DEP0055612DA - Radioempfangsgerät - Google Patents
RadioempfangsgerätInfo
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Description
Es ist bekannt, Radioempfangsgeräte mit Anschlussvorrichtung zum Betriebe von weiteren Lautsprechern zu versehen, die die Wiedergabe des Empfangs in anderen Räumen ermöglichen sollen. Es ist andererseits bekannt - insbesondere bei sogenannten Konferenzanlagen - Lautsprecher auch als Mikrophone zur Besprechung anderer Lautsprecher zu benutzen.
Gemäss der Erfindung wird nun vorgeschlagen, bei Radioempfangsgeräten, die in an sich bekannter Weise mit Anschlussvorrichtungen für Nebenlautsprecher versehen sind, eine Umschaltvorrichtung anzuordnen, mittels welcher sowohl der Gerätlautsprecher als auch der oder die Nebenlautsprecher wahlweise vom Ausgang des Niederfrequenzverstärkers abgeschaltet und an dessen Eingang angeschaltet werden können, sodass diese Lautsprecher als Mikrophone zur Besprechung eines oder mehrerer am Verstärkerausgang liegender Lautsprecher dienen können. Die Umschalteinrichtung wird dabei zweckmässig so ausgebildet, dass dabei gleichzeitig der Radioempfang abgeschaltet wird. Eine solche Umschalteinrichtung ermöglicht daher die Benutzung
eines normalen Radiogerätes zur unmittelbaren Verständigung zwischen zwei oder mehreren Räumen mittels eines Gerätelautsprechers und der angeschlossenen Nebenlautsprecher.
Die Umschalteinrichtung selbst kann dabei in beliebiger an sich bekannter Weise ein- oder mehrpolig ausgeführt werden, wobei die Schaltorgane zweckmässig an der Frontseite des Radiogerätegehäuses angeordnet werden.
Besonders zweckmässig ist es der weiteren Erfindung gemäss, die Umschaltung über ein Relais, vorzugsweise ein Verzögerungsrelais, vorzunehmen. Die Umschaltung über ein Relais ermöglicht eine Fernbedienung, sodass der das Relais auslösende Schalter an beliebiger Stelle vorzugsweise an dem Lautsprecher bezw. Nebenlautsprecher oder in dessen Aufstellungsraum angeordnet werden kann. Es hat sich im übrigen gezeigt, dass ein direktes Umschalten der Lautsprecher von Empfang auf Sprechen unangenehme Knackgeräusche beim Umschalten erzeugt, die durch kurzzeitiges Nachschwingen der Lautsprechermembran erzeugt werden. Durch Ausbildung des Umschaltrelais als Verzögerungsrelais mit kurzer Verzögerungszeit wird diese Wirkung des Nachschwingens unterdrückt und ist nicht mehr hörbar, sodass das Umschalten vollkommen geräuschlos vor sich geht. Als Verzögerungsrelais werden zweckmässig thermostatische Relais verwendet.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise schematisch dargestellt:
1 und 2 bezeichnen Vorder- bezw. Rückseite des Gehäuses des Radioempfangsapparates. Die Vorderseite 1 ist in bekannter Weise mit Einstellskala 3, dem Einstellknopf 4, dem Lautsprecherregler 5 und dem Hauptlautsprecher 6 ausgestattet. Die Rückseite 2 besitzt neben den üblichen Anschlüssen für Antenne, Erde, Grammophon usw. Steckbuchsen 7 zum Anschluss eines oder mehrerer Nebenlautsprecher 8 und 9. Auf der Vorderseite 1 sind darüber hinaus Schalter 10, 11 und 12 angeordnet, durch deren Betätigung jeder der Lautsprecher 6, 8 und 9 wahlweise vom Ausgang des im Gerät enthaltenen Niederfrequenzverstärkerteils an dessen Eingang gelegt werden kann. Die Schaltanordnung wird in der Regel so getroffen, dass bei der Umschaltung eines Lautsprechers vom Verstärkerausgang zum Verstärkereingang der Radioempfang z.B. durch Abschaltung vom Eingangsgitter des Niederfrequenzverstärkerteils gleichzeitig unterbrochen wird. Die Umschaltung wird für die einzelnen Lautsprecher durch Umlegen der ihnen zugeordneten Schalthebel 10, 11 und 12 entweder unmittelbar oder mittels Relais 13, 14, 15 bewirkt, wobei diese Relais zweckmässig mit einer vorzugsweise thermostatisch wirkenden Verzögerungseinrichtung versehen sind. Die Verzögerungswirkung hat zur Folge, dass die Wiedereinschaltung erst nach Abklingen der Membranschwingungen des jeweilig umgeschalteten Lautsprechers erfolgt, sodass die mit diesen Nachschwingungen der Membran verbundenen Knackgeräusche wegfallen und die Umschaltung geräuschlos vor sich geht.
Die Lautsprecher und insbesondere die Nebenlautsprecher 8 und 9 werden der weiteren Erfindung gemäss vorzugsweise ohne Rückwand ausgeführt und sind dementsprechend so ausgebildet, dass ihr rahmenartiges Gehäuse sowohl nach vorn wie nach der Rückseite hin lediglich durch eine Stoffbespannung oder dergleichen abgedeckt ist. Auf diese Weise wird auch eine nach beiden Seiten gleichmässig ungehinderte Schallabstrahlung erreicht, wobei diese zweiseitige Schallabstrahlung jedoch eine Phasenverschiebung aufweist, durch die im Endeffekt eine pseudostereophonische Wirkung erzielt wird, deren Grad oder Wirksamkeit von der Gehäusetiefe abhängt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende:
Bei Normalbetrieb sind zunächst der Gerätelautsprecher 6, sowie die angeschlossenen Nebenlautsprecher 8 und 9 auf Radioempfang geschaltet. Die An- und Abschaltung der Nebenlautsprecher 8 und 9 kann im übrigen durch besondere Schalter erfolgen, die z.B. am Lautsprechergehäuse oder am Radiogerät angeordnet sein können, sie können jedoch auch mit den Umschaltern 10, 11 und 12 vereinigt sein. Durch Umlegen der Schalter 10, 11 oder 12 werden zunächst die zugehörigen Relais 13, 14 oder 15 und durch diese die zugehörigen Lautsprecher betätigt. Im Bedarfsfalle wird also durch Umlegen des Schalters 10 bezw. Erregen des Relais 13 der Gerätelautsprecher 6 an den Verstärkereingang gelegt, womit gleichzeitig der Radioempfang abgeschaltet
ist. Der Lautsprecher 6 wirkt jetzt als Mikrophon und überträgt, wenn er besprochen wird, die Sprache auf die angeschlossenen Nebenlautsprecher 8 und/oder 9. Wenn eine Antwort von diesen Lautsprechern her gewünscht wird, werden der oder die Nebenlautsprecher 8, 9 durch Betätigung der Schalter 11, 12 bezw. Relais 14, 15 an den Verstärkereingang gelegt und durch Zurückschalten des Schalter 11 der Gerätelautsprecher 6 wieder an den Verstärkerausgang geschaltet. In dieser Schaltstellung wirken der oder die Nebenlautsprecher als Mikrophon, sodass von ihnen aus der Gerätelautsprecher 6 besprochen werden kann. Durch fortgesetztes Umschalten werden Gerätelautsprecher und Nebenlautsprecher abwechselnd als Lautsprecher bezw. Mikrophon benutzbar, sodass eine fortlaufende gegenseitige Sprechverständigung zwischen den verschiedenen Aufstellungsräumen des Gerätelautsprechers, bezw. der Nebenlautsprecher ermöglicht wird.
Anstelle der einzelnen Umschalter 10, 11, 12 kann auch ein einziger mehrstufiger bezw. mehrpoliger Schalter verwendet werden, dessen Ausbildung bezw. Stufenzahl sich nach der Anzahl der verwendeten Nebenlautsprecher richtet.
Die Relais 13, 14 und 15 können auch durch nicht am Radioapparat bezw. der Vorderwand 1 angeordnete Schalter betätigt werden. Die Schalter, die auch zusätzlich vorgesehen werden können, können an beliebigen Stellen z.B. im Aufstellungsraum der Nebenlautsprecher oder an diesen selbst angeordnet werden, sodass auch von der Nebenstelle aus nach Wunsch eine Sprechverbindung hergestellt werden kann.
Claims (11)
1.) Radioempfangsgerät mit eingebautem Lautsprecher und mit Anschlussvorrichtungen für einen oder mehrere Nebenlautsprecher, gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung, mittels welcher sowohl der Gerätelautsprecher (6) als auch der oder die Nebenlautsprecher (8, 9) wahlweise vom Ausgang des Niederfrequenzverstärkerteils des Empfangsgeräts abgeschaltet und an dessen Eingang angeschaltet werden können, so dass sie nach Bedarf als Mikrophon zur Besprechung eines oder mehrerer am Verstärkerausgang liegenden Lautsprecher dienen können.
2.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung so ausgebildet ist, dass beim Umschalten der Lautsprecher auf den Eingang des Niederfrequenzverstärkers gleichzeitig der Radioempfang abgeschaltet wird.
3.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung mittels Relais (13, 14, 15) erfolgt.
4.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Relaisbetätigung durch an beliebiger Stelle angeordnete Schaltorgane erfolgt.
5.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenlautsprecher (8, 9) mit zur Relaisbetätigung dienenden Schaltorganen versehen sind.
6.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltrelais (13, 14, 15) als Verzögerungsrelais ausgebildet sind.
7.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Lautsprecher ein besonderer Umschalter bezw. Umschaltrelais vorgesehen ist.
8.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Umschalter oder zumindest jeder den Nebenlautsprechern zugeordnete Umschalter eine Schaltstufe zur vollständigen Abschaltung des Lautsprechers enthält.
9.) Radioempfangsgerät nach anspruch 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung für den Geräteschalter und ein oder mehrere Nebenlautsprecher zu einen einzigen mehrstufigen Schaltorgan vereinigt sind.
10.) Radioempfangsgerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 1 in Verbindung mit beliebigen Ansprüchen 2 - 9, gekennzeichnet durch rückwandlose Ausbildung insbesondere der Nebenlautsprecher (8, 9).
11.) Nebenlautsprecher für ein Radioempfangsgerät gemäss Anspruch 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Lautsprecher bezw. das Lautsprecherchassis in einem mehr oder weniger tiefen rahmenartigen Kasten angeordnet ist, dessen Vorder- und Rückseite in an sich bekannter Weise, vorzugsweise durch Stoffbespannungen, abgedeckt ist.
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