DEP0048601DA - Auslösevorrichtung für elektrische Überstromschalter - Google Patents

Auslösevorrichtung für elektrische Überstromschalter

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DEP0048601DA
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Germany
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tripping device
electrodynamically
electrical overcurrent
thermal
switches
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Inventor
Wilhelm Nürnberg Leyhausen
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Description

Elektrische Überstromschalter wie sie zum Schutze von Leitungen, Geräte und Motoren verwendet werden, sind meistens mit Auslösevorrichtungen versehen, die so beschaffen sind, dass kurzseitige Überlastungen geringerer Höhe ohne Wirkung vorübergehen, währen höhere Überlastungen und Kurzschlüsse die sofortige Auslösung des Schalters mittels einer elektromagnetischen Schnellauslösung herbeiführen.
Gemäß der Erfindung wird die Schnellauslösung durch einen elektrodynamisch bewegten leiter gebildet, der sowohl allein wie in Verbindung mit einer technischen Auslösung arbeiten kann. Der elektrodynamisch bewegte Leiter kann auch ein Thermostat sein.
Durch die Erfindung werden die Überstromschalter erheblich vereinfacht und verbilligt, da Magnet und Anker fortfallen. Dort, wo man eine elektromagnetische Funkenlöschung verwenden will, kann diese vereinfacht werden, da man beim Aufbau des Schalters keine Rücksicht auf die doppelte Funktion des Magnets für Schnellauslösungen und Funkenlöschung nehmen muss.
Die Zeichnung stellt ein Anwendungsbeispiel der Erfindung dar.
Auf dem Isolierklotz e (Abb. 1) ist die Blattfeder b befestigt, auf der, beeinflusst durch die Feder f und unter Zwischenschaltung des Isolierpuffers i, die Blattfeder a ruht. Letzterer gegenüber steht der mit der nicht gezeichneten Mechanik des Schalters in Verbindung stehende Stößel x. Die Blattfedern a und b sind an die flexiblen Stromzuführungen m und n angeschlossen. Fließt nun ein Strom von genügender Stärke von m über a, b nach n oder umgekehrt, so werden die Blattfedern a und b elektrodynamisch auseinander getrieben und die Blattfeder a geht in die punktiert gezeichnete
Stellung, wobei sie den Stößel x bewegt und den Schalter zur Auslösung bringt.
Bestehen die Blattfedern a und b aus Bimetall und tritt eine länger andauernde Überlastung geringerer Höhe ein, so biegen sich die beiden Federn unter dem Einfluss der Erwärmung durch und bewegen ebenfalls den Stößel x bis zur Auslösung des Schalters (Abb. 2). Da beide Federn sich gleichmäßig bewegen, bleibt die elektrodynamische Wirkung zwischen ihnen immer gleich und ein plötzlicher Kurzschluss würde die sofortige Auslösung des Schalters bewirken, gleichviel in welcher Stellung sich die Blattfedern a und b befinden.
Es ist selbstverständlich, dass auch nur einer der beiden Leiter a und b aus Bimetall bestehen kann. Ebenso kann ein Schalter gleichzeitig mit einer rein elektrodynamisch und rein thermisch wirkenden Auslösung versehen sein, die unabhängig oder abhängig voneinander wirken. Statt fördern , kann es für bestimmte Fälle auch zweckmäßig sein, dass sich beide Auslösungsarten hemmend und verzögernd beeinflussen. Die Auslösung kann auch unter Zwischenschaltung eines Kraftspeichers erfolgen. Die Erfindung ist nicht an die dargestellte Ausführungsform gebunden. Insbesondere können die die dynamische Wirkung herbeiführenden Leiter jede beliebige zweckmäßige Form haben und auch so geschaltet werden, dass sie sich sowohl anziehen als auch abstoßen können.

Claims (4)

1. Auslösevorrichtung für elektrische Überstromschalter, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem oder mehreren elektrodynamisch bewegten Leitern besteht.
2. Auslösevorrichtung für elektrische Überstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der elektrodynamisch bewegten Leiter aus einem Bimetall bestehen.
3. Auslösevorrichtung für elektrische Überstromschalter mit einer thermischen Auslösung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung der thermischen Auslösevorrichtung, dass die durch die thermische Auslösung hervorgerufene Bewegung die elektrodynamisch erzeugte Bewegung hemmend oder fördernd beeinflusst.
4. Auslösevorrichtung für elektrische Überstromschalter mit einer thermischen Auslösung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung des oder der elektrodynamisch bewegten Leiter, dass die elektrodynamisch erzeugte Bewegung die Bewegung der thermischen Auslösevorrichtung hemmend oder fördernd beeinflusst.

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