DEST010809MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. Januar 1956 Bekannitgiemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Ausbildung der Zähne von Sägekettem der Motorkettensägen-, und zwar
derjenigen Zahnformen, die eine mehr hobelnde als reißende Wirkung haben, also' der Zähne mit runden
oder abgewinkelten Schneiden.
Die Rund- oder Winkelzähne lösen mit ihren Schneiden aus der Holzfuge verhältnismäßig lange
Späne ziemlich gleichmäßiger Stärke ab, die unter der Schneide hindurch nach hinten gleiten, um sich
dann im hierfür vorgesehenen großen Raum zwischen dem Schneidzahn und dem folgenden
Tiefenbegrenzer abzulagern.
Bei den üblichen Rundzahnketten und bei geeignetem Holz macht das Gleiten der Späne unter
der Schneide zum Ablagerungsraum keine Schwierigkeiten. Beim Holz, das nur kurze Späne liefert,
kommt es aber zuweilen vor, daß sich diese nicht nach hinten schieben, sondern sich unter der
Schneide ansammeln und so diesen Raum, allmählich verlegen. Das behindert den Sägefortschritt,
der Bedienungsmann drückt dann stärker, auf die Säge, und die Sägekette leidet.
Seit man, um auch Einstecharbeiten gut durchführen zu können, dazu übergegangen ist, den
ursprünglich nur kleinen oberen Freiwinkel der Ründzahnschneide zu vergrößern, haben die Schwiekeiten
durch die Verstopfung der Sägezähne stark zugenommen.
Voruntersuchungen, die zu vorliegender Erfindung geführt haben, ergaben, daß der Grund für
60S 620/47
St 10809 Ib/38a
die Verstopfung der Sägezähne darin zu suchen ist, daß die Rund- oder Winkelzähne mit größerem
oberem Freiwinkel wegen der nach hinten geneigten Zahnoberfläche einen Spanäbgleitraum bilden, der
sich nach hinten zu wesentlich verengt. Die Späne sind also gezwungen, durch einen Trichter abzulaufen,
der vorn an der Schneidkante weit ist, nach hinten zu aber einen immer enger werdenden Durchlaß
aufweist.
ίο Es ist erklärlich, daß sich solch ein Trichter
durch die Späne zusetzt, da die neu auflaufenden Späne die bereits abgelagerten immer feister zusammenpressen,
bis der Gleitraum so dicht mit Spänen ausgefüllt ist, daß ein Schneiden nicht
mehr stattfinden kann. ; ·■■-
Es wäre naheliegend, diesen Mangeil dadurch zu
beheben, daß man den oberen Freiwinkel der
Schneidzahnkanten kleiner wählt. Das behindert
' aber die Einstecharbeit. Nach der Erfindung wird hingegen die Verstopfung der Sägezähne dadurch
vermieden, daß dem Gleitraum hinter der Schneide die Trichterform genommen wird. Es wird also der
Querschnitt des Gleiträumes hinten größer gehalten als vorn oder doch mindestens gleich groß.
Versuche haben ergeben, daß die erfindungsgemäß gestalteten Zahnglieder der Sägekette!! sich
tatsächlich nicht mehr mit Sägespänen verlegen.
Nachstehend sei die Erfindung in der Zeichnung am Beispiel einer Rundzahnkette erläutert.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht einiger aufeinanderfolgender
Glieder einer bisher üblichen Rundzahnkette nach der Dreilaschenbauart;
Fig. 2 zeigt davon die Draufsicht;
Fig. 3 zeigt den Querschnitt A-B;
Fig. 2 zeigt davon die Draufsicht;
Fig. 3 zeigt den Querschnitt A-B;
Fig. 4 zeigt im größeren Maßstab die Ansicht eines bischer üblichen Schneidzahnes, und
Fig. s zeigt einen Schneidzahn nach der Erfindung in gleicher Darstellung wie der nach der
Fig. 4.
Die Sägekette besteht in bekannter Art aus den beidseitigen Laschen i, den dazwischen angeordneten
Tiefenbegrenzern 2, den Schneidzähnen 3 und den BMndgliedern 7.'Diese Kettenglieder werden
durch Niete, vorzugsweise Hohlniete 5, zusammengehalten.
Die Tiefenbegrenzer 2 und die Blindglieder 7 tragen unten die Mitnehnseraoeken 6
für den Eingriff in das Kettenantriebsrad. Der bekannte Ablauf raum für die Späne 13 der Fig. 4
wird durch die Schneidenvorderkante 8, die Schneideinabwinkelungs
linie 9, die Schneidenhinteirkante 10, die Oberkante 11 des nachfolgenden Blindgliedes
7 und die Schneidenseitenkante 14, sowie auf :
der offenen Seite durch die Holzfugenwand abgegrenzt.
Da der Zulaufquerschnitt vorn für den Raum 13 größer ist als sein Ablaufquerschnitt
hinten, setzt sich der Gleitraum 13 leicht mit Sägespänen voll, statt diese ungehindert in den großen
freien Raum zwischen dem Schneidzahn 3 und deim folgenden Tiefenbegrenzer 2 durchgleiten, zu
lassen. ■..-.■...·■■ ·....■ ·....■■·■■-, 6q
Nach der Erfindung (Fig. 5) wird der Gleitraum 13 so gestaltet, daß er sich nach hinten nicht mehr
verengt, sondern erweitert, oder doch zumindest gleichen Zulauf- und Ablauf querschnitt hat. Das
geschieht dadurch, daß die Abwinkelungsliniei 9 die gleiche oder sogar eine größere Neigung zur Horizontalen
als die Schneidenseitenkante 14 erhält und daß außerdem sowohl die Schneidenhinterkante 10
als auch die Oberkante 12 des Blindgliedes 7 konkav ausgenommen wird. Die konkave Ausnehmung
der Oberkante 12 kann sich auch bis zur nächsten Blindlasche 1 hin erstrecken, also flacher
als gezeichnet sein. Auf diese Art können die Sägespäne
ungehindert durch den Gleitraum 13 hindurch nach hinten abfließen.
Statt alle drei Maßnahmen gleichzeitig durchzuführen,
kann es manchmal ausreichend sein, nur jeweils die eine oder zwei dieser Maßnahmen anzuwenden.
Claims (4)
1. Sägekette für Motorkettensägen, mit oben
rund abgebogenen oder eckig abgewinkelten Schneiden der Schneidzähne, unter denen die
abgehobenen Holzspäne nach hinten durchgleiten, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt
des Gleitraumes (13) am Ablaufende des Zahnes mindestens so groß ist wie an der
Schneidkante.
2. Sägekette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Querschnittsvergrößerung des Gleitraumes (13) zum Ablaufende zu
die Neigung der Abwinkelkantei (9) zur Horizontalen stärker oder zumindest gleich der Neigung
der Schneidkante (14) ist.
3. Sägekette nach den Ansprüchen 1 und 2,
gekennzeichnet durch konkave Ausnehmung der Schneidenrückkante (10).
4. Sägekette nach den Ansprüchen 1 bis 3,
gekennzeichnet durch eine konkave Ausnehmung an der Oberkante (12) des nachfolgenden
Blindgliedes (7).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 609«20/47 9.56
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