DEST006377MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 9. Mai 1953 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gegenschreib-Funktelegraphensystem
mit Mitteln zum Kodieren und Dekodieren von Fernschreibnachrichten an der
Sendeseite bzw. der Empfangsseite.
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde,
bei solchem System in allen Fällen, in welchen über den am schlimmsten von Geräusch
beeinträchtigten Kanal Nachrichten übertragen werden, die effektive Fernschreibleistung wesentlich
zu erhöhen.
■Diese Aufgabe wird erfmdiungsgemäß dadurch
gelöist, daß in den Zeiten, in denen die Übertragung
in der einen Richtung ungestört und in der Gegenrichtung stark gestört ist, der Fehleranzeiger auf
der Empfangsseite der gestörten Richtung auf eine i;
»beschränkte« Fehleranzeige umgeschaltet wird, derart, daß sich die Abtastung auf Richtig —; oder
Verstümmeltsein der auf der Empfangsseite ankommenden Zeichen nur auf einen Teil der Zeichenschritte
erstreckt, aus denen ein Telegraphier- 2c zeichen besteht.
In einer Ausführungsform wird eine Kodevariation verwendet, welche die im normalen
Fernschreibalphabet für Funkverbindungen üb-
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liehe Anzahl Schritte hat, aber in welchem die Anzahl
der zu übertragenden Zeichen erheblich vermindert worden ist. Dieses Verfahren kann z.B.
in einem schlechten Eingangskanal, welcher nur zum Melden von in einem für abgehenden Verkehr
verwendeten Kanal auftretenden Störungen benutzt wird, Anwendung finden. Unter dem Ausdruck
»schlecht« wird in diesem Zusammenhang verstanden, daß die Nachrichtenübertragung über
to den Eingangskanal durch Geräusch verhindert
wird. Dabei ist unter »Geräusch« jede akustische Erscheinung zu verstehen, die den normalen Verkehr
stört, also auch Schwunderscheinungen.
Bei diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel brauchen im Eingangskanal nur drei verschiedene
Zeichen unterschieden und übertragen zu werden, nämlich das Warnungszeichen /, welches im entfernten
System die Wiederholung herbeiführt, und zwei Pausenzeichen, welche als Signal α und Signal
β bezeichnet werden. Signal α kann z. B. über den Zeichengehungskanal zurückgesandt werden,
wenn der Empfang aus dem Verkehrskanal gut i'st, während das Warnungszeichen nur beim Empfang
eines Fehlers entsendet wird. Signal β tritt ntur unter den mit der hiernach zu beschreibenden
Kodeänderung zusammenhängenden Umständen auf.
Bisher ist mit Rücksicht auf das normale System noch kein erheblicher Unterschied dargetan worden.
Nach der Erfindung sind aber im geänderten Kode die drei erwähnten Zeichen einigen nicht benutzten
Zeichen gleichgestellt. - Dies kann leicht durch Bildung von drei Gruppen verwirklicht werden,
wovon jede das Pausenzeichen α, das Pausenzeichen β bzw. das Warnungszeichen / darstellt
und durch den Zustand von z. B. nur drei von den sieben : Schritten bestimmt wird, so daß sich die
drei Gruppen durch diesen Zustand ausschließen.
Obgleich die Erfindung im folgenden an Hand eines Beispiels erläutert wird, in welchem der am
schlimmsten von Geräusch beeinträchtigte Kanal nicht für den Verkehr benutzt wird, erstreckt sie
sich auch auf Fälle, in welchen über diesen Kanal Nachrichten mit einer absichtlich verminderten
Geschwindigkeit übertragen werden, wieder mit dem Zweck, die effektive Fernschreibleistung zu
erhöhen.
Die Nachrichtenübertragung mit absichtlich verminderter Geschwindigkeit und die daraus erwachsende
Verminderung der Anzahl Aktionen pro Sekunde, durch welche die Wiederholungsvorrichtung
in Tätigkeit tritt, kann z. B. mit Beibehaltung des normal verwendeten Siebenschrittalphabets erfolgen, und zwar dadurch, daß jedes
Telegraphierzeichen nacheinander zwei- oder dreimal entsendet wird, wobei über den Rückkanal nur
ein Signal/ gesandt wird, wenn alle nacheinander entsendeten Zeichen einer solchen Gruppe verstümmelt ankommen, während in anderen Fällen
von den richtig empfangenen Zeichen einer Gruppe nur ein einziges abgedruckt wird.
Ein solcher Übergang nach einer niedrigeren bzw. höheren Geschwindigkeit kann durch Entsendung
von dazu geeigneten Reihen von Dienstzeichen aus der Gruppe der Pausen- und Warnungszeichen
gesteuert werden.
Zur Erläuterung folgen noch einige Worte über den Erfolg der verschiedenen technischen Anweisungen
gemäß der Erfindung...
In einem Gegenschreibsystem wie demjenigen nach der Erfindung kann der Zustand im abgehenden
und im eingehenden Kanal sehr verschieden sein. Während z. B. über den abgehenden
Kanal die Nachrichtenübertragung mit hoher Geschwindigkeit erfolgen kann, können zugleich im
eingehenden Kanal durch Geräusch,die Warnungszeichen und die dadurch verursachten Wiederholungen
so häufig auftreten, daß auch im ab- , gehenden Kanal, die effektive Fernschreibleistung
schwer beeinträchtigt wird, da das Arbeiten der Wiederholungsvorrichtung beide Kanäle in gleicher
Weise beeinflußt.
Die Erfindung wird nun an Hand der beiden Figuren an einem Ausfübrungsbeispiel näher erläutert.
Fig. ι ist eine Tabelle, in welcher die folgenden
drei Zeichen aufgenommen sind:
a) ■ Signal /, mittels welchem um Wiederholung
eines gestörten Zeichens gebeten wird,
b) Signal a, welches entsendet wird, wenn es go
keine Nachrichten gibt,
c) Signal ß, mittels welchem mitgeteilt wird, daß es wiederum Nachrichten gibt.
Fig. 2 zeigt eine Funktelegraphenverbindung zwischen den beiden Stationen A und B.
In A sowie in B wird zugleich gesandt und empfangen. In beiden Stationen wird ein Siebenschrittalphabet
mit einem festen Verhältnis zwischen der Anzahl Trennschritten und der Anzahl Zeichenschritten verwendet. Dieses Alphabet
ist durch Umsetzung aus dem Fünfschrittalphabet erhalten. Dieses feste Verhältnis der Arbeite- und
Trennschritte setzt die Empfangsstation in den Stand, festzustellen, ob das empfangene Zeichen
bei der Übertragung verstümmelt, worden ist oder nicht. Wenn es verstümmelt ankommt, ist das feste
\^erhältnis zerstört worden. Jede Station verfügt über eine Vorrichtung, welche dies selbsttätig feststellt.
Wenn festgestellt wird, daß das Zeichen verstümmelt worden ist,, wird es nicht abgedruckt.
Jede Station verfügt über eine Vorrichtung, mittels welcher automatisch um die Wiederholung des
gestörten Zeichens gebeten, wird. Weiterhin verfügt jede Station über Mittel, um die Bitte um
Wiederholung selbsttätig zu beantworten. .
Diese Vorrichtung arbeitet nun so, daß, wenn z. B. Station A um Wiederholung eines verstümmelten
Zeichens bittet, sie die laufende Sendung auf die Dauer von vier Zeichen unterbricht.
Während dieser Periode wird ein Signal / entsendet, dem die letzten drei Zeichen der unterbrochenen
Sendung folgen; diese werden in' Station B nicht abgedruckt.
Das von Station A entsandte Signal / setzt in Station B die Wiederholungsvorrichtung in Tätig-
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keit. Während der Wiederholungsperiode, der Zeitdauer
von vier Zeichen, unterbricht Station B die laufende Sendung und wiederholt die letzten vier
Zeichen. Diese Zeichen werden in A empfangen; die ersten drei davon -werden nicht, wohl aber das
letzte, das gewünschte, abgedruckt.
Wenn das erbetene Zeichen nun richtig, also mit dem richtigen Verhältnis von Zeichen- und
Trennschritten ankommt, setzen beide Stationen
ίο die laufende Sendung wieder fort. Sonst wiederholen
sich die Bitte um Wiederholung und der Wiederholungsvorgang so oft, bis das Zeichen
richtig ankommt. Es ergibt sich aus obigem also, daß beide Stationen in der Wiederholungsperiode;
die laufende Sendung unterbrechen. Hierdurch wird also die effektive Fernschreibleistung in beiden
Richtungen vermindert.
Es ist nun möglich, daß es keinen Verkehr von A nach B, wohl aber von B nach A gibt. In solchen
Falten sendet A ununterbrochen das Signal α und
B sendet Nachrichten.
Diese Entsendung des Signals α durch Station A
während der Periode ohne Nachrichten ist für Station B der Beweis, daß ihre Sendung in Station^-i
gut empfangen wird. Sie dient auch für die Gleichlaufregelung, -
Kommt nun ein Signal α verstümmelt in B an, so bittet B um Wiederholung durch Entsendung
eines Signals / und unterbricht dabei ihre eigene laufende Sendung, wie im obigen beschrieben.
Kommt ein Zeichen von B in A verstümmelt an, so bittet A um Wiederholung und entsendet dazu
ein Signal J.
Es ist nun weiter möglich, daß die Übertragung in der Richtung A-B stark gestört wird, während
zugleich die Übertragung in der Richtung B-A gut ist.
Es kommen dann also riegelmäßig gestörte Signale α in B an, so daß B regelmäßig ihre eigene
Sendung unterbricht. Dadurch wird die Fernschreibleistung in beiden Richtungen, und also auch
in der Richtung B-A, stark vermindert, obgleich es nur Verkehr gibt in der Richtung B-A, in welcher
Richtung überdies die Übertraguingsumstände gut sind.
Um dem vorzubeugen, das Station B für jedes gestörte Signal α ihre Sendung unterbricht, ist nach
' der Erfindung in B bzw. in A eine Vorrichtung vorgesehen, mittels welcher nach richtigem Empfang
eines Signals a die Vorrichtung, welche selbsttätig das feste Verhältnis der Zeichen- und
Trennschritte feststellt, abgeschaltet wird. An ihrer Stelle kornmt dann nach der Erfindung eine
andere Vorrichtung mit einer anderen Dekodierung.
Aus Fig. ι folgt auch, daß mittels des Signals β
wieder von der erfindungsgemäßen Dekodiervorrichtung nach der Vorrichtung zum Feststelllen
des richtigen Verhältnisses von Zeichen- und Trennschritten umgeschaltet wird.
Bei dem dargestellten Ausführuingsbeispieil hat
jedes Zeichen ein festes Verhältnis zwischen Zeichen- und Trennschritten, d. h., jedes Zeichen des
betrachteten Siebenschrittalphabets hat drei Zeichenschritte und vier Trennschritte. In Fig. 2 ist der
Störungsanzeiger nicht angegeben, aber mit Punkt A verbunden; er untersucht jedes Zeichen
auf dieses V4-Verhältnis.
Trifft der Störungsanzeiger dieses 3/4-Verhältnis
nicht an, so wird das Relais SX erregt.
Dies hat unter anderem zur Folge, daß an der Empfangsseite eine Vorrichtung anspricht, welche
um Wiederholung bittet, wodurch an der Sendeseite eine Wiederholungsvorrichtung in Tätigkeit
kommt.
Von diesem Störungsanzeiger werden also alle sieben Schritte des Zeichens abgetastet. Bei dem
vereinfachten Störungsanzeiger, der Dekodiervorrichtung, werden besonders der vierte, fünfte
und sechste Schritt abgetastet, die in Fig. 1 mit d,
e und f bezeichnet sind.
Wenn es Verkehr gibt, z. B. von A nach B1 ist
der normale Störungsanzeiger in B zuständig. Gibt es keinen Verkehr von A nach B, so ist nach
dem System der Erfindung ' der vereinfachte Störungsanzeiger zuständig. Sowohl das eine
als auch das andere ist in Fig. 2 ausgearbeitet worden.
Bei normalem Verkehr muß die Zunge be% umgelegt sein. Wenn A Nachrichten für B hat, fängt
A mit der Entsendung eines Signals β an. Wenn dieses Zeichen in B gut empfangen wird, wird
Relais BE erregt, und zwar im folgenden Stromkreis:
— Batterie, Wicklung / von Relais BE, Kontakt <23 Trennseite, Kontakt e3 Zeichenseite,
Kontakt ^3 Zeichenseite, Erde. Die Buchstaben d,
e, f usw. entsprechen den Buchstaben D, E, F usw. bei den Relais. Ein Zeichenschritt in Spalte d veranlaßt
also Relais D, die Zeichenlage anzunehmen. Es wird nun eine Haltewicklung (Wicklung II)
des Relais BE erregt, und zwar im folgenden Stromkreis: — Batterie, Wicklung II von Relais
BE, Arbeitskontakt Jb^1, entweder b oder dx
oder /4 in der Trennlage oder Sx1 in der Zeichenlage,
Erde. Bei allen Zeichen ist entweder b oder rf4 oder /4 in der Trennlage, ausgenommen Signal α,-da
dieses Zeichen den hier beschriebenen Zustand aufheben soll. Sx1 ist nur umgelegt, wenn ein Zeichen
verstümmelt empfangen wird, in welchem Fall der beschriebene Zustand aufrechterhalten
werden soll, auch während der Entsendung des Signals a.
So wird also beim Ankommen eines Signals β
das Relais BE erregt und Kontakt be2 wird umgelegt,
wodurch der normale Störungsanzeiger eingeschaltet wird.
Gibt es keine weiteren von A nach B zu sendenden Nachrichten, so wiedernimmt A die Sendung der
α-Signale.
Wird ein solches Zeichen -in B gut empfangen, so kommen die Relais B1 D und F in die Trennlage
(Fig. ι hinter Signal α unter b, d und f).
Die Erregung der Haltewicklung des Relais BE wird damn, unterbrochen, so daß dieses Relais
abfällt. Kontakt be.2 kehrt in die Norrnallage
zurück.
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Der vereinfachte Störungsanzeiger wird wieder eingeschaltet. Dieser tastet nur die in den
Spaltend, e und f (Fig. i) angegebenen Schritte
der ankommenden Zeichen ab. Wenn nun einer der in den Spalten a, b, c, und g angegebenen Schritte
verstümmelt ankommt, so wird dies vom vereinfachten Störungsanzeiger nicht angegeben; es folgt
also keine Bitte um Wiederholung.
Nur wenn einer der in den Spalten d, e und f
ίο angegebenen Schritte des Signals α verstümmelt
ankommt, wird der Stromkreis für Relais SX geschlossen; es folgt eine Bitte um Wiederholung. Es
wird also bei einer Verbindung, welche in der Richtung A-B stark gestört ist, während der
Perioden, in welchen in dieser Richtung nur α-Signale gesandt werden, die Anzahl Unterbrechungen
behufs einer Bitte um Wiederholung erheblich vermindert. Der vereinfachte Störungsanzeiger
arbeitet auch in Perioden, in welchen es keine Nachrichten gibt, wenn ein Zeichen in A verstümmelt
empfangen wird, worauf A dann ein Signal / abgibt. Dieses Signal / bringt die Relais D
und E in die Zeichenlage; so wird für Relais SX der folgende Stromkreis geschlossen: Batterie,
Relais SX, Ruhekontakt Oe2, Kontakt et Zeichenlage,
Kontakt d2 Zeichenlage, Erde. Es wird nun um Wiederholung gebeten.
Wie bereits erwähnt, wird also während der Perioden, in denen es keine von A nach B zu übersendenden
Nachrichten gibt, bei einer stark gestörten Verbindung die Häufigkeit der Bitten um
Wiederholung erheblich vermindert; also wird unter den obenerwähnten Umständen die Fernschreibleistung
wesentlich verbessert. Das System der Erfindung gestattet also eine Anpassung des
Kodes an die über einen Kanal zu übertragende Information durch Kompression und Expansion
des Kodes in Abhängigkeit dieser Information.
Danach lassen sich die verschiedenen Fälle, deren Regelung die Erfindung im Auge hat, wie
folgt zusammenfassen:
I. Die Sendung in eimer Richtung kann bestehen
aus:
i. normalen Nachrichten;
2. einer Reihe von Zeichen »Signal« bei Abwesenheit von Verkehr
a) ohne Störung,
b) mit Störung;
3. Nachrichten, van denen, ,im Zusammenhang mit
den vielen Störungen auf dem betreffenden Funkweg jedes Zeichen dreimal entsendet wird.
Der Störungsanzeiger arbeitet dann wie folgt:
Fall ι: alle sieben Schritte eines Zeichens werden abgetastet;
Fäll 2 a): wie Fall 1; . ·
Fall ι: alle sieben Schritte eines Zeichens werden abgetastet;
Fäll 2 a): wie Fall 1; . ·
Fall 2 b): nur drei von den sieben Schritten eines
Zeichens werden abgetastet.
Zur Vereinfachung kann Fall 2 a) wie Fall 2b) behandelt werden.
Zur Vereinfachung kann Fall 2 a) wie Fall 2b) behandelt werden.
Ro Fall 3: alle Schritte von jedem Zeichen werden
abgetastet und erst, wenn das Ergebnis dreimal nacheinander fehlerhaft ist, wird um Wiederholung gebeten.
II. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in der, geführten Richtung den Verkehr zu unterhalten,
und zwar dadurch, daß jedes Telegraphierzeichen nacheinander drei- bis viermal entsendet wird.
Somit bezieht sich die Erfindung nicht nur auf ein Gegenschreib-Funktelegraphensystem mit
Mitteln zum Kodieren und Dekodieren von Fern-Schreibnachrichten an der Sendeseite bzw. der
EmpfangS'seite, bei dem jedem Zeichen vor seiner Entsendung ein festes Verhältnis zwischen der
Anzahl Zeichenschritten und der Anzahl Trennschritten gegeben wird, aus dem für jedes Zeichen
an der Empfangsseite nach völliger Abtastung abgeleitet werden kann, ob dieses Zeichen richtig
oder verstümmelt angekommen ist, sondern schlechthin auf ein Gegenschreib-Funktelegraphensystem
mit Mitteln zum Kodieren und Dekodieren von Fernschreibnachrichten an der Sendeseite bzw. der
Empfangsseite und besteht grundsätzlich darin, daß in den Zeiten, in, denen die Übertragung in der
einen Richtung ungestört und in der Gegenrichtung stark gestört ist, der Fehleranzeiger auf der Empfangsseite
der gestörten Richtung auf eine beschränkte Fehleranzeige umgeschaltet wird.
Claims (3)
1. Gegenschreib-Funktelegraphensystem mit Mitteln zum Kodieren und Dekodieren von
Fernschreibnachrichten an der Sende- und
Empfangsseite, bei dem jedem Zeichen vor seiner Entsendung ein festes Verhältnis zwischen
der Anzahl Zeichenschritte und der Anzahl Trennschritte gegeben wird, aus dem für jedes
Zeichen an der Empfangsseite nach völliger Abtastung abgeleitet werden kann, ob dieses
Zeichen richtig oder verstümmelt angekommen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zeiten,
in denen die Übertragung in der einen Richtung ungestört und in der Gegenrichtung stark ge
stört ist, der Fehleranzeiger auf der Empfangsseite der gestörten Richtung auf eine »be-
schränkte« Fehleranzeige umgeschaltet wird, derart, daß sich die Abtastung auf Richtigoder
Verstümmeltsein der auf der Empfangsseite ankommenden Zeichen nur auf einen Teil
der Zeichenschritte erstreckt, aus denen ein no Telegraphierzeichen besteht.
2. Gegensehreib-Funktelegraphensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während
der Perioden, in denen der Verkehr in einer Richtung besonders gestört ist, jedes
Zeichen η mal nacheinander entsendet wird, und daß während dieser Perioden die Abtastung
auf Richtig- oder Verstümmeltsein des ankommenden Zeichens erst die Anzeige eines
Zeichens als verstümmelt veranlaßt, nachdem es «mal nacheinander falsch gewesen ist.
3. Fehleranzeigevorrichtung zum Gebrauch im System nach Anspruch 1, welche eine der
Anzahl Schritte je Zeichen, entsprechende An-'zahl
Relais (A bis G) enthält sowie ein gepoltes Relais (SX), das beim Empfang eines gestörten
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Zeichens entweder über die normale Fehleranzeigevorrichtung (A) oder über die beschränkte
Fehleranzeigevorrichtung erregt wird, wodurch der Wiederholungszyklus eingeleitet
wird, gekennzeichnet durch ein neutrales, mit einer ersten Erregungswicklung (I) und einer
zweiten als Haltewicklung geschalteten Erregungswicklung (II) versehenes ReIaIs(SE),
das beim Empfang einer Nachrichtenübertragung durch ein richtig empfangenes Signal (ß)
erregt wird, wodurch das gepolte Relais (SX) mit der normalen, Fehleranzeigevorricntung verbunden
wird, und das am. Ende einer Nacll·- richtenübertragung durch ein richtig empfangenes
Signal (α) aberregt wird, wodurch das gepolte Relais (SX) mit der beschränkten
Fehleranzeigevorrichtung verbunden wird sowie durch die Relaiskontakte (ei1 bis /2), welche
von den betreffenden Relais derart gelegt werden, daß, wenn während einer Periode, in
der die beschränkte Fehleranzeigevorrichtung mit dem gepolten Relais (SX) verbunden ist,
einer von den der den vierten, fünften und sechsten Schritt umfassenden Gruppe zugehörigen
Schritten der Signale (α oder ß) verstümmelt empfangen wird oder, wenn ein
Signal (/) eintrifft, eine Erregung des gepolten Relais (SX) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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