DEP0055195DA - Verfahren zum Abschmelzen von Kopalen und Dammaren - Google Patents

Verfahren zum Abschmelzen von Kopalen und Dammaren

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DEP0055195DA
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melting
copal
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dammar
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Ernst Dr. phil. Bremen-Huchting Scheiber
Original Assignee
Fa. Robert Kraemer, Bremen
Publication date

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Description

ROBERT KRAEMER Bremen, den 15- Septe 1949
BREMEN Contrescarpe 58
AbtIg.:
Verfahren zum Abschmelzen von Kopilfea und Dammaren.
Der bisher geübte AbschmeIz-(Kr a ck ) Prozess rezentfossiler oder fossiler Kopale bzw. Dammare, wie z.B. Kongo-Kopal, Kaurikopal9 harte Manila-Kopale, braune und schwarze Sumatradammare u.dgl., in offenen oder geschlossenen Kesselapparaturen mit einem Beschickungsvolumen von 30 kg - 5.000 kg für den Einzelsud leidet unter dem Nachteil9 dass er durch die bei der Abschmelzung auftretende starke Schaumbildung, lokale Überhitzung, keine scharfe Erfassung des Ausschmelzpunktes usw. benachteiligt ist. Das praktische Ergebnis ist, dass der anfallende Schmelzkopal gegenüber dem Ausgangsmaterial einen wesentlich dunkleren Farbton aufweist.
fis hat sich nun geze igt, dass sich eine wesentlich günstigere Durchführung des thermischen Abschmelzprozesses ergibt, wenn man vom Prinzip der Kesseifüllung abgeht und den Abschmelzprozess nach dem Prinzip des Bandverfahrens, d.h. der thermischen Beeinflussung nur einer begrenzten Schmelzgutmenge vornimmt· Die kontinuierliche Durchführung des Abschmelzprozesses bewältigt dabei gegenüber den noch heute geübten Handschmelzverfahren wesentlich grössere Mengen und kann bei ent sprechend er apparativer Gestaltung durchaus die Mengen und Zeitleistungen erreichen, die in den sog» Gross-Schmelzanlagen moderner Art erreicht werden.
Der Vorteil des BandSchmelzprozesses liegt darin, dass er technisch einerseits ungleich billiger und einfacher zu gestalten ist als die komplizierten und kostspieligen Gross-Schmelzapparate und zum anderen jede Art von Kopalsortierung, vom Staub angefangen bis zum faustgrossen Stück, zu bewältigen in der Lage ist. Dadurch, dass jeweils nur eine bestimmte Schichthöhe, von etwa 1 mm angefangen bis etwa 60 mm bei grobstückiger Ware, dem thermischen Krackprozess unterzogen wird, ergibt sich eine ungleich schnellere Durchführung der destruktiven Destillation mit dem entscheidenden praktischen Vorteil einer weitgehenden Erhaltung der jeweils durch das Schmelzgut bestimmten Helligkeit.
Die apparative Gestaltung des Verfahrens ist einfach und besteht im Prinzip aus einem endlosen Stahlband, das auf der einen Seite
ROBERT KRAEMER
BREMEN
Bremen, Contrescarpe 58
Abtlg.:
Zch.:
durch entsprechende Auftragsvorrichtungen mit dem Harzgut beschickt und auf eine bestimmte Schichthöhe eingestellt wird; aus der thermischen Beeinflussungs- und Eeaktionszone mit Kämpfeabzug und Kondensationsanlage und der Kühl- und Abnahmevorrichtungen des erstarrten Harzgutes (Schmelzkopal, Schmelzdammar usw.).
Es bereitet keine Schwierigkeiten, die Schmelzapparatur nach den modernsten Richtlinien und Erkenntnissen auszurüsten, da die einzelnen Wirkungselementβ in sparsamster leise zur Wirkung kommen können. So bietet z.B. die für eine Ausführung des umlaufenden Transport- und Sehmelzbandes in V2 oder V4 A-Stah^bei dem geringen Materialgewicht keine preislichen Schwierigkeiteaa Die Führung des Abschmelzprozesses kann in bekannter Vieise durch Gasheizung, elektrische Heizung, Ölfeuerung u.dgl., aber ebensogut auch nach den modernsten Prinzipien der elekt rischen Induktionsheizung bzw· im Badarfeld vorgenommen werden. Ebensogut ergeben sich Möglichkeitea, eine indirekte Beheizung nach den vorstehenden Grundbeheizungstechniken vorzunehmen, um eine absolut begrenzte Maximaltemperatur des Schmelzbandes zu gewährleisten auf z.B. 280°, 320°, 360° Grad usw. Das Band schmelzverfahren beseitigt sogleich in eleganter Porm die ausserordentlich lästige und mit starker Rauchentwicklung verbundene Abkühlung des Schmelz-utes, wozu sonst in der Technik, besonders bei den Gross-Schmelzanlagen, kostspielige und raumbeanspruchend© Zusa tzvorri chtungen erforde rl ich-sind.
Es bereitet keine Schwierigkeiten, den ganzen Prozess der destruktiven Destillation in inerter Atmosphäre auszuführen, wozu sich einerseits Stickstoff und andererseits Kohlensäure, als zugleich schaunazerstörendes Gas, besonders prädestinieren. Es bereitet ferner keine Schwierigkeiten, beim Band Schmelzprozess auch chemische Schaumzerstörer, die während des Schmelzprozesses aufgebraust werden, πηzuwenden oder sonstige geeignete Massnahmen zu ergreifen*
Es kann zweckmässig sein, den BandSchmelzprozess in mehreren Etappen oder mit verschiedener Geschwindigkeit des umlaufenden Bandes zu fahren, d.h. 2 oder 3 oder 4 Erhitzungszonen vorzusehen. Dieses stufenweise Schmelzen mit eingeschalteter und ausgeschalteter Zwischenkühlung oder verschiedener Geschwindigkeit hat den entscheiden-
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Bremen, Contrescarpe 58
AbtIg.:
Zch..
den technischen Vorteil, dass man alle Kopal- und Dammararten vom härtesten bis weichsten Typ in optimaler Vieise abschmelzen Icannf da ausreichend Möglichkeiten zur Feinregulierung und genauer Probeentnahme während des Prozesses und Einstellung der Apparatur auf einen bestinmten Harζtyρ gegeben ist. Damit kann man zugleich auch bestimmte j schwieriger zu handhabende Harzqualitäten technisch meistern oder in einer solchen Schichtdicke zum Ausschmelzen bringen, wie sich zur Erhaltung des Farbtons u.dgl. mehr als optimal ergibt. Zs genügt jedenfalls, auf die a asser ordentliche Elastizität and Vielseitigkeit des Bandschmelzverfahrens als technische Schmelsapparatur gegenüber der unelastischen und in vieler Hinsicht starren Kesselschmelzapparatur zu verweisen»
Es iot ferner möglich, die Bandschmelzapparatur auch zu weiteren Iac!:technisch wichtigen Prozessen heranzuziehen, wie z.B. Veresterung mit Glycerin, Ankochung mit fetten Ölen usw. Hierzu bedarf es nur entsprechender apparativer Gestaltung d»h. ζ.Β· entsprechender Bandlänge und Vorrichtungen, die gewünsohtenEeaktionspartner, wie z.E. Leinölstandöl, Glycerin, andere Harze u.dgl. zusammen-zu bringen und mit dem Schmelzdammar oder Schmelzkopal in Beaktion treten zu lassen.
Es bereitet ferner keine Schwierigkeiten, die gesamte Apparatur durch entsprechen de Massnahmen betreffs Feuerschutz oder sonstiger gewerbehygienischer Forderungen auszustatten, so dass die mannigfachen augenblicklichen Schwierigkeiten bei den bekannten Apparaturen restlos in eleganter Weise überwunden werden»
Die vorstehende Apparatur kann auch mit Vorteil mit den bisherigen Schmelzmethoden im offenen oder geschlossenen Kessel kombiniert werden dahingehend, dass das vorgeschmolzene oder anreagierte Kopal- oder Dammarschmelzgut, evtl. unter Zwischenschaltung eines Wärmeisolierten Vorratsgefässes,dem Bandschmelzverfahren unterzogen wird, kai diese leise gelingt eine Leistungssteigerung bzw. Verkürzung der Bandapparatur unter voller Erhaltung der vorstehend aufgezeigten Vorteile dieses Verfahrens, da, wenn der Schmeleprozess in den bisherigen Apparaturen zeitlich begrenzt gefahren wird, noch keine grundsätzliche nachteilige Bednträchtigung des Schmelz-
gutes gegeben ist· Bei dieser Verfafareneweiee gelingt es auch, die in federn. ICopalgut enthaltene» wenigen Prosseate besonders schwer soiamelaender Harseateile auazusehalten» die sieh durch Obenaufsch?iim£sen auf der flüssige» Harssehraelae au erkennen geben* indes der a!i^eschoolacne ICopal oder Daamai durch ein eiitaprechend encoder vioitaaschiees Siet vor de» Auftrag auf die Bandechmelaafllage filtriert v.irß.

Claims (5)

Patentansprüche
1. ) Verfahren zum Abschnelzen von rezentfossilen und fossilen Eopalen und Danimaren, dadurch gekennzeichnet, dass der thermische Behandlungsprozess nach den Prinzipien des endlosen Bandes unter üinüchaltung und Anbringung entsprechender Beschickungs- und Sgalisicrungseinrichtungen, thermischer oder anderer JiIrhitzung3vorrichtungen mit Dämpfeabsaugang, DämpfekondensatiOBs Schaumzerstörung, Erzielung einer inerten Atmosphäre, Feuerschutz u.dgl., Vorrichtungen zur Abkühlung, Harzabnahme usw. vorgenommen wird.
2. ) Verfahren nach Anspruch 1»), dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Erhitzungszonen bzw. Reaktionszonen vorgesehen werden, wobei zwischengeschaltete Kühlζoneη u.dgl. vorgesehen werden können.
3. ) Verfahren gemäss Anspruch 1.) und 2»), dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufzeit des Eandes auf verschiedene Geschwindigkeiten einstellbar ist.
4. ) Verfahren nach Anspruch 1.) - 3.5, dadurch gekennzeichnet, dass Vorrichtungen für die Eintragung und Reaktion fetter öle, Standöl, Glycerin usw. eingeschaltet werden.
5. ) Verfahren gemäss Anspruch 1,) - 4.), dadurch gekennzeichnet, dass die vorstehend benutzte, endlose Bandapparatur mit in einer bekannten Apparatur bisheriger Konstruktion vorgeschmolzenem oder ange«a(ktem Kopal bzw. Dammar in zweckmässiger Schichtstärke beschickt wird, wobei dem Kopal bzw. Dammar in der Bandapparatur der für die Ölverträglichkeit oder Löslichkeit genau erforderliche Abschmelzgrad erteilt wird«
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