DEP0052630DA - Spritzverfahren zur Ummantelung von elektrischen Leitungen mit thermoplastischen Isolierstoffen - Google Patents

Spritzverfahren zur Ummantelung von elektrischen Leitungen mit thermoplastischen Isolierstoffen

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DEP0052630DA
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DE
Germany
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insulating materials
thermoplastic insulating
spraying process
electrical cables
spray head
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Expired
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English (en)
Inventor
Albrecht Neustadt Böhse
Karl Neustadt Wengler
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Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Description

Bei der Herstellung von Ummantelungen von elektrischen Leitungen oder dergleichen mit thermoplastischen Isolierstoffen, insbesondere bei solchen mit hohem Wärmeausdehnungskoeffizienten, wurde beobachtet, daß nach Abkühlung des Isoliermaterials sich dieses vom Leiter unter Bildung von blasenförmigen Hohlräumen auf der Leiteroberfläche abgehoben hatte. Diese Hohlräume führten bei Spannungsbeanspruchungen zu erhöhten Verlusten, indem eine Isolierung stattfand, die schließlich zu einem Wärmedurchschlag führte. Diese Hohlräume entstehen dadurch, daß der thermoplastische Isolierstoff, insbesondere durch seinen hohen Wärmeausdehnungskoeffizienten beim Durchlaufen des Wasserbades nach dem Spritzen zunächst in der Außenschicht abgekühlt und fest wird. Die noch warmen inneren Schichten ziehen sich infolge der Abkühlung zusammen und lösen sich vom Innenleiter ab, da die äußeren, schon festen Schichten des Isoliermaterials nicht mehr nachgeben.
Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß die aus dem Spritzkopf austretende Leitung unter Druck abgekühlt wird. Um dies zu erreichen, wird zweckmäßig unmittelbar an den Spritzkopf ein insbesondere mit Wasser gefülltes Kühlrohr angeschlossen, das unter einem Überdruck von einigen, insbes. 5 atü steht. Zweckmäßig wird das Kühlrohr mit dem Spritzenkopf durch ein teleskopartiges Rohr mit Kupplungsflansch verbunden. Durch den von außen wirkenden Druck wird das noch teigförmige Isoliermaterial auf dem Leiter verdichtet, und es kann einen Hohlraumbildung infolge Schrumpfens durch die Verdichtung nicht mehr stattfinden.
Bei einer beginnenden Schrumpfung des Isolierstoffes sofort nach Austritt aus dem Mundstück der Spritze kann die eventuell beginnende Hohlraumbildung zusätzlich noch mit aus der Spritzmasse nachfließendem Isoliermaterial ausgeglichen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist bei allen thermoplastischen Materialien, insbesondere bei solchen mit hohem Wärmeausdehnungskoeffizienten, anwendbar.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt. An die Spritzmaschine (1) mit dem Mundstück (2) ist mittels eines Flansches (3) ein Zählrohr (4) angeschlossen, in welchem sich das Wasser befindet, das unter einem Druck von beispielsweise 5 atü steht und auf die ummantelte Leitung (5) einwirkt.

Claims (3)

1.) Spritzverfahren zur Ummantelung von elektrischen Leitungen oder dergleichen mit thermoplastischen Isolierstoffen bzw, Kunststoffen, insbesondere mit solchen aus hohen Wärmeausdehnungskoeffizienten, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Spritzkopf austretende isolierte Leiter unter Druck abgekühlt wird.
2.) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar an den Spritzkopf ein insbesondere mit Wasser gefülltes Kühlrohr angeschlossen ist, das unter einem Überdruck von einigen, insbesondere 5 atü, steht.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlrohr mit dem Spritzkopf durch ein teleskopartiges Rohr mit Kupplungsflansch verbunden ist.

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