DEP0054366DA - Kupplung für Lastkraftwagen. - Google Patents
Kupplung für Lastkraftwagen.Info
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Description
PA 24540 M 4.50
Düsseldorf, den 31. August 1949
Rudolf Horn, Düsseldorf, Unterratherstrasse 111
"■Kupplung für Lastkraftwagen".
Die üblichen, starr ausgebildeten Kupplungen zwischen Lastkraftwagen und ihren Anhängern haben den UebelstbUid, dass sie
bei Ueberbeanspruchung während des Fährbetriebes reissen können. In diesem lalle bewegt sich der Anhängewagen entsprechend der
ihm vor dem Bruch der Kuppelung erteilten Bewegungsenergie steuerlos weiter, wodurch häufig schwere Sachschäden oder Unglücksfälle
verursacht werden.
i wird vorgeschlagen, in Verbindung, mit der an
sich bekannten starren Kupplung oder neben derselben eine Sicherheitsverbindung, bestehend aus einem oder mehreren elastischen
Gliedern, derart anzuordnen, dass sie erst bei der Zerstörung, beim Reissen oder beim Bruch der starren Hauptkupplung
in Wirkung tritt. Diese Sicherheitsverbindung wird anaieldungs— geraäss oberhalb oder unterhalb der gewöhnliehen Hauptkupplung
angeordnet und mit Hilfe beliebiger Verbindungsglieder an die bei jedem Las tltraftmo torwagen vorhandene hintere Traverse, die
üblicherweise in einem Normalprofil, z.B. einem U-Eisen oder Drehgestell mit gekuppeltem Boden besteht, angeschlossen. -Eine
besondere vorteilhafte Ausbildung dieser Einrichtung besteht darin, dass die hintere, z/veckoiässig mit einem höheren Steg
als üblich ausgebildete oder nachträglich verbreiterte Traverse des Motorwagens, mit einer besonderen Aussparung versehen wird,
in welche die Verbindungsglieder der z.B. in Form einer Federbremse, einer Flüssigkeitskupplung usw. ausgebildeten ä;i.Gnerheitsverbindung&Ä,
über welcher bereits die Hauptkupplung befestigt ist, eingeschoben aind. Der Zylinder der Sicherheitsverbindung
kann gegebenenfalls auch seitlich beweglich z.B. drehbar in der Traverse befestigt werden, damit beim Wenden
des Fahrzeuges keine schädlichen Beanspruchungen in der Sicherheitsverbindung eintreten können. Durch diese Anordnung
wird eine besonders gute und sichere Führung der beweglichen Glieder der Sicherheitsverbindung gegeneinander sowie eine
Sicherung derselben gegen seitliche Beanspruchung erzielt, durch welche ein Verbiegen oder Breschen der Glieder der
Sicherheitsverbindung verursacht werden könnte. Der gleiche Zweck kann durch das Zwischenschalten eines Kreuzgelenkes
oder einer anderen Gelenkverbindung zwischen dem Zylinder und ihrem zum Anhänger führenden Gestänge erreicht
werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht in einer an der Vorderachse des Anhängers angelenkten
Zuggabel, die mit zwei Ketten so am Wagenboden aufgehängt ist, dass genügend Bodenfreiheit vorhanden ist. Der vordere Teil
der Anhängergabel bildet eine Führungsbüchse, in welcher der Deichselschaft in axialer Richtung frei verschieblich angeordnet
ist. Der Deiohselschaft wird dann vermittels eines Kreuzgelenkes oder einer ähnlichen eine allseitige Bewegung
ermöglichenden Gelenkverbindung an die Kolbenstange des Breniszylinders, oüer Flüsrsigkeits-Dämpfungszylinders, angeschlossen.
Durch die freie Verschieblichkeit der Deichsel in der Führungsbuchse wird beim Befahren unebenen. Geländes der notwendige
längenausgleich zwischen oberer and unterer Anhängerdeichsel ermöglicht, wobei etwa auftretende otösse durch eine in der
'Führungsbuchse angeordnete Federung aufgenommen wird. Das hintere in der Führungsbuchse verschiebliche Ende des Deichselachaftes
sowie die Wandung der Führungsbuchse sind derart z.B. Jilinken- oder rastanartig ausgebildet und mit entsprechenden Vorrichtungen
versehen, dass der Schaft beim vollständigen Ausziehen, wie es beim Abreissen der normalen Deichsel der Fall ist,in der Buchse
festgeklemmt oder festgehakt wird. Die Lösung des festsitzenden Schaftes kann z.B. durch eine Drehung um 90 , durch Anheben der
Klinke oder Betätigung eines anderen Auslöseorgans, erfolgen. Durch die doppelte Federung oder Dämpfung einmal durch den an der
Traverse des Motorwagens angebrachten Brems- oder Dämpfungszylinders, andererseits in der Federung der Fahrungsbuchse
des Anhängers, wird der beim Abreissen auftretende üuck gedämpft und das gesarate Material der Sicherheitsverbindung gegen
Zerstörung geschützt.
In der teiüägäwkai Zeichnung sind einige Ausführungsformen des iaaqwidungsgegenstandes beispielsweise dargestellt!
Fig. 1 stellt die die «apiftAdungsgemäss ausgebildete Sicherheitsverbindung in Seitenansicht, teilweise im Schnitt dar,
Fig. 2 zeigt die Sicherheitsverbindung gemäss der Anmeldung in Draufsicht,
Fig. 3 zeigt die anmeldungsgem-iss ausgestaltete hintere Traverse eines Motorwagens,
Pig. 4 zeigt im vergrö'sserten iiassstab das Kreuzgelenk der Sioherheitsverbindung in Ansieht,
Pig.5 zeigt das Kreuzgelenk gemäss Pig. 5 in Draufsicht, Fig. β zeigt in vergrössertem Massstab den Bremszylinder
der Sicherheitsverbindung,
Pig. 7 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Sicherheitsverbindung in Ansicht, teilweise im Schnitt,
Pig. 8 zeigt die Abordnung gemass Pig. 7 in Draufsicht, Pig. 9 zeigt im vergrösserten «lassstab eine Einzelheit der
Sicherheitsverbindung im Schnitt,
Pig. 10 ist eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Pig. 9 Pigl 11 ist eine weitere abgeänderte AusfIhrungsform einer
Einzelheit der Sicherheitsverbindung im Schnitt, Pig. 12 ist ein Schnitt nach Linie a-B.
Im einzelnen bezeichnen in Pig. 1 das Bezugszeichen 1 die hintere Traverse des Motor-Lastwagens, die in Form eines
U-Profils mit verhältnismässig hohem mittleren otag ausgebildet oder auch nachträglich verbreitert sein kann. An
dieser 'Traverse ist die Hauptkupplung 2 in üblicher V/eise befestigt. Das Gestänge 3 der Haujjtkupplung kann in bekannter
7/eise mit Hilfe beweglicher Scharniere 4 an den Boden de„-3 Drehgestells 5 des Anhängewagens angeschlossen sein.
Die Traverse 1 ist in der Mitte unterhalb der ^auptkupplung mit einer Aussparung versehen. In dieser Aussparung ist der
Zylinder 6 angebracht, der als Brems— oder Däiiifungsz/linder z.B. ra.it eingebauten Federn, einer Flüssigkeitsfüllung usw.
ausgebildet ist. Im vorliegenden Falle wirkt die Kolben-
stange 7 des Zylinders 6 auf die Bremsfeder 8. ^ie Kolbenstange 7 ist durch ein Kreuzgelenk 9 mit der Vorderdeichsel 10
des Anhängewagens verbunden, die in geeigneter Weise z.B.
durch ein Bolzendrehgelenk 11 an der Gabel 12 des Anhclngewagens angeschlossen ist. Die Gabel 12 ist mit Hilfe -von Bolzengelenken
13, H in geeigneter Weise am Drehgestell des Anhingewagens angeschlossen.
In Figuren 3 ~ 6 bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie in Fig. 1 und 2. Anstelle einer hochstegigeii firaver3e ist
gemäss Fig. 3 die Traverse mit einer nach unten gerichteten Verbreiterung 15 mit Anschluss des Bremszylinders 6 vergehen.
Das Gelenk zwischen der Kupplung der sicherheitsverbindung und der Anhängerdeichsel kann in beliebiger ?/eise z.B. als Kreuzgelenk
ausgebildet sein. In dem in Figuren 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das Kreuzgelenk aus einer Klaue 16,
die um den Bolzen 17 drehbar an der Kolbenstange 7 angeschlossen ist. In die Klaue 1<f wird das Ende der Deichsel 10 mit
seinem Auge 18 eingeführt. Klaue und Deichsel sind in üblicher Weise durch einen durchgeschobenen Gelenkbolzen miteinander
verbunden. Ein Herausfallen des Gelenkbolzens 19 wird in bekannter Weise durch den Steckbolzen 20, der durch eine daneben gesteäkte
Feder 21 festgehalten wird, verhindert.
In der abgeänderten Ausführungsforra nach Figuren 7-10 bezeichnen ebenfalls gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie in
Figuren 1 und 2. Der Unterschied gegenüber der oben beschriebenen Ausführungsforra besteht darin, dass anstelle des Drehgelenks 11
eine in axialer Richtung frei verschiebliche Verbindung zwischen der Vorderdeichsel 10 und der Anhängergabel 12 vorgesehen
ist.
Das vordere Ende der Anhänger gab el 12 ist hier in IOm einer Schlitzführung 22, 23 mit den Führungswangen 24, 25 ausgebildet,
zwischen denen die vordere Deichsel 10 sich mit ihrem Gleitkopf 26 axial verschieben lässt. Diese Verschiebung erfolgt
beim Ausziehen der· vorderen Deichsel gegen die Wirkung einer Druckfeder 27, sobald sich das an der Deichsel befestigte
Federbett 28 gegen das mit den G-abelenden 22, 23 verbundene Queratüdk 29 gelegt hat.
Der Gleitkopf 26 der Vorderdeiehsel 10 ist mit einer Rast 30 versehen, in die sich bei vollständigem Ausziehen der Vorderdeiehsel
(wie es bei etwaigem Bruch der Hauptkupplung eintritt) der mit dem Gabelkopf verbundene Sperrhaken 31 einhakt, -^ie
vordere Deichsel bleibt dann in dieser Stellung verriegelt, sodass eine feste Verbindung des Motorwagens über das Kreuzgelenk
t mit der Anhängergabel hergestellt ist.
Die Wie de !"lösung dieser Verbindung kann durch einfaches Anheben der Sperrklinke 31 gegen ihre Schnappfeder 32 erfolgen.
Gegebenenfalls kann die Anhängergabel 12 anstelle am Drehgestell des Anhängers auch an der Vorderachse des Anhängers mit
Drehlagern 33» 34 angeschlossen sein.
In figuren 11 und 12 ist eine weitere abgeänderte Form der Verbindung zwischen Vorderdeiehsel des Anhängers und Anhängergabel
dargestellt. Hier ist anstelle der Fuhrungswagen 24,25 ein Führungsrohr 35 angeordnet, in dem der Gleitkopf 26 der
VorJerdeichsel 10 sich verschiebt. Der Gleitkopf 26 ist hier
mit einem Querdurühbruch 36 versehen, in dem zwei Sperriegel 37, 38 unter dem Druck der Feder 39 verschieblich angeordnet
sind, ^ie Irmenwandung des Führungsrohres 35 ist mit Hasten 40, 41 versehen, in welche die Sperriegel 37» 3δ einfallen,
sobald die Vorderdeichsel 10 um ein entsprechendes üass (beim Bruch der Hauptkupplung) ausgezogen wird.
Die Aussparungen oder Elasten 40, 41 umfassen nur einen Teil des inneren Umfange0 des Führungsrohres 35, sodass sie z.B.
wie aus Fig. 12 ersichtlich, sichelförmig an dessen Umfang verlaufen. Diese Anordnung bietet die Möglichkeit, die durch Vorziehen
und Einrasten ihrer Sperriegel in dem Führungsrohr fixierte Yorcierdeichsel 10 durch eine Drehung um etwa. 90 auszurasten
und wieder in ihre frühere Stellung zur .-.ckzuschieben. Dies ist insbesondere beiai Wiederarischliessen der Hauptkupplung
erwünscht, um die Bedienung der Hauptkupplung zu erleichtern. In jedem Falle tritt bei einem Bruch der Hauptkupplung oder
bei einem Bruch des Gestänges die beschriebene Sicherheitsverbindung als Zugelement unter selbstätiger Verriegelung der
Vorderdeichsel in Tätigkeit.
Die beschriebene Einrichtung kann mannigfach im Nahmen der wesentlichen Gedanken, so z. -B. inbeaug auf die besondere Konstruktion
der Sicherheitsverbindung und den Anschluss am Motorwagen und am Anhänger, abgeändert und ausgestaltet werden.
Auch kann z.^. die Sicherheitsverbindung anstatt unterhalb der Hauptkupplung auch oberhalb derselben angeordnet werden, je nach
dem wie es die Konstruktion des Motorwagens oder des Anhingers erfordert.
Auch die Ausgestaltung der Anschlüsse kann mannigfach abgeändert werden, "weckmässig kann z.B. der vordere verbreiterte Teil
der Traverse 1 mittels besonderer Streben, mit den !Trägern des Motorwagen-iiahmens verbunden werden. Anstatt zwischen Motorwagen
und Anhänger kann eine erfindungsgemäss ausgestaltete Sicherheitsverbindung auch zwischen 2 Anhängern angeordnet werden.
Claims (8)
1.) Kupplung für Las tier aftwagen, dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit einer an sich bekannten starren Kupplung oder
neben derselben eine elastisch v/irkende Sicherheitsverbindung derart angeordnet ist, dass dieselbe erbt bei der Zerstörung
und beim ünwirKsauiwerden der starren liupplung in V/irkung tritt.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1.) dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsverbindung über oder unter der starren Hauptkupplung
angeordnet und mit Hilfe beliebiger Verbindungsglieder an die vorhandenen Traversen des Motorwagenralxaiens and des
Anhängerrahmens angeschlossen ist.
3.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2.) dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskupplung in einer Aussparung der zu diesem
Zweck verbreiterten "/and der hinteren Traverse des Liotorlast— Wagens in Form eines Brems- oder Dämpfungszylinders eingebaut
ist.
4.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 3·)» dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsv oder Dämpfungszylinder starr mit der 7/arid der
hinteren Motorv/ageii-Tr^verse verbunden ist, während die Kolbenstange der Hilfskupplung allseitig beweglich, z.B. vermittels
eines Kreuzgelenks, an die zum Anschluss am Anhängewagen dienenden Verbindungsglieder angeschlossen ist.
5.) Anhingewagen zur Verwendung der Sicherheitsverbindung nach Ansprüchen 1 - 4-.)» dadurch gekennzeichnet, dass der Anhängewagen
ausser mit der Anschlussgabel für die Hauptkupplung noch mit einer zweiten, nach oben und unten drehbar am fiahmen des
Anhangewagens angeschlossenen Gabel für die Sicherheitsverbinddung versehen ist.
6.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 5·), dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Ende der Anhängergabel der Sicherheitsverbindung
als Fuhrung ausgebildet ist, in der die mit der Kolbenstange der Sicherheitsverbindung gelenkig verbundene
vordere Deichsel des Anhängerwagens axial frei verschieblich ge fuhrt wird.
7.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 6.), dadurch gekennzeichnet, dass die in der Gabelfuhrung gleitende Anhängergabel beim
Ausziehen gegen eine am vorderen Ende der Fuhrung abgestützte Druckfeder wirkt.
8.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 7·)ι dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelführung des Anhängewagens rohrförmig ausgebildet
und mit Rasten für in dem Gleitkopf der Vorderdeichsel abgefedert angebrachte Sperriegel versehen ist.
9.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 8.), dadurch gekennzeichnet, dass die Rasten in der Anhängergabelführung und die abgefederten
itiegel des Vorderdeichsel-Uleitkopfes nur einen Bruchteil des üiafangs der rohrförmig ausgebildeten G-abelführung
einnahmen, so dass die Vorderdeichsel durch eine Drehung, s.3. um etwa 90 ausgerastet und frei zurückgeschoben v/erden kann.
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