DEV0009449MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. September 1955 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Aufbewahren von Streifen/ beispielsweise
Lochstreifen für Telegrafiezwecke. Es ist z. B. im Telegrafie- bzw. Fernschreibdienst üblich, in bekannter
Weise die zu sendende Nachricht im Handlocher bzw. die empfangene Nachricht im Empfangslocher
in einen Lochstreifen zu stanzen bzw. zu speichern. Zum Senden der Nachricht wird der
Lochstreifen in den Lochstreifensender eingeführt.
ίο Zwischen dem Lochvorgang und dem Senden der im Lochstreifen gespeicherten Nachficht liegt dieser
vielfach lose auf dem Fußboden oder z. B. in einem Papierkorb. Da einer Nachricht vom Umfang
einer DIN-A-4-Seite ein Lochstreifen von. etwa 7 m Länge entspricht, sind die lose aufbeiwahrten
Lochstreifenhaufen von beträchtlicher Größe und wirken sich, weil sie leicht beschädigt
werden können, im Betriebsdienst störend aus.
Es ist bereits bekannt, den'Lochstreifen in einer
einfachen Vorrichtung, wie in der Filmindustrie üblich, aufzuwickeln. Da beim Senden der in. den
Lochstreifen gespeicherten Nachricht naturgemäß deren Anfang zuerst in den Lochstreifensender eingeführt
werden muß, kann das Aufwickeln erst erfolgen, nachdem der Lochstreifen mit der gesamten
eingestanzten Nachricht den Locher verlassen hat. Es muß dann das Ende des Lochstreifens zuerst
auf die Aufwickelvorrichtung kommen, damit dann
609 578/175
V9449YlUaI'21a1
der Anfang der Nachricht außen auf dem. Wickel
liegt. Bei dieser Methode sind somit zwischen dem Lochen und dem Aufwickeln die obenerwähnten
losen Lochstreifenhaufen ebenfalls vorhanden. Es ist ferner bekannt, den Streifen z. B. den
Lochstreifen nach dem Verlassen des streifenabgebenden Gerätes, z. B. eines Handlochers, sofort in
einer Vorrichtung so aufzuwickeln, daß der Anfang des Lochstreifens im Innern des Wickels zu liegen
ίο kommt. Hierbei fallen zwar die Lochstreifenhaufen weg, es macht sich aber ein weiterer Arbeitsgang
und eine zusätzliche Einrichtung erforderlich, um den Lochstreifen so umzuwickeln, daß sein Anfang
außen am Wickel liegt.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß der betreffende'Streifen, z. B. der Loch-. streifen, sofort nach dem Austritt aus dem streifen abgebenden Gerät, mit außenliegendem Anfang der Nachricht in eine Kassette hineingewickelt wird. ao Diese Kassette kann je nach den Erfordernissein aufbewahrt oder zu jeder gewünschten Zeit z. B. an einen Lochstreif enserider befestigt werden; der außen liegende Anfang des Lochstreifens wird dann unmittelbar in den Lochstreifensender eingeführt as und die betreffende Nachricht gesendet.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß der betreffende'Streifen, z. B. der Loch-. streifen, sofort nach dem Austritt aus dem streifen abgebenden Gerät, mit außenliegendem Anfang der Nachricht in eine Kassette hineingewickelt wird. ao Diese Kassette kann je nach den Erfordernissein aufbewahrt oder zu jeder gewünschten Zeit z. B. an einen Lochstreif enserider befestigt werden; der außen liegende Anfang des Lochstreifens wird dann unmittelbar in den Lochstreifensender eingeführt as und die betreffende Nachricht gesendet.
Bei dieser Anordnung entfallen sowohl die losen Streifeohaufen als auch das Umwickeln. Soll im
Fernschreibbetrieb eine Nachricht am Lochstreifensender
wiederholt gesendet werden, so wird auch am Austritt des Lochstreifens eine Kassette nach
der Erfindung angeordnet. Die Erfindung kann somit im Fernschreibbetrieb am Handlocher, Empfangslocher
und Lochstreifensender, ferner bei anderen Geräten, bei denen Streifen irgendwelcher
Art mit außenliegendem Anfang aufzuwickeln sind, angewendet werden.
Die Erfindung ist besonders vorteilhaft, weil nur wenige einfache leichte und billige Teile, zum Teil
aus Preßstoff, erforderlich sind. Zum Wickeln ist keinerlei Hand- oder motorischer Antrieb notwendig,
da die geringe Energie derartiger Streifen, z. B. der aus Handlochern austretenden Lochstreifen,
und ihre geringe Steifheit für den Antrieb der Wickeleinrichtung ausreichen. Dadurch
ist es auch, ohne weiteres möglich, die Erfindung an vorhandenen Geräten nachträglich anzuwenden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist so leicht, daß sie auch an Schutzkappen von Geräten befestigt
werden kann.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine trommelartige Kassette, bei der der Lochstreifen
beim Austritt aus dem Führungskanal eines streifenabgebenden Gerätes, beginnend an der
Innenwandung des Trommelmantels der Kassette. derart ineinandeirgewickelt wird, daß der Anfang
des Lochstreifens außen am Wickel zu liegen kommt, so daß der Lochstreifen nach beendeter
Aufwicklung sofort zum Aussenden herausgezogen werden kann. In besonderer Ausgestaltung der Erfindung
ist die trommelartige Kassette derart nahe am Ausgang des Führungskanals eines streifenabgebenden
Gerätes angeordnet, daß die Steife des zwischen dem Führungskanal und der Kassette
befindlichen kurzen Streifenstücks, im Zusammenr : hang mit dem Vorschub des Lochstreifens ausreicht
um die trommelartige Kassette in Drehung zu versetzen. Weiterhin ist die trommelartige Kassette
an einer Stirnseite offen und bei Anordnung am Ausgang des Führungskaiials mittels einer am
Trommelhalter vorgesehenen Abdeckung derart abgeschlossen, daß sich der Lochstreifen in jeder
Lage der trommelartigen Kassette in diese von der offenen Stirnseite aus einführen läßt, jedoch der
Wickel am Austreten verhindert wird. Ferner weist der Trommelmantel zwecks Herausziehen des Loch-Streifens
eine Öffnung auf, die mittels einer Klappe abgedeckt ist, welche gleichzeitig zum Festhalten
des Lochstreifenanfangs dient.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung dargestellt, und
zwar zeigt ".
Fig. ι eine perspektivische Ansicht einer trommelartigen
Kassette mit einem aus einem Gerät . • austretenden Streifen und
Fig. 2 eine Ansicht einer Kassette mit einem sich i nein ander wi ekelnden Streifen.
Mit ι ist das streifenabgebende Gerät bezeichnet,
z. B. der Handlocher, aus dem der im Führungskanal 2 geführte Lochstreifen 5 austritt. Die
trommelartige Kassette ist mit 3 bezeichnet, diese go
weist eine Öffnung 4 auf, welche durch eine Klappe 6 abgedeckt ist. Die Kassette 3 ist auf der
Achse 7 leicht drehbar gelagert. Die Achse 7 ist an der Abdeckung 8 befestigt. Die Abdeckung 8 weist
eine Verlängerung io auf,, die z. B. durch zwei
Schrauben am streifenabgebenden Gerät 1 befestigt ist. Für den Wickelvorgang wird eine leere Kassette
3 auf die Achse 7 gesteckt. Der Anfang des Streifens 5 tritt nun aus dem streifenabgebenden
Gerät aus und durch den Führungskanal 2 hindurch selbsttätig in, die trommelartige Kassette 3 ein. Er
schiebt sich durch die öffnung 4 bis an die Klappe 6,
die ihm als Anschlag dient und dreht dann durch seine Steife in Verbindung mit dem Vorschub die
trommelartige Kassette 3 in Pfeilrichtung, wobei sich der Streifen 5 zunächst an die Innen wandung
des Trommelmantels der Kassette 3 anlegt und sich sodann mit aneinanderliegenden Lagen von außen
nach innen ineinanderwickelt. Der Führungskanal 2 erstreckt sich bis in die Nähe der Innen,- no
wandung des Trommelmantels der Kassette 3. Durch Kröpfen bzw. entsprechende Formgebung der Verlängerung
10 wird die Kassette 3 derart schräg zum streifenabgebenden Gerät 1 angeordnet, daß
sich der Streifens beim Ineinanderwickeln mag.-liehst
wenig in sich verwindet. Durch die Abdeckung 8 und einen Boden der Kassette 3, der der
Abdeckung 8 gegenüberliegt, wird ein Austritt des Lochstreifens 5 aus den Stirnseiten der Kassette
beim Wickelvorgang verhindert.
Nach beendetem Wickelvorgang — im Fernchreibbetrieb
wird der Lochstreifen nach, beende^ tem Einlochen der Nachricht am Führungskanal 2
abgerissen — wird die Kassette 3 von der Achse 7
abgezogen und mit einem nicht gezeichneten Deckel verschlossen. Die in dem Lochstreifen gespeicherte
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V 9449 VIII al 21 α1
Nachricht kann nun in der Kassette aufbewahrt oder sofort gesendet werden.
Soll der Streifen verwendet werden, z. B. im Telegrafiebetrieb in einem Lochstreifensender, so
wird die Kassette 3 auf eine Achse an der Eingangsseite des Loehstreifensenders aufgesteckt.
Die Ausführung der Achse kann so sein, daß die Kassette 3 auf ihr fest sitzt. Danach wird die
Klappe 6 entfernt bzw. umgelegt, so daß der Streifen 5 aus der öffnung 4 herausgezogen und in den
. Lochstreifensender eingelegt werden kann. Beim Senden steht die Kassette still, und der Wickel
dreht sich im Innern derselben. Der Deckel, der auch während des Sendens die Kassette 3 verschließt,
verhindert ein Herausfallen des sich drehenden Wickels.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Aufbewahren von Streifen, beispielsweise von Lochstreifen für TeIegrafiezwecke., gekennzeichnet durch eine trommelartige Kassette (3), bei der der Lochstreifen (5) beim Austritt aus dem Führungskanal (2) eines streifenabgebenden Gerätes, z. B. eines Lochstreifensenders (1), beginnend an der Innenwandung des Trommelmantels der Kassette, derart ineinandergewickelt wird, daß der Anfang des Lochstreifens außen am Wickel zu liegen kommt, so daß der Lochstreifen nach beendeter Aufwicklung sofort zum Aussenden herausgezogen werden kann.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die trommelartige Kassette (3) derart nahe am Ausgang des Führungskanals (2) des streifenabgebenden Gerätes (1) angeordnet ist, daß die Steife des zwischen dem Führungskanal und der Kassette befindlichen kurzen Streifenstückes im Zusammenhang mit dem Vorschub des Lochstreifens (5) ausreicht, um die trommelartige Kassette in Drehung zu versetzen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die trommelartige Kassette (3) an einer Stirnseite offen ist und bei Ano<rdnung am Ausgang des .Führungskanals (2) mittels einer am Trommelhalter vorgesehenen Abdeckung (8) derart abgeschlossen ist, daß der Lochstreifen sich in jeder Lage der trommelartigen Kassette in diese von der offenen Stirnseite aus einführen läßt, jedodh der Wickel am Austreten verhindert wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Herausziehens des Anfangs des Lochstreifens der Trommelmantel eine öffnung (4) aufweist, die mittels einer Klappe (6) abgedeckt ist, welche gleichzeitig zum Festhalten des Lochstreifenanfangs dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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