DESC010600MA - - Google Patents

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DESC010600MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. September 1952 Bekanntgemacht am 13. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die bisher bekannten Glanzbausteine bestehen aus zwei mehr oder weniger scharf voneinander ; getrennten Teilen, nämlich der vorderen Glanzschidht und dem darunterliegenden eigentlichen tragenden Stein. Diese Zweiteilung der Glanzbausteine entsteht dadurch, daß die glanzerzeugende Schicht für sich hergestellt und dann mit dem tragenden Teil des Steines zusammengefügt wird. Entweder geschieht das Zusammenfügen, solange ίο der tragende Teil des Steines noch nicht erstarrt ist, indem auf die zunächst in eine Form eingebrachte Glanzschicht die tragende Schicht noch vor dem Erstarren aufgegossen wird, oder indem auf den bereits erstarrten, tragenden Stein die Glanzschicht nachträglich aufgebracht wird. Zur Herstellung der Glanzschicht verwendet man verschiedene Chemikalien, u. a. ist auch die Verwendung von Alaun dafür bekannt.
Diese bekannten Herstellungsverfahren erfordern drei Arbeitsgänge, nämlich den einen zur Herstellung der Glanzschicht, den anderen zur Herstellung des tragenden Steines und den dritten zur Zusammenfügung dieser beiden Teile. Außerdem besteht bei den aus zwei Teilen zusammengesetzten Steinen, insbesondere bei solchen, deren Glanzschicht erst auf den bereits erhärteten Tragstein aufgebracht wird, die Gefahr, daß unter dem Einfluß der Witterung, insbesondere der veränder-
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lichen 'IVm]KMa(Ur, durch die Verschiedenheit der Wärnicausdehnungs-Koeffizienten der beiden Teile des Steines die (ilan/.schicht sich stellenweise vom tragenden Stein löst.
denial,! der Erfindung werden diese Nachteile dadurch iK'seitigt, daß der Baustein im ganzen aus einem (iemisch von einem Füllstoff, wie z. B. Sand, und einem hydraulischen Bindemittel, wie z. B. Portlandzement, mit glaiizerzeugeuden Chemikalien,
ίο wie /.. B. Chromalaun und/oder Eisenalaun, besteht. Ein solcher Haustein ist an sich einheitlich, wodurch nicht die Gefahr besteht, daß die oljeruäc'hliche (ilaiizschicht sich von dem Tragstein lösen könnte. Außerdem aber ist die Herstellung des erfmdungsgcmäßcu Glanzbausteines aus dem Grund einfacher als die Herstellung der lx:kannten Glanzbausteine, weil in einem einzigen Arbeitsgang sämtliche zur Herstellung des Steines erforderlichen Teile zusammengemischt und gemeinsam in
ao die Form eingeschüttet werden. Es wird in bekannter Weise ein Brei hergestellt, der in bekannter Weise in eine mit einer glatten Grundfläche versehene Form gegossen wird, auf der ein Teil der zur Glanzbildung l>eigegel>eneii Stoffe sich ablagert und die gewünschte (ilaiizschicht erzeugt. Dadurch entsteht ein Stein, der in seinem ganzen Gefüge die glanzerzeugenden Chemikalien enthält, wobei jedoch ihre Konzentration in Richtung auf die Glanzschicht hin zunimmt.
In einer weiteren Ausgestaltung l>esteht die Erfindung in der Verwendung bestimmter prozentualer Zusammensetzungen der verschiedenen Bestandteile sowie in dem an sich bekannten Zusatz von Farbstoffen, wol>ei jedoch Erdfarl>en bevorzugt werden.
Das zu dem erfmdungsgemäßen Glanzbaustein führende Verfahren ist nachstehend an einem Ausfüliruiigsbeispiel beschrieben, ohne daß es jedoch auf diese besondere Art und Zusammensetzung der benutzten Materialien sowie auf den geschilderten zeillichen Ablauf des Verfahrens beschränkt sein soll.
Eine Lösung von etwa 10 bis 20 Gewichtsteilen, vorzugsweise von 12,5 Gewichtsteilen Chromalaun und Eisenalaun in etwa 100 Gewichtsteilen Wasser wird mit weiteren 500 Gewichtsteilen Wasser verdünnt und mit einem gut durchmengten Gemisch von 3 Teilen feinem Sand und 1 Teil Zement zu einem Brei angerührt.
Dieser Brei wird in eine Form gegossen, die einen spiegelglatten Hoden hat und in ihrer geometrischen Gestaltung der Gestalt des gewünschten Bausteines entspricht. Man kann dafür lx^liebige Formungen, insbesondere die von Ziegelsteinen und von Bauplatten, wählen. Der spiegelglatte Boden der Formen braucht nicht el>en zu sein, er kann irgendeiner räumlichen Fläche entsprechen, z. B. eine Musterung aufweisen, die man als »gehämmert« bezeichnet. Auch können die spiegelglatten Stellen von matten Stellen in regelmäßigen oder unregelmäßigen Mustern durchzogen sein. Die Form selbst oder wenigstens ihr Boden kann aus beliebigen, für diesen Zweck geeigneten Materialien bestehen, wie Blech, insbesondere Weißblech, Celluloid, Kunststoffen, Glas od. dgl.
Wenn der Brei in die Form eingeschüttet ist, wird die Form geradegestellt, um eine gleichmäßige Dicke des Steines bzw. der Platte zu erzielen, und geschüttelt, um einerseits das Heraustreten etwaiger Luftblasen nach oben und andererseits das Absinken der Glasurstoffe nach unten zu fördern.
Läßt man dann die eingeformte Masse etwa Stunden liegen, so kann man nach dem Entfernen der Formrahmen den fertigen, auf der Unterseite glasierten Stein bzw. die Platte entnehmen.
Durch die Zumischung von Farbstoffen, Vorzugs- ; weise Erdfarben, wie Ziegelmehl, zu dem Brei, kann man den Steinen bzw. Platten verschiedene Glasurfarben verleihen.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE: 80·
1. Mit einer Glanzschicht versehener Bau- ! ■ j' stein, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem ' . ,.' Gemisch von einem Füllstoff, wie z. B. Sand, j und einem hydraulischen Bindemittel, wie Portlandzement, mit glanzerzeugenden Chemikalien, wie Chromalaun und/oder Eisenalaun, besteht. ;
2. Baustein nach Anspruch i, dadurch ge- j kennzeichnet, daß die Konzentration der den Glanz erzeugenden Chemikalien in Richtung auf die Glanzschicht hin zunimmt.
3. Verfahren zur Herstellung von mit einer Glanzschicht versehenen Bausteinen, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige Lösung von glanzerzeugenden Chemikalien, wie Chromalaun und/oder Eisenalaun, mit einem Füllstoff, wie Sand, und einem hydraulischen Bindemittel, wie Zement, zu einem Brei angerührt, in eine Form mit einem wenigstens teilweise glänzenden Boden geschüttet und bis zum Abbinden stehengelassen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung von je etwa 10 bis 20 Gewichtsteilen Chromalaun und Eiscnalaun, vorzugsweise von je 12,5 Gewichtsteilen, in etwa 600 Gewichtsteilen Wasser Verwendung findet.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Brei Farbstoffe, Vorzugs- ; ' weise Erdfarben, wie Ziegclmehl, beigemengt ;iio werden. ; ·
6. Verfahren nach den Ansprüchen 3 bis 5> . dadurch gekennzeichnet, daß die Form nach; iy dem Einschütten des Breies geschüttelt wird. : (
7. Form zur Durchführung des Verfahrens 115.5 nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß j
der Boden der Form mit wenigstens teilweise :
glänzenden regelmäßigen oder unregelmäßigen Mustern bedeckt ist.
8. Form nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Form oder wenigstens ihr Boden aus Blech, vorzugsweise Weißblech, Glas, Celluloid, Kunststoffen od. dgl. besteht.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 733 804, 725 837.
© 509 568/306 10. 55

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