DEP0042655DA - Verfahren zur Gewinnung reiner Folinsäure - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung reiner Folinsäure

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DEP0042655DA
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Germany
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acid
folinic acid
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folinic
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Expired
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English (en)
Inventor
Otto Dr. Wuppertal Linsert
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Publication date

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Description

DxXteiZQns Lütter (Wupper δ al) und DrsJrast, Cauer (Leverkusen]
Uz/Bt Ί, Ifai 1949
Verfahren zur GeivijanunK reiner Folinsäure
Bei dar Syatliese der FolIasiiwe erhält nan ein Reaktionsgemische das neb an 15 bis etwa 30 $ Foliasäure eis Gemisch zahlreicher alkalilöslicher Pterinabkömmlinge enthält» Infol^c der physikalischen und eheaisehea Ahiliclikeit wird die Ioolierimg der Folinsäure sehr erschwert und verlustreich*
Die Abtrennung der Folinsäure aus dem Rcaktionsgemiseh erfolgt nach dem Stund der Teclmik ^kngier et al. Science 103» >68^Jj 94^^ so, daß die Synthese-Rohprodukte in. verdünnter AlkaiXIaUoc' hei pH 10 - 12 gelöst und gegebenenfalls durch, ein© Vorfällung nit ]3ariumchlörid ν ob. eines Teil der Nebenprodukte befreit werden* Dann bringt man die alkali cc he Lösung durch Zueats von Säuren auf pH 7, wobei die Hauptmeage der Verunreinigungen ausfällte Bringt jnan nun die go vorgereinigte Folimsäurelöcung durch weiteres Amsauerri auf pH 3* so fällt eine etwa 75 sFolinsäure aus c Jurch wiederholtes Umfällen aus alkalischer Lösung utid BohaBdclB mit Kohle wird sie weiter gereinigt,
Bei der Durchführung diesös Treiinungsverrahrens zeigt sich, da2 beim Ansäuern der alkalischen Lösung auf pH 7 die Trennung nicht vollständig ist♦ iiin Teil der Folinsäure geht dabei in die ausfal 1 endenI?ebonpr odukte, und ungokehrt geht ein Teil der Nebenprodukte in die bei pH 3 ausgefällte Folinsäure und kam dar us nur durch mehrfaches Umlöεen« das' mit nehr oder weniger großen Verlusten verbunden Ist6 gereinigt werden«
Hach den Angaben der Literatur ist, ^^^olinsäure in stärker sauren L Jsungcn JLbslich ^j^er^h^em^oc^^^^^J9
Eo wurde mm die überraschende Feststellung gemachtf daß die Folinsäure^entgegen diesen Literaturangaboiiy in wäßrigen Lösungen starker Säuren praktisch'unlöslich ist* Auf Grund dieser neuen Erkenntnis ist es gelungen„ eia neues Reinigungs-
verfahren cuezuarbeiten, wobei das aus der Symthese erhaltone Hohiroiukt nit 15 - JO $ FoXiaoaure durch Bohaadluag alt starken Hinoralsäuren "bei Tenperaturonp die nicht über 50° liefen, von öoa Verunreinigungen befreit wird* Llaa arbeitet vorteilhaft bei Zimaertciaperaturt da mit eteigeaden Iemperaturea die Gtfahr der Hydrolyse wachste Bei biedetCLiperatur tritt bekanntlich in Geconwart von Mineralsäuren bald vollständige Hydrolyse ein»
Als Mineralsäure^IaGceiii sich vorteilhaft Schwefelsäure ©der säure verwenden. Auch andere otarise Mine rals äuron kön.ien diese ersetzen, s elb c t ver c t ;·uidlich nur, soweit sie nicht oxydierexicly ,.-ie ζ. B* Salpetersäure^auf die Folinsäure einwirken und sot?3it sie ausreichend stark sind« Um eine möglichst wirk* same Reinigung zu erzielen, soll die Konscntratlon der Mineralsäure^wcnigstens O, sein, 15zw» soll bei einem pH-'Yert
voa 1 bis O95 oder darunter gearbeitet werden. Vorausgesetzt, da3 man genügend sch.iell arbeitet, läßt sich die Reinigung auch mit höheren üäurckonzentrationen durchrühren* So ist bekannt, daß die Folinsäure praktisch nicht hydrolysiert, izjean man 105~K' Salzsäure 24 Gt^Ld^n ,bei Zimaertonperatur auf sie einwirken läßt. Arbeitet man in Schwefelsäure, so dürfte die Grenze der Konaentration bei etwa 20 cß> Iio0-On8 wo noch keine nennenswerte ZcruotmiSAg eintritt.
Man führt das neue Verfahren etwa so durch, daß man das aiis^der Synthese erhaltene Rohprodukt einer vorzugsweise 1 $ädfgsk Lösung '«Ä^^atroal auge bei» pH 10-12 löst und Mineralsäure in der Kälte in solchen IIcnsea Sugibt9 daß die ©heia genannten Konaentratlonen erreicht werden« Mst maa das Rohprodukt su höheren Koaacntrationea ±& Hatroalaugeg so besteht die Gefahr9 daß die Trennung dadurch unvollständig wird, daß schwerlösliche Ifatriumsalse der unwirksame» nebenprodukte ausfallen können. Das tritt bei Kongiontrctionen über 5 g Rohprodukt auf tOO g Lösung ,-gegeljonenfalls in s.olchem Maße -aus-, daß keine reine Folinsäure .soeafrteeirttt Js'.J 'J ^ * °-J^f «
Die durch Zusats von Mineralsäuren ausgefällte Folinsäure kann vielter gereinigt worden, indem man sie nach den Abtrennen in. verdünnter' Natronlauge bei pH 10 Iclste Die Lösung beha idel t man mit Tierkohle is der der eingesetzten Folinsäure etwa gleichen Ge-.vlclitGEienge und gießt nach dem Filtrieren la einen sehr großes Uberschuß s« B. ia eine SOGQfacIie Menge
(besoden, auf PolliaDliure) keißej otvia ί . Eßoi^sänre elm* Beim Brkaltcn krietallloiert die Foiiasäure in vorzüglicher Reinheit is Fora gelbes Blättchen aus μ
Is manchen 'Fällen ist es von Vorteil, die Lösung des Rohproduktes in. Natronlauge mit ciaer der ISatranlaufe äquivalenten Men^e Barlumchl οrid au Versetsea9 wodurch solion ein großer Teil der nebenprodukte ausgefällt wird«
Das neue ReiaiguagGVerfahrem ermöglicht mach einmaligem UffikristalliGieren Qtxia 90 $ der im Rohprodukt enthaltenes. •Foiiasäure la veraü&liehor Reixilieit gu Gewinnes., während nach dem frLUier durchgeführten Verfahren infolge .der zw? Eraieluag ausreichender Reinheit erforderlichem mehrfachen Uakristallisation mehr oder weniger hohe Verluste auftreten, so daß/^usbeuten von 50 $ fels höchstens 75 bezogen auf die im' Roh» produkt vorhandene.. Foliiisauree erzielt wurden«
100 G Folinoaurerehprodukt mit einem Pollnsäuregolialt
von. 15 # werden in 10
Watronlauge von 60
unter Rühren eintet ragen« ~ean die Substkns gelöst ict, υ erden 60 g festes Bariucichlorld eijagetracen^xile Iiischung unter ^reiter Rühren auf 10 -.15° abgekühlt« Dao ausgefallene,, folinsäurefreie Bariumsalz wird Cibfiltrierts, dais Piltrat mit 120 ecm konsa Salzsäure (38 p) versetzt» Di© ungelöst bleibende,» amorphe Pollnsäure wird abg&trennt, mit 500 ecm 0 ,^"Salzsäure ausge -
0, 1£^lTat ronlauge bei. Zimmertemperatur
waschen uiid im 2
gelöst& die alkalische Lösung^ mit 10 g Kohle behandelt, tri ort und la 20 · 1 <S^4£ß JHcsigsäure von 95ö -6- einbog© so en» Belm Erkalten kristallisiert die reine Foiiasäure in gelben Blättchen aus« Ausbeutet 15
> o3L 2
100 c Pollnsaurcrphprodukt mit einem Polinsauregehalt von Wkfa ITerden in 10 •{ESrWr 0,2 ή/φ*β&3ί Natronlauge bei 60 " die Lösung auf 10 - 15 abgekühlt und mit 150 ecm kon
gelöst, 3 04 X12IjQX
in 2T^^*''''1371^^atroalauge^oGl0st und die Folineäure durch Zu« sait von 80 ©cm kon^^oTzßäure amorph ausgefällt. Sie wird abfiltriert und mit 56© ecm 0»5s^Salsnäure abgewaschen, lach
angesäuerte Der NiederoeJilaG wird abgetrennt,

Claims (1)

  1. döiü Iiöson la O^tjpLfi^roaL^i^eg BohaMels nit Kehle und Eln= gieren- In 20 helße 1 Essigsäure uerden 1'j - 18 g
    rci:ieff kristallisierte Folimsäure erhaltene
    Beispiel 3
    100 β Folinsäurerojinrodukt nit einem Follasäuregehalt von 32 $ norden in 15 1^Bwf *$2?$$ίί£: Natronlauge gelöst? die alkalische Lösung \;ird mit 200 ecm konz^Salzοä»re ("58 augesäuert» Die abgetrennte Folinsäure nird in 3 i- 0,Ii^-IJatronlauge gelöst9 mit 25 S Kohle behandelt,, die Lösung filtriert und in 20 j^apT-heiße 1 ^£ge Essigsäure eingegossen» Nach dem Erkalten erhält man 27 g reine, kristallisierte Foliniauree
    1 e Verfahren zur Gov/innuag reiner Foliacäure a.* ο den nach bekannten Verfaliren hergestellten Syntheserohprodulrten, dadurch SekenngoichiiGt9 daß die Folinsäure durch Bchan&lu_ig mi.t starken Mineralsäuren, vorzugsweise Galzsauref .vobei oxydierend wirkende Säuren, wie Salpctcrcäure^ausgeschlo83en sein sollen, bei Tenporaturen nicht über 50°, vorzugsweise bei Zimmertenperatür, und unter Einhaltung eines pH-7ertes von höchstens 1, von den begleitenden Vorunxeinigungen befreit wird.
    2o Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßjdia Folinoäuro iKa£h_JtofJjfe^
    JfHi τοη T auge mit starken Uinc raisäur cn ausgefällt •..Ird.
    -^ ,Ζ if. ^ y- is ß/
    Ut~&*^ mJ:/ e ßtJL^ JM^l

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