DEW0000196MA - Verbindung der Enden von Förderbändern, Riemen o. dgl., insbesondere bei Reparaturen - Google Patents
Verbindung der Enden von Förderbändern, Riemen o. dgl., insbesondere bei ReparaturenInfo
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Description
Die bisher bekannte Art, Förderbandstücke miteinander oder Förderbänder endlos zu verbinden, besteht darin, die beiden Bandenden miteinander zu vulkanisieren. Dies geschieht in der Form, dass die Gewebelagen in der Bandbreite entsprechenden Schritten treppenförmig abgestuft und diese Stufen aufeinander gelegt werden, so dass sie sich immer wieder zur vollen Bandstärke ergänzen. Diese Art der Verbindung hat den Nachteil, dass eine gerissene und wieder zu verbindende Bandschleife um ein Stück von etwa dem 1,25-fachen der Bandbreite kürzer wird, weil die beiden Enden um diesen Betrag überlappt werden müssen, damit die erforderliche Zugfestigkeit, die nur durch das Verkleben (Vulkanisieren) der Stufen zu erzielen ist, erreicht wird. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass zum Vulkanisieren solcher grossen Flächen - bei einem Band von z. B. 800 mm Breite beträgt die Fläche etwa 0,8 x 1,0 = 0,8 m(exp)2 - entweder entsprechend grosse Vulkanisierpressen oder bei Montagen transportable Vulkanisierplatten verwendet werden müssen oder dass der Vulkanisiervorgang mit entsprechend kleineren Pressplatten in zwei oder mehr Arbeitsgängen stattfinden
muss.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, die einzelnen Gewebeeinlagen nur in kurzen Längen und/oder in wenigen Stufen zu überlappen und zusätzlich durch mechanische Mittel, wie Krampen, Nieten o. dgl., oder durch Nähen mit Fäden aus Textilien, Leder, Gummi o. dgl. zu verbinden. Hierbei werden vorteilhaft die zusätzlichen mechanischen Mittel nur durch die Gewebeeinlagen getrieben, so dass diese Mittel durch die aufvulkanisierten oder aufgeklebten Gummidecken abgedeckt sind. Es ist auf diese Weise möglich, Bandverkürzungen unabhängig von der Bandbreite von etwa 100 bis 200 mm vorzunehmen, so dass also für die Verbindungsstelle bei einem 800 mm breiten Band nur eine Verkürzung von etwa 0,125 bis 0,25 der Bandbreite erforderlich ist. Die den kleineren Überlappungsflächen entsprechende geringere Haftfestigkeit der aufeinander zu vulkanisierenden Schichten wird hierbei durch die zusätzlichen mechanischen Mittel erhöht, so dass bei der fertigen Bandverbindung die gleiche Zugfestigkeit wie bei der bisherigen Überlappung erreicht wird.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 die bisherige Verbindung dargestellt, Fig. 2 zeigt die neuartige Verbindung und Fig. 3 und 4 eine Abwandlung der neuartigen Verbindung.
Bei der bisher üblichen Methode zur Verbindung der Förderbandenden wurden gemäss Fig. 1 die einzelnen Gewebeeinlagen 1, 2, 3, 4 und 5 stufenförmig überlappt, wobei die Gesamtlänge a der Überlappung etwa 1,25 der Bandbreite entsprach. Nach Fertigstellung einer derartigen Überlappung wurde auf beiden Seiten die Gummidecke 6 bzw. 7 aufgelegt und die gesamte Stosstelle vulkanisiert. Bei breiten Bändern war
hierfür eine sehr grosse Vulkanisierpresse oder entsprechende Vulkanisierplatten erforderlich.
Gemäss Fig. 2 werden z. B. die Gewebebahnen 1 bis 5 nur in zwei Stufen von je 100 mm mit drei Schnitten derart überlappt, dass der erste Schnitt 8 die beiden Gewebebahnen 1 und 2, der zweite Schnitt 9 die Gewebebahn 3 und der dritte Schnitt 10 die beiden Gewebelagen 4 und 5 betrifft. Jede Stufe wird dann anschliessend durch eine Reihe von zusätzlichen Heftungen durch Krampen 11, Nieten oder durch Nähen o. dgl. in ihrer Festigkeit erhöht, wobei diese Heftungen die Reibung zwischen den einzelnen Lagen vergrössert. Unter Umständen werden die Heftmittel, namentlich Nieten, wegen ihres grösseren Durchmessers auf Scherung beansprucht, wodurch die Zugfestigkeit der Verbindung verbessert wird. Die Heftungen können in üblicher Weise nur durch das Gewebe vorgenommen werden, so dass die nachträglich wieder aufvulkanisierten Gummidecken 6 bzw. 7 die Heftung vollständig verdecken, was besonders bei metallischen Heftmitteln wegen des Rostschutzes wichtig ist. Die Gesamtlänge b dieser Überlappung beträgt dann nur 200 mm, so dass die Herstellung der Verbindung wesentlich erleichtert wird, zumal wenn die Reparatur unter Tage auszuführen ist. Der wesentliche Vorteil dieser Kurzverbindung liegt aber darin, dass das Band nur um diesen kurzen Betrag verkürzt wird, so dass der notwendige Umbau der gesamten Förderbandanlage erheblich vereinfacht ist.
Selbstverständlich können die Schnitte auch in anderer Zusammensetzung angelegt werden, z. B. erster Schnitt Lage 1, zweiter Schnitt Lage 2 und 3, dritter Schnitt Lage 4
und 5. Bei Vier-Lagen-Bändern wird man zwei Lagen einzeln und zwei Lagen mit einem durchgehenden Schnitt trennen, bei einem 6-Lagen-Band je 2 Lagen gemeinsam schneiden usf.
Gemäss Fig. 3 und 4 werden die Schnitte 12 der einzelnen Gewebebahnen wie bei der normalen Überlappung so gelegt, dass der Bandquerschnitt jeweils nur den Schnitt durch eine einzige Gewebebahn aufweist. Es ist für die Bandfestigkeit zweifellos vorteilhaft, wenn niemals in einem Bandquerschnitt zwei oder mehr Schnitte übereinander liegen. Im Gegensatz zur normalen Überlappung werden jedoch nur drei Gewebelagen 2, 3 und 4 mit Schnitten von etwa 50 mm abgestuft, beim Fünflagenband die drei mittleren, beim Vierlagenband die drei oberen oder unteren Lagen usw., so dass die Bandverkürzung c nur 100 mm beträgt. Die restlichen Gewebelagen, beim Fünflagenband die erste und die fünfte, werden weggeschnitten und durch neue einzulegende Gewebestücke 13 und 14 ersetzt. Die Bandenden überlappen sich also nur um zwei Schnitte, insgesamt also nur um etwa 100 mm. Die gesamte Verkürzung des Bandes beläuft sich also auch nur auf diesen Betrag. Selbstverständlich können auch bei dieser Ausführungsform die einzelnen Stufen durch zusätzliche Mittel geheftet oder vernäht sein.
Der hauptsächliche Vorteil derartiger Gurtverbindungen liegt in der Ersparnis an Band. Ferner werden nur kleine Vulkanisierpressen benötigt und es ergibt sich eine Verminderung der Zuschneidearbeit und eine entsprechende Zeitersparnis, was namentlich bei Reparaturen und Montagen wichtig ist.
Claims (4)
1.) Verbindung der Enden von Förderbändern, Riemen o. dgl., insbes. bei Reparaturen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Gewebeeinlagen nur in kurzen Längen und/oder in wenigen Stufen überlappt und zusätzlich durch mechanische Mittel, wie Krampen (11), Nieten o. dgl., oder durch Nähen mit Fäden aus Textilien, Kunststoff, Leder, Gummi o. dgl. miteinander verbunden sind.
2.) Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzlichen mechanischen Mittel durch die aufvulkanisierten oder aufgeklebten Gummidecken (6, 7) abgedeckt sind.
3.) Verbindung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur einige Gewebelagen (z. B. 2, 3, 4) überlappt und die übrigen Lagen (1, 5) durch eingelegte Gewebestücke (13, 14) ergänzt sind.
4.) Verbindung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (b oder c) der Verbindungsstelle unabhängig von der Bandbreite nur etwa 100 bis 200 mm beträgt.
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