DEP0042808DA - Auskleidung für Schleudergießkokillen - Google Patents

Auskleidung für Schleudergießkokillen

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DEP0042808DA
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lining
centrifugal casting
cast iron
metal
heat
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Ardeltwerke GmbH, Osnabrück
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Description

Auskleidungsstoffe für Schleudergießkokillen sind aus den verschiedensten Gründen angewandt worden. Häufig sucht man damit eine größere Schonung der Kokille, hauptsächlich der Kokilleninnenform, zu erreichen. Andererseits soll die Auskleidung den Übergang der Wärme aus dem in die Kokille hineingegossenen flüssigen Metall in die Kokillenwand beeinflussen, dahingehend, dass der Wärmedurchgang mehr oder weniger verzögert erfolgt. Des weiteren haben die verschiedensten Auskleidungen Einfluss auf ein ungehindertes Schrumpfen des eingegossenen Metalls bei dessen Erstarrung.
So sind Auskleidungen aus festem hitzebeständigen Material, aus losem Sand und losen Eisenspänen verwandt worden. Allen Auskleidungen haften mehr oder weniger große Mängel an, die auch auf den Gießprozess und auf das Schleudergussstück nachteilig einwirken: Feste Auskleidungen benachteiligen den Schrumpfvorgang, wodurch Risse im Schleudergussstück auftreten können. Bei Auskleidungen aus losem
Sand ergibt sich eine rauhe Außenwand des Schleudergußstückes. Teile der losen Sandauskleidung dringen in das flüssige Metall ein und erschweren die Bearbeitung der Außenwand des Schleudergussstückes stark.
Die bekannte aus losen und reinen Gusseisenspänen bestehende Auskleidung bewirkt einen zu schnellen Durchgang der abzuleitenden Wärme von dem in die Kokille eingegossenen Metall zur Kokillenwand. Ein Teil der Gusseisenspäne haftet durch Anschweißen an der Außenwand des Schleudergussstückes , ein weiterer Teil backt oder frittet zusammen, was dem Schrumpfvorgang und der nachträglichen Weiterbenutzung nicht zuträglich ist. Bei den durch Fliehkraft fest eingelagerten Gussspänen geht die Überleitung der Wärme aus dem flüssigen Metall auf die Wand der Kokille sehr schnell vor sich, was für das Schleudergussstück als auch für die Kokille von Nachteil ist.
Um diese Nachteile der an sich besonders brauchbaren Gussspäneauskleidung auszuschalten, wird nach der Erfindung so verfahren, dass man für die Auskleidung Gusseisenspäne verwendet, die mit einem Überzug aus schlecht wärmeleitenden Stoffen versehen sind, und zwar in der Weise, dass jeder Span bzw. jedes einzelne Metallkorn mit hitzebeständigen Stoffen, zum Beispiel mit Schamotte, Graphit, Asbest oder anderen, umgeben ist. Die Umkleidung eines jeden einzelnen Kornes des metallenen Auskleidungsstoffes kann trocknen, durch Pudern, oder aber auch mit flüssigem Umkleidungsstoff erfolgen. Die umkleideten Körner des Auskleidungsstoffes werden vor dem Einbringen in die Kokille soweit erhitzt, dass alle Feuchtigkeit oder gasentwickelnde Stoffe verdampft sind. Dieser so behandelte gusseiserne körnige Auskleidungsstoff wird dann durch bekannte Verteiler in gleichmäßiger Stärke in das Kokilleninnere eingebracht und durch entsprechende Fliehkraft an der Kokilleninnenwand gehalten. Je nach wärmedämmender Wirkung des Umkleidungsstoffes bzw. je nach seiner Art und Stärke kann jeder gewünschte Wärmefluss erreicht werden.
Durch den erfindungsgemäßen Überzug, den jedes einzelne Korn des Kokillenauskleidungsstoffes besitzt, wird ein Zusammenbacken bzw. Fritten der einzelnen Metallkörner vermieden, wodurch der Auskleidungsstoff dem Schrumpfvorgang keinen Widerstand entgegensetzt und für eine wiederholte Verwendung, gegebenenfalls nach erneuerter Umkleidung, benutzbar bleibt.

Claims (3)

1.) Auskleidung für Schleudergusskokillen unter Verwendung von Metallspänen, insbesondere Gusseisenspänen, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungsmasse aus Metallspänen besteht, die mit einem Überzug aus hitzebeständigen Stoffen, beispielsweise aus Schamotte, Graphit oder Asbest, versehen sind.
2.) Verfahren zur Herstellung der Auskleidungsmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gusseisen- oder Metallspäne mit flüssigen Lösungen oder Suspensionen der hitzebeständigen Stoffe einzeln oder zu mehreren überzogen oder mit diesen Stoffen einzeln oder in Mischungen gepudert werden.
3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Umkleidungsmasse umzogenen Gusseisen- oder Metallspäne vor dem Einbringen in die Schleudergießform so weit erhitzt werden, bis alle Feuchtigkeit oder gasentwickelnde Stoffe verdampft sind.

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