DEP0043567DA - Verfahren zur Herstellung von Pteroylglutaminsäure (Folinsäure) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pteroylglutaminsäure (Folinsäure)

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DEP0043567DA
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folinic
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ccm
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English (en)
Inventor
Friedrich Dr. Weygand
Original Assignee
Knoll AG Chemische Fabriken, Ludwigshafen/Rhein
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Description

Es ist bekannt, dass Folinsäure durch Kondensation von 2,4,5-Triamino-6-oxy-pyrimidin, p-Amino-benzoyl-l-glutaminsäure und 2,3-Dibrom-propionaldehyd gewonnen werden kann. Hierbei entsteht intermediär das Dihydroprodukt, welches durch anschliessende Dehydrierung in Folinsäure übergeht. Die erhaltenen Ausbeuten an Folinsäure sind jedoch sehr gering.
Es wurde nun gefunden, dass man durch gleichzeitige Anwendung eines milden Oxydationsmittels, wie Jod oder Chinon bei der Kondensation die Ausbeute an Folinsäure auf ein Mehrfaches steigern kann. Dass die dehydrierende Kondensation auf diese Weise gelingen würde, war nicht zu erwarten, da Triaminooxypyrimidin selbst gegen Oxydationsmittel empfindlich ist.
Bei der Durchführung des Verfahrens wird das Oxydationsmittel zusammen mit 2,3-Dibrom-propionaldehyd in Alkohol gelöst und der Lösung von Triaminooxypyrimidin und Aminobenzoylglutaminsäure zugetropft. Durch Anwendung eines Ueberschusses an 2,3-Dibrom-propionaldehyd wird die Ausbeute der Folinsäure noch erhöht.
Beispiel 1:
5,2 g Triaminooxypyrimidinsulfat, 5,2 g p-Amino-benzoyl-l-glutaminsäure und 5,4 g kristallisiertes Natriumacetat werden in 500 ccm Wasser in der Wärme gelöst. Nach Abkühlen der Lösung auf 20° wird unter Rühren eine Lösung von 9 g 2,3-Dibrom-propionalde- hyd und 4,2 g Jod in 500 ccm Alkohol in 60 Min. eingetropft und dabei durch Zugabe von wenigen ccm 2-n.Natronlauge der p(sub)H-Wert bei 4 gehalten. Anschliessend wird noch eine Stunde weiter gerührt, darauf der erhaltene braune Niederschlag abgesaugt, mit Wasser und Alkohol gewaschen, in 1000 ccm siedendem Wasser aufgekocht und die Lösung schliesslich mit verdünnter Natronlauge auf p(sub)H = 7 gebracht. Von einem braunen Rückstand wird abfiltriert, das Filtrat auf p(sub)H = 3,5 eingestellt und in Eis gekühlt. Der abgeschiedene Niederschlag wird in 750 ccm siedendem Wasser suspendiert und die Lösung mit 2-n.Natronlauge wieder auf p(sub)H = 7 gebracht. Nach Zugabe von 5 g kristallisiertem Natriumacetat werden 5 g Bleicherde eingerührt, die Lösung heiss abfiltriert, das Filtrat auf p(sub)H = 3,5 gebracht und langsam abkühlen gelassen, wobei sich Folinsäure abscheidet. Die erhaltene Säure wird abgesaugt und mit Wasser und Alkohol gewaschen. Ausbeute: 820 mg = 8,6% der Theorie. Ihr Gehalt ergibt sich im Streptococcus faecalis-R-Test zu 100%.
Beispiel 2.
2,6 g Triaminooxypyrimidin, 2,6 g p-Aminobenzoyl-l-glutaminsäure und 2,7 g kristallisiertes Natriumacetat werden in 250 ccm Wasser heiss gelöst und in die auf 20° abgekühlte Lösung unter Rühren eine Lösung von 4,5 g 2,3-Dibrom-propionaldehyd und 0,8 g Chinon in 250 ccm Alkohol langsam eingetropft. Nach 2 stündigem Weiterrühren wird abgesaugt, der braune Niederschlag mit Wasser und Alkohol gewaschen und getrocknet. Das Rohprodukt von 1,9 g mit einem Gehalt von etwa 50% Folinsäure wird mit 2000 ccm und darauf mit 500 ccm Wasser ausgekocht. Die Filtrate werden mit wenig Essigsäure versetzt und nach dem Abkühlen auf 0° die Folinsäure abgesaugt. Die Säure wird in 1000 ccm siedendes Wasser eingetragen, mit 2-n.Natronlauge auf den Neutralpunkt eingestellt, 5 g Bleicherde eingerührt und heiss filtriert. Zur Umkristallisierung wird die Folinsäure in 250 ccm Wasser und 5 ccm 2-n.Natronlauge kalt gelöst, diese Lösung in eine siedende Lösung von 750 ccm Wasser und 3 ccm 2-n.Salzsäure und 30 ccm 2-n.Essigsäure eingetragen und heiss filtriert. Beim Abkühlen scheiden sich 392 mg reine Folinsäure = 8,4% der Theorie aus. Ihr Gehalt ergibt sich im Streptococcus faecalis-R-Test zu 100%.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Pteroylglutaminsäure (Folinsäure) aus 2,4,5-Triamino-6-oxy-pyrimidin, p-Amino-benzoyl-l-glutaminsäure und 2,3-Dibrom-propionaldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Kondensation mild wirkende Oxydationsmittel, wie Jod oder Chinon, zusetzt.

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