiterbahn 10 und die obere Leiterbahn 12 zu bilden. Die Ätzung stoppt selektiv auf der Zwischenschicht 204, die folglich als Ätzstoppschicht wirkt.
Danach wird, wie es in Fig. 21 gezeigt ist, die Maske 58 entfernt und, wie es in Fig. 22 gezeigt ist, die Maske 72 für den Intermetallkontakt auf der Isolationsschicht 202 aufgebracht, die zur anschließenden Bildung der Kontaktöffnung ei- ne Öffnung 74 am Kontaktbereich aufweist. Mittels eines weiteren zur Zwischenschicht 204 selektiven Ätzprozesses wird anschließend die Isolationsschicht 202 innerhalb des durch die Maske 72 definierten Kontaktbereiches 74 entfernt, wie es in Fig. 23 zu sehen ist. Weitere selektive Ätzprozesse im Kontaktbereich 74 werden zur Entfernung der Zwischenschicht 204, wie es in Fig. 24 zu sehen ist, und zur Entfernung der Isolationsschicht 200, wie es in Fig. 25 zu sehen ist, durchgeführt. Die Ätzprozesse der Fig. 23-25 stoppen selektiv auf der jeweils unterhalb der zu ätzenden Schicht folgenden Schicht, d.h. der Zwischenschicht 204, der Isolationsschicht 200 bzw. der Ätzstoppschicht 100. Nach diesen Ätzschritten ist die Bildung der Kontaktöffnung 76 bis auf die Entfernung der Atzstoppschicht 100 abgeschlossen.
Daraufhin wird, wie es in Fig. 26 zu sehen ist, die Maske 72 entfernt und in einem weiteren Ätzprozeß wird die Ätzstoppschicht 100 geöffnet und die untere Leiterbahn 18 im Bereich des Intermetallkontaktes freigelegt, wodurch die Bildung der Kontaktöffnung 76 abgeschlossen ist, wie es in Fig. 27 er- sichtlich ist. Bei diesem Ätzschritt wird ferner die Zwischenschicht 204 in den strukturierten Bereichen in der oberen Leiterebene, insbesondere im Bereich der oberen Leiterbahnen 10 und 12, geätzt, wodurch die Tiefe des Grabens 68 auf d2 + d4 erhöht wird. Dieser Ätzprozeß kann hierbei selek- tiv zur Isolationsschicht 200 und zur Isolationsschicht 50 sein. Wie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel ist es ebenfalls möglich, die Entfernung der Maske 72 nach der Öffnung der Ätzstoppschicht 100 durchzuführen, wobei jedoch in diesem Fall die Ablösung der Maske 72 bei offener Metallfläche und den damit verbundenen Oxidationsproblemen durchgeführt werden muß. In dem letztgenannten Fall kann jedoch die gleichzeitige Ätzung der Zwischenschicht 204 in den strukturierten Berei-
chen der oberen Leiterebene während der Ätzung der Ätzstoppschicht 100 vermieden werden.
Anschließend wird wie bei den vorangegangenen Ausführungsbei- spielen eine Auffüllung der Öffnungen, d.h. der Kontaktöffnung 76 und der Graben 66 und 68 für die oberen Leiterbahnen mit leitfähigem Material 78 vorgenommen, wie es in Fig. 28 gezeigt ist, und daraufhin überschüssig aufgebrachtes leitfähiges Material 78 entfernt, wie es in Fig. 29 gezeigt ist. Wie es zusehen ist, ist die Dicke der oberen Leiterebene gleich der Dicke der beiden Schichten 202 und 204 und somit nicht Schwankungen der Ätzrate oder Ätzdauer unterworfen.
Fig. 30 und 31 zeigen Schnittbilder des Intermetallkontaktes 34 von Fig. 1 entlang der Ebene A bzw. einer Ebene B gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Der in den Fig. 30 und 31 gezeigte Intermetallkontakt entspricht demjenigen, der bei der Herstellung gemäß der Fig. 19-29 entsteht, wobei jedoch eine Barriereschicht 300 direkt unter den Leiterbahnen 18, 20 der unteren Leiterebene und den Leiterbahnen 10, 12 der oberen Leiterebene bzw. unterhalb des Intermetallkontaktes vorgesehen ist, um dieselben seitlich und unten gegen die Schichten 50, 100, 200-204 abzugrenzen. Diese Barrierenschicht hilft bei einer Strukturverkleinerung Zuverlässigkeitsprobleme bei der Herstellung der Leiterbahnen zu lösen. Die Barrierenschicht 300 unterhalb der oberen Leiterbahnen 10, 12 und des Intermetallkontaktes 34 kann beispielsweise vor dem Schritt der Auffüllung der Kontaktöffnung von Fig. 28 aufgebracht werden.
Die im vorhergehenden erwähnten Isolationsschichten 56, 200, 202 und 50 können aus Siliziumdioxid oder aus einem Low-k- Material, d.h. einem Isolationsmaterial mit einer Dielektrizitätskonstante, die kleiner als diejenige von Siliziumdioxid ist, bestehen. Die im vorhergehenden erwähnten Isolationsschichten 100 und 204 können beispielsweise aus Siliziumnitrid, Siliziumkarbid oder SiCOH bestehen. Die Leiterebenen
52, 64 bzw. die Leiterbahnen 10, 12 und 18, 20 und das zur Auffüllung verwendete leitfähige Material können beispielsweise Kupfer sein. Die Barriereschicht 200 kann beispielsweise eine Mehrfachschicht aus Tantal und Tantalnitrid sein. Die angegebenen Materialien sind jedoch lediglich nichterschöpfende Beispiele.
Bezugnehmend auf die vorhergehende Beschreibung wird darauf hingewiesen, daß, obwohl die Ätzschritte im vorhergehenden in den Figuren derart dargestellt worden sind, daß dieselben anisotrop sind, ferner isotrope oder zumindest Ätzverfahren verwendet werden können, bei denen die Ätzkante des Intermetallkontaktes derart gebildet wird, daß sie nicht senkrecht verläuft. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Ausdehnungen der Intermetallkontaktöffnung an der Grenzfläche zu der oberen bzw. unteren Leiterbahn. Die Justage der Kontaktöffnung, die grundsätzlich bezüglich der oberen oder unteren Leiterebene durchgeführt werden kann, wird in diesem Fall bevorzugt auf diejenige Leiterebene justiert, in der der Durchmesser bzw. die Ausdehnung des Intermetallkontaktes größer ist, da hier der Abstand des Intermetallkontaktes zu der betreffenden benachbarten Leiterbahn kleiner ist.
Ferner wird darauf hingewiesen, daß, obwohl im vorhergehenden zur Bildung der Kontaktöffnung lediglich Ätzverfahren verwendet worden sind, ferner grundsätzlich auch andere Verfahren einsetzbar sind, wie z.B. Bohren oder dergleichen. Ferner ist die Erfindung nicht auf die im vorhergehenden exemplarisch genannten Materialien für die Schichten usw. beschränkt. Ins- besondere müssen für die einzelnen Schichten, wie z.B. die beiden Leiterebenen, nicht die gleichen Materialien verwendet werden.
Es wird ferner darauf hingewiesen, daß das Auffüllen des Gra- bens für die obere Leiterbahn, die mit der unteren Leiterbahn leitfähig verbunden werden soll, vor der Bildung der Kontaktöffnung durchgeführt werden kann, wobei das Metall der oberen
Leiterbahn im Bereich des Kontaktbereichs beispielsweise mittels eines zusätzlichen Ätzschrittes vor der Bildung der Kontaktöffnung entfernt wird, um anschließend durch das leitfähige Material ersetzt zu werden, das bei Auffüllung der Kontaktöffnung aufgebracht wird. Ferner ist es möglich, lediglich die Kontaktöffnung zu befüllen und in einem gesonderten Schritt anschließend die Graben außerhalb der Kontaktbereiche zu befüllen.
Bezugszeichenliste
10 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene 12 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene 14 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene 16 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene 18 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene 20 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene 22 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene 24 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene 26 Kontaktort 28 Kontaktort 30 Kontaktort 32 Kontaktort 34 Kontaktbereich/Intermetallkontakt 36 Kontaktbereich/Intermetallkontakt 38 Kontaktbereich/Intermetallkontakt 40 Kontaktbereich/Intermetallkontakt 50 erste Isolationsschicht 52 untere Leiterbahnebene
54 obere Hauptseite der ersten Isolationsschicht 56 zweite Isolationsschicht
58 Maske für die obere Leiterbahnebene
59 obere Hauptseite der zweiten Isolationsschicht 60 Öffnung
62 Öffnung
64 obere Leiterbahnebene
66 Graben
68 Graben 72 Maske für Kontaktöffnung
74 Kontaktbereich
76 Kontaktöffnung
78 Randbereich der Kontaktöffnung
80 Grenz/Kontaktfläche 82 Versatz
84 Grabentopologie 100 Ätzstoppschicht
102 Randbereich der Kontaktöffnung
200 Isolationsschicht
202 Isolationsschicht
204 Zwischenschicht 300 Barrierenschicht
500 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene
502 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene
504 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene
506 Leiterbahn der oberen Leiterbahnebene 508 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene
510 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene
512 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene
514 Leiterbahn der unteren Leiterbahnebene
516 Kontaktort 518 Kontaktort
520 Kontaktort
522 Kontaktort
524 verbreiterter Bereich
526 verbreiterter Bereich 528 verbreiterter Bereich
530 verbreiterter Bereich
532 verbreiterter Bereich
534 verbreiterter Bereich
536 verbreiterter Bereich 538 verbreiterter Bereich
540 Intermetallkontakt
542 Intermetallkontakt
544 Intermetallkontakt
546 Intermetallkontakt