DEV0009302MA - - Google Patents

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DEV0009302MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. August 1955 Bekanntgemachit am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bekannte Bremsdreiecke für Schienenfahrzeuge bestehen aus einem Druckstab runden Querschnittes mit Lagerteilen für die Bremsklötze und mit einer gleichfalls runden, das Zugauge tragenden bügeiförmigen Zugstrebe, die durch Schweißung miteinander verbunden sind. Hierzu werden beide Enden der bügeiförmigen Zugstrebe zur Anpassung an den runden Druckstab tatzenförmig derart angestaucht, daß eine dem Durchmesser des Druck-Stabes entsprechende Mulde entsteht, die an ihren Rändern mit dem Druckstab verschweißt wird. Da die Tatze aus einem Rundstahl von mehrfach kleinerem Querschnitt als der des Druckstabes zu bilden ist, ist ihre Herstellung als Schmiedestück teuer. Die Schweißnaht ist ungünstig beansprucht, da außer Schub- noch Biegungsspannungen auftreten, die unerwünscht sind.
Eine andere Ausführung sieht deshalb vor, beide Enden des runden Druckstabes derart anzustauchen, daß Aussparungen entstehen, in die die Enden der ebenfalls runden Zugstrebe teilweise einfassen und miteinander durch Schweißung vereinigt werden. Die Beanspruchung der Schweißnaht, die in Zugrichtung der Zugstrebe liegt, ist erheblich günstiger, da die Zugkräfte durch sie auf Schub übertragen werden. Nachteilig ist, daß die beiderseitigen Ansätze des Druckstabes teuere Schmiedearbeiten mit mehreren Stauchvorgängen bedingen.
Deshalb wurde vorgeschlagen für den Druckstab ein Rundstahlstück zu verwenden, auf dessen beide
609 659/27
V9302II/2Of
Enden ein Ansatzstück mit Lagerteil für den Bremsklotz und mit Aussparung zur teilweisen Einfassung des ebenfalls runden Zugstrebenendes aufgeschrumpft wird und im aufzuschrumpfenden Teil Schlitze oder Öffnungen zur Verschweißung mit dem Druckstab aufweist, wodurch allerdings eine Minderung des Schrumpfsitzes eintritt.
Auf der bügeiförmigen Zugstrebe bekannter Bremsdreiecke ist in Längsmitte ein entsprechend
ίο gelochtes Flachstahlstück als Zugauge aufgeschoben .und mit der Zugstrebe an den Durchtrittstellen verschweißt. Ein Mangel dieser Verbindung ist, daß durch Kerbwirkung an den umlaufenden Schweißnähten Strebenbrüche eintreten können.
Das Stanzteil des Zugauges wurde deshalb durch ein Schmiedestück ersetzt mit Längsrippen zur Verschweißung mit der Zugstrebe. Durch das , Schmiedestück tritt eine unerwünschte Verteuerung ein. Die Herstellung wird noch dadurch erschwert, daß das Zugauge vor dem Formen des Zugstrebenbügels und dem Anstauchen der Zugstrebenenden auf den Zugstab aufgezogen werden muß.
Weiter ist es bekannt, bei Verwendung eines Flacheisens als Zugstrebe das gestanzte, mil einem Loch für den Bremsbolzen versehene Zügaüge mit einer offenen Gabel zur Einführung der Zugstrebe auszustatten. Die Zugstrebe wird mit dem Zugauge durch zwei Schweißnähte verbunden, die U-förmig um die beiden Längsseiten des Zugstrebenprofils
3c und die dem Bremsbolzen zugekehrte Schmalseite dieses Profils herumlaufen. Diese Schweißnähte sind, wie auch bei der weiter oben geschilderten Konstruktion, auf Abscheren beansprucht. Außerdem verringern diese Schweißnähte durch Kerbwirkung die Festigkeit der Zugstrebe.
Auch bei dem Bremsdreieck gemäß der Erfindung wird ein derartiges, als gestanztes Flacheisen ausgebildetes Zugauge verwendet, das mit einem Loch für den Bremsbolzen und mit einer Gabel zur Einführung der Zugstrebe versehen ist. Die Gabelzinken werden jedoch so bemessen, daß sie, über der Zugstrebe zusammengepreßt, einen Schlitz für eine Schweißnaht frei lassen. Diese Schweißnaht verbindet die beiden Gabelzinkenenden miteinander und gleichzeitig auch mit der Zugstrebe. Die Schweißnaht liegt in Längsrichtung der Zugstrebe und beeinflußt daher deren Zugfestigkeit nicht. Das Stanzteil des Zugauges kann in den meisten Fällen in einer Hitze hergestellt und auf die Zugstrebe aufgebracht werden.
Ein derartiges Bremsdreieck besteht aus einer runden Zugstrebe und einem runden Druckstab von entsprechender stumpf abgeschnittener Länge, den einfachen auf die Enden des Druckstabes aufzuschrumpfenden geschmiedeten Ansatzstücken und dem Stanzteil für das Zugauge in der Mitte der bügelförmigen Zugstrebe, die mit ihren Enden in eine sie teilweise einfassende Aussparung des jeweiligen Ansatzstückes eingelegt und verschweißt wird.
Der runde Druckstab kann auch ein Rohr sein, auf dessen Enden in gleicher Weise das jeweilige Ansatzstück aufgeschrumpft und durch eine umlaufende Schweißnaht gesichert wird. Die wenigen Schweißnähte liegen derart, daß in den anzuschließenden Teilen keine erhöhten Beanspruchungen eintreten. Die Reihenfolge der Fertigung kann weitgehend variiert werden.
In der Zeichnung ist ein Bremsdreieck nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt Abb. ι eine Draufsicht auf das Bremsdreieck,
Abb. 2 einen Schnitt durch den Strebenscheitel nach A-A der Abb. 1 mit Seitenansicht des Zugauges in größerem Maßstab,
Abb. 3 einen Längsschnitt durch das Zugauge in größerem Maßstabe.
Das Bremsdreieck besteht aus dem Druckstab 1 von rundem Querschnitt mit den auf beide Enden aufgeschrumpften Ansatzstücken 2 und der bügeiförmigen;, das Zugauge 3 tragenden Zugstrebe 4 aus Rundstahl. Das Zugauge ist ein Stanzteil 3 mit Lochung 5 für den Bremsbolzen und der strichpunktiert angegebenen Gabelung mit den Zinken 6, die um die Scheitelmitte der Zugstrebe 4 derart zusammengepreßt werden, daß zwischen den Zinkenenden 6 der gezeichnete Querschnitt zur Aufnahme der Schweißnaht 7 frei bleibt, die diese miteinander und mit der Zugstrebe 4 zu einem geschlossenen Auge verbindet. Die stumpf abgeschnittenen Enden der Zugstrebe 4 werden in bekannter Weise in sie etwa zur Hälfte einfassende Aussparungen der Ansatzstücke 2 eingelegt und mittels einer im wesentlichen auf Schub beanspruchten Naht verschweißt. Zur Sicherung der auf den Druckstab 1 aufgeschrumpften Ansatzstücke 2, die auch das Lagerteil 8 für die Bremsklötze aufweisen, dient die umlaufende Schweißnaht 9.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Geschweißtes Bremsdreieck für Schienenfahrzeuge, bestehend aus einem geraden Druckstab, an dessen Enden die Bremsklötze gelagert sind, und einer bügelförmigen Zugstrebe, an der das als gestanztes Flacheisen ausgebildete Zugauge angebracht ist, das mit einem Loch für einen Bremsbolzen und mit einer Gabel zur Einführung der Zugstrebe versehen ist, dadurch . gekennzeichnet, daß die Gabelzinken derart bemessen sind, daß sie, über der Zugstrebe zusammengepreßt, einen Schlitz (17) für eine Schweißnaht frei lassen.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 404038, 903584; französische Patentschrift Nr. 1 019 854.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
    © €09 659/27 TO. 56

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