DEP0056038DA - Verfahren und Einrichtung für fadenloses Buchbinden - Google Patents
Verfahren und Einrichtung für fadenloses BuchbindenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und die Einrichtung hierfür, zum Zwecke des fadenlosen Buchbindens, wobei die Kanten der einzelnen losen Blätter des Buchblocks im Rückenbereich durch Umbiegen des Blockes nebeneinandergereiht und beidseitig mit Klebstoff versehen werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass der Block zunächst zwischen Klemmbacken eingebracht und hierbei mit dem Schnitt auf eine, der gewünschten Buchrückenform angepasste, gerundete untere Begrenzungsfläche aufgestossen wird, worauf die Klemmittel manuell oder motorisch durch Hebelwirkung ein Zusammenpressen der Buchblätter bewirken, dass alsdann mittels schwenkbarer Bügel ein beidseitiges Umbiegen des Blockes zum Zwecke der Blattkantenaneinanderreihung und Bestreichung der Blattvorstösse mit Klebstoff vorgenommen und dass schliesslich mittels weiterer Klemmittel der Block im Rückenbereich bis zur Leimkante
gepresst wird, woraufhin erwünschtenfalls die Stützgase und Kapitale aufgebracht und die Klemmittel zur Herausnahme der fertigen Buchse abgerückt werden.
Die Klemmvorrichtung für die Ausnahme des Buchblockes besteht aus zwei Klemmbacken, deren obere Flächen nach aussen schräg abfallend ausgebildet sind. Im unteren Bereich der Klemmbacken und zwischen diesen ist eine gerundete Blockaufstossfläche vorgesehen, die beim Einschwenken einer der beiden Klemmbacken von dieser in Abhängigkeit von der jeweiligen Blockdichte teilweise aufgenommen wird. Diese gerundete Aufstossfläche besitzt gegenüber der Schwenkklemmbacke eine Begrenzungsleiste für den Buchblock, um ein seitliches Durchfallen der losen Blätter zu verhindern.
Die Klebstoffantragvorrichtung besteht zweckmässig aus einer oder zwei Anleimrollen, die in Tätigkeit treten, sobald der Block die Umbiegung auf den schrägen Tischplatten erfahren hat.
Die Buchrückenpressvorrichtung ist aus zwei an Bügels gelagerten Walzen oder dgl. gebildet, die nach erfolgtem beiderseitigem Leimantrag am Buchblock beidseitig hochfahren oder hochklappen und diesen zwischen sich zusammenpressen. In dieser Arbeitsphase kann die Stützgase, die Kapitalbänder und gegebenenfalls der Einband auf den fertigen Buchrücken aufgebracht werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt, und es bedeuten
Figur 1: die Buchbindemaschine in geöffneter, noch nicht beschickter Stellung,
" 2: Maschine gemäss Figur 1 nach erfolgter Beschickung mit einem Loseblatt-Buchblock und dessen Festklemmung
" 3: Maschine gemäss Figur 2 nach erfolgtem rechtsseitigem Umbiegen des Buchblocks und nach Beleimung der freigelegten Blattkanten,
" 4: Maschine gemäss Figur 3 bei gleichartigem linksseitigem Arbeitsvorgang,
" 5: Maschine gemäss Figur 4 nach erfolgter Beleimung mit hochgefahrenen Presswalzen und
" 6: Maschine entsprechend Figur 1 nach erfolgter Herausnahme des fertigen Buchblockes.
Der besseren Anschaulichkeit werden sind die Figuren 1 - 6 extrem schematisch gehalten.
Gemäss Figur 1 sind in einem Grundrahmen 1 zwei Klemmbacken 2 und 3 gelagert, wobei die Backe 3 gegenüber der Backe 2 verschwenkt werden kann. Zwischen den beiden Backen 2 und 3 befindet sich die Buchblock-Aufstossvorrichtung 4, die im oberen Teil gerundet ist, sodass beim Aufsetzten des Buchblockes sich dieser entsprechend der gewünschten Rückenrundung ausrichtet. Rein schematisch ist angedeutet, dass die Aufstossvorrichtung 4 einen Ansatz 5 besitzt, die ein Abgleiten der losen Blätter des Buchblockes verhindert. Ferner sind schwenkbare Bügel 6 und7 vorgesehen.
Gemäss Figur 2 wird der Buchblock 8 zwischen die Klemmbacken 2 und 3 eingefügt, die alsdann zusammengespresst werden, wodurch der Buchblock 8 im unteren Bereiche unverrückbar festgehalten wird.
Entsprechend Figur 3 wird der Buchblock 8 mittels des Bügels 6 nach rechts umgebogen, sodass die einzelnen Blattkanten nebeneinander auf der Fläche 3' aufliegen. Sowohl die Fläche 3' als auch die analoge Fläche 2' der Klemmbacken 3 und 2 sind schräg abwärts gerichtet ausgebildet, um einen möglichst grossen Umbiegungsweg zu erzielen. Je grösser dieser Weg ist, um so weiter liegen die einzelnen Blattkanten auseinander und um so breiter wird die Verleimungsfläche je Blatt, wobei die Breite dieser einzelnen Flächen im übrigen nur der Bruchteil eines Millimeters ist. Alsdann erfolgt der Leimauftrag auf der Buchrückenfläche 8'. Hierfür kann ein Pinsel oder im Interesse eines gleichmässigeren Antrages eine Anleimrolle 9 dienen.
Nunmehr wird der Bügel 6 weggeschwenkt, wodurch sich der Block 8 aufrichtet. Gemäss Figur 4 drückt der Bügel 7 alsdann den Block 8 nach der anderen Seite, sodass die dadurch gebildete Buchrückenfläche 8'' mittels der Anleimrolle 10 mit Klebstoff bestrichen werden kann.
Sobald die Bügel 6 und 7 wieder in Grundstellung entsprechend Figur 5 zurückgeschwenkt sind, führt das an Bügeln gelagerte Walzenpaar 11 und 12 entsprechend Figur 5 hoch, wodurch der Buchblock 8 gepresst wird. In dieser Stellung kann Stützgase, Kapitalband und Einband auf den fertigen Rücken (''' aufgebracht werden.
Nach dem Zurückführen des Walzenpaares 11 und 12 werden entsprechend Figur 6 auch die Klemmbacken 2 und 3 auseinandergeführt, sodass das fertige Buch entnommen werden kann.
Die Erfindung ermöglicht somit das fertige fadenlose Binden eines Buches in einer einzigen Maschine, ohne das hierbei irgendwelche Umspannmassnahmen zu ergreifen sind, wodurch einerseits mehr Handgriffe erforderlich wären und andererseits die Gefahr des Verrückens von Blättern oder von ganzen Blockteilen gegeneinander einträte. Die erfindungsgemässe Maschine ermöglicht ein sehr flottes Arbeiten auch durch nur angelernte Arbeitskräfte.
Claims (6)
1.) Verfahren für das fadenlose Buchbinden, bei dem die Kanten der einzelnen losen Blätter des Blockes im Rückenbereich durch Umbiegen des Blockes nebeneinandergereiht und beidseitig mit Klebstoff versehen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Block (8) zunächst zwischen Klemmbacken (2 und 3) eingebracht und hierbei auf eine der erwünschten Buchrückenform (8''') angepasste, gerundete untere Begrenzungsfläche (4) aufgestossen wird, worauf die Klemmittel (2 bzw. 3) manuell oder motorisch durch Hebelwirkung ein Zusammenpressen der Buchblätter bewirken, dass alsdann mittels schwenkbaren Bügeln (6 und 7) ein beidseitiges Umbiegen des Blockes zum Zwecke der Blattkantenaneinanderreihung und Bestreichung der Blattvorstösse mit Klebstoff vorgenommen und das schliesslich mittels weiterer Klemmittel (11,12) der Block (8) im Rückenbereich gepresst wird, woraufhin erwünschtenfalls die Stützgase und Kapitale aufgebracht und die Klemmittel (11,12) zur Herausnahme der fertigen Buchse abgerückt werden.
2.) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung für die Aufnahme des Buchblockes (8) aus zwei Klemmbacken (2,3) besteht, deren obere Flächen (2',3') nach aussen schräg abfallen ausgebildet sind.
3.) Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine gerundete Blockaufstossfläche (4) vorgesehen ist, die beim Einschwenken einer der beiden Klemmbacken (2 bezw. 3) von dieser in Abhängigkeit von der jeweiligen Blockdicke teilweise aufgenommen wird.
4.) Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gerundete Aufstossfläche (4) gegenüber der Schwenkklemmbacke (3) eine Begrenzungsleiste (5) für den Buchblock (8) besitzt.
5.) Einrichtung nach Anspruch 2 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffantragvorrichtung aus einer oder zwei Anleimrollen (9,10) besteht.
6.) Einrichtung nach Anspruch 2 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchrückenpressvorrichtung aus zwei an Bügeln gelagerten Walzen (11,12) besteht, die nach erfolgtem beiderseitigem Leimantrag am Buchblock (8) beiderseitig hochfahren und diesen zwischen sich zusammenpressen.
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