DEP0046425DA - Untersuchungs- und Operationsstuhl. - Google Patents

Untersuchungs- und Operationsstuhl.

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DEP0046425DA
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Germany
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chair according
operating chair
operating
rollers
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Fritz Dr.-Ing. Drabert
Erwin Letzguß
Original Assignee
Fr. Drabert Söhne, Minden, Westf.
Publication date

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Description

Stand der Technik:
In den letzten Jahren sind eine Reihe verschiedener Konstruktionen von Operationsstühlen geschaffen worden. Diese Stühle besitzen zum Teil hohen chirurgischen Wert insbesondere für Kliniken, jedoch entsprechen sie nich den vollen Anforderungen eines praktischen Spezialarztes insbesondere dem Facharzt für Kopfbehandlung.
Verlangt wird die universelle Verwendungsmöglichkeit, wie die notwendige Einstellung in die verschiedenen gewünschten Lagen, die zur Vereinigung der bekannten Dreh- Untersuchungs- und Operationsstühle mit labyrinth-physiologischen Untersuchungsstühlen und Autokopierstühlen dienen. Ferner leichte Bauart, leichte Beweglichkeit durch Fußrollen, größte Fußfreiheit, Verstellung der Rückenlehne auf der senkrechten bis unter die waagerechte Lage hinaus nach unten, sowie selbsttätige Blockierung des Drehsitzes. Auch war erwünscht, die Möglichkeit zu schaffen, den Patienten aus der sitzenden Stellung ohne großen Kraftaufwand mit leichter sanfter Bewegung in die Liegestellung, bis in die Operationslage zu bringen. Alle diese Erfordernisse wurden mit noch weiteren in der nachfolgenden Beschreibung erwähnten Vorteilen in dem erfindungsgemäßen Untersuchungs- und Operationsstuhl vereinigt.
Mit einem Untergestellkreuzkopf (1) ist vertikal stehend der Hubkolbenzylinder (2), sowie zwei als Ölkammern dienende dicht am Boden liegende Fußrohre (3) und ein als Ölpumpenzylinder dienende Fußrohr (4) verbunden. Die in das Fußrohr (4) eingebaute Ölpumpe wird durch den in der Manschette (5) gelagerten, zweiteiligen Fußhebel (6-7) betätigt. Die Fußhebelhälfte (7) ist eiNKlappbar, um eine Behinderung des Stuhles in der Drehbewegung zu vermeiden. Die Ölpumpe ist mit den Ölkammern und dem Hubzylinder (2) durch geeignete Kanäle mit Zwischenventilen so verbunden, daß sich bei Betätigung der Pumpe der Hubkolben (8) hebt und bei Betätigung des Ablaßventil-Fußhebels (62) senkt. Zur Erreichung der erforderlichen Hubhöhe ist in dem als Hohlkörper ausgebildeten Hubkolben (8) ein zweiter Hubkolben (9) eingelassen. Beide Hubkolben (8 u. 9) werden durch Gleitbüchsen (10) geführt. Am oberen Ende des Hubkolbens (8) sind zwischen zwei Schellenhälften (11) auf Bolzen (12) zwei Rollen (13) gelagert. Ein Stahlband (14) z.B. aus nichtrostenden Stahl mit hoher Festigkeit ist um die drei Rollen (13) gelegt, dessen Enden mit einem Ring (15) mittels Klemmbacken (16) gehalten werden. Ein zweiteiliger Ring (17) ist in eine am oberen Ende des Hubzylinders (2) eingedrehte Nute eingelagert und dient als Stütze des von unter her über ihn geschobenen Kugellagerringes (18). Der darunter befindliche Kugellagerdeckel (19) wird mit dem Ring (15) verschraubt. Zwischen Kugellagerring (18) und Kugellagerdeckel (19) befinden sich die Lagerkugeln (20). Die vom Hubkolben (9) übernommene Last ruht durch Übertragung von Rollen (13) im unteren Teil des Hubkolbens (9) auf dem Stahlband (14). Durch die Zugkraft des Stahlbandes (14) wird der Ring (15) mit Kugellagerdeckel (19) über die Kugeln (20) und dem Kugellagerring (18) gegen den zweiteiligen Ring (17) gedrückt. Wird der Hubkolben (8) gehoben, so heben sich mit ihm die an seinem oberen Ende gelagerten Rollen (13). Da die Stahlbandenden am Ring (15) mittels Klammer (16) gehalten werden, verlängert sich das Drum zwischen den Stahlbandenden und den Rollen (13) am oberen Ende des Hubkolbens (8). Die Verlängerung des Drums zwischen oberen Rollen (13) und der im Hubkolben eingebauten Rollen (13) und ein gleichzeitiges zusätzliches Heben des Hubkolbens (9) zum Hubkolben (8) zur Folge. Die Hubkolben (8) und (9) sind mit Nuten (21) und (22) versehen, in welche die an den Schellenhälften (11) und am Ring (15) angebrachten Führungsstücke (23) und (24) eingreifen, die ein Verdrehen der Teile 8 - 24 untereinander verhindern. Bei den Drehbewegungen bleiben die Teile 8 bis 24 immer in gleicher Richtung zu einander und durch eine an sich bekannte geeignete Klemmeinrichtung werden diese Teile in beliebiger Winkelstellung mittels Hebel (25) blockiert. Am oberen Ende des Hubkolbens (1) ist in Stabkonstruktion ein geeigneter Träger (26) befestigt, an dem einmal eine runde Sitzplatte (27) drehbar gelagert ist. Durch eine allgemein bekannte Rasteinrichtung, die durch Hebel (28) unter der Sitzplatte (27) ausgelöst wird, ist diese Sitzplatte in verschiedenen Winkelstellungen zu blockieren. An den hinteren Enden des Trägers (26) ist die Rückenlehne (29) in den Punkten (30) drehbar gelagert. Das vordere Teil des Trägers (26) ist als Gleitbahn für einen Schlitten (31) ausgebildet. An diesem Schlitten ist in den Punkten (32) die Beinauflage (33) aufgehängt. Durch die Stangen (34) ist der Schlitten (31) in den Punkten (32) mit der Rückenlehne (29) in ihrer unteren Verlängerung in den Punkten (35) verbunden, wodurch bei der Pendelbewegung der Rückenlehne (29) eine horizontale Verschiebung der Punkte (32) mit Schlitten (31) erreicht wird. Mit dieser horizontalen Verschiebung tritt gleichzeitig eine Auslagerung der Beinauflagen (33) ein, die zur Erreichung der notwendigen Länge für den Operationstisch erforderlich ist.
Die Armauflagen (36) sind in den Punkten (37) an der Rückenlehne (29) aufgehängt. Die Gestänge (38) und (39) in den Punkten (40) miteinander verbunden, werden in den Punkten (41) an den unteren Verlängerungen der Rückenlehne (29) aufgehängt, mit ihren freien Enden einerseits in den Punkten (42), mit der Beinauflage andererseits in den Punkten (43) mit den Armauflagen (36) verbunden.
Durch diese sinnvolle Gestängekonstruktion wird erreicht, daß beim Ausschwenken der Rückenlehne aus der Sitzstellung in die Liegestellung die Armauflagen aus ihrer normalen Höhenlage mit der Oberfläche plan zur Sitzauflagefläche zu liegen kommen und die Beinauflage in die Waagerechte ausschwenkt, wobei die Beinauflage vermittels der Schlittenverschiebung unter Einwirkung der Stange (34) um ein erforderliches Maß ausladet. An den benannten Träger (26) ist am hinteren Teil mittig noch ein Lagerarm (44) starr befestigt. Zwei Rohre (45) und (46) ineinander teleskopartig verschiebbar, sind an ihren freien Enden einmal mit der Rückenlehne (29) in Punkt (47) und zum andern mit dem Lagerarm (44) in Punkt (48) verbunden. Die am äusseren Rohr angebrachte Klemmvorrichtung (49) wird mittels Hebel (50) betätigt und fixiert die beiden Rohre (45 u. 46) in beliebigen Stellungen, wodurch die Rückenlehne (29) in jeder gewünschten Lage gehalten wird. Die zugehörige Kopfstütze (51) wird oberhalb der Rückenlehne (29) in das Rohr (46) eingeführt und in der gewünschten Stellung durch Hebel (52) festgeklemmt. Der obere erwünschte Teil der Rückenlehne (53) läßt sich in den Punkten (54) des Rückenlehnenrohrrahmens (29) ausschwenken, wozu er durch eine Stützstange (55) abgestützt wird, die einerseits am oberen Ende der Rückenlehne (53) in Punkt (56) und andererseits an einer um das Rohr (46) fassende Schelle (57) festgeklemmt und somit die Stützstange (55) blockiert. Die Kopfstütze (51) läßt sich wechselweise einmal in Rohr (46), zum anderen an der klappbaren oberen Rückenlehne (53) anbringen.
Zur Bewegung des Operationsstuhles sind im Untergestellkreuzkopf (1) zwei große kräftige Rollen (60) gelagert. Durch einen Fußhebel (61) werden mittels Exzenter diese Rollen (60) gehoben, wodurch der Operationsstuhl leicht gefahren und auf der Stelle gedreht werden kann.
Zur elektrischen Stromzuführung für labyrinth-physiologische Untersuchungen sind zur Übertragung zum drehbaren Oberteil (15) des Stuhles am feststehenden Zylinder (2) Schleifkontakte (63) und am Drehring (19) zwei Schleifringe (64) befestigt. Hierdurch sind bei Drehung des Stuhles elektrische Zuleitungskabel nicht mehr hinderlich.

Claims (1)

  1. Anspruch 1: Untersuchungs- und Operationsstuhl, dadurch gekennzeichnet, daß dessen in einem Kreuzstück (1) verbundenen Beine (3) aus Rohr gebildet sind und als Ölkammer für die hydraulische Pumpe dienen.
    Anspruch 2: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in deinem der Rohrbeine (4) die hydraulische Pumpe untergebracht ist, wobei das Rohrbein (4) als Pumpenzylinder dient.
    Anspruch 3: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß durch zwei am Kreuzstück (1) mittels Hebels (61) ausschwenkbare Rollen (60) der auf den Rohrbeinen (3 u. 4) feststehende Stuhl angehoben wird und auf den Rollen (60) gefahren werden kann.
    Anspruch 4: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1-3 dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzhöhenverstellung mittels Doppelteleskop (8 u. 9) , bestehend aus einem im Standrohr (2) geführten und durch die Druckflüssigkeit bewegten Hohlkolbens (8) und einer in diesem Hohlkolben geführten Säule (9), betätigt wird, wobei die Säule (9) mittels eines über drei Rollen (13) geführten Stahlbandes (14) gehoben und gesenkt wird.
    Anspruch 5: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Stuhlsitz (27) in den gewünschten Stellungen durch Rasten selbsttätig blockiert und mittels Hebels (28) ausgelöst werden kann.
    Anspruch 6: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1-5 dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil der ansich (53) schwenkbaren Rückenlehne (29 u. 53) getrennt nochmals schwenkbar ist.
    Anspruch 7: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1-6 dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbare Rückenlehne (29) aus der senkrechten über die waagerechte in eine nach unten geneigte Lage gebracht werden kann, wobei gleichzeitig die Beinauflage (23) in die Sitzebene bzw. darüber hinaus geschwenkt und zugleich in seiner Längsrichtung ausgefahren wird.
    Anspruch 8: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1-7 dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Armauflagen (36) in Verbindung mit der schwenkbaren Rückenlehne (29 u. 53) zwangsläufig in die Sitzplattenebene gesenkt werden.
    Anspruch 9: Untersuchungs- und Operationsstuhl nach Anspruch 1-8 dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Stromzuführung für labyrinth-physiologische Untersuchungen vom feststehenden Stuhlunterteil (2) zum drehbaren Oberteil (15) durch am feststehenden Zylinder (2) angeordnete Schleifkontakte (63) und am Drehring (19) befestigte Schleifringe (64) erfolgt.

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