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Die Erfindung betrifft einen Operationsstuhl für einen behandelnden Arzt, mit einem stufenlos in der Höhe verstellbaren, an einem Tragrohr befestigten Sitz, einem innerhalb des Tragrohres angeordneten Standrohr, an welchem ein mit Rollen versehenes Fussgestell befestigt ist und einem innerhalb des Standrohres angeordneten Hubaggregat, welches mit dem Tragrohr wirkverbunden und über ein Hebelsystem entsperrbar ist, wobei dann der Sitz je nach Belastung höhenverstellbar ist.
Es ist ein Drehsessel für einen Arzt gemäss der deutschen Auslegeschrift 1900949 bekannt, bei welchem oberhalb eines aus einzelnen Auslegern gebildeten Fussgestells ein ringförmiger, mit dem Fuss bedienbarer Schaltteller angeordnet ist, welcher über einen Schaltstössel und einen Kipphebel ein Ventil einer Gasfeder betätigt und somit eine stufenlose Höhenverstellung des Sitzes ermöglicht.
Um während der Behandlung, je nach Be- und Entlastung, diese Höhenverstellung des Sitzes zu erreichen, ist es bei diesem Drehsessel erforderlich, dass der Arzt mit dem einen Fuss sein Körpergewicht anhebt und mit dem andern Fuss den Schaltteller bedient, wodurch jedoch eine unerwünschte Körper-Gewichtsverlagerung sowie eine einseitige Belastung entsteht, die sowohl die erforderliche Standsicherheit des Drehsessels als auch die erforderliche Standsicherheit des Arztes nicht gewährleistet und somit eine nicht zumutbare Einengung der Tätigkeit des behandelnden Arztes bedeutet.
Bei einem kombinierten Operationsstuhl mit schwenkbarem Arbeitssessel für den behandelnden Arzt gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 1110818 ist unter anderem bekannt, einen Schwenkarm mit Haltevorrichtung für
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B.Schwenkarm mit der Fussraste flach über dem Boden angeordnet und so beschaffen ist, dass bei
Gewichtsbelastung durch den Fuss des Arztes eine Aufnahme dieser Belastung durch den Fussboden erfolgt und somit bei Bedarf der Arbeitssessel ohne Schwierigkeiten aus dem Arbeitsbereich geschwenkt werden kann und der Fuss-Schalter nach wie vor in seiner vorbestimmten Lage verbleibt.
Ausgehend vom erwähnten Stand der Technik, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen standsicheren Operationsstuhl zu schaffen, bei welchem, unter Beibehaltung des Bodenkontaktes beider Füsse und ohne jegliche Zuhilfenahme der Hände des Operateurs, eine kontinuierliche Höhenverstellung eines an einem Tragrohr befestigten Sitzes, durch eine mit dem aus dem Fussgelenk anhebbaren Absatz des einen Fusses betätigbare Pedale erfolgt, dass weiterhin das teleskopartig über ein Standrohr greifende Tragrohr, zentrisch sowie ohne Verkanten axial verschiebbar am Standrohr geführt und zugleich drehsicher mit dem Standrohr verbunden ist, und dass ausserdem das am Standrohr befestigte, aus mehreren Auslegern bestehende Fussgestell eine relativ kleine Ausladung aufweist.
Der erfindungsgemässe Operationsstuhl ist durch die Vereinigung folgender Merkmale gekennzeichnet : a) symmetrisch zwischen zwei Auslegern des Fussgestelles ist mit einstellbarer Bodenfreiheit ein mit seiner Oberkante höchstens 4 cm über dem Boden angeordnetes Fusspedal vorgesehen, welches mit einem Hebel an einem auf einen Stössel des Hubaggregates wirkenden und am Standrohr schwenkbar gelagerten Winkelhebel befestigt ist, b) gleichmässig am inneren Umfang verteilt und parallel zur Mittelachse verlaufend sind am Tragrohr mindestens drei Führungsnuten vorgesehen, c) in Zuordnung zu den am Tragrohr angeordneten Führungsnuten sind am äusseren Umfang des
Standrohres jeweils mindestens zwei übereinanderliegende, im Abstand zueinander angeordnete
Rollen befestigt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen mit seinen wesentlichen Teilen im Längsschnitt dargestellten, höhenverstellbaren Operationsstuhl mit schematisch dargestelltem Hubaggregat, Fig. 2 eine im Schnitt gemäss der Linie II-II in Fig. l dargestellte Draufsicht auf das Fussgestell des Stuhles, und Fig. 3 einen Schnitt gemäss der Linie III-III in Fig. 1.
Fig. 1 zeigt im Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel eines Operationsstuhles mit einem stufenlos höhenverstellbaren Sitz einem Tragrohr--3--, einem innerhalb des Tragrohres --3-- angeordneten Standrohr--4--mit daran befestigtem Fussgestell --6-- und einem innerhalb des Standrohres--4-- angeordneten Hubaggregat--5--.
Auf der unteren Seite stützt sich das auf dieser Seite mit einem Stössel--21--versehene Hubaggregat --5-- auf eine im Standrohr--4--angeordnete, eine Bohrung--25--aufweisende Scheibe--13--ab und ist mit einem, den durch die Bohrung --25-- hindurchgeführten Absatz des Hubaggregates--5-umgreifenden Sicherungsring--22--gehalten.
Um die Montage des Sicherungsringes--22-zu erleichtern,
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angepasste Bohrung--24--einer in dem Tragrohr--3--angeordneten Scheibe--19--hindurchgesteckten Kolbenstange--20--versehen, und mit einem das abgesetzte Ende der Kolbenstange--20--umgreifenden Sicherungsring--23--gehalten.
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zugeordneten, am Standrohr--4--befestigten Haltering--17 bzw. 15--in nicht näher dargestellter Weise drehbar gelagert.
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Von der Unterkante bis annähernd zur Scheibe--19--sind gleichmässig am inneren Umfang des Tragrohres--3--, analog zu den Rollen--16, 18--verteilt angeordnete und parallel zur Mittelachse des
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versehenen Tragrohr --3-- befestigte Sitz --1--, beim Auf-und Abwärtsbewegen, optimal geführt und gleichzeitig gegen Verdrehung gesichert ist. In Fig. l sind die Rollen--16, 18--mit den zugehörigen Nuten --14-- versetzt dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine im Schnitt dargestellte Draufsicht und man erkennt das Tragrohr--3--mit den Nuten --14--, das Standrohr--4--mit dem Haltering--17--, welcher im Durchmesser etwas kleiner als der Innendurchmesser des Tragrohres--3--ist, die in den Nuten--14--geführten Rollen--18--sowie die Kolbenstange-20-des Hubaggregates-5-.
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welche zusätzlich noch mit nicht näher dargestellten und in den Auslegern angeordneten Ausgleichsgewichten - versehen werden können, um somit dem Operationsstuhl eine noch bessere Standsicherheit zu geben.
Oberhalb der Ausleger--27--ist in entsprechender Höhe eine sich auf den Auslegern abstützende Fussraste - -26-- vorgesehen, welche vorzugsweise wie das in Fig. 2 dargestellte Beispiel ausgebildet und angeordnet ist.
Symmetrisch zwischen zwei Auslegern--27--ist am unteren Ende des Standrohres-4--, zwischen zwei am Standrohr --4-- befestigten Lagerblechen --31--, ein Winkelhebel--10--an einem als Drehpunkt dienenden Bolzen--32--gelagert, wobei das eine Ende des Winkelhebels--10--durch einen im Standrohr--4--vorgesehenen Schlitz--11--bis zum Stössel--21--des Hubaggregates-5--reicht und mit dem Stössel wirkverbunden ist.
Am andern Ende des Winkelhebels--10--ist im unteren Bereich ein Fusshebel --9-- mit einem Fusspedal --8-- befestigt.
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abgestimmten Löcher--29 bzw. 33--durch Versetzen der Stifte--30--in der Höhe vom Fussboden sowie im Abstand vom Standrohr--4--variabel ein-und verstellbar, wobei die Höhe der Oberkante der Fusspedale --8-- über dem Fussboden maximal 4 cm beträgt, zweckmässig jedoch nur so gross gewählt wird, dadass
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Beim Hubaggregat--6--handelt es sich vorzugsweise um eine an sich bekannte, ein Steuerventil und ein vorgespanntes Füllmedium aufweisende Gasfeder, welche bei Betätigung des Ventils, bei entlastetem Sitz, denselben stufenlos in die Höhe schiebt und bei belastetem Sitz abfährt, wobei im Bereich des Hubes, in jeder gewünschten Stellung, die Gasfeder und somit der Sitz, blockiert werden kann.
Bei einer nicht dargestellten Variante besteht die Möglichkeit, am Operationsstuhl eine Kontrollvorrichtung vorzusehen, welche den Druck des vorgespannten Füllmediums in der Gasfeder und gleichzeitig die Funktionstüchtigkeit des Operationsstuhles anzeigt.
Der erfindungsgemässe Operationsstuhl erfüllt die Forderung einer beliebigen Anpassung der Sitzhöhe an die jeweiligen Bedingungen bei grösster Betriebssicherheit, wobei bewusst von der Drehbarkeit des Sitzes abgesehen wurde, um somit die Positionierung des Fuss-Betätigungspedals mittels des Sitzes vornehmen zu können, so dass der Operationsstuhl dem am Operationstisch stehenden Operateur zugeführt werden kann und dieser mit einem, beliebig mit dem linken oder rechten, aus dem Fussgelenk anhebbaren Absatz, die erforderliche Sitzhöhe durch Be- oder Entlastung des Sitzes einstellen kann, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren.
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