DEP0048622DA - Gleitsicherung für Bauwerke, wie Wehre, Talsperren o. dgl. - Google Patents
Gleitsicherung für Bauwerke, wie Wehre, Talsperren o. dgl.Info
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Description
Werden in Bauwerke horizontale Kräfte eingeleitet, so ist die Gleitsicherheit dann gegeben, wenn diese Horizontalkräfte durch Reibung an der Bauwerkssohle oder durch Erdwiderstand an den lotrechten Bauwerksflächen vom Untergrund aufgenommen werden können. Bei grösseren Horizontalkräften jedoch ist die gewünschte Gleitsicherheit oft nur schwer zu erreichen und erfordert dann Bauwerksabmessungen, die erheblich größer sind als sie die Aufnahme der lotrechten Last bedingen würde.
Anstatt das für die Gleitsicherheit erforderliche Gewicht durch die Masse des Bauwerkes selbst zu erreichen, sieht der Gegenstand der Erfindung vor, die in Richtung der Horizontalkraft hinter dem Bauwerk liegenden Bodenmassen für die Aufnahme dieser Horizontalkraft weitestgehend auszunutzen. Der Gedanke dabei ist, den Erdwiderstand hinter dem Bauwerk je nach Bedarf ein- oder mehrmals durch Einstellen einer mit dem Bauwerk verbundenen Stützwand jeweils hinter der der vorhergehenden Wand zugeordneten Gleitfläche zu gewinnen. In der Zeichnung ist die Anordnung nach der Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 einen lotrechten Schnitt und
Figur 2 den zugehörigen Grundriss des Bauwerkes mit den davor liegenden Stützwänden.
Bezeichnet a ein durch eine Horizontalkraft b beanspruchtes Bauwerk, so wird diese zunächst durch die Sohlreibung c unter dem Bauwerk und durch den Erdwiderstand d(sub)1 aufgenommen. Wenn dieser nicht ausreicht oder die Gleitsicherheit nicht genügend erscheint, so wird der überschüssige Teil der Horizontalkraft durch Riegel aus Beton e, e(sub)1 auf Stützwände f, f(sub)1 abgeleitet, an denen nochmals ein Erdwiderstand d(sub)2 entsteht. Durch Anordnung weiterer Stützwände mit den zugehörigen Riegeln können beliebig grosse Horizontalkräfte im Boden aufgenommen werden, ohne daß das Bauwerk a vergrößert zu werden braucht. Die Stützwände sind so anzuordnen, daß sie nicht in den Gleitkeil an der vorhergehenden Stützwand eingreifen.
Das Verfahren hat demnach den Zweck, die Horizontalkraft nicht an einer einzigen Stelle unter dem Bauwerk a auf das Erdreich zu übertragen, sondern an mehreren Stellen hintereinander, so daß neben dem Gewicht des Bauwerks a auch das ganze Erdreich hinter dem Bauwerk an der Kraftaufnahme beteiligt wird. Für die Gewinnung dieser zusätzlichen Erdwiderstände sind nur verhältnismässig dünne Wände und schmale Riegel herzustellen, Bauwerke demnach, die an Masse nur einen Bruchteil der Masse enthalten, die das Bauwerk a haben müsste, wenn es allein die Horizontalkraft aufzunehmen hätte.
Es ist weiterhin möglich, in den Riegel Pressen einzubauen und die Stützwände vor Inbetriebnahme des Bauwerks gegen das Erdreich anzupressen und die mit der Überleitung der Horizontalkraft auf das Erdreich verbundene Horizontalverschiebung vorweg zu nehmen, so daß sie sich nicht mehr auf das Bauwerk auswirken kann. Man besitzt also mit der zusätzlichen Stützwand zugleich auch ein Mittel, die Starrheit eines Bauwerks in horizontaler Richtung künstlich herbeizuführen.
Das vorgeschlagene Verfahren kann bei allen durch erhebliche waagrechte Kräfte beanspruchten Bauwerken zur Anwendung kommen, beispielsweise bei Wehren, die nicht unnachgiebig auf Fels gegründet werden können, desgleichen bei Talsperren, Bogenwiderlagern, Ankerpfeilern von Hängebrücken, Pollern u. dergl. mehr.Der wirtschaftliche Vorteil des Verfahrens besteht in einer erheblichen Massenersparnis an Beton oder Mauerwerk gegenüber den bisher bei solchen Bauwerken ausschliesslich bekannten Konstruktionen, bei denen die Horizontalkraft nur durch Sohlreibung und in einzelnen Fällen auch durch Erdwiderstand allein am Bauwerk selbst aufgenommen wurde.
Claims (1)
- Gleitsicherung für Bauwerke, wie Wehre, Talsperren u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung der Horizontalkräfte hinter dem Bauwerk (a) eine oder mehr mit diesem fest verbundene Stützwände (f, f(sub)1) in solchen Abständen angeordnet sind, daß die Stützwände (f, f(sub)1) hinter der Gleitfläche der an der jeweils vor ihr liegenden Wand anstehenden Erdmasse liegen.
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