DEV0006898MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Februar 1954 Bekaraitgemacht am 9. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Dampferzeuger mit einer quer liegenden Dampftrommel und einer an
Verteiler und Sammler angeschlossenen, aus mehreren Rohrgruppen bestehenden Verdampferheizfläche,
der' über unbeheizte Rücklauf rohre unmittelbar Kesselwasser zufließt..Die Erfindung bezweckt,
den unmittelbaren Rückfluß des Kesselwassers zu verbessern.
Es ist an sich bekannt, bei im Feuerraum Hegenden
Kühlrohrwänden die oberen Sammler durch Rücklaufrohre mit den unteren Verteilern zu; verbinden.
Hierbei wird aber der Rückfluß von Kesselwasser dadurch gehemmt, daß das aus den beheizten
Rohren austretende Dampf-Wasser-Gemisch nicht genügend Zeit hat, sich zu entmischen, so daß der
größte Teil des im Gemisch enthaltenen Wassers vom Dampf mitgerissen wind.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, zwei -an eine Trommel angeschlossene, mit Rücklaufrohren
versehene Rohrgruppen, die im Rauchgasstrom hintereinandergeschaltet sind, so auszubilden, daß
die von der Trommel entfernt liegende Rohrgruppe aus Rohren besteht, deren Verteiler und Sammler
mit den Verteilern und Sammlern der anderen
Rohrgruppe auf annähernd gleicher Höhe liegen und miteinander verbunden sind.
Durch die Anordnung der Verteiler und Sammler entstehen ungefähr gleiche Verhältnisse für die
Rücklaufrohre. Da in den beiden rauchgasseitig hmtereinandergeschalteten Rohrgruppen die Dampf-
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bildung nicht gleich sein wird, kann der Druck in
den Sammlern nicht gleich groß sein, <Ji. h. es muß von der einen Rohrgruppe zur anderen eine
Strömung von Dampf-Wasser-Gemisch durch die Verbind'ungsieitung beider Sammler erfolgen. In
dieser Leitung mit waagerechter Strömung ist eine gute Trennung von Dampf und Wasser
möglich, so daß die Abscheidungs- und Rücklaufwirkung erhöht wird.
ίο Die Wirkung wird noch erhöht, wenn man in
an sich bekannter Weise von der obersten Stelle der Rücklaufrohre Überströmrohre zur Trommel
anordnet. Der Widerstand in den Ableitungsrohren zur Trommel bewirkt, daß sich in den Rücklaufrohren
ein Wasserspiegel einstellt, der tiefer Liegt . als der Wasserspiegel in der Trommel, so daß sich
an der Einmündungsstelle des Sammlers in das Rücklaufrohr ein vom Wasser freier Raum ausbildet,
der die Trennung begünstigt.
Es ist zweckmäßig, weitere Rohrgruppen, insbesondere
auch die Berührungsheizfläche, in Sammler einmünden zu lassen, die in gleicher Weise mit
Rücklauf- und Ableitungsrohren verbunden sind. Ferner ist es vorteilhaft, die Rücklaufrohre und
die Ableitungsrohre als Teil eines vom Kesselwasser durohflossenen Rohrgerüstes auszubilden,
so daß ein besonderes Kesselgerüst entfällt.
Die Erfindung . ist an Hand der dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
In Abb. ι ist ein Dampferzeuger gemäß der Erfindung
dargestellt. Unterhalb der Trommel 1 liegt der Verteiler 2. Von diesem Verteiler 2 gehen die
Verdampferrohre 3 aus, die die Stirnwand und Decke des Feuerraumes 4 verkleiden. Die Verdampferrohre
3 münden ein in den oberen Sammler 5. In den gleichen Sammler münden auch die
Rückwandroihre 6. Der Sammler 5 verläuft parallel zur Trommel 1 und liegt etwa in Höhe des mittleren
Wasserstandes in der Trommel. Von den Enden des Sammlers 5 gehen einerseits waagerechte
Verbindungsrohre 7 zur Trommel 1 und Rücklaufrohre 8 zum unteren Verteiler 9. Das in
den Verdampferrohren 3 und 6 erzeugte Dampf-Wasser-Gemisch strömt in den Sammler 5. Hier
wird es waagerecht nach dem Ende zu geleitet, so daß es sich auf diesem Wege schon zum Teil entmischen
kann. Das abgeschiedene Wasser fließt unmittelbar über d'as Rücklaufrohr 8 in das beheizte
Rohrsystem, zurück unter Umgehung der Trommel. Das größtenteils vom Wasser befreite
Gemisch strömt durch Rohre 7 zur Trommel 1. Bei den genannten Verdampfergruppen: handelt es sich
um Strahlungsheizflächen, die an den Feuerraum-
. wänden verlegt sind. Nach dem gleichen Prinzip wird auch die rauchgasseitig nachgeschaltete Berührungsheizfläche
angeordnet. Wie Abb. 1 zeigt, besteht die Berührungsheizfläche 10 aus einer Anzahl
Rohrregistern, die von dem Verteiler 11 ausgehen und in den oberen Sammler 12 münden.
Dieser Sammler 12 ist mit Sammler 5 und der Trommel durch die Rohre 7 verbunden. Das, in
ihnen abgeschiedene Wasser fließt über die Rücklaufrohre 8 oder 13 zu den unteren Verteilern 9,
11 oder 16 zurück. Die vom Rost 14 aufsteigenden
Rauchgase durchströmen den Dampferzeuger in Pfeilrichtung und treten durch die Öffnung 15 aus.
Selbstverständlich ist es möglich, die Wärme der Rauchgase noch in einer Vorwärmerheizfläche auszunutzen,
die in einem weiteren, absteigenden Zug angeordnet sein kann. Wie aus ABb. 1 zu ersehen
ist, sind die unteren Verteiler 2, 9 und 11 sowie die Sammler 5 und 12 Teile eines Rohrgerüstes, zu
dem noch die oberen waagerechten Rohre 7, die unteren Rohre 16, die Rücklaufrohre 8 und 13
sowie die Fallrohre 17 gehören. Die Trommel 1 und die Heizflächen des Dampferzeugers werden
von diesem Rohrgerüst getragen. Ein besonderes Kesselgerüst entfällt. Erhält der Dampferzeuger
eine äußere Blechummantelung, so· kann auch diese an den Rohren des Gerüstes befestigt werden. Die
Seitenwände des Feuerraumes 4 können ebenfalls mit Rohren verkleidet werden. Diese Rohre 18
gehen von dem unteren Rohr 16 aus und münden in die oberen Rohre 7. Da diese Rohre aber als
Verbindungsrohre der Sammler 5 und 12 mit der
Trommel dienen, kann der Strömungswiderstand unter Umständen zu groß werden und den Umlauf
des Kesselwassers nachteilig beeinflussen, Es ist daher vorteilhaft, in einem solchen Fall die Rücklaufrohre
8 und 13 nach oben zu verlängern, wie in Abb. 1 gestrichelt angedeutet ist, und an dieser
Verlängerung Dampfüberströmrohre 19 anzuschließen,
die im Dampfraum der Trommel 1 enden.
Abb. 2 und 3 zeigen die Verbindung des Sammlers 5 mit den Rohren 7 und 8. Das Rücklaufrohr 8
ist teilweise, geschnitten gezeichnet, und! man erkennt,
daß der Wasserstand tiefer liegt als in der Trommel entsprechend dem Widerstand in dem
Rohrstück 7 vom Sammler bis zur Trommel. In Abb. 3 ist das Rohr 8 an der Einmündungsstelle
auf einen größeren Durchmesser erweitert, um den Anschluß der Rohre zu vereinfachen.
In Abb. 4 ist der gleiche Dampferzeuger dargestellt mit dem Unterschied, daß zwischen der Rohrgruppe
6 und der Berührungsheizfläche 10 ein Überhitzer 20 angeordnet ist.
Claims (4)
1. Dampferzeuger mit einer quer liegenden Trommel und zwei mit voneinander unabhängigen
Rücklaufrohren versehenen Rohrgruppen, die im Rauchgasstrom hintereinandergescnaltet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Trommel ~ entfernt liegende Rohrgruppe (ΐσ)
aus Rohren besteht, deren Verteiler (11) und Sammler (12) mit den untersten Verteilern (9)
und Sammlern (5) der anderen Rohrgruppe (3, 6) auf annähernd gleicher Höhe liegen und
miteinander verbunden sind.
2. Dampferzeuger nach Anspruch .1, dadurch
gekennzeichnet, daß von der obersten Stelle der Rücklaufrohre beider Rohrgruppen in an sich
bekannter Weise Überströmrohre zur Trommel angeordnet sind.
31. Dampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die von den Enden der
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Sammler (5, 12) ausgehenden, waagerechten Verbindungsrohre (7) und die Rücklaufrohre
(8, 13) in> an sich bekannter Weise Teile eines aus Rohren bestehenden Kesselgerüstes sind.
4. Dampferzeuger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten
Rohrgruppe (3, 6) und der nachfolgenden Rohrgruppe (10) in an sich bekannter Weise
Überhitzerheizfläche (20) angeordnet ist.
Überhitzerheizfläche (20) angeordnet ist.
eine
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 884 369, 888 543; Sonderdruck aus der Schweiz. Bauzeitung, 1951, Nr. 51.
Deutsche Patentschriften Nr. 884 369, 888 543; Sonderdruck aus der Schweiz. Bauzeitung, 1951, Nr. 51.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Family
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