DEP0051390DA - Verfahren zur Nachbehandlung gereckter Polyamidfolien - Google Patents

Verfahren zur Nachbehandlung gereckter Polyamidfolien

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DEP0051390DA
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DE
Germany
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aftertreatment
stretched polyamide
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polyamide films
stretched
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Expired
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English (en)
Inventor
Carl Reimer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Description

Es ist bekannt, Polyamidfolien in Form von Fäden, Folien o.dgl. durch Kalststreckung in längsgerichtete Erzeugnisse, bei denen die Molekülgruppen oder -ketten in einer einzigen Richtung oder eben angeordnet sind, umzuwandeln, um deren Zugfestigkeit, Biegsamkeit und Elastizität zu erhöhen. Derart behandelte Folien besitzen jedoch die nachteilige Eigenschaft, dass ihre Thermoplastizitätsgrenze durch Feuchtigkeitseinwirkung insbesondere bei plötzlicher Wärmezufuhr sehr sehr stark absinkt, sodass beispielsweise beim Umbügeln einer aus mit Polyamidfolie isolierten Leitern bestehend Spule das Folienmaterial wegschrumpfen und so eine Zerstörung der Isolation eintreten kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die mechanische Festigkeit längsgereckter Polyamidfolien bei höheren Temperaturen zu verbessern und damit die genannten Nachteile zu beseitigen. Erfindungsgemäss werden die Folien nach dem Recken getempert. Zu diesem Zweck werden die Folien beispielsweise etwa 24 Stunden lang einer Temperatur von etwa 100°C ausgesetzt.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Feuchtigkeit der umgebenden Luft bei gewissen Kunststoffen als Weichmacher wirkt. Je grösser der Weichmacheranteil bei plastischen Kunststoffen ist, umso niedriger ist deren Erweichungspunkt und umso geringer ist damit deren Reissfestigkeit bei höheren Temperaturen. Da bei gereckten Folien die Bereitschaft zur Aufnahme von Feuchtigkeit grösser wird als bei nicht gereckten Folien, ist auch ihre mechanische Festigkeit bei höheren Temperaturen geringer.
Das Verfahren findet beispielsweise Anwendung bei der Herstellung von aus mit Polyamidfolie isolierten Leitern bestehenden elektrischen Spulen, bei denen die fertiggewickelte Spule umbügelt wird. Es ist nicht notwendig, dass die Folie vor dem Aufbringen auf den Leiter getempert wird, sondern es kann auch der isolierte Leiter oder auch die fertige Spule vor dem Umbügeln dem Temperungsprozess unterworfen werden.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Nachbehandlung gereckter Polyamidfolien, dadurch gekennzeichnet, dass sie einer mehrstündigen Wärmebehandlung, beispielsweise 24 Stunden bei etwa 100°, unterworfen werden.

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