DEST004997MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Juni 1952 Bekanntgemacht am 1. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELD UNG
KLASSE 21a1 GRUPPE I02 St 4997 Villa/21a1
Johannes 'Hermanus Giskes, Delft, und Cornells Segaar, Den Haag (Niederlande)
sind als Erfinder genannt worden
Staatsbedrijf der Posterijen, Telegrafie en Telefonie, Den Haag
Vertreter: Dr.-Ing. O. Stürner, Patentanwalt, Calw-Wimberg
Vorrichtung zum Fördern eines Papierstreifens in Telegraphenapparaten,
insbesondere Fernschreibern
Die Priorität der Anmeldung in den Niederlanden vom 30. Juni 1951 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fördern eines Papierstreifens od. dgl., die sich insbesondere zur Streifenförderung in Telegraphenapparaten mit den sogenannten Streifendruckern zur Erzielung einer ungestörten Papierversorgung eignet.
Bei den bekannten Typen von Streifendruckern umfaßt die Papierversorgungsvorrichtung in der Regel einen Papierrollenträger, aus welchem der Streifen zum Drucker geführt wird, wobei nur beim ίο Drucker oder hart dahinter eine Vorrichtung zum Fördern des Papierstreifens angebracht worden ist, worauf der Streifen endlich aus dem Apparat geführt wird. . ■
Der Abdruck kommt bei den bestehenden Streifendruckern in der Regel dadurch zustande, daß ein mit einer Type versehenes Hämmerchen mit einiger Kraft auf die Zylinderfläche einer mit Gummi bekleideten Rolle schlägt, wobei sich auf dieser Rolle der Papierstreifen und in geringer Entfernung davon das Farbband befindet. Nach jedem Abdruck wird die Rolle um einige Grade gedreht, so daß alle Teile der Druckrolle nacheinander als Träger für einen Abdruck
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benutzt werden. In der Regel wird diese Versetzung der Druckrolle zugleich benutzt, um die nach Abdruck notwendige Verschiebung des Papiers zu bewirken, dadurch, daß mittels einer Andrückrolle, welche in einiger Entfernung hinter der Abdruckstelle an der Peripherie der Druckrolle aufgestellt wird, der Papierstreifen gegen die Druckrolle gedrückt wird.
In der Praxis haben sich beim beschriebenen Papierförderungsverfahren Schwierigkeiten gezeigt. Der
ίο Papierstreifen, welcher an der Druckrolle vorübergeführt wird, kann unter ungünstigen atmosphärischen Umständen an dieser Rolle festkleben, insbesondere wenn gummiertes Papier verwendet wird. Dieses Festkleben des Streifens an der Druckrolle wird durch die ziemlich große Berührungsfläche und durch den Druck, mit welchem die Andrückrolle den Streifen auf die Druckrolle drückt, gefördert. Wenn der Streifen auf der Druckrolle festklebt, erfolgt ein Stocken der Papierförderung.
Befinden sich im Zuführungsweg des Papierstreifens nach der Abdruckstelle zusätzliche Widerstände, sei es, daß die Papierrolle in unvernünftiger Weise in den Papierrollenträger gesetzt ist, daß eine Anzahl Windungen der Papierrolle äufeinandergeklebt sind oder daß die Führungen zwischen dem Papierrollenträger und der Förderuhgsvorrichtung nicht richtig justiert sind oder der Durchführung des Papierstreifens einen erhöhten Widerstand leisten, so kann, wie es sich in der Praxis gezeigt hat, der Fall eintreten, daß die Fördervorrichtung nicht mehr den regelmäßigen Vorschub des. Papierstreifens leisten kann. Der Papierstreifen gleitet auf der Andrückrolle und der Druckrolle, wodurch es zwischen den nacheinander abgedruckten Zeichen zu wenig oder gar keinen Zwischenraum gibt. Der Grenzwert des Widerstandes, welcher vor der Abdruckstelle in den Führungen des Papierstreifens auftreten darf, ohne Stocken der Papierförderung zu verursachen, kann dadurch erhöht werden, daß man die Andrückkraft zwischen Andrückrolle und Druckrolle steigert. Auf diese Weise wird aber nicht immer ein Gleiten des Papierstreifens auf diesen Rollen vermieden, es sei denn, die Andrückkraft wird so weit gesteigert, daß auch bei völliger Stockung der Abwicklung der Papier rolle kein Gleiten auftritt, sondern der Streifen straff gezogen wird. Die dazu erforderliche, anormal hohe Andrückkraft muß bei den bekannten Ausführungen dauernd wirksam sein, was für die Konstruktion der ■ Druckrolle eine große Beanspruchung bedeutet, auch in den Augenblicken, wo sich im Zuführungsweg des Papierstreifens keine außerordentlich hohen Widerstände zeigen. Außerdem muß bei den bekannten Ausführungen die Andrückkraft zwischen Andrückrolle und Druckrolle durch die Lager der Druckrolle aufgenommen werden. Diese Punkte sind dadurch einem starken Verschleiß ausgesetzt und hemmen überdies die Druckrolle bei ihrer Umdrehung oder bei ihrer Verschiebung in axialem Sinne, die bei der Ausführung bestimmter Aufgaben im Telegraphenapparat beispielsweise beim Typengruppenwechsel notwendig ist. Die Steigerung der Andrückkraft zwischen den Rollen hat bei Verschiebung der Druckrolle nicht den gewünschten Erfolg, und zwar deshalb nicht, weil bei sehr hohen Widerständen im Zuführungsweg des Papierstreifens zwar kein Gleiten des Streifens auftritt, sondern die Verschiebung der Druckrolle selbst verhindert ist.
Bei einer etwaigen Steigerung der Andrückkraft zwischen den Rollen muß man auch die Folgen im Auge behalten. Das Festkleben des Papierstreifens an der Druckrolle wird dadurch verstärkt. Wenn durch eine unzweckmäßige Aufstellung des Telegraphenapparats die Herausführung des Papierstreifens aus dem Apparat gehemmt wird, so wird bei einer hohen Andrückkraft zwischen den beiden Transportrollen die Abfuhr des Papierstreifens erzwungen fortgesetzt und sucht sich der abzuführende Teil des Papierstreifens einen Ausweg, wo solches nicht gewünscht wird, z. B. sofort hinter den Transportrollen, vor dem Übergang in die Abfuhrrinne, wo die dann entstehende Schleife Störungen im Telegraphenapparat hervorrufen kann.
Die Erfindung schafft nun eine derartige Papierförderung, daß die obenerwähnten Schwierigkeiten hinsichtlich Führung des Papierstreifens vom Papierrollenträger nach der Abdruckstelle und an der Abdruckstelle selbst beseitigt werden, und zwar dadurch, daß die Vorrichtung einen von der Antriebswelle des Fernschreibers waagerecht hin und her bewegten Hebel und einen aus zwei gegenüberliegenden Klemmstücken bestehenden Streifenabzieher umfaßt, von denen das eine Klemmstück U-förmig ausgebildet und an dem freien Ende des Hebels befestigt ist, während das andere Klemmstück keilförmig und am U-förmigen Klemmstück derart drehbar aufgehängt ist, daß es durch sein Eigengewicht mit seinem einen Ende den eingelegten Papierstreifen mit solcher Kraft gegen das erste Klemmstück drückt, daß der Streifenabzieher bei seiner Bewegung in die Papierförderrichtung den Streifen mitnimmt und in entgegengesetzter Richtung zunächst das nicht benutzte Teil des zugeführten Papiers mit zurücknimmt und dann über eine der Länge des benutzten Papiers entsprechende Strecke über den Streifen hinweggleitet, bis er seine Ausgangsstellung erreicht hat.
In Weiterbildung der Erfindung kann sich der über das drehbar aufgehängte Klemmstück geführte Streifen an derjenigen Seite, von welcher her der Streifen zugeführt wird, unter einem solchen Winkel dem Klemmstück nähern, daß die Kraft im Streifen selbst ein Maß für die Kraft ist, mit dem die beiden Klemmstücke so zusammengedrückt werden, daß in dieser Richtung unter keinem Umstand ein Gleiten des Streifens gegenüber dem Streifenabzieher möglich ist.
Die Bewegung des Streifenabziehers wird also in direkter Weise vom Motor abgeleitet, während die Kraft, welche der Streifenabzieher, auf den Streifen ausübt, von dem zu überwindenden Widerstand abhängig ist. Der Höchstwert der Kraft, die der Streifenabzieher zu liefern imstande sein soll, wird von der Kraft bestimmt, die auf den Papierstreifen ausgeübt wird, wenn dieser Streifen zerreißt. Dieser Grenzwert wird von der Form der Bauelemente, an denen der Streifen vorübergeführt wird, beeinflußt. Durch eine geeignete Formgebung der Teile des Streifenabziehers kann dieser Grenzwert auf eine
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gewünschte Höhe beschränkt werden, wodurch erreicht wird, daß die Konstruktion des Streifenabziehers nicht übermäßig schwer ausgeführt zu sein braucht, um unter allen Umständen eine gute Wirkung zu gewähren, und außerdem die Belastungen, denen die bestehenden Teile des Streifendruckers ausgesetzt werden, innerhalb vernünftiger Grenzen bleiben.
Es versteht sich, daß der Streifenabzieher nach der Erfindung nur dann völlig zu Nutzen gemacht werden.
ίο kann, wenn bei der Weiterführung des Streifens keine Widerstände mehr auftreten können. Im Rahmen der Erfindung wird darum vom Streifenabzieher her der Streifen in einer geraden Rinne ein wenig von der Druckrolle entfernt an der Abdruckstelle vorüber und dann ebenfalls in einer geraden Rinne zwischen einer periodisch arbeitenden Papierversorgungsrolle und einer Andrückrolle hindurchgeführt, wobei die Bewe-' gung der Papierversorgungsrolle mittels eines Zahnradgetriebes von der Stellung der Druckrolle abgeleitet wird.
Beim erfindungsgemäßen Papierförderverfahren wird die ungestörte Weiterbewegung des Papierstreifens ungeachtet des Wertes des Widerstandes, der zum Zuführen des Papierstreifens aus dem Papierrollenträger durch die folgenden Führungen zu überwinden ist, gewährleistet, sofern nicht dieser Widerstand einen derartigen Wert annimmt, daß der Streifen zerreißt. Im letzteren Fall kann mittels einer einfachen Alarmvorrichtung beim Empfänger ein Zeichen gegeben und zugleich die Verbindung mit dem sendenden Apparat unterbrochen werden, wodurch es nicht mehr möglich ist, Zeichen zum gestörten Apparat zu entsenden.
Zu diesem Zweck ist nach der Erfindung in Ober- und Unterwand der ersterwähnten Rinne je ein Loch gebohrt, durch welche Löcher das vertikale umgebogene Ende eines Alarmhebels emporkommt, wenn in der Rinne kein Streifen vorhanden ist, wobei das andere Ende des Hebels zwei Kontakte bedient: einen zum Unterbrechen der Verbindung und einen zum Anlassen einer Alarmvorrichtung.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen erläutert. Fig. ι gibt eine perspektivische Übersicht der Papierfördervorrichtung;
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Streifenabziehers;
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Streifenabziehers;
Fig. 4 dient zur Erläuterung der Wirkung des Streifenabziehers;
Fig. 5 zeigt, wie der Streifen an der Druckrolle vorübergeführt wird und die Alarmzeichengabe erfolgt. In Fig. ι wird der Streifen α von rechts zugeführt.
Aus dem nicht gezeichneten Papierrollenträger gelangt er über eine Rinne b an den Streifenabzieher c. Von hierher wird er durch die Rinnen d und β mittels der Rollen f und g an der Druckrolle h vorübergeführt (s. auch Fig. 5).
Der Streifenabzieher ist ein Apparat, der grundsätzlich aus zwei Klemmstücken besteht, zwischen denen der Papierstreifen hindurchgeführt wird, welche in der einen Richtung keine Bewegung des Papiers zulassen, dagegen in der entgegengesetzten Richtung der Papierbewegung nur einen sehr geringen Widerstand leisten.
Dies ist der Fall bei einer Konstruktion nach Fig. 2.
Wenn hier in der Richtung I eine Kraft auf das Papier ausgeübt wird, wird das Papier zwischen Arm K und Rolle L festgeklemmt.
Die besagte Kraft wird nämlich auf Hebel NjK mit Drehpunkt M überbracht; hierbei wird Arm K gegen Rolle L gedrückt. Dadurch hat der Papierstreifen in der Richtung I keine Bewegungsfreiheit.
Die auftretenden Kräfte sind tangential gerichtet.
Wenn nur in der Richtung II eine Kraft ausgeübt wird, brauchen keine Klemmkräfte überwunden zu werden.
Der grundlegende Gedanke ist in Fig. 3 als Ausführungsbeispiel verwirklicht.
Die Aufgabe des Streifenabziehers besteht darin, genug Kraft zu liefern, um alle vorkommenden Widerstände zu überwinden. Dies wird bei der beschriebenen Konstruktion dadurch erzielt, daß dieser Widerstand selber ein Maß für die Ausdrückkraft zwischen den beiden Klemmflächen ist (Fig. 3). Daß kein Gleiten des Streifens in Richtung I (Fig. 3) auftritt, wird ' durch eine richtige Wahl des Winkels a, unter welchem das Papier nach den Klemmblöckchen G und H geführt wird, und des Verhältnisses AB: AC in Hinsieht auf den Reibungskoeffizienten zwischen dem Streifen und den beiden Andrückflächen an der Stelle B erreicht. Dadurch wird der Druckrolle ein Papierstreifen mit keiner oder einer sehr geringen Spannung zugeführt, während weiterhin die zügeführte Papiermenge von der Streifenabzieherbewegung bestimmt wird. Wenn anormal hohe Widerstände auftreten, wird der Papierstreifen zerrissen, worauf die Alarmzeichengabe folgt und der Sender stillgesetzt wird, so daß keine Zeichen verlorengehen.
Die Konstruktion des Streifenabziehers wird ergänzt, indem der Mechanismus von Fig. 3 am Ende« des in Fig. 1 gezeigten Hebels j befestigt wird. Dieser Hebel hat seinen Stützpunkt bei k, einem festen am Rahmen des Fernschreibers befestigten Punkt. Die Hinundherbewegung des Hebels j wird über die Rolle I von einem Exzenter m auf der Hauptwelle des Fernschreibers abgeleitet. Die Bewegung des Streifenabzieherarmes sowie auch des Papierstreifens ist nach der Erfindung mittels.des Druckexzenters direkt von der Hauptwelle des Fernschreibers abgeleitet, während bei den bekannten im Anfang dieser Beschreibung erwähnten Vorrichtungen die Fortbewegung über Druckrolle und Speiserolle in direkter Weise erfolgt.
Der Rand des Klemmblöckchens H bei B (Fig. 3) ist durch Anbringen einer kleinen Abrundung und Beschränkung der Breite, über welche das Andrücken erfolgt, so ausgestaltet, daß bei einer zu großen Spannung des Streifens . (etwa 600 g) das Papier reißt.
Durch sein eigenes Gewicht drückt das Klemmblöckchen H stets mit einer gewissen Vorspannung gegen die gegenüberliegende Fläche. Die Vorspannung sorgt dafür, daß bei der Rückbewegung der nicht benutzte Teil des zugeführten Streifens mit zurückgenommen wird, wodurch bei Zeichen ohne Papiervorschub keine Papiervorratsbildung erfolgt.
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Fig. 4 beschreibt nun im einzelnen die Wirkungsweise des Streifenabziehers.
Die Papierrolle befindet sich zur rechten Seite der Zeichnung (nicht dargestellt). Die Papierversorgung erfolgt also von rechts her. Mit G, H ist schematisch . der Streifenabzieher dargestellt. Die beiden Rollen g und f sind die Druckrolle bzw. die Papierversorgungsrolle. Der Streifenabzieher ist weiter mit einem Arm j (Fig. ι) verbunden.
ίο In Fig. 4 unter a befindet sich der Streifenabzieher in seiner äußersten rechten Stellung. Dann nimmt der Arm den Streifenabzieher mit nach links (Fig. 4 unter b). Das Papier kann sich nicht in Richtung I bewegen und wird in Richtung II mitgenommen.
Die Kombination von Druckrolle g und Papierversorgungsrolle f nimmt nun eine für ein Zeichen genügende Menge Papier ab. Der Arm nimmt nun den Streifenabzieher wieder nach rechts mit zurück, und dieser nimmt etwa überflüssiges Papier mit zurück (Fig. 4 unter c). Wenn aller Raum links von der Druckrolle weggenommen ist, gleitet der Streifenabzieher über das Papier nach seiner Ausgangsstellung weiter (äußerst rechts), ohne dabei auf das Papier eine Kraft auszuüben (Fig. 4 unter d und e). Danach kann eine Wiederholung der beschriebenen Vorgänge erfolgen.
Das drehbar angebrachte »Keilstück« H, bezweckt,
dazu beizutragen, daß das Papier in der Richtung II mehr Bewegungsfreiheit bekommt und Bewegung in der Richtung I verhindert wird.
Fig. 5 zeigt im einzelnen, in welcher Weise der Streifen an der Druckrolle vorüber- und dann zwischen den beiden periodisch arbeitenden Vorschubrollen hindurchgeführt wird, nämlich der Andrückrolle g und der Papierversorgungsrolle f, wobei die Bewegung der Papierversorgungsrolle mittels eines Zahnradgetriebes von der Stellung der Druckrolle abgeleitet wird.
Diese Führung ist so gestaltet, daß nahezu alle Widerstände beseitigt werden. In erster Linie wird der Papierstreifen in einer geraden Rinne dje über die Transportrollen/" und g an der Druckrolle h vorüber nach der Stelle η geführt, wo der Streifen den Apparat verläßt. Dies vereinfacht in hohem Maße das Einbringen des Papierstreifens. Die gerade Rinne dje ist an der Stelle der Druckrolle 0 unterbrochen, um den Abdruck zu ermöglichen. Ein Brückenstück p besorgt die Verbindung der beiden Teile; durch eine richtige Wahl der Dicke des Materials der Rinne auf beiden Seiten der Abdruckstelle wird erzielt, daß der Papierstreifen von der Druckrolle entfernt läuft. In dieser Weise wird erzielt, daß der Streifen nur im Augenblick des Abdrucks mit der Druckrolle in Berührung ist. Wenn in diesem Augenblick das Papier noch festkleben würde, sorgen die Aufstellung der Rinne und die Andrückkraft zwischen den beiden Transportrollen dafür, daß bei der nächsten Förderung der Streifen losgezogen wird. Da die Rinne mit aufstehenden Rändern nur über die für den Abdruck benötigte Breite unterbrochen ist, kann der Streifen nicht seitwärts von der gewünschten Fortbewegungsrichtung abweichen.
Zum Schluß die Zeichengabe im Störungsfall. Die neue Ausführung ist so ausgestaltet, daß das Papier entweder normal gefördert wird oder reißt. Im letzteren Fall soll ein Zeichen gegeben werden. Zu diesem Zweck ist bei q (Fig. 5) in Ober- und Unterwand der Rinne d ein Loch gebohrt. Das vertikal umgebogene Ende eines Hebels r kann durch diese Löcher emporkommen. So lange es aber Papier in der Rinne gibt, wird dies verhindert und ruht der Stift gegen das Papier unter dem Einfluß derselben Feder S, welche die beiden Transportrollen aufeinanderdrückt. Zerreißt das Papier, so fährt die Förderung normal fort, bis das Ende des Papierstreifens dem Stift bei q die. Gelegenheit gibt, emporzukommen. Der bis in jenem Augenblick empfangene Text ist normal auf den Streifen abgedruckt worden. Kommt der Stift bei q empor, so bedient das andere Ende des Alarmhebels zwei Kontakte t, einen zum Unterbrechen der Verbindung und einen zum Anlassen der Alarmvorrichtung. Die Verhältnisse des Hebels sind so gewählt, daß der Stift mit geringer Ki aft gegen den Papierstreifen ruht, während bei D eine genügend große Kraft zum Bedienen der beiden Kontakte vorhanden ist.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Fördern eines Papierstreifens in Telegraphenapparaten, insbesondere Fernschreibern, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen von der Antriebswelle des Fern-Schreibers waagerecht hin und her bewegten Hebel und einen aus zwei gegenüberliegenden Klemmstücken (G, H) bestehenden Streifenabzieher umfaßt, von denen das eine Klemmstück (G) U-förmig ausgebildet und an dem freien Ende des Hebels befestigt ist, während das andere Klemmstück (H) keilförmig und am U-förmigen Klemmstück derart drehbar aufgehängt ist, daß es durch sein Eigengewicht mit seinem, einen Ende den eingelegten Papierstreifen mit solcher Kraft gegen 10a das erste Klemmstück (G) drückt, daß der Streifenabzieher bei seiner Bewegung in die Papierförderrichtung den Streifen mitnimmt und in entgegengesetzter Richtung zunächst das nicht benutzte Teil des zugeführten Papiers mit zurücknimmt und 105. dann über eine der Länge des benutzten Papiers entsprechende Strecke über den Streifen hinweggleitet, bis er seine Ausgangsstellung erreicht hat.
2. Vorrichtung nach Anspruch^i, dadurch gekennzeichnet, daß der über das drehbar auf-
. gehängte Klemmstück (H) geführte Streifen an derjenigen Seite, von welcher her der Streifen zugeführt wild, sich unter einem solchen Winkel dem Klemmstück nähert, daß die Kraft im Streifen selbst ein Maß für die Kraft ist, mit dem die beiden 115. Klemmstücke so zusammengedrückt werden, daß in dieser Richtung unter keinem Umstand ein Gleiten des Streifens gegenüber dem Streifenabzieher möglich ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifenabzieher aus einem beim Drehpunkt rechtwinklig umgebogenen Hebel (KjN) und einer bei der inneren Seite des kürzeren Endes (K) des Hebels befindlichen Rolle (L) besteht, zwischen welchen Bestandteilen der 125. Streifen hindurchgeführt wird, wobei durch das
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Eigengewicht des längeren Endes des Hebels das kürzere Ende mit solcher Kraft gegen die Rolle drückt, daß der Streifenabzieher bei seiner Bewegung in die Papierförderrichtung den Streifen mitnimmt und in entgegengesetzter Richtung zunächst das nicht benutzte Teil des Streifens mit zurücknimmt und dann über eine der Menge benutzten Papiers entsprechende Strecke über den Streifen hinweggleitet, bis er seine Ausgangsstellung erreicht hat.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der über den Hebel (K/N) geführte Streifen an derjenigen Seite, von welcher her der Streifen zugeführt wird, sich unter einem solchen Winkel dem längeren Ende (N) des Hebels nähert, daß die Kraft im Streifen selbst ein Maß für die Kraft ist, mit dem der Hebel (K) und die Rolle (L) so zusammengedrückt werden, daß in dieser Richtung unter keinem Umstand ein Gleiten des Streifens gegenüber dem Streifenabzieher möglich ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vom Streifenabzieher her der Streifen in einer geraden Rinne ein wenig von der Druckrolle entfernt an der Abdruckstelle vorüber und dann ebenfalls in einer geraden Rinne zwischen einer periodisch arbeitenden Papierversorgungsrolle und einer Andrückrolle hindurchgefühlt wird, wobei die Bewegung der Papierversorgungsrolle mittels eines Zahnradgetriebes von der Stellung der Druckrolle abgeleitet wird.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 605 781;
schweizerische Patentschriften Nr. 202 980, 267 818.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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