DEP0048926DA - - Google Patents
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Description
ΒΛ T)13011 IS AlTITJH- & 30DA-PABKIiL Ί. I1 -iT'bHiiLj^u^ Ii rife - '<
ii ι-η ι ^eSt 11 se haft 11In Auflösung"
Ludwigshafen a.Kh., den 13.JuIi 1949
Stei/R
Vprfahren zur Erzeugung von Kehrt on- oder IAe hr färb en-
Ks wurde gefunden, dass man Ln einfacher reise auf Geveben Mehrt on.™ oöer "lehrfarbeneffekte erzeugen kann, wenn man die Gewebe
tunlichst mit faseraffinen Stollen, wie sie üblicherweise zur Fixierung von saure Gruppen enthaltenden Farbstoffen auf Geweben
verwendet werden, bedruckt und dann das bedruckte Gewebe in einem oder mehreren Arbeitsgängen mit saure Gruppen enthaltenden Farbstoffen
behandelt. Daran anschließend kann man mit Farbstoffen, deren Affinität jeweils auf die benutzte Gewebeart abgestimmt ist,
nachbehandeln.
Das neue Verfahren eignet sich zur Erzeugung von liehrton- oder IJehrfarbeneffekten auf Geweben der verschiedensten Art, wie
besonders Baumwolle, Viskosekunstseide, Zellwolle, Wolle, naturseide; aber auch Acetatkuristseide oder Gewebe aas synthetischen
Pasern, z.B. aus Superpolyamiden, Superpolyurethanen, Polyvinylchloriden oder Polyacrylnitril, sind hierfür geeignet.
— Γ
Die aufzudruckenden Fixiermittel können den verschiedensten chemischen Verbindungsklassen angehören, nur müssen sie eine ge wisse
Affinität zu den zu bedruckenden Geweben besitzen und müssen mit saure Gruppen enthaltenden Farbstoffen, wie Substantiven
oder Satiren Farbstoffen, schwer bis unlösliche Verbindungen gpben„ Es handelt sich demnach im wesentlichen um solche Stoffe, wie
sie bekanntlich zur Nachbehandlung νο,η mit Substantiven Farbstoffen
erhaltenen Färbungen zwecks Erhöhung der Hassechtheiten derartiger Färbungen verwendet werden. Aus der grossen Zahl der
hierfür in Betracht kommenden und bereits bekannten, meist kationenakLiven Stoffe seien beispielsweise die Verbindungen der deutschen
Patentschriften 629 732, 688 302 und 694- 130 sowie der französischen Patentschriften 845 703 und 940 593 erwähnt.
Die Pi.T :ϊ ρ !"mit te] werden in der beim Bedrucken von Geweben üblichen
Weise in Form einer Druckpaste auf das Gewebe aufgedruckt. Als Verdickungsmittel kommen die für Druckpasten üblichen in Betracht,
wie Tragant, Stärke, Holzglykolsäureäther UedgleJ auch die übrigen Zusätze entsprechen den bekannten« Die Auswahl ist lediglich
so zu treffen, dass das Fixiermittel weder mit dem Verdickungsmittel noch mit den übrigen Zusätzen sich umsetzt und so
die Wirkung des Fixiermittels verkleinert oder aufgehoben wird, Geeignete Druckpas ten Bind beispielsweise folgende Mischungen;
1) 450 Teile Tragant, 290 Teile V/asser, 80 Teile eines Gemisches aus Hexantriol, Harnstoff u&dvWsLäSjar (17:335 50), 80 Teile
Harnstoff und 100 Teile eines nach^l^^^fe' 302 hergestellten Kondensationsprodukts aus Formaldehyd, Acetaldehyd und Ammonium-
2) 650 Teile Holzglykolsäureäther (vgl.Patent*(712 666 und 750 328), 90 Teile Wasser, 80 Teile des oben genannten Gemischs
aus Hexantriol, Harnstoff und V/asser, 80 Teile Harnstoff und 100 Teile des oben genannten Kondensationsproduktes aus Formaldehyd,
Acetaldehyd und Ammoniumsulfate
Die Fixiermittel enthaltenden Druckpasten der erwähnten Art werden in üblicher Weise auf das Gewebe, z.B. ein Baumwollgewebe,
aufgedruckt, Bach einer etwaigen Zwischentrocknung wird dann das bedruckte Gewebe ohne vorheriges Dämpfen mit einem Substantiven
Farbstoff gefärbt. Man erhält nun je nach der Art und Menge des aufgedruckten Fixiermittels, der Färbedauer und der Färbstoffkonzentration
im Fä,rbebad sowie der Substantivität des verwendeten Farbstoffs zum bedruckten und nicht bedruckten Gewebe die verschiedensten
Mehrtoneffekte, die vom weissen Fond und stark gefärbten Druck bis zur annähernden Tongleichheit zwischen Druck
und Fond variieren können. So wird beispielsweise der Aufdruck gegenüber dem Fond umso tiefer gefärbt, je mehr Fixiermittel der
Aufdruck enthält, da der substantive Farbstoff rascher vom Fixiermittel gebunden als vom unbedruckten Gewebe aufgenommen wird.
Ist die Farbstoffkonzentration niedrig oder die Färbedauer bei höherer Färbstoffkonzentration kurz, so wird lediglich der Aufdruck
angefärbt und der Fond bleibt weiss. Erst bei Verlängerung der Färbedauer oder Erhöhung der Farbstoffkonzentration/Oder
durch Anwendung beider l.'assnahmeu wird dann auch der Fond angefärbt und man hat es so in der Ilanc1 du roh, Auswahl der Färbebedingungen
die verschiedenartigsten Farbabstufungen zwischen Druck und Fond zu erzielen.
Man kann auch die erwähnten Gewebe mit farbigen Effekten auf v/eissem Grand nun mit andersfarbigen Farbstoffen behandeln, sodass
nun auch der Fond gefärbt wird. Man erhält so auf einfache Weise Mehrfarbeneffekte der verschiedensten Art. Beispielsweise kann
man ein mit eiern Fixiermittel bedrucktes Baumwollgev/ebe zunächst mit eineii gelben Substantiven Farbstoff so behandeln, dass nur der
Aufdruck gelb gefärbt, der Fond aber ungefärbt ist. Im gleichen Bade kann man dann einen blauen Farbstoff auffärben, sodass dann
gelbgrüne Muster auf blauem Grund erhalten v/erden. Auch hierbei kann man noch durch Viaiii der Farbstoffe und der geeigneten Färbebedingungen
die verschiedensten Abtönungen erhalten. Mehrton- und Mehrfarbeneffekte lassen sich in einfacher Weise dadurch.erzielen,
dass man das Fixiermittel jeweils in verschiedener !."enge aufdruckt (Ooupüre).
Einwandfreie farbige Muster auf weissem Grund werden auch erhalten, wenn man das bedruckte Gewebe zunächst mit einem Farbstoff
behandelt, der nur auf den bedruckten Stellen aufzieht, aber keine Affinität zum unbedruckten Gewebe hat. Beispielsweise erhält man
farbige Muster auf weissem Grund, wenn man bedrucktes Baumwollgewebe mit einem sauren Y/ollfarbstoff behandelt, da dieser wohl von
den bedruckten Stellen stark gebunden wird, aber die unbedruckte Baumwolle nicht anfärbt, oder wenn man bedruckte Acetatkunstseide
mit einem Substantiven Farbstoff behandelt; auch hier wird der substantive Farbstoff nur vom. Fixiermittel des Aufdrucks gebunden,
während er für die unbedruckte Acetatkunstseide keine Affinität hat. Durch nachbehandeln des obengenannten Baumwollgewebes mit
einem Substantiven Farbstoff können dann Llehrfarbeneffekte erzielt v/erden, ebenso kann durch liachfärben der erwähnten, nun farbig bedruckten
Acetatkunstseide mit einem Acetatlcunstseidenfarbstoff (der keinerlei Affinität zur bedruckten Acetatkunstseide hat) eine
farbig bedruckte Acetatkunstseide mit andersfarbigem Fond erhalten werden.
Claims (2)
1.) Verfahren zur Erzeugung von Mehrton- oder Mehrfarbeneffekten auf Geweben, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gewebe
rait fas eraffinen Stoffen, wie sie üblicherweise zur Fixierung von saure Gruppen enthaltenden Farbstoffen auf Geweben verwendet
werden, bedruckt und dann die bedruckten Gewebe in ein oder mehreren Arbeitsgängen mit saure Gruppen enthaltenden Farbstoffen
behandelt,
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Behandlung mit Farbstoffen anschliesstj deren Affinität
auf die benutzte Gewebeart abgestimmt ist*
BADISCHIS ANILIN» & SODA-FABRIK«^
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