DEP0044109DA - Schnelltrocknung von Gipskörpern - Google Patents
Schnelltrocknung von GipskörpernInfo
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Description
Die Srfindung betrifft ein Verfahren zur Schnell trocknung frischabgebundener Gipskörper und hat den Zweck, diese Trocknung
auf die einfachste und billigste, raum- und zeitsparendste Weise durchzuführen,»
Beim Brennen von Gipssteinen wird diesen ungefähr 15 »7^ Nasser entzogen» Zur Weiterverarbeitung des so gebrannten Gipses muß
ein sehr grosser Wasserübersohuß zugegeben werden, da der Gips sonst nicht wieder abbindet« Dem Stuckgips z»Be massen, zum.
Verarbeiten durchschnittlich 70$ Wasser zugesetzt werden, von denen dann später rund 55$ wieder durch Trocknung auszuscheiden
sind, da von der zugesetzten Menge nur etwe 15,Ii* chemisch gebunden werden*- Diese überschüssige ^'sssermenge ist nach dem
.Abbinden durch natürliche oder künstliche Trocknung wieder aus dem Gips auszuscheiden«
Die Dauer dieser Trocknung hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, so z«B» von der Dicke des Trockengutes, von der
liUftfeuchtigkeityund von der Luftbewegung, Die Temperatur für die Trocknung darf nicht über 6q° gesteigert werden, da sonst
ein abermaliges umsetzen von abgebundenem Gips in Stuckgips eintreten kann. Der Trocknungsprozess geht deshalb itnmar ausser»=
ordentlich langsam vor sich und erfordert bei natürlicher Trocknung 4 bis 8 lochen« Durch ktHSstlich® Trooknung kann
diese Zeit auf etwa Io Tags herabgesetzt werden, wobei jedoch ein grosser Aufwand an. Wärme und Kraft erforderlich ist« Bei
der serieatuässigen Herstellung von iGipsplatten - und nur bei einer solchen kommt die künstliche Trocknung in Präge - ist
der Anfall der zu trocknenden Platten so groß, daß sehr grossa Räume fv-x di© künstliche Trocknung zur Verfügung stehen müssen.
Bel natürlicher Trocknung, also Trocknung im Freien unter Dach, müssen die zur Trocknung verwendeten Flächen oder Bäume entsprechend grosser sein, da eine Produktion von mindestens Io
lochen unterzubringen iste
Bs iöt auch schon versucht worden, durch Anwendaqgvon Zentrifugen das überschüssige lasser aus den Gipskörpern abzuschleudern,
Zu praktischen Ergebnissen haben diese Versuche nicht geführt, da der Kraftverbrauoh und die Kosten solcher Maschinen viel zu
hoch waxen»
Sem gegenüber beruht das erfindungsgemäße Schnelltrooknungsverfahren daraufj daß die Körper einem Druckgas; vorzugsweise Pressluft
mit Temperaturen nicht über 60° C und Drücken nicht wesentlich über 5 etU ausgesetzt werden, derarts daß der Druckausgleich
mit; der äusseren Atmosphäre nur durch die zu trocknenden Körper hindurch erfolgen kann, wodurch das In dem dichten Kristallfilz
des Gipses vorhandene freie Wasser aus dem Körper herausgedrückt wird, ohne, daß es vorher in Dampf form übergeht und wodurch &±&
Trock-endauer auf wenige Minuten herabgesetzt wird* Bei der Anwendung höherer Drücke g@at der Wasserabfluß zwar schneller vior
sich, - man kann auf diese fels® einen Gipskörper praktisch austrocknen - , über die Wirtschaftlichkeit höherer Drücke
als 5 atü entscheiden die örtlichen TSastände, aber es besteht die Gefahr j daß das Gut beschädigt wird«
!Die Schnelltrocknung geht so vor sieh, daß auf den auf einar durchlässigen unterlage ruhenden Gipskörper eine ringsum äicht
anliegende Platte aufgesetzt wird, durch deren Anschlußstutsen Pressluft in den Hohlraum, zwischen Platte und Gut eingeblasen
wird»
Bine andere Möglichkeit ist die, daß ein Rohr in das Gut eingeh gössen wird und daß die Pressluft durch dieses Rohr in das Gut
einströmt
Eiese Art der Pressluftzuführung eignet sich, besonders für massigere Körper» Das Rohr wird dann nach der Trocknung wieder
entfernt«
Schließlich kann auch zwischen zwei Gipskörper eine Ringdichtung eingelegt und in den hierdurch, entstandenen Hohlraum
zwischen den beiden Körpern die Fressluft eingeblasen werden» Das Gut ist dann zwischen swei durchlässigen Gegenlagern zu
halten, durch die das ausgepresste Wasser abfliessen kann,, Ma Wirkung der Schnell trocknung kann noch gesteigert werden,
wenn die Pressluft vorgeviännt wird»
Sine ähnliche firkung kann auch, d adurch erzielt werden, wenn das überschüssige Wasser aus dem Gut abgesaugt wird»
Ba Gipskörper zum Verkauf nicht unbedingt vollständig ausgetrocknet ssin müssen und ein gewisser Feuchtigkeitsgehalt wegen
des später aufzubringenden Verputzes sogar erwünscht ist, so kann ein nach dem T©2?ganannten Verfahren ausgepresster Gipsbaukörper
bereits als vezsandfertig angesehen werden» Sofern aber ZoBe wegen der erhöhten Frachtkosten, eine Tollständige Gastrocknung des Gipsbaukörpers erforderlich, ist, so kann noch sine
Bachtrocknung durchgeführt werden, die aber nur wenige Sage erfordert«
In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung schetaatisch dargestellt .uind zwar zeigt
Abbe 1 die Anordnung zum Auspressen eines Gipsbaukörpers mit aufgesetzter Platte
Abb«. 2 einen Gipsbaukörper mit eingegossenem Rohr
Abb» 3 £3-3 Anordnung zum. Auspressen von zwei Gips baukör pern mit swiscbenliegender Dichtung
Bar Gipsbaukörper a ruht auf der durchlässigen Unterlage e« Auf die der Unterlage e gegenüberliegende Seite wird der deckel
aufgesetzt, der eine Ringdichtung von entsprechender Form besitzt und damit luftdicht auf den Körper a gedrückt «erden
kann ο Bunroh den Stutzen d wird Fressluft eingeblasen, die das überschüssige lasser aus den Foren des Gripsbaukörpers aus«
treibt«
Bei der Anordnung nach Äbb«2 ist in den Gipsbaukörper a ein Rohr f eingegossen, durch das die Fressluft unmittelbar in das
Innere des Körpers eindringt and daraus das Wasser herausdrückt« Diese Art eignet sich insbesondere für massigere Körper, da die
Pressluft von innen heraus wirken kann« Zur Erhöhung der Wirkung wird das Rohr f in seinem in den Körper a hineinragenden Teil
mit Bohrungen versehen»
Sehliesslieh können, wie Abb. 3 zeigt, zwei Gipsbaukörper gleichzeitig getrocknet werden, indem man zwischen die beiden
Sehliesslieh können, wie Abb. 3 zeigt, zwei Gipsbaukörper gleichzeitig getrocknet werden, indem man zwischen die beiden
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körper a , a eine Ringdichtung von entsprechender P ο am einlegt und d/ie Fressluft durch einen Stutzen g in den Hohlraum i
einführt«
für das Wesen und den Umfang der Erfindung spielt es keine Bolle, ob das überschüssige Wasser aus den Gipsbaukörpera,
durch Fressluft ausgetrieben wird oder ob es durch eine geeignete ünterdariickeinrichtung abgesaugt wird.
Weiter kann der Trocknungsvorgang mit oder ohne Wärmezufuhr vorgenommen werden«
Claims (1)
- zu ρ 44 109 V/82 a D Patentansprüehele)7exfahren zum froeknen von frisch, abgebundenen Gipskörpern, insbesondere Gipsplatten, dadurch, gekennzeichnet, daß die Körper einem Druckgas, vorzugsweise Pressluft mit Temperaturen nicht über 60 C und Brückea nicht wesentlich aber 5 atü ausgesetzt werden, derart, daß der Druckausgleich, mit der äusseren Atmosphäre nur durch dis zu trocknenden Körper hindurch erfolgen kann, wodurch das intern dichten Kristallfilz des G-ipses vorhandene freie Wasser aus dem Körper herausgedrückt wird, ohne daß ss vorher in Dampfform. übergeht, und wodurch die Trocken= dauer auf wenige Minuten herabgesetzt nvird.2«) Verfahren zum 'frooknen von Gipskörpern nach. Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Druckgases im Durchschnitt 3 s"&ü beträgt β3*) Einrichtung zur Durchführung des Terfahrens nach den A-spröchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den auf einer durchlässigen unterlagen (e) ruhenden Gipskörper (a) eins ringsum dicht anliegende Platte (b) aufgesetzt wird, durch deren ünschlußstutzen (d) Pressluft in den Hohlraum (i) zwischen Platte (b) und Gipskörper (a) eingsblaseu wird«4„) Sinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den la» sprliehen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in d@n Gipskörper^ (a) ein Bohr (f) eingegossen iet, durch welches das Druckgas eingeführt wird« ·5·) "Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprischsn q. oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Gipskörparn (a,s') eine Ringdiohtung (h) eingelegt ist, unddaß In den so entstahendan Hohlraum (i) zwischen den beiden Körpern (a,a!) ein Stutzen zur Einleitung des Druckgases hineinragte6») Einrichtung zur Burcb.fUb.rung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2 t dadurch gekennzeichnet, daß Vorrichtungen vorgesehen sind» mittels welchen das Wasser aus den GipskÖrpern (a) abgesaugt wird«
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