Neue Carbonsäurederivate mit arylsubstituierten Stickstoff- heterocyclen, ihre Herstellung und Verwendung als Endothelin Rezeptorantagonisten
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Carbonsäurederivate, deren Herstellung und Verwendung.
Endothelin ist ein aus 21 Aminosäuren aufgebautes Peptid, das von vaskuläre Endothel synthetisiert und freigesetzt wird. Endothelin existiert in drei Isoformen, ET-1, ET-2 und ET-3. Im Folgenden bezeichnet "Endothelin" oder "ET" eine oder alle Isoformen von Endothelin. Endothelin ist ein potenter Vaso- konstriktor und hat einen starken Effekt auf den Gefäßtonus. Es ist bekannt, daß diese Vasokonstriktion von der Bindung von Endothelin an seinen Rezeptor verursacht wird (Nature, 332 , 411-415, 1988; FEBS Letters, 231, 440-444, 1988 und Biochem. Biophys. Res . Commun. , 15-4, 868-875, 1988).
Erhöhte oder abnormale Freisetzung von Endothelin verursacht eine anhaltende Gefäßkontraktion in peripheren, renalen und zerebralen Blutgefäßen, die zu Krankheiten führen kann. Wie in der Literatur berichtet, ist Endothelin in einer Reihe von Krankheiten invol- viert. Dazu zählen: Hypertonie, akuter Myokardinfarkt, pulmonäre Hypertonie, Raynaud-Syndrom, zerebrale Vasospasmen, Schlaganfall, benigne Prostatahypertrophie, Atherosklerose, Asthma und Prostatakrebs (J. Vascular Med. Biology 2, 207 (1990), J. Am. Med. Association 2 , 2868 (1990), Nature 144, 114 (1990), N. Engl. J. Med. 322, 205 (1989), N. Engl. J. Med. 328, 1732 (1993), Nephron £6. 373 (1994), Stroke 25 , 904 (1994), Nature 365. 759 (1993), J. Mol. Cell. Cardiol. 27, A234 (1995); Cancer Research 56, 663 (1996), Nature Medicine 1, 944, (1995)).
Mindestens zwei Endothelinrezeptorsubtypen, ETA- und ETB-Rezeptor, werden zur Zeit in der Literatur beschrieben (Nature 348. 730 (1990), Nature 348, 732 (1990)). Daher sollten Substanzen, die die Bindung von Endothelin an einen oder an beide Rezeptoren inhibieren, physiologische Effekte von Endothelin antagonisieren und daher wertvolle Pharmaka darstellen.
Die Herstellung und Verwendung von Endothelin Rezeptoranta- gonisten wurden bereits in WO 95/26716, WO 96/11914, WO 97/38980, WO 97/38982, WO98/09953, WO98/27070, WO 98/58916, WO 99/11629, DE 19748238.4, DE 19806438.1, DE 19809144.3 und DE 19836044.4 beschrieben. Dabei handelt es sich um Verbindungen, die jeweils
einen Heteroaromat mit mindestens einem Stickstoff enthalten, wobei der Heteroaromat keine PhenylSubstitution trägt. Es bestand die Aufgabe, weitere Endothelinrezeptorantagonisten mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften bereitzustellen.
Gegenstand der Erfindung sind Carbonsäurederivate der Formel I
wobei R1 steht für Tetrazol oder für eine Gruppe
°
II
C —R in der R folgende Bedeutung hat:
a) ein Rest OR6, worin R6 bedeutet:
Wasserstoff, das Kation eines Alkalimetalls, das Kation eines Erdalkalimetalls, ein physiologisch verträgliches organisches Ammoniumion wie tertiäres Cι-C-Alkylammonium oder das Ammoniumion;
C3-C8-Cycloalkyl, Cι-C8-Alkyl, CH2-Phenyl, die jeweils durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Nitro, Cyano, Cι-C4-Alkyl, Cι-C-Halogen- alkyl, Hydroxy, Cι-C4-Alkoxy, Mercapto, Cι-C4-Alkylthio, A ino, NH (C1-C4-Alkyl ) , N(Cι-C4-Alkyl ) 2;
Eine C2-C6-Alkenyl - oder eine C3-C6-Alkinylgruppe, wobei diese Gruppen ihrerseits ein bis fünf Halogenatome tragen können;
R6 kann weiterhin ein Phenylrest sein, welcher ein bis fünf Halogenatome und/oder ein bis drei der folgenden Reste tragen kann: Nitro, Cyano, d-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Hydroxy, Cι-C4-Alkoxy, Mercapto, Cχ-C4-Alkylthio, Amino, NH(Cι-C4-Alkyl) , N (C1-C4-Alkyl ) 2;
b) ein über ein Stickstoffatom verknüpfter 5-gliedriger Heteroaromat wie Pyrrolyl, Pyrazolyl, Imidazolyl und Triazolyl, welcher ein bis zwei Halogenatome, oder eins bis zwei
Cχ-C-Alkyl oder eins bis zwei Cι-C-Alkoxygruppen tragen kann.
c) eine Gruppe
(π)k
—0-(CH2)p-S —R7 in der k die Werte 0, 1 und 2, p die Werte 1, 2, 3 und 4 annehmen und R7 für
Cι-C4-Alkyl, C3-C8-Cycloalkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder Phenyl steht, das durch einen oder mehrere, z.B. ein bis drei der folgenden Reste substituiert sein kann: Halogen, Nitro, Cyano, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl , Hydroxy, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Alkylthio, Mercapto, Amino, NH(Cι-C4-Alkyl) , N (C1-C4-Alkyl) 2.
-N- H II
worin R8 bedeutet:
Cι-C-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C8-Cycloalkyl, wobei diese Reste einen Cι-C-Alkoxy-, Cι-C-Alkylthio- und/ oder einen Phenylrest wie unter c) genannt tragen können;
Phenyl, das durch ein bis drei der folgenden Reste substi- tuiert sein kann: Halogen, Nitro, Cyano, Cι-C4-Alkyl,
Cι-C4-Halogenalkyl, Hydroxy, Cχ-C-Alkoxy, C!-C-Alkylthio, Mercapto, Amino, NH(Cι-C4-Alkyl) , N(C1-C4-Alkyl ) 2
Die übrigen Substituenten haben die folgende Bedeutung:
R2 Phenyl oder Phenoxy, Benzyl, Benzyloxy, wobei alle Aryl- reste ein bis fünf Halogenatome und/oder einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Hydroxy, Mercapto, Carboxy, Nitro, Cyano, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, C3-C6-Alkenyloxy, C3-Cg-Alkinyloxy,
Cι-C4-Alkylthio, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cι-C4-Alkylcarbonyl, R9, Cι-C4-Alkoxycarbonyl, (Cι-C4-Alkyl)NHCarbonyl, (Cι-C-Alkyl) NCarbonyl, C3-C8-Alkylcarbonylalkyl, Amino, NH(Cι-C4-Alkyl) , N(C1-C4-Alkyl ) 2, Phenoxy oder Phenyl, wobei die genannten Arylreste wiederum ein- bis dreifach substituiert sein können durch Halogen, Cι-C4-Alkyl,
Cι-C-4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Dioxo- methylen, Dioxoethylen, Cι-C4-Alkylthio;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher ein bis vier Halogenatome und/oder einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cι-C4-Alkylthio, Phenyl, Phenoxy oder Phenylcarbonyl, wobei die Phenylreste ihrerseits ein bis fünf Halogenatome und/oder einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι~C4-Halogenalkoxy und/oder Cι-C-Alkylthio;
C3-C8-Cycloalkyl, die ein bis drei der folgenden Reste tragen können: Cι-C4-Alkyl, Cι~C4-Halogenalkyl , Cι~C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C4-Alkylthio .
Wasserstoff;
Ci-Cg-Alkyl, C3-C6-Alkenyl, C3-C6-Alkinyl oder C3-C8-Cyclo- alkyl, wobei diese Reste jeweils ein- oder mehrfach substituiert sein können durch: Hydroxy, Mercapto, Carboxy, Halogen, Nitro, Cyano, Cι~C4-Alkoxy, C3-C6-Alkenyloxy, C3-C6-Alkinyloxy, C1-C4~Alkylthio, Cι-C4-Halogenalkoxy,
Cι-C4-Alkylcarbonyl, Cι-C4-Alkoxycarbonyl, (C1-C4-Alkyl ) - NHCarbonyl , (Cι-C-Alkyl ) 2NCarbonyl , C3-C8-Alkylcarbonylalkyl , Amino, NH(Cι-C-Alkyl) , N(C3.-C4-Alkyl) , Phenoxy, Phenyl oder Hetaryl, fünf- oder sechsgliedrig, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, wobei alle genannten Aryl- und Hetarylreste ein- bis dreifach substituiert sein können durch: Halogen, Nitro, Cyano, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι~C4-Alkoxy, Cι~C4-Halogen- alkoxy, Mercapto, Carboxy, Hydroxy, Amino, R9, Cι-C4-Alkoxy- carbonyl, NH (C1-C4-Alkyl ) , N(Cι-C-Alkyl)2, Dioxo ethylen, Dioxoethylen, Cι-C-Alkylthio, Phenyl oder Phenoxy;
Phenyl oder Naphthyl, die jeweils durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Nitro, Cyano, Hydroxy, Amino, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl,
Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Phenoxy, Cι-C4-Alkylthio, NH(Cι-C4-Alkyl) , N(Cι~C4-Alkyl ) oder Dioxomethylen oder Dioxoethylen;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher ein bis vier Halogenatome und/oder einen
bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cι-C4~Alkylthio, Phenyl, Phenoxy oder Phenylcarbonyl , wobei die Phenylreste ihrerseits ein bis fünf Halogenatome und/oder einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Cι-C4~Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, C!-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy und/oder Cι-C4-Alkylthio .
R4 und R5 (die gleich oder verschieden sein können) :
Phenyl oder Naphthyl, die durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Nitro, Cyano, Hydroxy, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Phenoxy, Cι-C4-Alkylthio, Amino, NH (C1-C4-Alkyl ) , N(Cι-C-Alkyl ) 2; oder
Phenyl oder Naphthyl, die orthoständig über eine direkte Bindung, eine Methylen-, Ethylen- oder Ethenylengruppe, ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder eine S0-, NH- oder N-Alkyl-Gruppe miteinander verbunden sind;
oder C3-C7-Cycloalkyl.
X und Y (die gleich oder verschieden sein können) : Stickstoff oder Methin; mit der Maßgabe, falls X - Y = Methin, dann Z = Stickstoff.
Z Stickstoff oder CR10.
Q Stickstoff oder CR11; mit der Maßgabe, falls X = Y = Z = Stickstoff, dann Q = CR11.
R9 Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Alkylthio, Cι-C4-Alkoxy, die einen der folgenden Reste tragen: Hydroxy, Carboxy, Amino, NH(Cι-C4-Alkyl) , N(Cχ-C4-Alkyl ) 2, Carboxamid oder CON(C!-C4-Alkyl)2.
R10 Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, NH2, NH (C!-C -Alkyl ) ,
N(Cι-C-Alkyl)2, Cι-C-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, Cι-C4-Hydroxyalkyl , Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy,
Cι-C4-Halogenalkoxy oder Cι-C4-Alkylthio, oder CR10 bildet zusammen mit CR11 einen 5- oder 6-gliedrigen Alkylen- oder Alkenylenring, der durch eine oder zwei Cι-C4-Alkylgruppen substituiert sein kann und worin jeweils eine oder mehrere Methylengruppen durch Sauerstoff, Schwefel, -NH oder -N(Cι-C4~Alkyl) ersetzt sein können;
Phenyl, das ein bis drei der folgenden Reste tragen kann: Cι-C-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, C!-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogen- alkoxy, Cι-C4-Alkylthio.
R11 Wasserstoff, Hydroxy, NH , NH(Cι-C4-Alkyl) , N(Cι-C-Alkyl) 2, Halogen, Cι-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C-C6-Alkenyloxy, Cι-C4-Alkylcarbonyl, Cι-C4-Alkoxycarbonyl, Cι-C4-Hydroxyalkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, -NH-0-Cι-C-Alkyl, Cι-C-Alkylthio, C3-C8-Cycloalkyl oder CR11 bildet wie unter R10 angegeben zusammen mit CR10 einen 5- oder 6-gliedrigen Ring;
Phenyl oder Phenoxy, welche ein bis fünf Halogenatome und/oder einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Hydroxy, Mercapto, Carboxy, Nitro, Cyano, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4~Alkoxy, C3-Cg-Alkenyloxy, C3-C6-Alkinyloxy, Cι-C4-Alkylthio, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cι-C4-Alkylcarbonyl, R9, Cι-C4-Alkoxycarbonyl , (Cι-C4-Alkyl) - NHCarbonyl, (Cι-C4~Alkyl) NCarbonyl, C3-C8-Alkylcarbonylalkyl, Amino, NH(Cι-C-Alkyl ) , N(Cι-C4-Alkyl) , Phenoxy oder Phenyl, wobei die genannten Arylreste wiederum ein- bis dreifach substituiert sein können durch Halogen, Cι-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, Cι~C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Dioxomethylen, Dioxoethylen, Cι-C4-Alkylthio;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher ein bis vier Halogenatome und/oder einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy,
Cι-C4-Alkylthio, Phenyl, Phenoxy oder Phenylcarbonyl, wobei die Phenylreste ihrerseits ein bis fünf Halogenatome und/oder einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy und/oder C!-C4-Alkylthio.
A Schwefel oder Sauerstoff.
Hierbei und im weiteren gelten folgende Definitionen:
Ein Alkalimetall ist z.B. Lithium, Natrium, Kalium;
Ein Erdalkalimetall ist z.B. Calcium, Magnesium, Barium;
Organische Ammoniumionen sind protonierte Amine wie z.B. Ethanol- amin, Diethanolamin, Ethylendiamin, Diethylamin oder Piperazin;
C3-Cg-Cycloalkyl ist z.B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl;
C!-C4-Halogenalkyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Fluormethyl, Difluormethyl, Trifluormethyl, Chlordifluormethyl, Dichlorfluormethyl, Trichlormethyl, 1-Fluorethyl, 2-Fluorethyl, 2, 2-Difluorethyl, 2 , 2 , 2-Trifluorethyl, 2-Chlor-2 , 2-difluorethyl, 2 , 2-Dichlor-2-fluorethyl, 2 , 2, 2-Trichlorethyl oder Pentafluorethyl ;
Cχ-C4-Halogenalkoxy kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Difluormethoxy, Trifluormethoxy, Chlordifluormethoxy, 1-Fluor- ethoxy, 2, 2-Difluorethoxy, 1, 1, 2 , 2-Tetrafluorethoxy, 2,2,2-Tri- fluorethoxy, 2-Chlor-l, 1, 2-trifluorethoxy, 2-Fluorethoxy oder Pentafluorethoxy;
Cχ-C4-Alkyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Methyl, Ethyl, 1-Propyl, 2-Propyl, 2-Methyl-2-propyl, 2-Methyl-l-propyl, 1-Butyl oder 2-Butyl;
C2-C4-Alkenyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Ethenyl, l-Propen-3-yl, l-Propen-2-yl, 1-Propen-l-yl, 2-Methyl-l-propenyl, 1-Butenyl oder 2-Butenyl;
C2-C4-Alkinyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Ethinyl, 1-Propin-l-yl, l-Propin-3-yl, l-Butin-4-yl oder 2-Butin-4-yl;
Cχ-C4-Alkoxy kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Methoxy, Ethoxy, Propoxy, 1-Methylethoxy, Butoxy, 1-Methylpropoxy, 2-Methylpropoxy oder 1, 1-Dimethylethoxy;
C3-C6-Alkenyloxy kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Allyl- oxy, 2-Buten-l-yloxy oder 3-Buten-2-yloxy;
C3-C6~Alkinyloxy kann linear oder verzweigt sein wie z.B. 2-Propin-l-yloxy, 2-Butin-l-yloxy oder 3-Butin-2-yloxy;
Ci-C4-Alkylthio kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Methyl- thio, Ethylthio, Propylthio, 1-Methylethylthio, Butylthio, 1-Methylpropylthio, 2-Methylpropylthio oder 1, 1-Dimethylethyl- thio;
Cι-C4-Alkylcarbonyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Acetyl, Ethylcarbonyl oder 2-Propylcarbonyl;
Cι-C4-Alkoxycarbonyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B.
Metoxycarbonyl , Ethoxycarbonyl , n-Propoxycarbonyl, i-Propoxy- carbonyl oder n-Butoxycarbonyl ;
C3-Cg-Alkylcarbonylalkyl kann linear oder verzweigt sein, z.B. 2-Oxo-prop-l-yl, 3-Oxo-but-l-yl oder 3-Oxo-but-2-yl
Ci-Cg-Alkyl kann linear oder verzweigt sein wie z.B. Cι-C4-Alkyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl oder Octyl;
Halogen ist z.B. Fluor, Chlor, Brom, Jod.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind solche Verbindungen, aus denen sich die Verbindungen der Formel I freisetzen lassen (sog. Prodrugs) , z.B. Amide der von Formel I umfaßten Säuren.
Bevorzugt sind solche Prodrugs, bei denen die Freisetzung unter solchen Bedingungen abläuft, wie sie in bestimmten Körper- kompartimenten, z.B. im Magen, Darm, Blutkreislauf, Leber, vorherrschen.
Die Verbindungen und auch die Zwischenprodukte zu ihrer Herstellung, wie z.B. II und IV, können ein oder mehrere asymmetrische substituierte Kohlenstoffatome besitzen. Solche Verbindungen können als reine Enantiomere bzw. reine Diastereo- mere oder als deren Mischung vorliegen. Bevorzugt ist die Verwendung einer enantiomerenreinen Verbindung als Wirkstoff.
Gegenstand der Erfindung ist weiter die Verwendung der oben genannten Carbonsäurederivate zur Herstellung von Arzneimitteln, insbesondere zur Herstellung von Hemmstoffen für Endothelin- rezeptoren.
Die Herstellung der Verbindungen mit der allgemeinen Formel IV, in denen Z Schwefel oder Sauerstoff ist (IV) , kann wie in WO 96/11914 beschrieben, erfolgen.
II III IV
Verbindungen der allgemeinen Formel III sind entweder bekannt oder können z.B. durch Reduktion der entsprechenden Carbonsäuren bzw deren Ester, oder durch andere allgemein bekannte Methoden synthetisiert werden.
Verbindungen der Formel IV kann man in enantionmerenreiner Form über eine sauer katalysierte Umetherung erhalten, wie dies in WO 98/09953 beschrieben wurde.
Weiterhin kann man enantiomerenreine Verbindungen der Formel IV erhalten, indem man mit racemischen bzw. diastereomeren Verbindungen der Formel IV eine klassische Racematspaltung mit geeigneten enantiomerenreinen Basen durchführt. Als solche Basen eigenen sich z.B. 4-Chlorphenylethylamin und die Basen, die in WO 96/11914 genannt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen, in denen die Substituenten die unter der allgemeinen Formel I angegebenen Bedeutung haben, können beispielsweise derart hergestellt werden, daß man die Carbonsäurederivate der allgemeinen Formel IV, in denen die Substituenten die angegebene Bedeutung haben, mit Verbindungen der allgemeinen Formel V zur Reaktion bringt.
In Formel V bedeutet R12 Halogen oder R13-S0-, wobei R13
Cι-C4-Alkyl, Cι~C4-Halogenalkyl oder Phenyl sein kann. Die Reaktion findet bevorzugt in einem inerten Lösungs- oder Verdünnungsmittel unter Zusatz einer geeigneten Base, d.h. einer Base, die eine Deprotonierung des Zwischenproduktes IV bewirkt, in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels statt.
Ist R1 ein Ester so können die Verbindungen mit R1 = COOH durch saure, basische oder katalytische Spaltung der Estergruppe her- gestellt werden.
Verbindungen des Typs I mit R1 = COOH lassen sich weiterhin direkt erhalten, wenn man das Zwischenprodukt IV, in dem R1 COOH bedeutet, mit zwei Equivalenten einer geeigneten Base deprotoniert und mit Verbindungen der allgemeinen Formel V zur Reaktion bringt. Auch hier findet die Reaktion in einem inerten Lösungsmittel und in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels statt.
Beispiele für solche Lösungsmittel beziehungsweise Verdünnungsmittel sind aliphatische, alicyclische und aromatische Kohlenwasserstoffe, die jeweils gegebenenfalls chloriert sein können,
wie zum Beispiel Hexan, Cyclohexan, Petrolether, Ligroin, Benzol, Toluol, Xylol, Methylenchlorid, Chloroform, Kohlenstofftetra- chlorid, Ethylchlorid und Trichlorethylen, Ether, wie zum Beispiel Diisopropylether, Dibutylether, Methyl-tert. -Butylether, Propylenoxid, Dioxan und Tetrahydrofuran, Nitrile, wie zum Beispiel Acetonitril und Propionitril, Säureamide, wie zum Beispiel Dimethylformamid, Dimethylacetamid und N-Methylpyrrolidon, Sulfoxide und Sulfone, wie zum Beispiel Dimethylsulfoxid und Sulfolan.
Verbindungen der Formel V sind bekannt, teilweise käuflich oder können nach allgemein bekannter Weise hergestellt werden.
Als Base kann ein Alkali- oder Erdalkalimetallhydrid wie Natrium- hydrid, Kaliumhydrid oder Calciumhydrid, ein Carbonat wie Alkalimetallcarbonat, z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, ein Alkalioder Erdalkalimetallhydroxid wie Natrium- oder Kaliumhydroxid, eine metallorganische Verbindung wie Butyllithium oder ein Alkaliamid wie Lithiumdiisopropylamid dienen.
Verbindungen der Formel I können auch dadurch hergestellt werden, daß man von den entsprechenden Carbonsäuren, d.h. Verbindungen der Formel I, in denen R1 COOH bedeutet, ausgeht und diese zunächst auf übliche Weise in eine aktivierte Form wie ein Säure- halogenid, ein Anhydrid oder Imidazolid überführt und dieses dann mit einer entsprechenden Hydroxylverbindung HÖR7 umsetzt. Diese Umsetzung läßt sich in den üblichen Lösungsmitteln durchführen und erfordert oft die Zugabe einer Base, wie z.B. Triethylamin, Pyridin, Imidazol oder Diazabicycloundecan in Betracht kommen. Diese beiden Schritte lassen sich beispielsweise auch dadurch vereinfachen, daß man die Carbonsäure in Gegenwart eines wasserabspaltenden Mittels wie eines Carbodiimids auf die Hydroxylverbindung einwirken läßt .
Außerdem können Verbindungen der Formel I auch dadurch hergestellt werden, daß man von den Salzen der entsprechenden Carbonsäuren ausgeht, d.h. von Verbindungen der Formel I, in denen R1 für eine Gruppe COOM stehen, wobei M ein Alkalimetallkation oder das Äquivalent eines Erdalkalimetallkations sein kann. Diese Salze lassen sich mit vielen Verbindungen der Formel R1-D zur Reaktion bringen, wobei D eine übliche nucleofuge Abgangsgruppe bedeutet, beispielsweise Halogen wie Chlor, Brom, lod oder gegebenenfalls durch Halogen, Alkyl oder Halogenalkyl substituiertes Aryl- oder Alkylsulfonyl wie z.B. Toluolsulfonyl und Methylsulfonyl oder eine andere äquivalente Abgangsgruppe. Verbindungen der Formel R^—D mit einem reaktionsfähigen Substituenten D sind bekannt oder mit dem allgemeinen Fachwissen leicht zu
erhalten. Diese Umsetzung läßt sich in den üblichen Lösungsmitteln durchführen und wird vorteilhaft unter Zugabe einer Base, wobei die oben genannten in Betracht kommen, vorgenommen.
In einigen Fällen ist zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen I die Anwendung allgemein bekannter Schutzgruppentechniken erforderlich. Soll beispielsweise R6 = 4-Hydroxyphenyl bedeuten, so kann die Hydroxygruppe zunächst als Benzylether geschützt sein, der dann auf einer geeigneten Stufe in der Reaktionssequenz gespalten wird.
Verbindungen der Formel I, in denen R1 Tetrazol bedeutet, können wie in WO 96/11914 beschrieben, hergestellt werden. Weitere Möglichkeiten sind z.B. in genannt in: Synthesis, 767 (1993); J. Org. Chem. 56, 2395 (1991).
Im Hinblick auf die biologische Wirkung sind Carbonsäurederivate der allgemeinen Formel I - sowohl als reine Enantiomere bzw. reine Diastereomere oder als deren Mischung - bevorzugt, in denen die Substituenten folgende Bedeutung haben:
R2 Phenyl oder Phenoxy, welche einen bis drei der folgenden
Reste tragen können: Halogen, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι~C4-Alkoxy, Cι-C4-Alkylthio, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cι-C-Alkylcarbonyl, Cι-C-Alkoxycarbonyl , (Cι-C-Alkyl) - NHCarbonyl, (Cι-C-Alkyl) NCarbonyl, NH(C1-C4-Alkyl ) , N(Cι-C4-Alkyl)2;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein Stickstoffatom und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Halogen, Cι-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cι~C4-Alkylthio, Phenyl, der seinerseits einen bis drei der folgenden Reste tragen kann: Halogen, Cι-C4-Alkyl, Ci-C4-Halogenalkyl , Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4~Halogen- alkoxy, Cι-C4~Alkylthio;
C5-C6-Cycloalkyl .
R3 Wasserstoff;
Cι-C8-Alkyl, C3-C6-Alkenyl, C3-C6-Alkinyl oder C3-C8-Cyclo- alkyl, wobei diese Reste jeweils ein- oder mehrfach substituiert sein können durch: Hydroxy, Halogen, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Alkylthio, Cι-C4-Halogenalkoxy,
Cι-C4-Alkylcarbonyl, Cι-C4-Alkoxycarbonyl, (Cι-C4-Alkyl) - NHCarbonyl, (Cι-C4-Alkyl ) 2NCarbonyl, Amino, NH(Cι-C4-Alkyl) ,
N(Cι-C4~Alkyl) 2, Phenoxy oder Phenyl, Heteroaryl, fünf- oder sechsgliedrig, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/ oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, wobei die genannten Aryl- und Hetarylreste ein- bis dreifach substituiert sein können durch: Halogen, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl,
Cι-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, R9, Cι-C4-Alkoxycarbonyl, NH(Cι-C4-Alkyl) , N(Cι-C4-Alkyl ) 2 Dioxomethylen, Dioxoethylen, C!-C4-Alkylthio;
Phenyl oder Naphthyl, die jeweils durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cχ-C4-Alkoxy, Cx-C4-Halogen- alkoxy, Cι-C-Alkylthio, NH (Cι-C4-Alkyl ) , N(Cι-C4-Alkyl) 2 , Dioxomethylen oder Dioxoethylen;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C4~Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cι-C4-Alkylthio, Phenyl, der seinerseits ein bis fünf Halogenatome und/oder einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogen- alkyl, Cι~C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy, Cι-C4-Alkylthio.
R4 und R5 (die gleich oder verschieden sein können) :
Phenyl oder Naphthyl, die durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Cι-C4-Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, Cι-C-Alkoxy, C!-C4-Halogen- aikoxy, Cι-C4-Alkylthio; oder
Phenyl oder Naphthyl, die orthoständig über eine direkte Bindung, eine Methylen-, Ethylen- oder Ethenylengruppe miteinander verbunden sind; oder
Cyclohexyl .
X und Y (die gleich oder verschieden sein können) :
Stickstoff oder Methin; mit der Maßgabe, falls X = Y = Methin, dann Z = Stickstoff.
Z Stickstoff oder CR10; mit der Maßgabe, falls Z = Stickstoff, dann Q = CR11.
Q Stickstoff oder CR11.
R9 Cι-C-Alkyl, Cι-C4-Alkylthio, Cι-C-Alkoxy, die einen der folgenden Reste tragen: Hydroxy, Carboxamid oder CON(Cχ-C-Alkyl)2.
R10 Wasserstoff, Halogen, Cχ-C-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl ,
Cχ-C4~Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy oder Cχ-C4-Alkylthio, oder CR10 bildet zusammen mit CR11 einen 5- oder 6-gliedrigen Alkylen- oder Alkenylenring, der durch eine oder zwei Methyl- gruppen substituiert sein kann, und worin jeweils eine oder mehrere Methylengruppen durch Sauerstoff oder Schwefel ersetzt sein können.
R11 Wasserstoff, NH (Cχ-C-Alkyl) , N(Cχ-C4-Alkyl) 2, C-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, Cχ-C4~Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C-Alkylthio, C5-C6-Cycloalkyl oder CR11 bildet wie unter R10 angegeben zusammen mit CR10 einen 5- oder 6-gliedrigen Ring;
Phenyl oder Phenoxy, welche einen bis drei der folgenden Reste tragen können: Halogen, Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Alkylthio, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C4-Alkylcarbonyl, Cχ-C4-Alkoxy- carbonyl, (Cχ-C-Alkyl) NHCarbonyl, (Cχ-C-Alkyl) 2NCarbonyl, NH(Cχ-C4-Alkyl) , N(Cχ-C-Alkyl ) 2;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein Stickstoffatom und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Halogen, Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4~Halogenalkyl, Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C4-Alkylthio, Phenyl, der seinerseits einen bis drei der folgenden Reste tragen kann: Halogen,
Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl , Cχ-C4~Alkoxy, Cχ-C4~Halogen- alkoxy, Cχ-C4-Alkylthio.
A Schwefel oder Sauerstoff.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel I - sowohl als reine Enantio ere bzw. reine Diastereomere oder als deren Mischung - in denen die Substituenten folgende Bedeutung haben:
R2 Phenyl oder Phenoxy, welche einen bis drei der folgenden
Reste tragen können: Halogen, Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Alkylthio, Cχ-C4-Halogenalkoxy;
ein fünf- oder sechsgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein Stickstoffatom und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, welcher einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann:
Halogen, Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C-Alkylthio;
C5-C6-Cycloalkyl .
R3 Wasserstoff;
Cχ-C8-Alkyl, oder C3-C6-Cycloalkyl , wobei diese Reste jeweils ein- bis dreifach substituiert sein können durch: Hydroxy, Halogen, Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Alkylthio, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Phenoxy, Phenyl, Heteroaryl, fünf- oder sechsgliedrig, enthaltend ein Stickstoffatom und/oder ein Schwefel- oder Sauerstoffatom, wobei die genannten Aryl- und Hetarylreste ein- bis dreifach substituiert sein können durch: Halogen, Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl , Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4~Halogen- alkoxy, R9, Dioxomethylen, Dioxoethylen, Cχ-C4~Alkylthio;
Phenyl oder Naphthyl, die jeweils durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl , Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Halogen- alkoxy, Cχ-C4-Alkylthio, Dioxomethylen oder Dioxoethylen;
ein fünfgliedriger Heteroaromat, enthaltend ein Schwefeloder Sauerstoffatom, welcher einen bis zwei der folgenden Reste tragen kann: Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, Cχ-C4-Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C4-Alkylthio.
R4 und R5 (die gleich oder verschieden sein können) :
Phenyl oder Naphthyl, die durch einen oder mehrere der folgenden Reste substituiert sein können: Halogen, Cχ-C-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, C -C4-Alkoxy, C-C4-Halogen- alkoxy, Cχ-C4-Alkylthio; oder
Phenyl oder Naphthyl, die orthoständig über eine direkte Bindung oder eine Methylengruppe verbunden sind.
X und Y (die gleich oder verschieden sein können) :
Stickstoff oder Methin; mit der Maßgabe, falls X = Y = Methin, dann Z = Stickstoff;
Z Stickstoff oder CR10.
Q CR11.
R9 Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Alkylthio, Cχ-C4-Alkoxy, die jeweils eine Hydroxygruppe tragen können.
R10 Wasserstoff, Halogen, Methyl, Trifluormethyl, Methoxy, oder CR10 bildet zusammen mit CR11 einen 5- oder 6-gliedrigen Alkylenring, der durch eine oder zwei Methylgruppen substituiert sein kann, und worin jeweils eine oder mehrere Methylengruppen durch Sauerstoff oder Schwefel ersetzt sein können .
R11 Wasserstoff, Cχ-C4-Alkyl, Cχ-C4-Halogenalkyl, Cχ-C4~Alkoxy, Cχ-C4-Halogenalkoxy, Cχ-C-Alkylthio, C5-C6-Cycloalkyl oder CR11 bildet wie unter R10 angegeben zusammen mit CR10 einen 5- oder 6-gliedrigen Ring.
A Schwefel oder Sauerstoff.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung bieten ein neues therapeutisches Potential für die Behandlung von Hypertonie, pulmonalem Hochdruck, Myokardinfarkt, Angina Pectoris,
Arrhythmie, akutem/chronischem Nierenversagen, chronischer Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, zerebralen Vasospasmen, zerebraler Ischämie, Subarachnoidalblutungen, Migräne, Asthma, Atherosklerose, endotoxischem Schock, Endotoxin-induziertem Organversagen, intravaskulärer Koagulation, Restenose nach Angio- plastie und by-pass Operationen, benigne Prostata-Hyperplasie, Erektionsstörung, Glaucoma, ischämisches und durch Intoxikation verursachtes Nierenversagen bzw. Hypertonie, Metastasierung und Wachstum mesenchymaler Tumoren, Kontrastmittel-induziertes Nierenversagen, Pankreatitis, gastrointestinale Ulcera.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Kombinationen aus Endothelinrezeptorantagonisten der Formel I und Inhibitoren des Renin-Angiotensin Systems. Inhibitoren des Renin-Angiotensin- Systems sind Reninhemmer, Angiotensin-II-Antagonisten und Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE) -Hemmer . Bevorzugt sind Kombinationen aus Endothelinrezeptorantagonisten der Formel I und ACE-Hemmern.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Kombinationen aus Endothelinrezeptorantagonisten der Formel I und Beta-Blockern.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Kombinationen aus Endothelinrezeptorantagonisten der Formel I und Diuretika.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Kombinationen aus Endothelinrezeptorantagonisten der Formel I und Substanzen, die die Wirkung von VEGF (vascular endothelial growth factor) blockieren, solche Substanzen sind Beispielsweise gegen VEGF gerichtete Antikörper oder spezifische Bindeproteine oder auch niedermolekulare Substanzen, die VEGF Freisetzung oder Rezeptorbindung spezifisch Hemmen können.
Die vorstehend genannten Kombinationen können gleichzeitig oder nacheinander zeitlich abgestuft verabreicht werden. Sie können sowohl in einer einzigen galenischen Formulierung oder auch in getrennten Formulierungen eingesetzt werden. Die Applikationsform kann auch unterschiedlich sein, beispielsweise können die Endothelinrezeptorantagonisten oral und VEGF-Hemmer parenteral ver- abreicht werden.
Diese Kombinationspräparate eignen sich vor allem zur Behandlung und Verhütung von Hypertension und deren Folgeerkrankungen, sowie zur Behandlung von Herzinsuffizienz.
Die gute Wirkung der Verbindungen läßt sich in folgenden Versuchen zeigen:
Rezeptorbindungsstudien
Für Bindungsstudien wurden klonierte humane ETA- oder ETB-Rezeptor-exprimierende CHO-Zellen eingesetzt.
Membranpräparation
Die ETA- oder ETB-Rezeptor-exprimierenden CHO-Zellen wurden in DMEM NUT MIX F12-Medium (Gibco, Nr. 21331-020) mit 10 % fötalem Kälberserum (PAA Laboratories GmbH, Linz, Nr. A15-022), 1 mM Glutamin (Gibco Nr. 25030-024), 100 E/ml Penicillin und 100 μg/ml Streptomycin (Gibco, Sigma Nr P-0781) vermehrt. Nach 48 Stunden wurden die Zellen mit PBS gewaschen und mit 0,05 % trypsin- haltiger PBS 5 Minuten bei 37°C inkubiert. Danach wurde mit Medium neutralisiert und die Zellen durch Zentrifugation bei 300 x g gesammelt.
Für die Membranpräparation wurden die Zellen auf eine Konzentration von 108 Zellen/ml Puffer (50 mM Tris-HCL Puffer, pH 7.4] eingestellt und danach durch Ultraschall desintegriert Branson Sonifier 250, 40-70 Sekunden/constant/output 20) .
Bindungstests
Für den ETA- und ETB-Rezeptorbindungstest wurden die Membranen in Inkubationspuffer (50 mM Tris-HCl, pH 7,4 mit 5 mM MnCl2, 40 mg/ml 5 Bacitracin und 0,2 % BSA) in einer Konzentration von 50 ig Protein pro Testansatz suspendiert und bei 25°C mit 25 pM [125J]-ETχ (ETA-Rezeptortest) oder 25 pM [125J]-ET3 (ETB-Rezeptor- test) in Anwesenheit und Abwesenheit von Test-substanz inkubiert. Die unspezifische Bindung wurde mit 10~7 M ETx bestimmt. Nach
10 30 min wurde der freie und der gebundene Radioligand durch Filtration über GF/B Glasfaserfilter
(Whatman, England) an einem Skatron-Zellsammler (Skatron, Lier, Norwegen) getrennt und die Filter mit eiskaltem Tris-HCl-Puffer, pH 7,4 mit 0,2 % BSA gewaschen. Die auf den Filtern gesammelte
15 Radioaktivität wurde mit einem Packard 2200 CA Flüssigkeits- zintillationszähler quantifiziert .
Funktioneller Gefäßtest für Endothelin-Rezeptorantagonisten
20 An Aortensegmenten des Kaninchens wird nach einer Vorspannung von 2 g und einer Relaxationszeit von 1 h in Krebs-Henseleitlösung bei 37°C und einem pH-Wert zwischen 7,3 und 7,4 zunächst eine K+-Kontraktur ausgelöst. Nach Auswaschen wird eine Endothelin- Dosiswirkungskurve bis zum Maximum erstellt. 5
Potentielle Endothelin-Antagonisten werden an anderen Präparaten des gleichen Gefäßes 15 min vor Beginn der Endothelin-Dosis- wirkungskurve appliziert. Die Effekte des Endothelins werden in % der K+-Kontraktur berechnet. Bei wirksamen Endothelin- 0 Antagonisten kommt es zur Rechtsverschiebung der Endothelin- Dosiswirkungskurve .
Testung der ET-Antagonisten in vivo:
5 Männliche 250 - 300 g schwere SD-Ratten wurden mit Amobarbital narkotisiert, künstlich beatmet, vagotomisiert und despinali- siert. Die Arteria carotis und Vena jugularis wurden katheti- siert.
0 In Kontrolltieren führt die intravenöse Gabe von 1 μg/kg ETl zu einem deutlichen Blutdruckanstieg, der über einen längeren Zeitraum anhält.
5
Den Testtieren wurde 30 min vor der ETl Gabe die Testverbindungen i.v. injiziert (1 ml/kg) . Zur Bestimmung der ET-antagonistischen Eigenschaften wurden die Blutdruckänderungen in den Testtieren mit denen in den Kontrolltieren verglichen. 5 p.o. - Testung der gemischten ETA- und ETB-Antagonisten:
Männliche 250-350g schwere normotone Ratten (Sprague Dawley, Janvier) werden mit den Testsubstanzen oral vorbehandelt. 10 80 Minuten später werden die Tiere mit Urethan narkotisiert und die A. carotis (für Blutdruckmessung) sowie die V. jugularis (Applikation von big Endothelin/Endothelin 1) katheterisiert .
Nach einer Stabilisierungsphase wird big Endothelin (20 μg/kg, 15 Appl. Vol. 0.5 ml/kg) bzw. ETl (0.3 μg/kg, Appl. Vol. 0.5 ml/kg) intravenös gegeben. Blutdruck und Herzfrequenz werden kontinuierlich über 30 Minuten registriert. Die deutlichen und langanhaltenden Blutdruckänderungen werden als Fläche unter der Kurve (AUC) berechnet. Zur Bestimmung der antagonistischen Wirkung der 20 Testsubstanzen wird die AUC der Substanzbehandelten Tiere mit der AUC der Kontrolltiere verglichen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in üblicher Weise oral oder parenteral (subkutan, intravenös, intramuskulär, intra- 5 perotoneal) verabfolgt werden. Die Applikation kann auch mit Dämpfen oder Sprays durch den Nasen-Rachenraum erfolgen.
Die Dosierung hängt vom Alter, Zustand und Gewicht des Patienten sowie von der Applikationsart ab. In der Regel beträgt die täg- 0 liehe Wirkstoffdosis zwischen etwa 0,5 und 50 mg/kg Körpergewicht bei oraler Gabe und zwischen etwa 0,1 und 10 mg/kg Körpergewicht bei parenteraler Gabe.
Die neuen Verbindungen können in den gebräuchlichen galenischen 5 Applikationsformen fest oder flüssig angewendet werden, z.B. als Tabletten, Filmtabletten, Kapseln, Pulver, Granulate, Dragees, Suppositorien, Lösungen, Salben, Cremes oder Sprays. Diese werden in üblicher Weise hergestellt. Die Wirkstoffe können dabei mit den üblichen galenischen Hilfsmitteln wie Tablettenbindern, Füll- 0 Stoffen, Konservierungsmitteln, Tablettensprengmitteln, Fließreguliermitteln, Weichmachern, Netzmitteln, Dispergiermitteln, Emulgatoren, Lösungsmitteln, Retardierungsmitteln, Antioxidantien und/oder Treibgasen verarbeitet werden (vgl. H. Sucker et al . : Pharmazeutische Technologie, Thieme-Verlag, Stuttgart, 1991) . 5 Die so erhaltenen Applikationsformen enthalten den Wirkstoff normalerweise in einer Menge von 0,1 bis 90 Gew.-%.
Synthesebeispiele :
Beispiel 1:
4-Methyl-2-methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin
Zu einer Lösung von 4-Methyl-6-phenyl-pyrimidin-2-thiol (300 mg; 1,37 mmol bei 92 % Reinheit; Synthese erfolgte nach D. J. Brown et al., Aust. J. Chem. 1984, 37, 155) in Methanol (15 ml) gab man nacheinander 1-molare Natronlauge (4.10 ml; 4.10 mmol) und Iod- methan (86 μl; 194 mg; 1.37 mmol). Der Ansatz wurde 16 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt; danach wurde mit Wasser (50 ml) verdünnt und mit Salzsäure angesäuert. Die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert (3x) , die vereinigten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Es fielen 290 mg (1,24 mmol, 91 % Ausbeute, Reinheit lt. HPLC 93 %) des gewünschten Pyrimidins an.
Beispiel 2 :
2-Methansulfonyl-4-methyl-6-phenyl-pyrimidin
Zu einer Lösung von 4-Methyl-2-methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin (278 mg, 1,19 mmol bei 93 % Reinheit) in Methanol (10 ml) und Wasser (10 ml) gab man unter Eiskühlung gleichzeitig Oxone®
(Aldrich; 973 mg; 1,58 mmol) und 4-molare Natronlauge (0,85 ml; 3,33 mmol), so daß der pH-Wert stets bei pH2-3 lag. Danach wurde 16 h bei Zimmertemperatur nachgerührt und dann durch Verdünnen mit Wasser (75 ml) abgebrochen. Die Mischung wurde mit Ether (2x) und dann mit Ethylacetat (lx) extrahiert; die vereinigten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Es fielen 290 mg (1,11 mmol, 93 % Ausbeute, Reinheit lt. HPLC 95 %) des gewünschten Sulfonyl- pyrimidins an; es wurde ohne weitere Reinigung weiterverwendet.
Beispiel 3 :
3-Ethoxy-2- (4-methyl-6-phenyl-pyrimidin-2-yloxy) -3 , 3-diphenyl- propionsäure (1-180)
Eine Lösung von 2-Methansulfonyl-4-methyl-6-phenyl-pyrimidin (145 mg; 0,55 mmol bei 95 % Reinheit) in wasserfreiem Dimethyl- formamid (10 ml) wurde mit 50 %igem Natriumhydrid (72 mg, 1,51 mmol) und danach mit einer Lösung von 3-Ethoxy-2-hydroxy- 3, 3-diphenylpropionsäure (150 mg, 0,50 mmol; Synthese nach WO 96/11914) in Dimethylformamid versetzt und bei Zimmertemperatur gerührt. Nach 3 Stunden war das Sulfonylpyrimidin
völlig verbraucht, die Hydroxysäure hatte jedoch noch nicht komplett abreagiert, so daß nochmals 30 mg des Sulfonylpyrimidins zugegeben wurden. Nach einer weitere Stunde Rühren bei Zimmertemperatur war die Umsetzung praktisch vollständig und es wurde durch die Zugabe von Wasser abgebrochen. Nach Ansäuern mit Salzsäure wurde mit Ether extrahiert (3x) . Die etherischen Extrakte wurde mit 1-molarer Kalilauge extrahiert; die alkalisch-wäßrigen Extrakte wurden vereinigt und erneut angesäuert und dreimal mit Ether extrahiert. Die daraus erhaltenen etherischen Extrakte wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Das zurückbleibende Rohprodukt wurde durch Flash-Chromatographie an Kieselgel gereinigt und durch Gefriertrocknung isoliert. Man erhielt 47 mg der Zielverbindung (0,09 mmol; 19 % Ausbeute).
!H-NMR (200 MHz, CDC13): 7,9-8,1 (m, 2 H) ; 7,1-7,7 (m, 14 H) ; 6,5 (s, 1 H); 3,3-3,7 (m, 2 H) ; 2,5 (s, 3 H) ; 1,2 (t, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 454.
Beispiel 4:
3-Methoxy-2- (4-methyl-6-phenyl-pyrimidin-2-yloxy)-3 , 3-diphenyl- propionsäure (1-58)
^- MR (200 MHz, CDC13): 7,9-8,1 (m, 2 H) ; 7,2-7,7 (m, 14 H) ; 6,4 (s, 1 H); 3,3 (s, 3 H) ; 2,5 (s, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 440.
Beispiel 5:
2-Methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin-4-ol
Zu einer Lösung von 2-Mercapto-6-phenyl-pyrimidin-4-ol (1,06 g; 5,18 mmol; Synthese erfolgte nach H. I. Skulnick et al . , J. Med. Chem. 1986, 29 (8), 1499) in Methanol (10 ml) gab man nacheinander 1-molare Natronlauge (15,0 ml; 15,0 mmol) und Iodmethan (0,33 ml; 735 mg; 5,18 mmol). Der Ansatz wurde 30 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt; danach wurde mit Wasser (100 ml) ver- dünnt und mit Salzsäure angesäuert. Die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert (3x) , die vereinigten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Es fielen 750 mg (3,44 mmol, 66 % Ausbeute) des gewünschten Produkts an.
Beispiel 6 :
4-Chloro-2-methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin
5 Eine Lösung von 2-Methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin-4-ol (854 mg; 3,91 mmol) in Phosphoroxychlorid (10,0 ml) wurde unter Rühren auf 80°C erhitzt und zwei Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Nach dem Abkühlen wurde das Phosphoroxychlorid im Vakuum entfernt; der Rückstand wurde in Ethylacetat aufgenommen und mit Wasser 10 gewaschen (3 x) . Die organische Phase wurde über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel wurde im Vakuum abgedampft. Nochmaliges Abdampfen mit Toluol ergab das gewünschte Chloro- pyrimidin in 95 %iger Reinheit (950 mg; 3,81 mol; 97 % Ausbeute).
15 Beispiel 7 :
4-Methoxy-2-methylsulf nyl-6-phenyl-pyrimidin
Eine Mischung von 4-Chloro-2-methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin 20 (950 mg, 3,81 mmol bei 95 % Reinheit) in wasserfreiem Methanol (15 ml) wurde unter Stickstoffatmosphäre mit 30 %iger methanolischer Natriummethanolatlösung (4,50 ml) versetzt. Die resultierende Mischung wurde am Rückfluß zum Sieden erhitzt und 90 Minuten bei dieser Temperatur gerührt. Danach wurde noch 25 16 Stunden bei Zimmertemperatur nachgerührt und das Lösungsmittel abgedampft. Der Rückstand wurde in Wasser versetzt und mit Ethylacetat extrahiert (3x) . Die organische Phase wurde über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Man erhielt die gewünschte Verbindung in Form gelber Kristalle (854 mg; 3,60 mmol; 30 94 %) .
Beispiel 8:
2-Methansu1fonyl-4-methoxy-6-pheny1-pyrimidin
35
Zu einer Lösung von 4-Methoxy-2-methylsulfanyl-6-phenyl-pyrimidin (854 mg, 3,60 mmol) in Methanol (15 ml) und Wasser (15 ml) gab man unter Eiskühlung gleichzeitig Oxone® (Aldrich; 3,32 g; 5,40 mmol) und 4-molare Natronlauge (2,50 ml; 10,0 mmol), so
40 daß der pH-Wert stets bei pH2-3 lag. Danach wurde 16 h bei
Zimmertemperatur nachgerührt und dann durch Verdünnen mit Wasser (75 ml) abgebrochen. Die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert (2x) ; die vereinigten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum vom Lösungsmittel
45 befreit. Es fielen 928 mg (3,17 mmol, 88 % Ausbeute, Reinheit
lt. HPLC 90 %) des gewünschten Sulfonylpyrimidins an; es wurde ohne weitere Reinigung weiterverwendet.
Beispiel 9:
3-Methoxy-2- (4-methoxy-6-phenyl-pyrimidin-2-yloxy) -3 , 3-diphenyl- propionsäure (1-64)
Eine Lösung von 3-Methoxy-2-hydroxy-3 , 3-diphenylpropionsäure (200 mg; 0,73 mmol; Synthese nach WO 96/11914) in wasserfreiem Dirnethylform-amid (10 ml) wurde unter Eiskühlung und Stickstoffatmosphäre unter Rühren mit 50 %igem Natriumhydrid (106 mg; 2,20 mmol) versetzt. Nach 10 Minuten wurde 2-Methansulfonyl-4- methoxy-6-phenyl-pyrimidin (320 mg; 1,09 mmol bei 90 % Reinheit) in wenig Dimethylformamid gelöst zugegeben. Das Kühlbad wurde entfernt und man ließ 16 Stunden bei Zimmertemperatur nachrühren. Danach wurde durch vorsichtige Zugabe von Wasser abgebrochen, mit Salzsäure angesäuert und mit Ether extrahiert (3x) . Die etherischen Extrakte wurde mit 1-molarer Kalilauge extrahiert; die alkalisch-wäßrigen Extrakte wurden vereinigt und erneut angesäuert und dreimal mit Ether extrahiert. Die daraus erhaltenen etherischen Extrakte wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und nach Zusatz von etwas Hexan bei niedriger Temperatur eingedampft. Es wurde 317 mg (0,67 mmol, 92 % Ausbeute) der Zielverbindung erhalten.
iH-NMR ( 200 MHz , CDC13 ) : 7 , 9-8 , 1 (m, 2 H) ; 7 , 2 -7 , 6 (m, 13 H) ; 6 , 8 ( s , 1 H ) ; 6 , 3 ( s , 1 H ) ; 3 , 9 ( s , 3 H ) ; 3 , 3 ( s , 3 H) .
Schmel zpunkt : 110-115°C .
Beispiel 10 :
3-Ethoxy-2-(4-methoxy-6-phenyl-pyrimidin-2-yloxy)-3, 3-diphenyl- propionsäure (1-95)
Beispiel 11:
3-Methoxy-2- [4-methoxy-6- (4-trifluormethyl-phenyl ) -pyrimidin-2- yloxy] -3 , 3-diphenylpropionsäure (1-6)
!H-NMR (200 MHz, d6-DMSO): 8,3 (d, 2 H) ; 7,8 (d, 2 H) ; 7,4 (m app t, 4 H); 7,1 (s, 1 H); 7,0-7,3 (m, 6 H) ; 6,3 (s, 1 H) ; 3,9 (s, 3 H) ; 3,4 (s, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 524.
Beispiel 12 :
3-Ethoxy-2- [4-methoxy-6- (4-trifluormethyl-phenyl ) -pyrimidin-2- yloxy] -3 , 3-diphenylpropionsäure (1-159)
iH- MR (200 MHz, CDC13): 8,0 (d, 2 H) ; 7,7 (d, 2 H) ; 7,6 (m, 2 H) ; 7,2-7,5 (m, 8 H) ; 6,8 (s, 1 H) ; 6,4 (s, 1 H) ; 4,0 (s, 3 H) ; 3,5 (mc, 2 H) ; 1,3 (t, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 538.
Beispiel 13 :
2- [4- (4-Isopropyl-phenyl ) -6-methoxy-pyrimidin-2-yloxy] -3-me- thoxy-3 , 3-diphenylpropionsäure (1-87)
!H-NMR (200 MHz, CDC13) : 7,9 (d, 2 H) ; 7,6 (m app d, 2 H) ; 7,2-7,4 (m, 10 H) ; 6,8 (s, 1 H) ; 6,4 (s, 1 H) ; 3,9 (s, 3 H) ; 3,3 (s, 3 H) ; 2,9 (sept, 1 H) ; 1,3 (d, 6 H) .
ESI-MS: M+ = 498.
Beispiel 14:
2, 4-Dichloro-6-ethyl-[l,3, 5]-triazin
Zu einer Lösung von Cyanurchlorid (23,1 g; 184 mmol) in wasserfreiem Toluol (200 ml) wurde unter Eiskühlung und Stickstoffatmosphäre innerhalb von 20 Minuten eine 2-molare Lösung von Ethylmagnesiumchlorid in Tetrahydrofuran (100 ml; 200 mmol) getropft. Dabei stieg die Temperatur allmählich auf 15°C an; nach beendeter Zugabe ließ man noch 2 Stunden bei Zimmertemperatur nachrühren. Zum Abbruch der Reaktion wurde die Mischung sehr vorsichtig (!) mit Wasser (40 ml) versetzt, und nach Zugabe von festem Magnesiumsulfat (40 g) wurde abfiltriert. Das Filtrat wurde eingedampft und der zurückbleibende Rückstand wurde mit Hexan ausgezogen. Nach Abdampfen des Hexans wurde durch Flash- Chromatographie an Kieselgel gereinigt; es fielen 8,80 g (49,4 mmol; 40 % Ausbeute) eines Öls an.
Beispiel 15:
2-Chloro-4-ethyl-6-phenyl- [1,3, 5] -triazin
Eine Lösung von 2 , 4-Dichloro-6-ethyl- [1 , 3 , 5] -triazin (1,78 g; 10,0 mmol) in wasserfreiem Dichlormethan (50 ml); wurde unter Stickstoff tmosphäre auf -10 bis -20°C gekühlt und über 5 Minuten
mit einer 2-molaren Lösung von Phenylmagnesiumchlorid in Tetrahydrofuran (5,50 ml; 11,0 mmol) versetzt. Man ließ auf Zimmertemperatur erwärmen und rührte noch eine Stunde bei Zimmertemperatur nach. Die Reaktion wurde durch die vorsichtige Zugabe von Wasser (3 ml) abgebrochen; danach wurden noch 3 g festes Magnesiumsulfat dazugegeben. Nach Abfiltrieren vom Ungelösten wurde das Lösungsmittel abgedampft und das zurückbleibende Öl wurde durch Chromatographie gereinigt. Es fielen 1,35 g eines Öls an; trotz Chromatographie betrug seine Reinheit lt. HPLC nur 66 % (4,07 mmol; 41 % Ausbeute).
Beispiel 16:
3-Ethoxy-2-hydroxy-3 , 3-diphenylpropionsäurebenzylester
Eine Lösung von 3, 3-Diphenyl-oxiran-2-carbonsäurebenzylester (10,0 g; 30,3 mmol bei 92 % Reinheit) in wasserfreiem Ether (100 ml) wurde unter Eiskühlung und Stickstoffatmosphäre nacheinander mit absolutem Ethanol (10,0 ml) und Bortrifluorid-Etherat (3-4 Tropfen) versetzt. Das Kühlbad wurde entfernt und es wurde noch 2 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nach Waschen mit gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung und Wasser wurde über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wurde durch Kristallisation aus Ether / n-Hexan gereinigt; es fielen 6,60 g (17,5 mmol; 58 % Ausbeute) des reinen Hydroxyesters an.
!H-NMR (270 MHz, CDCl3) : 7,2-7,5 (m, 15 H) ; 5,2 (d, 1 H) ; 5,0 (s, 2 H); 3,4 (m, 1 H) ; 3,2 (m, 1 H) ; 3,0 (d, 1 H) ; 1,1 (t, 3 H) .
Beispiel 17:
3-Ethoxy-2-(4-ethyl-6-phenyl-[l,3, 5] -triazin-2-yloxy)-3 , 3- diphenylpropionsäurebenzylester ( 1-17 )
Eine Lösung von 3-Ethoxy-2-hydroxy-3 , 3-diphenylpropionsäure- benzylester (376 mg; 1,00 mmol) und 2-Chloro-4-ethyl-6-phenyl- [1,3 , 5]-triazin (497 mg; 1,50 mmol bei 66 % Reinheit) in wasserfreiem Dirnethylformamid (30 ml) wurde mit Kaliumcarbonat (276 mg (2,00 mmol) versetzt und 16 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Die Mischung wurde mit Wasser (150 ml) verdünnt, mit Zitronensäure angesäuert und mit Ether extrahiert (2x) . Die vereinigten etherischen Extrakte wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit; der ölige Rückstand wurde per Flash-Chromatographie gereinigt. Man erhielt 431 mg (0,77 mmol, 77 % Ausbeute) der reinen Zielverbindung.
Beispiel 18 :
3-Ethoxy-2-(4-ethyl-6-phenyl-[l,3, 5] -triazin-2-yloxy)-3 , 3- diphenylpropionsäure (1-102)
Eine Lösung von 3-Ethoxy-2- (4-ethyl-6-phenyl- [1, 3 , 5] -triazin- 2-yloxy) -3 , 3-diphenylpropionsäurebenzylester (430 mg; 0,77 mmol) in Ethylacetat (60 ml) wurde unter Schutzgas mit einem Palladium/ Kohle-Hydrierkatalysator versetzt und nachfolgend drei Tage unter Wasserstoffatmosphäre bei Zimmertemperatur gerührt. Danach wurde vom Katalysator abfiltriert und eingedampft. Kristallisation des öligen Rückstandes aus n-Hexan ergab 187 mg (0,40 mmol; 52 % Ausbeute) der reinen Carbonsäure.
!H-NMR (200 MHz, CDC13): 8,4 (d, 2 H) ; 7,2-7,7 (m, 13 H) ; 6,5 (s, 1 H); 3,5-3,7 (m, 1 H) ; 3,25-3,45 (m, 1 H) ; 2,9 (q, 2 H) ; 1,2-1,4 (m, 6 H) .
ESI-MS: M+ = 469.
Analog wurden hergestellt:
Beispiel 19:
2- (4-Ethyl-6-phenyl- [1,3 , 5] -triazin-2-yloxy) -3-methoxy-3 , 3- diphenylpropionsäure (1-109)
iH- MR (200 MHz, CDC13): 8,5 (d, 2 H) ; 7,2-7,7 (m, 13 H) ; 6,5 (s, 1 H); 3,3 (s, 3 H) ; 2,9 (q, 2 H) ; 1,3 (t, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 455.
Beispiel 20:
2- [4-Ethyl-6-(4-methoxy-phenyl)-[l,3, 5]-triazin-2-yloxy] -3- methoxy-3 , 3-diphenylpropionsäure ( 1-23 )
!H-NMR (200 MHz, CDC13) : 8,4 (d, 2 H) ; 7,5-7,6 (m, 2 H) ; 7,2-7,5 (m, 8 H); 7,0 (d, 2 H) ; 6,4 (s, 1 H) ; 3,9 (s, 3 H) ; 3,3 (s, 3 H) ; 2,9 (q, 2 H) ; 1,3 (t, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 485.
Beispiel 2 1 :
3-Ethoxy-2-[4-ethyl-6- (4-methoxy-phenyl) - [1, 3, 5] -triazin-2- yloxy] -3 , 3-diphenylpropionsäure (1-147 )
iH-NMR (200 MHz, CDC13): 8,4 (d, 2 H) ; 7,5-7,6 (m, 2 H) ; 7,2-7,5 (m, 8 H); 7,0 (d, 2 H) ; 6,5 (s, 1 H) ; 3,9 (s, 3 H) ; 3,3-3,7 (m, 2 H); 2,8 (q, 2 H) ; 1,35 (t, 3 H) ; 1,25 (t, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 499.
Beispiel 22:
2- [4, 6-Diphenyl) -[1,3,5] -triazin-2-yloxy] -3-methoxy-3 , 3-diphenyl- propionsäure (1-29)
iH-NMR (200 MHz, CDCl3):8,6 (d, 4 H) ; 7,2-7,7 (m, 16 H) ; 6,5 (s, 1 H) ; 3,3 (s, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 503.
Beispiel 23:
2- [4, 6-Diphenyl) -[1,3,5] -triazin-2-yloxy] -3-ethoxy-3 , 3-diphenyl- propionsäure (1-41)
!H-NMR (200 MHz, CDC13): 8,6 (d, 4 H) ; 7,2-7,7 (m, 16 H) ; 6,6 (s, 1 H); 3,3-3,7 (m, 2 H) ; 1,3 (t, 3 H) .
ESI-MS: M+ = 517.
Analog oder wie im allgemeinen Teil beschrieben lassen sich die in der Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen herstellen.
Tabelle I
Tabelle II
Beispi el 24 :
Gemäß dem oben beschriebenen Bindungstest wurden für die nach- folgend aufgeführten Verbindungen Rezeptorbindungsdaten gemessen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2
Rezeptorbindungsdaten (Ki- erte)