DEV0009022MA - - Google Patents

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DEV0009022MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Juni 1956 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Heißdampf oberhalb des kritischen Druckes in Zwangdurchlaufkesseln.
Zur Erzeugung von Heißdampf oberhalb des kritischen Druckes ist es bekannt, Zwangdurchlaufkessel zu verwenden, bei denen das zu verdampfende Medium durch eine Fördervorrichtung (Speisepumpe) zugeführt und nach Wärmezufuhr in feuer- bzw. rauchgasberührten Heizflächen zum Heißdampfverbraucher abgeführt wird. Bei Drücken unterhalb des kritischen Druckes ist es ferner bekannt, einen Teil des zu verdampfenden bzw. zu überhitzenden Mediums im Zwangumlauf zu führen. Hierdurch soll entweder ein Stagnieren der Dampfblasen in den Verdampfungsheizflächen verhindert werden (»La-Mont-Kessel«), oder es soll der eigentliche Verdampfungsvorgang mit der Gefahr einer Kesselsteinausscheidung von den beheizten Kesselteilen in eine unbeheizte Kesseltrommel verlegt werden (»Löffler-Kessel«). Diese Gesichtspunkte scheiden jedoch bei der Dampferzeugung oberhalb des kritischen Druckes aus, da ein Stagnieren von Dampfblasen wegen des fehlenr den Dichteunterschiedes zwischen der flüssigen und dampfförmigen Phase entfällt, und da die Sorge vor Kesselsteinablagerungen usw. wegen der aus
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anderen Gründen heutzutage unumgänglich notwendigen sorgfältigen Kesselwasseraufbereitung nicht mehr von Bedeutung ist.
Die zur Dampferzeugung oberhalb des kritischen Druckes bisher vorgesehenen Zwangdurchlaufkessel benötigen, besondere . Vorrichtungen und Vorkehrungen, um eine gleichmäßige Temperatur des erzeugten Heißdampfes einzuhalten. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist jedoch begrenzt, da die
ίο einfachste Maßnahme zur Regelung der Heißdampftemperatur, nämlich die Änderung der aufgenommenen Dampfmenge, nicht ohne Beeinträchtigung des Betriebes der Dampfverbraucher erfolgen kann.
Es wird deshalb erfindungsgemäß vorgeschlagen, einen Teil des oberhalb des kritischen, Druckes erzeugten Heißdampfes .'im Kreislauf zu führen, wobei der im Kreislauf zu führende Anteil in Abhängigkeit von der erwünschten Heißdampftemperatur verändert wird.
Da Anlagen zur Erzeugung von Heißdampf oberhalb des kritischen Druckes im allgemeinen gleichzeitig für Dampftemperaturen an der oberen Grenze des mit den heutigen Materialien Zulässigen errichtet werden, ist eine Vorrichtung zur genauen und schnellen Einhaltung dieser maximal zulässigen Temperatur von großem wirtschaftlichem Wert. Es ist deshalb der erfindungsgemäß vorgeschlagene zusätzliche Aufwand einer Teilstromumwälzung gerechtfertigt.
Ein- weiterer entscheidender Nachteil der Zwangdurchlauf kessel· ist die Tatsache, daß bei Teillasten parallel geschaltete Dampfwege ungleich beaufschlagt werden, wenn ihr Strömungswiderstand, insbesondere ihre Beheizung, nicht ganz gleichmäßig sind. Es ist zwar bekannt, dieser Gefahr dadurch vorzubeugen, daß an Stelle mehrerer parallel geschalteter Dampfwege ein einziger Dampfweg verwendet wird. Dieser Vorschlag hat jedoch den Nachteil, daß er Rohre verhältnismäßig großen Durchmessers verlangt, die je m2 Heißfläche ein. größeres Materialgewicht erfordern.
Es ist ein wesentlicher Vorteil des E.rfindungsgedankens, daß bei Teillast eine Verstärkung1 des umgewälzten Teilstromes eine gleichbleibend gleichmäßige Beaufschlagung aller parallel geschalteten Dampfwege erzwingt.
Die Einschaltung des kreisenden , Teilstromes kann entsprechend den Unteransprüchen den jeweils vorliegenden Betriebsbedingungen angepaßt werden. ■■..',■ ■ .■ :. r
An Stelle einer zusätzlichen Fördervorrichtung im rückgeführten Teilstrom kann auch die ohnehin vorhandene Fördervorrichtung im Gesamtstrom vor dem Dampferzeuger benutzt werden. Dazu wird die Leitung für den rückgeführten Teilstrom an der Saugseite der Fördervorrichtung des Gesamtstromes angeschlossen;
.Auch ist es möglich, den. r.ückgeführten Teilstrom nicht über einen Vorwärmer, der dem Dampferzeuger vorgeschaltet sein kann, zu führen. Da der Teilstrom ohnehin Uberhitzungstemperatur hat, empfiehlt es sich, nur den Durcblaufstrom über einen Vorwärmer zu führen.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Erzeugung von Heiß dampf oberhalb des kritischen Druckes in Zwangdurchlaufkesseln, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des erzeugten Heißdampfes im Kreislauf durch den Dampferzeuger geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreislaufdruckdifferenz i durch eine Fördervorrichtung im rückgeführten Teilstrom überwunden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreislaufdruckdifferenz durch eine Fördervorrichtung im Gesamtstrom vor dem Dampferzeuger überwunden wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Dampferzeuger ein Vorwärmer vorgeschaltet ist, in dem nur der Durchlaufstrom ohne den rückgeführten Teilstrom vorgewärmt wird.
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