DESC010781MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 12. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Mehrschalengreifer, deren Schalen an einem gegenüber dem
Greiferkopf höhenverstellbaren Unterkasten angelenkt sind und durch einerseits am Greiferkopf
angelenkte, andererseits um einen Bolzen gelenkig an den Schalen angreifende Leitstangen betätigt
werden. Durch Senken bzw. Heben des Unterkastens, der z. B. bei Zweiseilgreifern durch ein
besonderes Seil gegenüber dem Greiferkopf verstellbar , ist, schwenken die Greiferschalen um ihre
Gelenkpunkte an den Leitstangen, wodurch sich der Greifer öffnet bzw. schließt. Besonders beim Aufnehmen
sperriger Lasten sind diese Gelenkpunkte durch Überbelastung einzelner Greiferschalen sehr
hohen Beanspruchungen unterworfen, die zu Zerstörungen führen können.
Nach einem anderen Vorschlag sind Leitstangen am Greiferkopf starr befestigt, eine gelenkige Verbindung
zwischen Greiferschalen und den starr am Greiferkopf befestigten Leitstangen wTird durch
Gleitrollen herbeigeführt, die an den unteren Enden der Leitstangen angeordnet und in schlitzartigen
Druckbahnen auf der Rückseite der Greiferschalen geführt sind. Dadurch wird erreicht, daß eine beim
Eingraben in das Haufwerk auf einen harten Gegenstand auftretende Greiferschale in der
Schließbewegung um einen gewissen Betrag hinter den anderen Schalen zurückbleiben kann. Die
Greiferschalen selbst und vor allem ihre gelenkige Verbindung mit der zugehörigen Leitstange sollen
so vor Überbeanspruchung geschützt werden. Für schwere Greifer, insbesondere wenn diese zur
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Sch 10781 XI/35b
Förderung sperriger Lasten, wie Stahlschrott u. dgl., bestimmt sind, haben sich Greifer mit starr
am Greiferkopf befestigten Leitstangen nicht be-. währt.
Die Erfindung betrifft einen Mehrschalengreifer mit einer Vielzahl von sternförmig angeordneten
Schalen oder Armen und am Greiferkopf angelenkten Leitstangen. Sie besteht darin, die am Greiferkopf
angelenkten Leitstangen mit ihren freien
ίο unteren Enden mit den Schalen durch Langlöcher
zu verbinden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform besitzen an sich bekannte Greiferschalen am
Unterkasten angelenkte Stegbleche und in den Stegblechen zur Führung der Leitstangen die erfindungsgemäßen
Langlöcher.
Durch den Erfindungsvorschlag, die Leitstangen in Langlöchern an den Schalen oder Armen derselben
zu führen, wird erreicht, daß beim Eingreifen vor allem in sperriges Gut die Schließ- und
Tragkräfte des Greifers sich gleichmäßig auf alle Greiferschakn verteilen und eine Überlastung
einzelner gelenkiger Verbindungen der Greiferschalen mit den Leitstangen vermieden wird. Auch
wenn der Greifer nicht vollständig geschlossen ist, findet infolge der Langlochanordnung stets ein
solcher Ausgleich der von den Greiferschalen aufzunehmenden . Kräfte statt, daß infolge Überbelastung
bei bekannten Greifern auftretende Deformationen in den Gelenkstellen vermieden werden.
Es ist daher möglich, die erfindungsgemäßen Greifer weit höher zu belasten als die bekannten
Greifer, bei deren Konstruktion man stets berücksichtigen mußte, daß bei sperrigem Gut die
einzelnen Gelenkstellen und Greiferschalen Überbelastungen ausgesetzt sind.
Die erfmdungsgemäßen Greifer zeichnen sich im Vergleich mit den bekannten Greifern durch ihre
große Tragfähigkeit, ihre leichte und einfache Konstruktion sowie durch ihre große Betriebssicherheit
und geringen Verschleiß aus.
In der Zeichnung ist als Ausführungsform ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Es zeigt ■ ·
Fig. ι einen Mehrschalengreifer in Seitenansicht
und
Fig. 2 einige Greiferschalen in perspektivischer Darstellung von außen aus gesehen.
Am Kopfteil 1 eines Mehrschalengreifers sind Leitstangen 2 angelenkt, die an ihren unteren
Enden je einen Gelenkbolzen 3 tragen. Der Unterkasten 4 des Greifers steht mit den oberen Enden
der Greiferschalen 5 und 6 in gelenkiger Verbindung.
Jede Greiferschale, die das Segment eines Rotationsellipsoids bildet, enthält auf ihrer Rückseite
einen kräftigen Sattelteil, dessen halbmondförmige Seitenbleche 7 sich zu einem mittleren
Stegblech 8 vereinigen. Dieser weist in einer mittleren Ausbuchtung ein Langloch 9 auf und ist
an dieser Stelle durch angeschweißte Seitenbleche 10 besonders verstärkt. In dem Langloch 9 gleitet
der Gelenkbolzen 3 der zugehörigen Leitstange 2, die somit exzentrisch zu dem Anlenkpunkt 6 des
Unterkastens 4 an der Greiferschale 5 angreift. Zur Verstärkung der Schalenspitze dienen seitlich an
dem Stegblech angeschweißte Zahnbleche 11. An der Spitze und den Seitenrändern ist jede Greiferschale durch eine Auftragsschweißung 12 vergütet.
Die Ausbildung des Greifers, insbesondere in bezug auf die Aufhängung am Hubseil und gegebenenfalls
die Anordnung von Flaschenzügen in der Seilführung zwischen Greiferkopf und Unterkasten,
entspricht der bei Mehrschalengreifern üblicher Bauweise.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:■i. Mehrschalengreifer mit einer Vielzahl von sternförmig angeordneten Schalen oder Armen und . am Greiferkopf angelenkten Leitstangen zur Betätigung derselben, dadurch gekennzeichnet, daß die am Greiferkopf angelenkten Leitstangen (2) mit ihren unteren Enden an den Schalen (5, 7, 8) in Langlöchern (9) geführt sind.
- 2. Mehrschalengreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte Greiferschalen mit am Unterkasten angelenkten Stegblechen (8) und an den Stegblechen (8) mit Hilfe von Sattelteilen (7) befestigten Schalen (5) in den Stegblechen zur Führung der Leitstangen (2) Langlöcher (9) aufweisen.
- 3. Mehrschalengreifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die halbmondförmigen Versteifungsbleche (7) des Sattelteils mit den Greiferschalen (5) und den Stegblechen (8) durch Schweißen vereinigt sind.Angezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 496 855, 506 874, 705 241.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 628/201 1.56
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