DEP0044908DA - Verfahren und Vorrichtung zur stehenden Anordnung von Fasern auf mit Klebstoff belegten Unterlagen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur stehenden Anordnung von Fasern auf mit Klebstoff belegten Unterlagen.

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DEP0044908DA
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English (en)
Inventor
Karl Schilterl
Ernst Weidinger
Original Assignee
Schilterl, Karl, München
Weidinger, Ernst, München
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur entstehenden Anordnung von Fasern auf mit Klebstoff belegten Unterlagen, d.h. zur Herstellung eines samt-oder plüschartigen Belages.
Die Schwierigkeit des Problemes besteht darin, dass die Fasern tatsächlich stehend auf der Unterlage angeordnet werden, denn sie lassen sich selbstverständlich nicht im stehenden Zustand einzeln auf die Unterlage aufstecken; sie fallen in verschiedener Lage gegenüber der Horizontalen auf die Unterlage auf.
Gelöst wird dieses Problem dadurch, dass man die Unterlage hovchfrequent etwa in der Achsrichtung der herbeiführenden stehenden Lage der Fasern hin-und herbewegt.
Man wird sich dabei zweckmäßig einer Frequenz von mindestens 1000 pro Minute bedienen. Weiterhin hat man dafür zu sorgen, dass die Fasern bis zur leichten Antrocknung des Klebstoffes die ihnen einmal vermittelte stehende Lage beibehalten. Dies wird dadurch erreicht, dass man die Unterlage im Anschluss an das Aufbringen der Fasern durch eine Zone verdichteten, strömenden Gases führt, das gleichzeitig nicht aufgeklebte Fasern beseitigt.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht darin, dass das Auflager der Unterlage unter einem Faserzubringer durch rotierende,unrunde Wellen gebildet ist. Zweckmäßig weisen diese Vierkantform auf. Der Zubringerbehälter ist mit einem Siebboden ausgerüstet und rüttelbar angeordnet. Hinter dem Zubringer ist eine Mehrzahl von auf die Unterlage gerichteten Gasdüsen vorgesehen. Diese sind zweckmässig durch sich über die Unterlage erstreckende Düsenrohre gebildet. Dabei sind vorteilhaft schräg aufeinander auf die Unterlage gerichtete Düsen vorgesehen. Die Düsen unterliegen einer hin-und hergehenden Bewegung, um dabei eine leichte Verdichtung der Atomsphäre im Bereiche der Unterlage herbeizuführen.
Die beiliegende Zeichnung zeigt schematisch eine Einrichtung zur Durchführung des
Verfahrens und zwar
Figur 1 im Achsialschnitt,
Figur 2 eine Draufsicht des Faserstoffzubringers,
Figur 3 eine Draufsicht der Düsenanordnung.
Die Vorrichtung besteht in erster Linie aus einer Führung für die Bahn 1 aus Papier, Gewebestoff oder dergl., auf die die Fasern in stehender Anordnung aufgebracht werden sollen.
Von der Rolle 2 läuft die Papierbahn zunächst über eine Leitwalze 3,im Bereiche welcher eine als Klebstoffaufbringer dienende Gegenwalze 4 angeorndet ist. Diese taucht einseitig in den Klebstoffbehälter. Von der Leitwalze 3 ist die Bahn über eine weitere Leitwalze in einen Kasten 6 geführt, in dem sich über der Bahn 1 ein Materialbehälter 7 befindet. Dieser ist quer zur Zeichenebene auf Schienen 8 verschiebbar geführt und trägt unten einen Siebboden 9. Durch einen Kurbelantrieb 10 geeigneter Art oder durch einen beliebigen anderen Antrieb wird der Behälter 7 in rasche nahezu hochfrequente hin-und hergehende Bewegung versetzt,derart, dass der Faserstoff auf die mit Klebstofflage versehene Bahn 1 gleichmässig fällt. Der zu verwendende Faserstoff ist je nach der erforderlichen Länge etwa bis 1 cm geschnitten, gut getrocknet und wenn er nicht von vorneherein eine erforderliche Steife besitzt, appretiert. Er muss ausserordentlich flockig sein.
Unter dem Zubringer 7 bzw. dessen Siebboden 9 ruht die Bahn 1 auf rasch rotierenden Vierkantwellen 11, die etwa mit 300 - 500 Touren laufen,sodass die Bahn in der Minute 1200 bis 2000 Stösse von unten erhält. Diese hochfrequente Hin-und Herbewegung oder <Nicht lesbar> der Bahn im Stadium des Aufbringens der Fasern oder Flocken ist von ausschlaggebender Bedeutung für die stehende Anordnung der Fasern oder Flocken,die auf diesem Wege in solcher Weise gelingt, dass das Ergebnis eine samt-oder plüschartige Bahn ist, die sich von dem in üblicher Weise hergestellten Samt oder Plüsch kaum unterscheidet. Die stehende Anordnung durch die Behämmerung der Bahn von unten wird man sich dadurch erklären können, dass die auf die Bahn fallenden Flocken in der überwiegenden Mehrheit mit ihrem einen Ende auf dem Klebstoffbelag aufruhen und ankleben. Durch die Behämmerung von unten werden die frei von der Bahn abstehenden, mit ihrem einen Ende angeklebten Flocken in der Weise beeinflusst, dass sie sich aufrichten,bedingt durch ihre Länge und sie sich daraus ergebende Hebelwirkung. Da die einzelne Faser oder Flocke ausserordentlich leicht ist, so ist diese Aufrichtung nur durch hochfrequente Schwingung zu erreichen.
Ist auf diese Weise die Flocke stehend auf der Bahn angeordnet, so wird die Bahn in eine Zone 12 verdichteter Luft bewegt. Die Verdichtung wird herbeigeführt durch sich über die Bahn erstreckende Rohre 13,die auf ihrer ganzen Länge auf die Bahn gerichtete Düsen aufweisen. Die Rohre 13 sind über einen Kurbeltrieb 10 hin-und herbewegbar und werden auch rasch hin-und herbewegt. Um die Hin-und Herbewegung zu ermöglichen, erstrecken sich die Luftzuführungsrohre 14 verschiebbar in das Innere der Rohre 13 unter gleicher Abdichtung. Der Luftstrom der durch die Düsenrohre 13 auftritt, ist nicht sehr stark,denn er hat nur die Aufgabe, eine Verdichtung der Atmosphäre herbeizuführen, um dadurch zufolge des erhöhten Auftriebes den stehenden Flocken das Stehenbleiben vorerst zu erleichtern, bis, bedingt ebenfalls durch den Luftstrom, eine leichte Trocknung der obersten Klebstoffschicht erfolgt. Im übrigen führt der Luftstrom Flocken oder Fasern, die nicht angeklebt sind, ab. Von der Zone 12 verdichtetet Atmosphäre gelangt die ständig fortbewegte Bahn schliesslich in einen Trockenraum 15 und wird nach Passieren des Trockenraumes auf eine Walze 16 aufgerollt.
Wie erwähnt,lässt sich auf diese Weise ein Plüsch-oder Samtbelag mit einer Faserlänge bis zu 1 cm erzeugen.
Der Belag ist zufolge der Ausbildung des Zubringers 7 mit Siebboden und zufolge der Rüttelung des Zubringers 7 in jeder Beziehung gleichmässig. Als Klebstoff wird zweckmässig ein solcher verwendet,der zwar nicht sofort, aber doch im Verlaufe verhältnismässig kurzer Zeit antrocknet. Es lassen sich verwenden u.a. Lösungen von künstlichen Harzen, wie Polyvinylchlorid oder dergl.
In diesem Fall ist der gebildete Plüsch oder Samt wasserbeständig, soferne dies auch die Fasern sind. Natürlich lassen sich auch wasserlösliche Klebstoffe verwenden,soferne auf die Wasserfestigkeit kein Wert gelegt wird.
Das hochfrequente Behämmern der Bahn lässt sich natürlich mit Hilfe beliebiger Mittel durchführen. Als Bahn lässt sich ebensosehr Papier, wie Gewebestoff, verwenden. Die Unterlage kann im übrigen auch aus einer Platte bestehen, z.B.aus Holz,Blech,Kunstharz oder dergl.

Claims (10)

1.) Verfahren zur stehenden Anordnung von Fasern auf mit Klebstoff belegten Unterlagen,dadurch gekennzeichnet, dass man die Unterlage hochfrequent etwa in der Achsrichtung der herbeizuführenden stehenden Lage der Fasern hin-und herbewegt.
2.) Verfahren nach Anspr. 1.),dadurch gekennzeichnet,dass die Frequenz mindestens 1000 pro Minute beträgt.
3.) Verfahren nach Anspr. 1.) und 2.),dadurch gekennzeichnet, dass man die Unterlage nach dem Aufbringen der Fasern durch eine Zone verdichteten, strömenden Gases führt.
4.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüche 1.) -3.),dadurch gekennzeichnet, dass das Auflager der Unterlage unter einem Faserzubringer durch rotierende, unrunde Wallen gebildet ist.
5.) Vorrichtung nach Anspr. 4.), gekennzeichnet durch vierkantige Wellen.
6.) Vorrichtung nach Anspr. 4.) und 5.),dadurch gekennzeichent, dass der Faserzubringer aus einem rüttelbaren Behälter mit Siebboden besteht.
7.) Vorrichtung nach Anspr. 4.) - 6.),dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Zubringer eine Mehrzahl von auf die Unterlage gerichtete Gasdüsen vorgesehen sind.
8.) Vorrichtung nach Anspr. 4.) - 7.), gekennzeichnet durch sich über die Unterlage erstreckende Düsenrohre.
9.) Vorrichtung nach Anspr. 4.) - 8.), gekennzeichnet durch schräg gegeneinander auf die Unterlage gerichtete Düsen.
10.) Vorrichtung nach Anspr. 4.) - 9.),dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen einer hin- und hergehenden Bewegung unterliegen.

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