DEV0000117MA - Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Pappe, Papier und Gewebebahnen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Pappe, Papier und GewebebahnenInfo
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Description
Htae Faeeang
IlBlI VltlIilSTE DACHPAPPEN-PABRIKEN ASTIENaESELLSGHAPT
Prankfart &m Maia
Verfahren ani Vorrichtung gag Aafwiokeln τοη Pappe»-, Papier- a. Gewe be bahnen.
Mm Erfindung betrifft ein Verfahren and eine Vorrichtung aus Amfwlckeln von endloeta Pappe», Papitr- and Sewebebalinens insbe-•omiere
bei der Herstellung τοη Baohpappee Ea let bekannt, die al»
•»Aloees Band von der IageMat kommende Bahn um ©inen Kern zu wik k*%m,
der z.B. bei der Pachpappenfabrikation in der Längsrichtong geteilt 1st. Sobald die Wicklung die gewüneohte Länge erreicht hat,
«4M die Wickelvorrichtung stillgelegt and die fertige Rolle mit •Hai darin befindliehen Kern aus der Maeohine gehoben. Bei Dachpappe
»erden die Hälften des Holzkernes, die als Wickelschwert bezeichnet »w*ten, einzeln aus der Holle herausgezogen. Bae Abschneiden der
Pappe von dem nachfolgenden Band erfolgt voη Hand, ebenso das Umwiklaelm der gebildeten Solle mit einer Bandage aus einem Papierstreifen
und das anschlieSende Verkleben.
Mit der Erfindung gelingt es, eine Papier-, Pappe- Oder Gewebebahn, ULm über eine sich bewegende Unterlage geführt wird, Kernlos zu wikfctim
und im fortlaufenden Arbeitsgang eine abgemessene Bahn automatisch abzuschneiden. Die genau abgemessene Rolle wird naoh der Erfindung
unmittelbar anschließend mit einem Papierstreifen banderoliert, and die mit der Bandage versehene Bolle abgelegt.
Es sind Masohinen für das kernlose Wickeln von Papier^, Zellulose, ßolzschliff-oder ähnlichen Bahnen bekannt, die mit Hilfe von endlosen
Bändern oder mit Hilfe von Walsen die aufzuwickelnde Bahn umlenken. Diese biegt sich infolge ihrer leichten Hollbarkeit und Schwere
bis auf die im Bewegung befindliche Bahn und wird von dieser mitgenommen und eingerollt. Das Ende des Wickelvorganges bei den bekannten
Maschinen ist entweder τοη dem Barchmeeeer der gewickelten Holle
oder ihrem Gewicht abhängig, während naoh der Erfindung eine genau in ihrer Länge abgeaessene Bahn gewickelt, abgeschnitten und als
fertige Holle abgelegt wird. Pas ist aber bei den untersohi edllchen Fappen- und Gewebeeorten τοη besonderer Bedeutung, da der Yertrieb
naeh Quadrataetem und daait nach der Länge der Rolle erfolgt.
Bti äer Verarbeitung von steifem Papier, von Pappe und insbesondere
Dachpappe, tritt bei den bekannten Yorriohtungen der weitere Baohtell auf, das ein Balenken der verhältnisaäßig steifen Bahn durch
die eigene Schwere nicht abglich ist, Biese Hachteile werden ait der Srflndung behoben.
Auf der Zeichnung ist eine Maschine nach der Srflndung in einer beispielweise» Ausfuhrungsfora scheaatisch dargestellt,
Flg+ 1 zeigt die Xasehine in Seitenansicht zu Beginn des Arbeitsplanes;
Fifa
2 veranschaulicht den Wickelvorgang kurz vor Fertigstellung einer Rolle la Augenblick des Absohneldens der Bahn;
Fl*«
4
IaBt die Banderolierung der fertiggewickelten lelle erkennen;
Fig. 5 zeigt das Ablegen der alt der Bandage versehenen Rolle;
fig.
6 ist ein Blnzeltell la vergrößerten ItaBatab.
Von der He8walse 1 wird die ankoamende Bahn über eine Leitwalze 2 gezogen. Blne bewegliche Bruokwalze 3 verhindert ein Gleiten der
Bahn auf der MeSwalze. Auf den beiden Wellen 4 und 5 sitzen eine Anzahl Scheiben 6, über welche in Abstand voneinander endlose Bänder oder Rieaen 7 laufen. Zwischen den einzelnen Bändern sind Untlenkrollen 8 angeordnet, die in Hebeln 9 um eine Welle 10 drehbar
gelagert sind. Seitlich trägt die lille 10 Gewichthebel 11 alt einea Gegengewicht 12. Me parallel nebeneinander liegenden Bänder 7 bewe-
gen siefe in PfeiIiiolitaag und ewar bo, me die BsMgeeeteiBligkeit
ier Umfengsgeechwindigkeit der angetriebenen felge 1 entspricht.
loa dt» Bäaiera ? getragen, bewegt eich der Anfang der Bahn gegen die Umlenkrollen 8. Beginnend alt der Kante wird die Bahn durch
Leitbleche 13 (Pig.6) and durch die Hollen β nach oben umgelenkt, wo sie gegen die in schwenkbaren Bebeln 14 und 15 gelagerten
t'iokelwalsen 16 und 17 stößt, die ebenfalls in entsprechendem Drehsinn angetrieben werden. Dadurch erfolgt eine Mitnahme und
Umlenkung der Bahn Me echlleBlloh der Anfang nach unten gerlohtet wird una mit der nachfolgenden Bahnfläche in Berührung kommt. Das
Eade wird mitgenommen, ohne dag es eines Wickelkernes bedarf. Die Vfalze 37 iet als bewegliche DruckwalBe ausgebildet und druckt die
Bahn gegen die Förderbänder 7.
Durch das Anwachsen des Durohmeesers der gebildeten Solle geben die Wickelwalsen 16 und 17 naoh, die schwenkbar gelagert aind. Die
Walae 16 ist durch ein auf dem Gewiohtshebel 18 sitzendes Gegengewicht 19 entlastet, um den Druck der Wickelrolle 16 auf die in der
Wicklung befindliche Bolle ta. steuern. Eine im der Zeichnung nicht
dargestellte Sperrvorrichtung verhindert» daS die Bollen 8 dem auf ihnen lastenden Druck noch während äse Uickelvorgangee nachgeben.
Haoh beendeter Aufwicklung der Bahn wird die Sperrvorrichtung gelöst, nachdem ein Scherenaesser 20/21 die Bahn abgeschnitten hat.
Das Scherenaesser ist mit der Keßwalse gekuppelt, womit die Lange der Bahn, die jeweils abgeschnitten werden soll, gesteuert werden
kann. Dieser Augenblick des Wickelvorganges ist in flg. 2 erfaßt.
Ieobdem das abgeschnittene Bahnstück vollends *ur Bolle aufgewickelt lBt, sohwenken die Bollen 8 zwischen den Förderbändern Infolge Lösung der Sperrvorrichtung nach unten aus, und die ale Rolle aufgewickelte Bahn wird von den Bändern 7, wie in Fig. 3 dargestellt,
weiterbewegt. Danaoh können die Bollen 8 wieder in ihre Ausgangsstellung EurUckgelangen, und die Wlckelwalmen 16 und 17 gehen
ebenfalls wieder in ihre Auegangslage.
Die während des AbschneldenB in ihrer Bewegung kuree Belt gehemmte Bahn wird von den leises 23 und 24 wieder auf das Förderband 7
geführt, wo sich der Wiokelvorgang «ur Eeretellung einer neuen Rolle wiederholt.
In den jtig. 4 und 5 wird Iii Umwicklung Itr fertigen Seilt mit oiner Papierbutidage veranschaulicht. Von den Vellen 5 und 25 werden über Sektibea 26 zwei Bänder 27 angetrieben, gar Förderung der fer»
tiggewickelten Holle. Zalscht» den beiden Bändern läuft frei durchhängend von einer Papiervorratsrolle 28, über Fuhrungesalzen 29 und
30 kommend, <*in Papierstreifen. Bei der tVeiterfSrderung der fertigen
Rolle gelengt diese gegen den durchhängenden Papierstreifen, der eic Stück mitgenommen wird. Durch Anschlag der Holle gegen die Hebelanordnung 31/52 wird ein Heeeer 33 bewegt, dag den durchhängenden
Papierstreifen abschneidet.
Bola Y/elterrollen wird der gemäß Fig. 4 nach unten hängende Papieratroifcm nachgezogen, während der obere abgeschnittene
feil sich um die Holle legend nach unten fällt.
Die Bolle gelangt nunmehr in einen Spalt, der einerseits von den durch Scheibe 26 angetriebenen förderbändern und einer schwenkbar
gelagerten Holle 34 gebildet wird. An dieser Stelle, die in Fig. 5 erfeit ist, erhält die Solle erneut eine Drehbewegung, bei der das
aaoiigösogen« Knde des Papieretreifens um die fertige Rolle geachlun ßc:i
cird.
Cio 'Islee 54, die um den Drehpunkt 35 schwenkbar ist, steht unter Druck einer Peder 36. Durch das Gewicht der fertiggewlokelten Holle
caiGlit die nalze 34 allmählich aus und die fertiggewickelte und mit einer Bandage versehene Rolle fällt zwischen den Ualsea hindurch
auf einen Slseh 38, von wo sie die Maschine verläßt.
Claims (10)
1. ) Verfahren zum Aufwickeln von endlosen Papier«,ipappe- und Gewebebahnen, insbesondere Dachpappenbahnen, bei dem die Bahn
über eine sich bewegende Unterlage geführt und kernlos an ihrem Anfang but Einleitung des Wickelvorgangee umgelenkt wird, dadurch
gekennzeichnet, IaB im fortlaufenden Arbeitsgang die Bahn gemessen, kernlos gewickelt und in der passenden Lange automatisch abgeechnit twft VlTd.
2. ) Verfahren naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Solle nach Abtrennung von der endlosen Bahn von ihren Führungen
freigegeben und unter Ausnutzung ihrer Belegung banderoliert wird.
3. ) 1Verfaliren nach Anspruch 1 und 2, daduroh gekennzeichnet, öafi
die aufgewickelte Kolle gegen eine für die Bandagierang bestimmte Papierbahn geführt wird, die beim leiterrollen der Bolle abgeschnitten und durch Mitnanxue von der rollenden Rolle
als Bandage um Iiese gewickelt CTlrfl5, worauf die ftolle alt dee Papieretreifen swi-3chen zwei
lalsea hi»durchfallt, unter Beendigung der Umwicklung.
4. } Vorrichtung sur Ausführung dee Verfahren nach Anspruch 1-3, gekennzeichnet durch nchrere aalt Abstand parallel nebeneinander
laufende endlose Ira^bIaIey (7) alt daswiechen angeordneten schwenkbar gelagerten Umlenkrollen (8) und Leitblechen (13).
5. ) Vorrichtung nach Anopruch 4» gefeonnselohnet durch eine vor den
Tragbändern angeordnete üoQwalse (1), mehrere Führungewalsen (23,24) und ein ait der MeBwalse gekuppeltes Scherenmesser (20,21).
6. ) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da& oberhalb der Tragband er
ewei oder mehrere Wiokelwaleen (16,17) angeord*- net sind, die in Gelenkhebeln (14,15) drehbar geführt werden.
7. ) Vorrichtans nach Anspruch 4-6, dedurch gekennzeichnet, daß die Abtrennoi^ der Rolle von der endlosen Bahn und ihre freigäbe
an den UmlenkiοIlen (8) von einer gemeinsamen Steuerung aas erfolgt.
8. ) Vorrichtung nach Anspruch 4-7, dadaroh gekennzeichnet? daß die 4eOwalse (1$ das Soherenaesser (20,21) betätigt und im Anschluß
daran die Omlenkrollen (8) zur Freigabe der fertiggewickelten Rolle bewegt.
9. ) Vorrichtung nach Anspruch 4 - 8, dadurch gekennseichnet, daß zwischen sswei Förderbändern (27) ein für die Bandagierong bestimmter,
von einer Vorratsrolle sioh abwickelnder Papierstreifen frei durchh&ngt, der durch ein von der rollenden Holle betätigtes Messer
(31, 32, 33) abgeschnitten wird.
10. ) Vorrichtung nach Anspruch 4-9» dadurch gekenneeichnet, da8 ven der sich drehenden Transportscheibe (26) und einer schwenkbaren
unter Federdruck (36) stehenden Holle (34) ein Spalt sum Durchfallen der Holle auf einen Tisch gebildet wird, durch den die abfallende
Rolle erneut in Drehung versetst wird.
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