DEP0053853DA - Elektrischer Schaltschrank - Google Patents

Elektrischer Schaltschrank

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Publication number
DEP0053853DA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disc
switchgear cabinet
electrical switchgear
door frame
cabinet according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Joseph Nickel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tenovis GmbH and Co KG
Original Assignee
Telefonbau und Normalzeit GmbH
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schaltschrank mit einer gegen unbefugtes Öffnen überwachten, die Schaltelemente verschliessenden, jedoch durchsichtigen Tür, insbesondere für Sicherheitsanlagen. Die Erfindung bezweckt den Schaltschrank nicht nur gegen unbefugtes Öffnen der Schranktür, sondern auch gegen Versuche zu schützen, durch Zertrümmern oder Ausschneiden des durchsichtigen Teiles der Tür an das Innere des Schaltschrankes zu gelangen, um Schaltmassnahmen bei geschlossen gehaltener Schranktür durchzuführen.
Erfindungsgemäss presst ein schwenkbarer Türrahmen in seiner Schliesstellung eine Scheibe aus durchsichtigem Material gegen federnde Kontaktsteuerglieder. Wird die Scheibe zertrümmert oder herausgeschnitten oder wird die Schranktür unter Benutzung des Schlüssel geöffnet, so springen die federnden Kontaktsteuerglieder nach vor und betätigen einen Alarmstromkreis. Die Empfindlichkeit der Schutzvorrichtung wird wesentlich dadurch gesteigert, dass die Scheibe im Türrahmen frontal nach innen nachgiebig gelagert ist. Werden in diesem Fall Kontaktsteuerglieder verwendet, die in beiden möglichen Richtungen achsial verschiebbar sind und in beiden Richtungen ihre Kontakte betätigen, so wird bei verschlossener Tür die Scheibe bereits bei einem von aussen auf sie ausgeübten Druck, der durch Berühren der Scheibe oder Ansetzen einer Schneidvorrichtung hervorgerufen sein kann, in Folge ihrer nachgiebigen Lagerung die Alarmkontakte betätigen. Um die Scheibe im Türrahmen leicht gleitend zu haltern, wird die Scheibe zweckmässigerweise nur an einzelnen Stellen ihres Umfanges im Türrahmen gelagert. Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass die Scheibe sich nur gegen wenige Rippen von in dem Türrahmen eingesetzten Leisten anlegt, die zugleich Anschläge zur Bewegungsbegrenzung der Scheibe besitzen.
Von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung ist die Zahl der anzubringenden Kontaktsteuerglieder und deren örtliche
Verteilung in Bezug auf die Scheibe. An jeder Ecke der Scheibe ein Kontaktsteuerglied anzubringen, ist nur bei Schaltschränken grösserer Abmessungen erforderlich. Bei kleineren Schaltschränken bedeutet diese Anbringungsart einen zu grossen Aufwand. Ordnet man in der Mitte der Scheibe nur ein einziges Kontaktsteuerglied an, so könnte beim Ansetzen einer Schneidvorrichtung die Scheibe in schräger Lage festgehalten werden, ohne dass das Kontaktsteuerglied anspricht. Für kleinere Schaltschränke empfiehlt sich die Anordnung von zwei Kontaktsteuergliedern diagonal einander gegenüber; ein von aussen auf die Scheibe ausgeübter Druck beliebiger Richtung wird stets die Scheibe so verlagern, dass eines der Kontaktsteuerglieder oder beide ansprechen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1 das Schaubild eines Schaltschrankes gemäss der Erfindung mit geöffneter Tür.
Abb. 2 ein Kontaktsteuerglied.
Das Gehäuse 1 des Schaltschrankes besitzt eine Schaltwand 2, auf der die Schalter 3, Signallampen 4 usw. montiert sind. Vor der Schaltwand ist ein Türrahmen 5 schwenkbar gelagert, der eine Scheibe 6 trägt, durch welche die Schaltorgane, Signallampen usw. sichtbar sind. Zwischen der Scheibe 6 und dem Türrahmen 5 sind auf allen Seiten der Scheibe Leisten 7 vorgesehen, die zusammen einen Rahmen bilden. Jede Leiste weist 2 Rippen 8 auf, gegen die sich die Scheibe 6 anlegt. Diese ist also nur an einigen wenigen Stellen ihres Umfangs gelagert, wodurch eine leichte Verschieblichkeit der Scheibe 6 bei einem von aussen auf sie ausgeübten Druck ermöglicht wird. Zur Begrenzung dieser Verschieblichkeit sind an den Leisten Anschläge 9 für die Scheibe vorgesehen, die aus dem Material der Leisten herausgedrückt sein können. Die Scheibe ist demnach völlig labil eingebaut, kann aber beim Öffnen der Schranktür nicht herausfallen, da sie durch eine auf der Innenseite des oberen Türrahmenteils befestigte Biegungsfeder 10 in ihrer Lage gesichert ist. In zwei diagonal einander gegen- überliegenden Ecken der Schaltwand 2 sind federnde Kontaktsteuerglieder vorgesehen, deren Druckstifte 11 horizontal verschiebbar in der Wand 2 gelagert sind und deren Kontakte sich auf der Rückseite der Wand 2 befinden.
Bei geschlossener Tür wird die Scheibe 6 gegen die Druckstifte 11 gepresst. Wird die Tür des Schaltschranks unter Benutzung des richtigen Schlüssels geöffnet, so springen die Druckstifte unter dem Einfluss ihrer Rückstellfedern nach vorn, wobei sie ihre zugehörigen Kontakte betätigen und hierdurch den Alarmstromkreis schliessen. Wird andererseits die Scheibe ganz oder teilweise entfernt oder zertrümmert, so betätigen unter der Druckeinwirkung von aussen oder einer nachfolgenden Entspannung die Druckstifte ihre Kontakte im Sinne einer Alarmgabe.
Gemäss Abb. 2 besitzt das Kontaktsteuerglied einen U-förmigen Bügel 12, der in nicht näher dargestellter Weise mit der Schaltwand 2 verschraubt ist. An diesem Bügel sind einerseits Kontaktfedern 16 nebst ihren isolierenden Zwischenlagen 17 befestigt, andererseits sind dessen Schenkel 13, 14 durchbohrt zur Aufnahme einer längsverschieblichen Achse 15. Diese Achse trägt an ihrem einen Ende einen Druckstift 11 und am anderen Ende ein kegelig ausgedrehtes Steuerorgan 19 in Form eines Doppelkonus mit in der Mitte verengtem Teil, der als Gleitbahn für den am Ende der einen Kontaktfeder befestigten Isoliernippel 21 dient. Eine Druckfeder 20 stützt sich einerseits gegen den linken Schenkel 14 des U-förmigen Bügels und andererseits gegen die durch Abdrehen entstehende Anschlagfläche 18 der Achse 15. Entgegen der Kraft dieser Feder lässt sich also der Druckstift 11 mehr oder weniger in den Bügel hineindrücken, wobei der Isoliernippel 21 auf seiner Gleitbahn mit unterschiedlichem Druck anliegt. Andererseits begrenzt eine durch Abdrehen der Achse entstandene weitere Anschlagfläche 22 das Hineindrücken der Achse in den Bügel, sobald diese Anlagefläche sich auf dem linken Schenkel 14 des Bügels aufsetzt.
In ihrer dargestellten Ausgangsstellung bei geschlossener Schaltschranktür 5 ist die Achse 15 des Kontaktsteuergliedes soweit unter stärkerem Spannen der Druckfeder 20 in den Bügel hineingeschoben, dass der Nippel 21 auf dem mittleren Teil der Gleitbahn aufliegt, wobei die Kontaktfedern 16 geöffnet sind. Verschiebt sich die Achse unter Entspannen der Druckfeder 20 nach rechts, z.B. als Folge eines Öffnens der Schaltschranktür 5, so gleitet der Nippel 21 entlang der Oberfläche des linken Konus und schliesst die Kontaktfedern. Wird dagegen als Folge eines auf den Stift 11 ausgeübten stärkeren Drucks die Achse 15 aus ihrer dargestellten Ausgangslage in den Bügel weiter hineingeschoben, wobei die Druckfeder 20 stärker gespannt wird, so gleitet der Nippel 21 auf der Oberfläche des rechten Konus und führt dabei den gleichen Schaltvorgang wie vorher herbei.

Claims (6)

1.) Elektrischer Schaltschrank mit einer gegen unbefugtes Öffnen überwachten, die Schaltelemente verschliessenden, jedoch durchsichtigen Tür, insbesondere für Sicherheitsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein schwenkbarer Türrahmen (5) in seiner Schliesstellung eine Scheibe (6) aus durchsichtigem Material gegen federnde Kontaktsteuerglieder (11, 19) presst.
2.) Elektrischer Schaltschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (6) im Türrahmen (5) frontal nach innen nachgiebig gelagert ist.
3.) Elektrischer Schaltschrank nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Kontaktsteuerglieder (11, 19) in beiden möglichen Richtungen achsial verschiebbar sind und in beiden Richtungen ihre Kontakte betätigen.
4.) Elektrischer Schaltschrank nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (6) nur an einzelnen Stellen ihres Umfangs im Türrahmen gelagert ist.
5.) Elektrischer Schaltschrank nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (6) sich gegen wenige Rippen (8) von in den Türrahmen (5) eingesetzten Rahmenelementen (7) anlegt, die zugleich Anschläge (9) zur Bewegungsbegrenzung der Scheibe (6) besitzen.
6.) Elektrischer Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass nur zwei Kontaktsteuerglieder (11, 19) an diagonal gegenüberliegenden Stellen der hinter der Scheibe (6) liegenden Schaltwand (2) vorgesehen sind.

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