DEP0048440DA - Dichtungsmaterial aus gesinterter und graphitierter Steinkohle - Google Patents

Dichtungsmaterial aus gesinterter und graphitierter Steinkohle

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DEP0048440DA
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Germany
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sealing
sealing material
sintered
material made
coal
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Bernhard Wanne-Eickel Koch
Fritz Bochum-Hordel Lange
Walter Dr. Essen Schreiber
Original Assignee
Fried. Krupp Zechen Hannover und Hannibal, Bochum-Hordel
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Dichtungsmaterial, das die Form von kompakten Körpern wie Ringen, Hülsen, Kegeln, Einsätzen und dergleichen oder die Form von Packungsmaterial für Stopfbüchsen zum Abdichten von Ventilen, Kolben, Wellen, Stangen, Schiebern usw. haben kann und zur Abdichtung gegen die verschiedensten Medien wie Wasser, Dampf, Gas, Luft, Treibstoffe, Öle, Säuren und dergleichen geeignet ist.
Bisher wurden als Dichtungsmaterial für solche Zwecke Gummi, Metall, mit Graphit imprägniertes Zellstoffmaterial, Elektrokohle oder dergleichen benutzt. Bei der Verwendung solcher Dichtungsmaterialien zeigen sich jedoch Nachteile der verschiedensten Art, die die Anwendung dieser Stoffe in vielen Fällen sogar unmöglich machen. So gibt es unter diesen bekannten Dichtungsmaterialien solche, die nicht in allen Fällen die genügende Widerstandsfähigkeit besitzen oder zu schnell verschleißen oder infolge thermischer oder chemischer Umwandlungen ihren Dichtungszweck nicht mehr erfüllen können und daher vorzeitig abnutzen.
Es hat sich nun gezeigt, daß ein Universaldichtungsmaterial für praktisch alle Dichtungszwecke mit oder ohne Zusatz von Gleit- oder Bindemitteln gesinterte und graphitierte Steinkohlenstaube darstellen. Bei Verwendung von Dichtungsmaterial dieser Art werden besondere Vorteile erzielt, die im Zusammenhang mit den besonderen spezifischen Eigenschaften dieses Kohlekunststoffes stehen. Im Vergleich mit Dichtungsmaterial aus bekannten Kunstkohlen, die nicht unmittelbar aus Steinkohlen gewonnen werden, zeichnet sich das neue Dichtungsmaterial insbesondere dadurch aus, daß es im Zusammenhang mit der hohen Kornfeinheit der zu seiner Herstellung verwendeten Steinkohlenstaube äußerst homogen, feinporig und dicht ist.
Durch spanabhebende Bearbeitung kann daher eine äußerst glatte und dichte Oberfläche erzielt werden, wie sie für Dichtungszwecke besonders geeignet ist. Im Zusammenhang mit der hohen Kornfeinheit der Ausgangskohle und damit Feinheit des Sintergefüges steht auch die hohe mechanische Festigkeit, die diesen Kunstkohlen eigen ist. Hinzu kommt, daß bei Verwendung von Steinkohlenstauben als Ausgangsmaterial verschiedene Grade der Graphitierung erreicht werden können, wobei man es in der Hand hat, durch geeignete Rohstoffauswahl und entsprechende Abstimmung der Herstellungsbedingungen das für den jeweiligen Verwendungszweck bestgeeignete Material herzustellen. Außerdem ist es von größtem Vorteil, das Dichtungsmaterial dieser Art selbstschmierende und selbstdichtende Eigenschaften hat, indem abgeriebener Graphit in die etwas vorhandenen Unebenheiten wie Rillen, Poren und dergleichen eindringt und dadurch eine absolute Dichtung erzielt wird, die auch nach längerem Gebrauch nicht schlechter, sondern eher besser wird. Es hat sich auch gezeigt, daß die Reibungswiderstände bei Verwendung des neuen Dichtungsmaterials weitgehend herabgesetzt werden. Infolge der bereits von Anfang an vorhandenen oder während des Gebrauchs entstandenen Glätte der Dichtungs- und Metalloberfläche wird sowohl ein Festfressen als auch die Abnutzung der mit einer feinen Graphithaut überzogenen Maschinenteile wie Wellen, Stangen, Spindeln, Kegel usw. in bisher unbekanntem Maße verhindert. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei Vorrichtungen, die mit Dichtungsmaterial der vorliegenden Art ausgerüstet sind, eine außerordentlich lange Lebensdauer erzielt werden kann.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen Absperrhahn, der mit einem durch Sintern und Graphitieren von Steinkohlenstauben hergestellten Dichtungseinsatz versehen ist.
Fig. 2 eine Draufsicht auf diesen Absperrhahn.
Mit 1 ist eine Rohrleitung bezeichnet, in die der Absperrhahn 2 eingebaut ist. Der Hahn 2 ist mit dem Küken 3 versehen. Zum Zwecke der Abdichtung ist der gemäß der Erfindung hergestellte hülsenförmige Einsatz 4 in den Hahn 2 eingebaut. Anstatt der Dichtungseinsatz 4 aus gesinterter und graphitierter Steinkohle herzustellen, kann man auch so vorgehen, daß man das Küken selbst aus solchem Material anfertigt. In diesem Falle ist es nicht erforderlich, einen besonderen Dichtungseinsatz einzubauen, da das Küken selbst die dichtende Wirkung ausübt.
In Fig. 3 ist ein mit einem Dichtungsring ausgestattetes Absperrorgan im Schnitt dargestellt; Fig. 4 veranschaulicht eine Draufsicht auf dieses Absperrorgan.
Der gemäß der Erfindung aus gesinterten und graphitierten Steinkohlenstauben hergestellte Dichtungsring 5 ist mit Löchern 6 versehen und kann so um seine Achse gedreht werden, daß die Löcher 6 auf die entsprechenden Gegenlöcher 7 des Absperrkörpers 8 zu stehen kommen. In dieser Stellung ist für das zu transportierende Mittel (Luft, Flüssigkeit oder dergleichen) der Durchfluß gegeben. Durch eine Drehung des Ringes 5 um seine Achse kann dieser Durchfluß gedrosselt oder unterbrochen werden. Dadurch, daß der Ring 5 aus dem nach der Erfindung zu verwendenden Material hergestellt ist, ist eine einwandfreie und dauerhafte Dichtung des Absperrorganes gewährleistet

Claims (1)

  1. Dichtungsmaterial in Form von Dichtungskörpern wie Ringen, Walzen, Kegeln, Einsätzen und dergleichen oder in Form von Packungen, dadurch gekennzeichnet, daß es aus mit oder ohne Zusatz von Gleit- oder Bindemitteln gesinterten und graphitierten Steinkohlenstauben besteht.

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