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Kegelige Zellenradschleuse für Druckluftförderung von Massengut Für
die bekannten Zellenradschleusen, wie sie für die Druckluftförderung verschiedenen
Fördexgutes in Gebrauch sind, hat man bereits den Vorschlag gemacht, das kegelige
Zellenrad derart in das entsprechend ausgedrehte Gehäuse einzubauen, daß ähnlich
wie bei der Einpassung eines Hahnkükens in ein Hahngehäuse schon von vornherein
eine entsprechende Umfangsdichtung erzielt wird und eine solche auch bei Verschleiß
durch Nachstellung aufrechterhalten werden kann (vgl. z. B. die österreichische
Patentschrift 68-q.91). Eine solche Anordnung, bei der das kegelige Zellenrad sich
allmählich immer tiefer in das entsprechend kegelige Gehäuse hineinarbeitet, mag
wohl für ein Fördergut, wie Rübenschnitzel, für die die gedachte Einrichtung vorgesehen
war, geeignet sein, da hier eine irgendwie besondere örtliche Unterschiedlichkeit
des Verschleißes unter dem Einfluß des weichen Fördergutes nicht gegeben ist, d.
h. also eine langsame und praktisch gleichförmige Abnutzung zu erwarten ist.
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Die 'Verhältnisse ändern sich jedoch sofort, wenn eine derartige Zellenradschleuse
für die Beförderung von festem Fördergut, vorzugsweise dem zum Blasversatz in der
Grube verwendeten Bergeklein, gebraucht wird, weil- die Natur-dieses Fördergates
eine sehr starke Abnutzung des Zellenrades mit sich bringt, und zwar aus zwei Gründen:
Einmal werden durch die die Zellen bildenden radialen Wände beim Vorübergang an
den Kanten des Einlauftriahters die gerade dazwischen befindlichen Brocken oder
Körner des Versatzgutes gewissermaßen zerschnitten, und zum anderen wirkt die zerkleinerte
Masse des Versatzgutes gleichsam schmirgelnd auf die Paßstellen des Zellenrades
ein. Diese nicht nur starke, sondern auch unterschiedliche Einwirkung geht nun dahin,
daß sich an dein. Teil des Zellenrades, der sich gerade unterhalb des Einlauftrichters
befindet, eine stärkere Abnutzung zeigt als an den Paßstellen der stirnseitigen
Abschlüsse des Zellenrades in dem hier undurchbrochenen Schleusengehäuse. Die Folge
davon ist natürlich, daß der für die Wahl des kegeligen Zellenrades überhaupt bestimmend
gewesene Gedanke der Aufrechterhaltung der Dichtung durch immer tieferes Eindringen
des Zellenrades in das Gehäuse nicht einwandfrei durchgeführt werden kann, besonders
weil sich z. B. gerade auf der der Verjüngung des kegeligen Zellenrades entsprechenden
Innenfläche des Gehäuses ein- Grat anschleift, gegen den das Zellenrad wie gegen
einen Bund anläuft.
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.Gemäß der Erfindung wird dieser Übelstand
dadurch
beseitigt und damit eigentlich überhaupt erst der Gedanke des kegeligen Zellenrades
für die Anwendung für Berge versatzmaschinen praktisch durchführbar--ge° macht,
daß für die verschiedenen Teile.-J-' Zellenrades entsprechend den erwähi.t unterschiedlichen
Angriffsbedingungen aA unterschiedliche Einarbeitungsmöglichkeiten in das Gehäuse
der Zellenradschleuse,gegeben werden, so daß ein praktischer Ausgleich geschaffen
ist, unter dem doch wieder ein allmähliches Hineinziehen des kegeligen Zellenrades
in das Gehäuse unter Aufrechterhaltung der Dichtung möglich ist. Dies geschieht
praktisch dadurch, daß das kegelige Zellenrad mit den auf den Stirnseiten liegenden
Abschlußwänden gerade so bemessen und in das Gehäuse eingepaßt wird, daß ungefähr
die Abschlußkante des Einlauftrichters mit der Abschlußwand auf der kleineren Stirnseite
abschneidet, während andererseits die kegelige Bohrung des Gehäuses von dieser Stelle
ab in Richtung der Nachstellung eine flachere Kegelneigung erhält. Das gleiche wird
für den auf der größeren Stirnfläche in dem Gehäuse steckenden Teil des kegeligen
Zellenrades auf der zur Nachstellung bestimmten Strecke vorgesehen.
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Beim Gebrauch einer solchen Zellenradschleuse für Bergeversatz oder
ähnlich wirkende Stoffe nutzen sich nunmehr die einzelnen radial stehenden Zellentrennwände
gerade infolge der brecherartigen Wirkung beim Vorbeistreichen an der zur Achse
parallel laufenden Abschlußkante des Einlauftrichters entsprechend stark ab, während
die Abnutzung der Stirnabschlüsse unter der mehr schmirgelnden Einwirkung der Versatzgutteilchen
geringer ist. Das Zellenrad sucht sich also an der kleineren Stirnseite zu einem
Kegel kleineren Öffnungswinkels abzunutzen, während andererseits der dort zweckmäßig
vorgesehene zylindrische Ansatz des Gehäuses sich leicht kegelig erweitert.. Am
anderen Ende der Trommel findet insofern das Entsprechende statt, als der in dem
Gehäuseansatz sitzende Kegelansatz des Zellenrades sich in einem entsprechenden
Verhältnis abschleift. Es tritt also gewissermaßen eine Anpassung der ursprünglich
verschiedenen Kegelwinkel des Zellenrades und des Gehäuses aneinander ein, so daß
hier beim allmählichen Einarbeiten unter entsprechender Nachstellung die erforderliche
Dichtung aufrechterhalten werden kann; es wird dabei einerseits ein Aufhängen des
Zellenrades an der Stirnabschlußwand an der weiteren Stelle des Gehäuses verhindert,
während andererseits eine Gratbildung, die das weitere Eindringen der kegeligen
Zellenradtrommel in das Gehäuse auf der engeren Seite verhindern könnte, von vornherein
ausgeschlossen ist.
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In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausder Erfindung in Abb. i Mund
2 in Längsschnitten wiedergegeben, die ;etwa die Anfangs- und die Endstellung des
Zellenrades innerhalb des Gehäuses erkennen lassen.
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In dem Gehäuse io ist, durch die Deckel i i, i2 getragen, das Zellenrad
13 untergebracht, dessen stirnseitiger Abschluß 1q. auf der Seite der Kegelverjüngung
gerade mit der Kante des Einlauftrichters 15 abschneidet. Während das Gehäuse io
bis hierhin dem Kegelwinkel des Zellenrades entsprechend ausgebildet ist, erhält
es von dieser Stelle ab einen Ansatz 16, dem ein kleinerer Kegelwinkel, praktisch
ein solcher von o°, verliehen wird. Beim Arbeiten der Vorrichtung tritt nun an den
die Zellenwände bildenden Rippen 17 des Zellenrades 13 unterhalb des Einlauftrichters
eine verhältnismäßig starke, aber im wesentlichen gleichmäßige Abnutzung ein, so
daß hier unter praktischer Beibehaltung des Kegelwinkels nur eine Verkleinerung
des Kegeldurchmessers bedingt ist. An der Einpaßstelle des stirnseitigen Abschlusses
1q. in den zylindrischen Gehäuseansatz 16 ist jedoch der auf Abnutzung hinwirkende
Einfluß des Versatzgutes weitaus geringer, so daß sich also hier allmählich ein
Kegelansatz herausbildet, der einen immer kleineren Öffnungswinkel erhält, und zwar
findet hier eine Anpassung an den sich natürlich ebenfalls allmählich kegelig erweiternden
Gehäuseansatz 16 statt. Das Zellenrad 13 kann also trotz dieser örtlich verschieden
starken Einwirkung des Versatzgutes auf Verschleiß allmählich, wie dies in Abb.
2 dargestellt ist, immer tiefer in das Gehäuse io, und zwar dessen zylindrischen
Ansatz 16, hineingezogen werden, ohne daß einmal eine Gratbildung auf dieser Seite
hindernd aufträte und andererseits die Dichtung empfindlich beeinträchtigt würde.
An der der größeren Seite entsprechenden Einpaßstelle 18 des Stirnabschlusses des
Zellenrades liegen die Verhältnisse insofern ähnlich, als hier unter dem flacheren
Kegel entsprechend der geringeren Schleifwirkung des Bergeversatzes eine Verschiebemöglichkeit
des Zellenrades erzielt wird, die derjenigen entspricht, die an den Rippen, 17 des
Zellenrades 13 infolge der hier stärkeren Abnutzung, aber auch stärkeren Kegelneigung
bedingt ist.