DER0001775MA - Verfahren zur Herstellung durchtränkter Glasfasergebilde - Google Patents

Verfahren zur Herstellung durchtränkter Glasfasergebilde

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DER0001775MA
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fibers
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Horst Dr.-Ing. Neuenhammer Rückert
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Description

Die Glasfaser hat eine ausserordentlich hohe spez. Festigkeit. Als Einzelfaser wird sie bisher praktisch kaum verwendet, sondern nur in Form von Fasergebilden wie Glasmatten, Glasseide, Glaslunte, Glasgarn.
Bei einer mechansichen Beanspruchung der Fasergebilde oder daraus hergestellter Körper kann die hohe spezifische Festigkeit der Einzelfaser nicht hinreichend zur Wirkung gelangen, weil die Fasern infolge ihrer Sprödigkeit sich teilweise gegenseitig zerbrechen und viele nur teilweise oder gar nicht der Längsbeanspruchung unterworfen werden können, auch aus dem Grunde, weil die Glasfaser sehr wenig elastisch ist.
Ganz anders werden die Verhältnisse, wenn die Fasern eingebettet werden. Das Einbettungsmittel schützt die Fasern vor gegenseitiger Beschädigung und überträgt Beanspruchungskräfte von einer Faser auf die andere. Dadurch kann beispielsweise bei parallelen Fasergebilden eine Längsbeanspruchung von allen Fasern fast gleichmässig getragen werden, sodass eine sehr hohe Gesamtfestigkeit entsteht.
Bisher war es technisch unmöglich, ein Glasfaservlies oder einen Glasfaserfaden etwa mit Gummi völlig zu durchtränken, wie es erforderlich wäre, um solche Gebilde beispielsweise zu Luftreifen oder Druckwasserschläuchen zu verarbeiten. Diese Schwierigkeit wird erfindungsgemäss dadurch behoben, dass die Einzelfaser vor der Zusammenführung zu eines Vlies oder einem anderen Fasergebilde von einem Einbettungsmittel umschlossen wird. Als letzteres können Latex, Bitumen oder daraus hergestellte Emulsionen, Leime, Wachse und andere geeignete Stoffe dienen. Ein Beispiel einer technischen Durchführung besteht darin, dass die Glasfaser beim Trommelspinnverfahren das Einbettungsmittel dadurch aufnimmt, dass letzteres beispielsweise auf dem Wege der Fasern zur Trommel oder auf der Trommel selbst dauernd aufgetragen oder aufgespritzt wird. Es entsteht somit ein völlig durchtränktes Vlies. Je nach den gewünschten Eigenschaften ist das Einbettungsmittel zu wählen.
Auch ist es erfindungsgemäss möglich, von einer Spinntrommel einen durchtränkten spiraligen Streifen zu schneiden, der eine grosse Länge besitzt, und der, mit durch das Einbettungsmittel fest eingebundenen Einzelfasern, ohne nachgedreht zu werden, eine sehr hohe Festigkeit aufweist.
Auch lässt sich ein mit Latex erfindungsgemäss durchtränktes Vlies durch nachträgliches Vulkanisieren in seinen Eigenschaften verändern und verbessern.
Es ergeben sich durch die erfindungsgemässe Einbettung so zahlreiche Möglichkeiten, dass nur einzelne angeführt werden konnten.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung durchtränkter Glasfaser- oder anderer anorganischer Fasergebilde, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelfasern vor dem Zusammenführen zu einem Fasergebilde oder auf der Trommel durch geeignete Massnahmen, wie Auftragen, Aufstäuben, Aufspritzen von dem Tränkungsmittel eingehüllt werden, das dann im Fasergebilde die Zwischenräume zwischen den Fasern teilweise und völlig ausfüllt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das Abschneiden eines erfindungsgemäss mit festwerdendem Einbettungsmittel durchtränkten Glasfaservlieses von einer Spinntrommel, wodurch bei einem spiralartigen Abschneiden ein fadenartiges Längsgebilde entsteht, das, ohne nachgedreht zu werden, infolge des Einbettungsmittels eine sehr hohe Festigkeit aufweist.

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