DEV0005501MA - - Google Patents

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DEV0005501MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. August 1951 Bekanntgemacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der Patentanmeldung V 36291Vb/39c wird ein Verfahren für die Herstellung von, Kondensationsprodukten aus Harnstoff mit oder ohne Verwendung von, Thioharnstoff und Formaldehyd, beschrieben, das durch seinen bestimmten pH-Bereich von, 6,5 bis 5,5 insbesondere von 6,1 bis 5,8, vorzugsweise unter Einstellung des pH durch Metall- und, Metallo'xydpulvern besonders gleichmäßige und einheitliche Produkte liefert. Harnstoff kann ganz oder teilweise ersetzt werden, durch Melamin, oder Dicyandiamid. Diese Kondensationsprodukte können als Gießharze verwendet werden, wenn, der pH-Wert sehr stark nach der sauren Seite verschoben, und gleichzeitig eine Verätherung mit höheren. Alkoholen vorgenommen wird. Durch Zugabe eines Gemisches, wie Milchsäure und. Amylalkohol oder Essigsäureanhydrid und Butylalkohol, kann man den pH-Wert auf 4,8 bis 4,5 senken, und durch kurzes Kochen im Vakuum eine weitgehende Verätherung von. freien O Η-Gruppen, des Kondensationsproduktes vornehmen. Im Falle der teilweisen oder ganzen Verwendung von Dicyandiamid an Stelle von. Harnstoff wird der pH-Wert nicht gesenkt und nur höherer Alkohol zugegeben.
Bei diesen Kondensationsprodukten. ist es nicht möglich, das Wasser vollkommen zu entfernen, weil anderenfalls das Produkt nicht mehr fließfähig ist. Es ist immer notwendig, einen, letzten
60S 547/552
V 5501 IVb/39b
Jlest von Wasser im Kunstharz zu lassen, der ■— sofern keine anderen Maßnahmen, zu dessen Ent . fernung ergriffen werden — im gehärteten Produkt eingeschlossen, bleibt und es sprengt. Diese Rissebildung erfolgt erst oft nach Monaten.
Trotzdem bei der oben, angegebenen Art der Kondensation durch den gleichmäßigen Bau der Makrompküle eine bessere Fließfähigkeit bei weitgehender Entfernung des Wassers im Vakuum gewährleistet ist, ist es doch nicht möglich, die Entfernung des Wasserrestes bei diesem Kondensationsprodukt, das durch seine Art der Herstellung als Gießharz im C-Zustand besonders hohe Zugbiegefestigkeiten, ebenso wie Schlagbiegefestigkeiten, liefert, weit genug zu treiben.
Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, diesen Übelstand zu vermeiden, wenn der C-Zustand der Harze in wasserdampfdurchlässigen Formen erreicht wird oder indem die Formen entferrit werden, nachdem durch die fortschreitende Härtung ein plastischer Gelzustand erreicht ist. Geeignetes Material für wasserdampfdurchlässige Formen, sind z. B. Porengips, Porenbeton, Holz, natürliche und künstliche Därme (Zellglas). Auch können verwendet werden Nitrierungs- und Acetylierungsprodukte von. Cellulose, Polymerisationsprodukte von Vinylchlorid, Vinylacetat, Äthylen, Äthylenoxyd, Styrol, Isobutylen, Acetobutyrat, ferner Polyamid, vorausgesetzt, sie sind perforiert oder so dünn, daß sie die Verdampfung oder Diffusion von. Wasser erlaubten. Die Natur des Materials ist gleichgültig, wenn dieses nur die Entfernung des Wasserrestes durch die Formen gestattet.
Beispiel
100 kg des Kondensates nach Patentanmeldung V 3629 IVb/ 39 c werden nach Entfernen der Metalloxydkatalysatoren, Eindampfen im Vakuum und. Ansäuern, in. Schläuche, die aus Cellulose oder Cellulosederivaten, hergestellt sind und einenlnnendurchmesser von 25 mm und eine Länge von mm haben,, abgefüllt und bei 35 bis 420 während 10 Tagen gehärtet. Dann wird, die Schlauch- * masse: mechanisch entfernt. '

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren, zur Herstellung von. geformten Körpern aus erhältlichen, jedoch mit höheren Alkoholen verätherten Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten gemäß Patentanmeldung V 3629 IVb/39c, dadurch gekennzeichnet, daß man dieselben in Formen gießt und bei einer Temperatur zwischen 20 bis 720 härten läßt, jedoch die teilweise gehärtete Masse in plastischem Gelzustand bereits aus der Form entfernt oder die Verformung und Härtung bei den genannten Temperaturen in. wasserdampfdurchlässigen Formen durchführt.
    © 609 547/552 6. 56

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