DEP0053104DA - Magnetischer Aufnahme- und Wiedergabeapparat insbesondere für Diktate - Google Patents
Magnetischer Aufnahme- und Wiedergabeapparat insbesondere für DiktateInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Aufnahme- und Wiedergabeapparate u.dgl., bei welchen die Tonaufzeichnung und -wiedergabe in an sich bekannter Weise auf magnetischem Wege erfolgen. Derartige Aufnahme- und Wiedergabeapparate haben gegenüber anderen Verfahren den beträchtlichen Vorteil, dass bei der Aufzeichnung kein vorangehender Arbeitsgang erforderlich ist, und dass die Auslöschung der bereits auf magnetischem Wege vorgenommenen Aufzeichnungen durch Hochfrequenzschwingungen gleichzeitig mit einer neuen Aufzeichnung vor sich geht.
Bei der Ausführung derartiger Diktiermaschinen hat man bereits vorgeschlagen, die Magnetogramme, d.h. die Träger der magnetischen Aufzeichnungen, in Form eines magnetisierbaren Blattes auszubilden, dass gemäss einem endlosen Band eingerollt ist. Dieses Band wird auf die zu diesem Zweck vorhandenen Zylinder einer Diktiermaschine o.dgl. gelegt und durch Lochungen angetrieben, die auf jedem Rand
oder auf einem der Ränder vorgesehen sind. Der der Aufzeichnung und Wiedergabe dienende Polkopf erhält eine Verschiebungsbewegung senkrecht zum Ablauf des Bandes, sodass die Auswertung des Magnetogramms nach einer Schraubenlinie erfolgt, indem sich der Polkopf bei jeder Umdrehung des Bandes um die Breite einer magnetischen Spur verschiebt.
Diese Vorrichtung hat folgende Nachteile:
a) Es ist unbedingt erforderlich, dass das Zusammenkleben des magnetisierbaren Blattes zur Bildung eines endlosen Bandes auf völlig einwandfreie Art und Weise vor sich geht, damit die Bewegung des Magnetogramms auf den hierfür vorgesehenen Zylindern der Diktiermaschine eine regelmässige ist, und damit kein Klemmen des Magnetogramms eintritt, wodurch dieses eingerissen oder gequetscht und so beschädigt werden könnt.
b) Das Auflegen und Entfernen der Magnetogramme erfordert die Entsperrung der Zylinder der Diktiermaschine. Diese Arbeitsgänge sind daher ihrerseits nicht einfach, und sie erfordern eine bestimmte Zeit. Ausserdem muss man darauf achten, dass die Lochungen der Magnetogramme richtig über die Zähne greifen, die zum Antrieb der Magnetogramme bestimmt sind.
Man hat auch schon vorgeschlagen, die Magnetogramme in Form einfacher, d.h. endlicher magnetisierbarer Blätter zu verwenden. Das das Magnetogramm bildende Blatt wird auf einen einzigen Zylinder der Diktiermaschine o.dgl. aufgelegt und entweder durch Lochungen oder durch gegen den
Zylinder drückende Hilfswalzen angetrieben. Die Auswertung durch den Aufzeichnungs- und Wiedergabepolkopf geht auf aufeinanderfolgenden waagerechten oder senkrechten Linien und zwar abwechselnd in einem und im anderen Sinne vor sich, indem sich das Magnetogramm an jedem Linienende senkrecht zur Bewegungsrichtung des Polkopfes um die Breite einer magnetischen Spur verschiebt.
Diese Ausführung zeigt die folgenden Mängel:
a) Das Magnetogramm oder der der Aufzeichnung und Wiedergabe dienende Polkopf verschiebt sich mit hin- und hergehender Bewegung, und es ist erforderlich, jeweils am Linienende eine mechanische oder elektrische Vorrichtung vorzusehen, welche die Verschiebungsrichtung umkehrt.
b) An jedem Linienende muss man ausserdem mechanische Mittel vorsehen, um das Magnetogramm gegenüber dem der Aufzeichnung und Wiedergabe dienenden Polkopf um die Breite einer magnetischen Spur zu verlagern. Diese verschiedenen mechanischen Bewegungen komplizieren augenscheinlich die gesamte Diktiermaschine, und wenn man schon auf die geschilderte Weise eine Vereinfachung hinsichtlich der Form des Magnetogramms erhält, so ist es doch unvermeidlich, den Mechanismus periodisch einer Bedienung oder Wartung zu unterwerfen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung derartiger Diktiermaschinen o.dgl., und zwar besteht der Zweck dieser Verbesserung in erster Linie in der Beseitigung der oben angegebenen Nachteile.
Bei Aufnahme- und Wiedergabeapparaten, insbesondere Diktiermaschinen, bei denen die Tonaufzeichnung und -wiedergabe in an sich bekannter Weise auf magnetischem Wege erfolgen, und die aus einem Trägerzylinder für das Magnetogramm und einem oder mehreren der Aufzeichnung, Wiedergabe und der Löschung dienenden Polköpfen bestehen, ist erfindungsgemäss das aus einem magnetisierbaren Blatt bestehende Magnetogramm mit einem in der Querrichtung verlaufenden Falzrand und der Trägerzylinder mit einer Längsnut versehen, in der der Falzrand des Magnetogramms befestigt werden kann. Nach dieser Befestigung des Falzes auf dem Zylinder wird das Blatt bei einer zweckmässigen Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes auf dem Zylinder gegebenenfalls durch Walzen oder federnde Hilfspapierhalter festgehalten. Im übrigen sind zweckmässig Mittel vorgesehen, um das Magnetogramm vor dem oder den der Aufzeichnung, der Wiedergabe und Löschung dienenden Polköpfen gemäss einer Schraubenlinie zu bewegen, welche die gesamte Oberfläche des Magnetogramms bedeckt. Bei jeder Umdrehung des das Magnetogramm tragenden Zylinders verlagert sich das Magnetogramm gemäss einer kontinuierlichen Verschiebungsbewegung senkrecht zur Drehbewegung, sodass das Magnetogramm sich gegenüber dem oder den der Aufzeichnung, der Wiedergabe und Löschung dienenden Polköpfen um eine Strecke bewegt, die gleich der Breite einer magnetischen Spur ist.
Es ist leicht einzusehen, dass man auf diese Weise darauf verzichten kann, das Magnetogramm in Form eines endlosen Bandes zu bilden, indem man die Ränder des das
Magnetogramm bildenden magnetisierbaren Blattes sich ein wenig überdecken lässt. Ausserdem bestehen die Antriebsbewegungen des Magnetogramms einfach aus einer Drehbewegung des Zylinders und einer kontinuierlichen Verschiebungsbewegung senkrecht zu der Drehbewegung, wobei die Bewegung während des Betriebes ohne Richtungsumkehr sind. Es kommt auch keine schnelle Dreh- oder Verschiebungsbewegung am Linienende in Frage.
Das Auflegen des Magnetogramms auf den zu seiner Aufnahme bestimmten Zylinder und das Abnehmen des Magnetogramms können erfolgen, ohne dass man den Zylinder im Laufe der Operationen irgendwie eine Festlegung der Lösung des Falzrandes des Magnetogramms in der zu seiner Befestigung dienenden Rinne erforderlich.
Um die vorstehend beschriebenen Gedanken zu verwirklichen, kann man verschiedene bekannte Antriebsvorrichtungen benutzen, sodass zahlreiche Ausführungsmöglichkeiten bestehen.
Weitere zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung weisen auch die folgenden Merkmale auf:
a) Die Polköpfe wandern mit einer kontinuierlichen, horizontalen Verschiebungsbewegung vor dem Magnetogramm, wobei der das Magnetogramm tragende Zylinder eine kontinuierliche Drehbewegung erhält, sodass das Magnetogramm nach einer fortlaufenden Schraubenlinie ausgewertet wird.
b) Der das Magnetogramm tragende Zylinder wandert mit einer kontinuierlichen waagerechten Verschiebungsbewegung vor den Polköpfen und wird ausserdem mit kontinuierlicher Drehbewegung angetrieben, sodass das Magnetogramm nach einer fortlaufenden Schraubenlinie ausgewertet wird.
In der schematischen Zeichnung zeigt Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Diktiermaschine gemäss der Erfindung, wobei die zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Teile fortgelassen sind. Hierbei handelt es sich um Bestandteile der mechanischen Vorrichtungen, von denen es zahlreiche Ausführungsformen gibt, die der Fachmann ohne weiteres zur Hand hat.
Bei dem gewählten Beispiel erhält der kombinierte Aufzeichnungs-, Wiedergabe- und Löschpolkopf eine kontinuierliche waagerechte Verschiebungsbewegung, während der das Magnetogramm tragende Zylinder mit kontinuierlicher Drehbewegung angetrieben wird.
Fig. 2 zeigt die Spur, die bei der Auswertung des Magnetogramms verfolgt wird.
Der kombinierte Aufzeichnungs-, Wiedergabe- und Löschpolkopf 1 ist auf einem Träger in Form einer von einer Schnecke 13 angetriebenen Mutter 12 befestigt. Dieser Träger gleitet auf Führungen 14 und 15, um während der Bewegung des Trägers 12 auf der Schnecke 13 jede Querbewegung zu vermeiden. Der Polkopf 1 ist durch ein Kabel 11 mit dem elektrischen Teil der Aufzeichnungs- und Wiedergabevorrichtung verbunden.
Das Magnetogramm 3 besteht aus einem magnetisierbaren Blatt mit einer umgebogenen Kante oder einem Falz 31. Das Blatt wird auf den Zylinder 2 aufgelegt und zwar derart, dass der Rand oder Falz 31 in eine Nut 24 des Zylinders 2 eingreift und darin Halt findet. Das Magnetogramm 3 wird auf dem Zylinder 2 durch Hilfswalzen 21, 22 und 23 festgehalten. Gegebenenfalls kann das Magnetogramm zusätzlich zur Sicherung eines einwandfreien Antriebes an einem seiner Ränder gelocht sein. Die Lochungen stehen dann mit Zähnen in Eingriff, die auf dem Zylinder 2 vorgesehen sind.
Der Durchmesser des das Magnetogramm 3 tragenden Zylinders 2 ist dem Format des Magnetogramms angepasst, sodass das Magnetogramm 3 nach Festlegung seines Falzes 31 in der Nut 24 des Zylinders 2 die gesamte Umfangsoberfläche des Zylinders 2 und die Nut 24 bei 32 ein wenig überdeckt.
Der (nicht dargestellte) Antriebsmotor treibt gleichzeitig das auf die Schnecke 13 aufgekeilte Zahnrad 16 und das auf die Welle 25 des Zylinders 2 aufgekeilte Zahnrad 26 an. Die Drehung des Motors bewirkt so die Drehung des Zylinders 2 im Sinne des Pfeiles 5 und die Verschiebung des Polkopfes 1 längs der Schnecke 13 im Sinne des Pfeiles 4.
Die Drehung des Zylinders 2 und der Vorschub des Polkopfes sind so geregelt, dass der Polkopf 1 bei jeder Umdrehung des Zylinders 2 um die Breite einer magnetischen Spur vorrückt. Das Magnetogramm wird also gemäss einer fortlaufenden Schraubenlinie ausgewertet, deren Spur 71 auf dem Magnetogramm 3 in Fig. 2 gezeigt ist.
Der gesamte Mechanismus kann auf einem Gestell oder in einem Gehäuse 6 befestigt sein, dessen Wand 61 beispielsweise zur Anordnung der Antriebsorgane der Diktiermaschine Verwendung finden kann.
Die Hauptvorteile der Diktiermaschine gemäss der Erfindung sind:
a) Einfachheit des mechanischen Aufbaus,
b) geringer Herstellungspreis,
c) schnelles und leichtes Auflegen der Magnetogramme,
d) verringerter Platzbedarf,
e) Möglichkeit, die Magnetogramme auf kleinem Raum unterzubringen.
Die Maschinen können im übrigen leicht mit selbsttätigen Vorrichtungen ausgerüstet werden, welche die Möglichkeit bieten,
1.) eine veränderliche Arbeitsgeschwindigkeit einzustellen,
2.) das Magnetogramm leicht mit Kennzeichen zu versehen,
3.) einen selbsttätigen Anlauf oder ein selbsttätiges Anhalten an einer beliebigen Stelle des Magnetogramms zu bewirken und
4.) mittels eines Pedals oder mit Hilfe von Druckknöpfen eine selbsttätige Fernsteuerung zu bewirken.
Claims (6)
1.) Aufnahme- und Wiedergabeapparat insbesondere für Diktate, bei dem die Tonaufnahme und -wiedergabe in an sich bekannter Weise auf magnetischem Wege erfolgt, bestehend aus einem das Magnetogramm tragenden Zylinder und ein oder mehreren Aufzeichnungs-, Wiedergabe- und Lösch-Polköpfen, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem magnetisierbaren Blatt bestehende Magnetogramm mit einem in der Querrichtung verlaufenden umgebogenen Falzrand (31) und der Trägerzylinder (2) mit einer Längsnut (24) versehen ist, in der der Falzrand des Magnetogramms befestigt werden kann.
2.) Aufnahme- und Wiedergabeapparat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das um den Trägerzylinder herumgelegte Magnetogramm an dem Zylinder haltende Hilfswalzen (21, 22, 23) oder federnde Papierhalter.
3.) Aufnahme- und Wiedergabeapparat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel, die das Magnetogramm relativ zu dem oder den Aufzeichnungs-, Wiedergabe- und Lösch-Polkof oder -Polköpfen gemäss einer Schraubenlinie bewegen, welche die gesamte Magnetogrammfläche bedeckt.
4.) Aufnahme- und Wiedergabeapparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der das Magnetogramm tragende Zylinder gedreht und das Magnetogramm kontinuierlich bei jeder
Umdrehung senkrecht zu der Drehbewegung um die Breite einer magnetischen Spur verschoben wird.
5.) Aufnahme- und Wiedergabeapparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der das Magnetogramm tragende Zylinder (2) kontinuierlich gedreht wird und der oder die Aufzeichnungs-, Wiedergabe- und Lösch-Polköpfe (1) eine senkrecht zu dieser Drehbewegung verlaufende kontinuierliche Verschiebung erfahren, die je Umdrehung des Zylinders die Breite einer magnetischen Spur ausmacht.
6.) Aufnahme- und Wiedergabeapparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der das Magnetogramm tragende Zylinder gegenüber dem oder den Aufzeichnungs-, Wiedergabe- und Lösch-Polköpfen sowohl einer kontinuierlichen Drehbewegung als auch einer senkrecht dazu verlaufenden kontinuierlichen waagerechten Verschiebungsbewegung unterworfen wird, die je Umdrehung des Zylinders der Breite einer magnetischen Spur entspricht.
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