DEP0056477DA - Rohrmühle zum Feinstmahlen von Massengütern, wie Zement, Kalk, Kohle u.dgl. - Google Patents
Rohrmühle zum Feinstmahlen von Massengütern, wie Zement, Kalk, Kohle u.dgl.Info
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Description
Die Feinmahlung von Massengütern aller Art wie Zement, Kalk, Kohle etc. erfolgt vielfach in mit Kugeln verschiedener Größe gefüllten sogenannten Rohrmühlen, wobei in den einzelnen Kammern, der Stückgröße des Mahlgutes angepaßt, mehr oder weniger große Mahlkörper enthalten sind. In derartigen Mühlen kann unter der Verwendung von Mahlkörpern wie Kugeln, Würfeln, zylindrischen Stanzstücken o.ä. von ca. 15-20 mm Durchmesser bis zu einem Rückstand von beispielsweise 0,3% auf dem 4900er Maschensieb gemahlen werden, wobei eine solche Feinstmahlung aber bisher nur mit großen Leistungsverminderungen, erheblichem Kraftaufwand sowie großer Erwärmung des Mahlgutes erreicht werden konnte.
Um die Leistungsfähigkeit von Rohrmühlen zum Feinstmahlen von Massengütern wie Zement, Kalk, Kohle und dergleichen ganz wesentlich zu steigern und darüber hinaus noch größere Feinheiten zu erzielen, ist die Feinmahlkammer für das vorgeschrotete Gut erfindungsgemäß mit im Vergleich zu den bisher verwendeten Mahlkörpern sehr kleinen Mahlkörpern aus Metall, Porzellan, Stahlsand o.ä. von beispielsweise 5 mm Durchmesser gefüllt und, um ein Heraustreten mit dem Mahlgut zu unterbinden, so abgeschlossen, daß die Austragung des letzteren ausschließlich durch eine Absaugevorrichtung erfolgt.
Infolgedessen kann die Feinmahlkammer einmal mit ganz besonders kleinen Mahlkörpern und zum anderen über das übliche Maß hinaus angefüllt werden, wobei durch Hubschaufeln ein
intensives Umwälzen des Mahlgutes und der Mahlkörper erzielt wird.
Für die Entlüftung der vorgeschalteten Grob- bzw. Feinschrotkammern kann eine besondere Absaugevorrichtung vorgesehen sein.
Schließlich können durch ein in der Feinschrotkammer angeordnetes schnell umlaufendes Schlagwerk Mahlgut und Mahlkörper zusätzlich beschleunigt werden.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. 1 zeigt eine Rohrmühle bekannter Bauart, welche im Lager 2 und auf den Laufringen 3 und den Laufrollen 4 gehalten ist und beispielsweise durch den Zahnkranz 5 angetrieben wird. In der Vorschrotkammer 6 befinden sich größere Kugeln bis 100 mm Durchmesser, und das vorgeschrotete Gut wandert durch die Schlitze der Wand 7 über Hubwerke 8 in die Kammer 9, die mit kleineren Kugel gefüllt ist und durch eine durchbrochene Zwischenwand 10 von der Feinmahlkammer 11 abgetrennt ist. In der Kammer 11 befinden sich normalerweise Mahlkörper, wie Kugeln, Würfel, zylindrische Stanzstücke o.ä. von ca. 15-20 mm Durchmesser bzw. Stärke. Das genügend fein gemahlene Gut fällt durch Schlitze 12 oder 13 in den feststehenden Auslaufkasten 14.
Wie schon erwähnt wurde, können mit solchen Rohrmühlen Feinstmahlungen mit einem Rückstand bis zu 0,3% auf dem 4900er Maschensieb nur mit großen Leistungsverminderungen und erheblichem Kraftaufwand sowie großer Erwärmung des Mahlgutes erzielt werden.
Abb. 2 zeigt demgegenüber den Aufbau einer Rohrmühle gemäß der Erfindung, deren Feinstmahlkammer nach hinten abgeschlossen ist, um ein Herausfallen der Mahlkörper mit dem Mahlgut zu verhüten. Das Mahlgut wird dabei erfindungsgemäß durch eine mit einer verstellbaren Klappe 15 regelbare Rohrleitung 16 aus der abgeschlossenen Mahlkammer 17 in das dahintergeschaltete beliebige Filter 18 mit dem Absaugeventilator 19 abgesaugt.
Gegebenenfalls kann die Feinstkammer 17 durch beliebige Zwischenwände weiter unterteilt werden. Die beiden vorderen Grob- und Feinschrotkammern können dabei durch besondere Rohrleitungen in beliebiger Form entlüftet werden, und der hier abgesaugte Staub kann der Mühle oder der Feinstmahlkammer auch wieder zugeführt werden. Die Feinstmahlkammer kann, wie Abb. 3 zeigt, höher als üblich mit Feinstmahlkörpern gefüllt werden, und, wie Abb. 4 zeigt, kann die Umwälzung der Feinstmahlkörper durch Hubschaufeln 20 verstärkt werden.
Abb. 5 zeigt, wie besonders ausgebildete Einbauten 21 in der Feinstmahlkammer eine kraftmäßig günstige Verteilung der Mahlkörper in mehrere Kammern 22 bewirken können.
Abb. 6 und 7 zeigen, wie in der Feinstmahlkammer 23 ein von der Scheibe 26 aus über die Welle 25 angetriebener, schnell umlaufender Schlagrotor 24 Feingut und Mahlkörper zusätzlich beschleunigt. Gegebenenfalls kann eine mit kleinsten Mahlkörpern gefüllte Feinmühle als gesondertes Aggregat, gegebenenfalls mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit als üblich betrieben werden. Dabei kann der Querschnitt dieser Mühle rund, oval oder vieleckig sein.
Claims (4)
1.) Rohrmühle zum Feinstmahlen von Massengütern, wie Zement, Kalk, Kohle etc., dadurch gekennzeichnet, daß die Feinmahlkammer (11, 17, 23) für das vorgeschrotete Gut mit im Vergleich zu den bisher verwendeten Mahlkörpern sehr kleinen Mahlkörpern aus Metall, Porzellan, Stahlsand o.ä. gefüllt und so abgeschlossen ist, daß die Austragung des Gutes ausschließlich durch eine regelbare Absaugevorrichtung erfolgen kann.
2.) Rohrmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinmahlkammer (11, 17, 23) mit den kleinen Mahlkörpern über das übliche Maß hinaus angefüllt ist und mit Hubschaufeln (20, 21) versehen ist, die ein intensives Umwälzen des Mahlgutes und der Mahlkörper bewirken.
3.) Rohrmühle nach den Ansprüchen 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Entlüftung der vorgeschalteten Grob- bzw. Feinschrotkammern (6, 9) eine besondere Absaugevorrichtung vorgesehen ist.
4.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Feinmahlkammer (23) ein schnell umlaufendes Schlagwerk (24) angeordnet ist, das Mahlgut und Mahlkörper zusätzlich beschleunigt.
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