DEP0043759DA - Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure-Mischdüngern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure-MischdüngernInfo
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Description
Superphosphat wird seit langen Jahren mit Ammonium- und Kalisalzen zu Mischdüngern verarbeitet, in denen die Wasserlöslichkeit der Phosphorsäure unverändert bleibt. Erst vor ungefähr fünfzehn Jahren kam die Behandlung des Superphosphats mit ungebundenem Ammoniak zur betriebsmäßigen Einführung, obgleich dieses Verfahren bereits vor Jahrzehnten in Vorschlag gebracht wurde. Die Gründe für die verspätete Aufnahme dieser Arbeitsweise liegen darin, daß erst durch die Entwicklung der synthetischen Stickstoff-Industrie das ungebundene Ammoniak überall in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht und daß der Übergang der wasserlöslichen Phosphorsäure in die citratlösliche und die citronensäurelösliche Form heute nicht mehr als eine so nachteilige Veränderung der Eigenschaften der Phosphorsäure betrachtet wird wie in früheren Jahren.
Die Amonisierung des Superphosphats mit ungebundenem Ammoniak erfolgt heute bei der Herstellung von Mischdüngern haupt-
sächlich nach zwei Verfahren, entweder mit gasförmigem Ammoniak oder mit sogenannten Stickstoff-Lösungen, die den Stickstoff als Ammoniak und Ammoniumnitrat in Konzentrationen von 25 - 40% Reinstickstoff enthalten. Besonders in den Vereinigten Staaten hat die Ammonisierung mit Stickstoff-Lösungen eine sprunghafte Entwicklung genommen. Sie beruht im Prinzip darauf, daß gleichzeitig mit der Ammonisierung Ammoniumnitrat als Mischungskomponente zur Anwendung kommt.
Das vorliegende Verfahren beruht nun darauf, daß der Salpetersäure-Anteil des Ammoniumnitrats nicht in der gebundenen Form zur Anwendung kommt, sondern daß die Salpetersäure vor der Umsetzung zu Ammoniumnitrat zum Aufschluß von Rohphosphaten verwendet wird. Das Verfahren kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Das Rohphosphat kann z.B. zunächst in der Salpetersäure gelöst und dann die Lösung mit dem Superphosphat vereinigt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, entweder das Rohphosphat oder die Salpetersäure zunächst mit dem Superphosphat zu vermischen und dann die zweite Komponente zuzusetzen.
Ein besonderer Vorteil des Verfahrens der Erfindung liegt darin, daß das Superphosphat nicht als abgelagertes Produkt zur Anwendung kommen muß, sondern bereits in frischer Form eingesetzt werden kann. Es kann sogar unmittelbar nach der Umsetzung des Rohphosphats mit der Schwefelsäure bei dem Austritt aus der Mischapparatur mit der Salpetersäure und dem Rohphosphat verarbeitet werden. Die Zusammensetzung des Superphosphats kann weitgehend verändert werden. Es kann sowohl übersäuertes wie mit verringer-
ten Mengen Schwefelsäure aufgeschlossenes Superphosphat verwendet werden, da durch die nachträgliche Einwirkung dr Salpetersäure der vollständige Aufschluß der angewandten Rohphosphate gesichert ist.
In allen Fällen entsteht ein Brei, der in Mischapparaturen sehr leicht ammonisiert werden kann. Dabei werden feuchte Reaktionsprodukte erhalten, die in den üblichen Trocknungsapparaturen auf sogleich versandfertige Fertigprodukte mit 2 - 4% Wasser verarbeitet werden. Die Trocknung kann ohne Schwierigkeiten so durchgeführt werden, daß die fertigen Düngemittel in der heute besonders geschätzten granulierten Form erhalten werden.
Beispiele zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung:
1) In einem Rührwerk von 800 l Inhalt werden 50 kg einer Mischung von Gafsa- und Marokko-Rohphosphat im Verhältnis 1 : 1 mit einem Phosphorsäuregehalt von 29,6% P(sub)2O(sub)5 mit 182 kg 53%iger Salpetersäure umgesetzt. Innerhalb von 10 Minuten wird das Rohphosphat vollständig gelöst. In die Lösung werden 161 kg Superphosphat mit 17,2% Gesamt-Phosphorsäure eingetragen. Das Umsetzungsgemisch wird in einen Doppelwellenmischer abgelassen und mit 21,5 kg Ammoniak ammonisiert. Das Umsetzungsgemisch hat vor der Trocknung einen Wassergehalt von etwa 28%. Es wird in einer Trockenapparatur getrocknet.
Die Analyse des Fertigproduktes zeigt die folgenden Gehalte: 13,65% Gesamt-Phosphorsäurem, 12,9% citratlösliche Phosphorsäure, 2,82% wasserlösliche Phosphorsäure, 12,64% Gesamt-Stickstoff und 3,70% Wasser.
2) Es wird die gleiche Umsetzung wie im ersten Beispiel durchgeführt. Gegen Ende der Ammonisierung werden dem Umsetzungsgemisch 122 kg Kalisalz mit 52,5% K(sub)2O zugesetzt.
Nach der Trocknung des Gemisches werden die folgenden Gehalte festgestellt: 9,85% Gesamt-Phosphorsäure, 9,52% citratlösliche Phosphorsäure, 2,13% wasserlösliche Phosphorsäure, 9,44% Gesamt-Stickstoff, 14,62% Kali und 3,10% Wasser.
Claims (2)
1) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure-Mischdüngern durch Ammonisierung von Superphosphat, dadurch gekennzeichnet, daß Superphosphat mit Salpetersäure und Rohphosphaten bzw. Lösungen von Rohphosphaten in Salpetersäure behandelt und anschliessend ammonisiert wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Umsetzungsprodukten im Verlauf der Ammonisierung weitere Düngemittel, vorzugsweise Kalisalze, zugesetzt werden.
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