DEP0039493DA - Kunstholzplatte - Google Patents
KunstholzplatteInfo
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Description
Kunstholzplatten sind bekannt, bei denen eine Mischung von ungefähr 50 Gewichtsprozent Sägespäne mit 50 Gewichtsprozent Gips unter Einbettung einer Holzarmierung verpresst wird. Die Sägespäne haben dabei eine Grösse von im wesentlichen 3 mm.
Andererseits ist es bekannt, Hobelspäne beträchtlicher Länge, z.B. von 1 m Länge mit Gipsmilch zu Bauplatten zu verpressen.
Bei der erstgenannten Bauart ist ein Halt der Platten nur durch eine Armierung möglich. Es besteht jedoch der Vorteil, dass wenigstens für die Masse und gegebenenfalls auch für die Armierung reine Holzabfälle verwendet werden. Bei der zweitgenannten Bauart dagegen wird wertvolles Naturholz verwendet, das für diesen Sonderzweck besonders in Späne verwandelt wird. Das Erzeugnis weist eine rauhe, starkporige Oberfläche auf, die in vielen Fällen einer Anwendung entgegensteht und völlig die Anbringung von Furnieren auf der Kunstholzplatte verhindert.
Durch die Erfindung wird eine Kunstholzplatte ge-
schaffen, wo gegebenenfalls auf eine Armierung verzichtet werden kann, nur Abfälle verwendet werden können, trotzdem aber für die meisten Zwecke genügend Festigkeit vorhanden ist und eine glatte, geschlossene Oberfläche vorliegt, die ohne weiteres ein Aufbringen von Furnierplatten auf den Seiten der Kunstholzplatte ermöglicht, bzw. Anstriche jeder Art gut aufnimmt.
Erfindungsgemäss sind bei einer Kunstholzplatte kurzfaserige Holzanteile, z.B. kurzfaserige Sägespäne und/oder Maschinenhobelspäne bzw. Torfmull und langfaserige Holzanteile z.B. langfaserige Sägespäne und/oder Torffasern (Weisstorffasern) bzw. Holzwollabfälle mit einem Bindemittel wie Gips oder Kunstharz oder dergleichen gemischt und in üblicher Weise zu Platten verpresst.
Die Erfindung ist in der anliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Es stellt dar:
Fig. 1 einen teilweisen Querschnitt durch eine Kunstholzplatte nach der Erfindung in ungefähr natürlicher Grösse,
Fig. 2 eine teilweise schaubildliche Ansicht einer etwas anderen Ausführungsform in kleinerem Massstab und einen Teil weggebrochen gezeichnet,
Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht einer weiteren Ausführungsform ebenfalls in kleinerem Masstab und einen Teil weggebrochen gezeichnet.
Als kurzfaserige Bestandteile können kurzfaserige Sägespäne 1 dienen, wie sie im normalen Sägebetrieb mit un-
gefähr 0,5 - 3 mm Grösse anfallen, gegebenenfalls mit dem in den Sägespänen enthaltenen Sägemehl. Dem gleichen Zweck oder in Mischung damit können Maschinenhobelspäne 2 dienen, wie sie in Längen von 0,3 - 3 cm anfallen oder Torfmull, wie er in Grössen 0,2 - 2 mm vorliegt. Mit diesen kurzfaserigen Anteilen sind erfindungsgemäss langfaserige Späne gemischt z.B. langfaserige Sägespäne 3, die bis zu 10 cm Länge und darüber im Sägebetrieb insbesondere bei Horizontalsägen anfallen. Statt dessen oder in Mischung damit können auch Torffasern, wie sogenannte Weisstorffasern beliebiger Länge, bzw. Holzwolleabfälle im wesentlichen unter 10 cm Länge verwendet sein. Der Anteil der kurzfaserigen Späne beträgt volumenmässig 10 bis 50% und mehr der langfaserigen Späne.
Diese verschiedenen Holzanteile sind mit dem Bindemittel z.B. Gips oder Kunstharz vermischt und verpresst.
Bei Verwendung von Gips als Bindemittel und gegebenenfalls auch bei Anwendung von Kunstharz hierfür, sind zweckmässig die Aussenschichten der Kunstholzplatte durch Kunstharz gehärtet, wie bei 4 angedeutet. Gleichzeitig können durch Kunstharz auf einer oder beiden Seiten der Kunstholzplatte Furnierschichten 5 fest angebracht sein, in welchem Fall das zur Verbindung der Furnierschicht mit der Platte verwendete Kunstharz gleichzeitig die Härtung der Aussenfläche der Platte bewirkt. Bei der Verwendung von Kunstharz als Bindemittel kann die Verbindung der Furnierschichten mit dem Hauptteil der Platte in einem Arbeitsgang bei der Herstellung und Pressung der Platte geschehen sein.
Dabei sind für manche Zwecke die Kanten der Kunstholzplatte von einem Holzrahmen 6 umgeben, um für Möbelzwecke
usw. eine leichtere Bearbeitung der Kanten der Kunstholzplatte durch die Bearbeitungswerkzeuge beim Hobeln, Fräsen, Schneiden zu gewährleisten, ferner eine gute Befestigung der Beschläge und dergleichen zu sichern.
Je nach dem der Anteil der kurzfaserigen und der langfaserigen Späne in der Mischung überwiegt, liegen 2 verschiedene Typen von Kunstholzplatten vor, die sich hinsichtlich Gewicht, Längsfestigkeit, Wärmedämmung usw. etwas unterscheiden.
Claims (4)
1) Kunstholzplatte, gekennzeichnet durch eine Mischung von kurzfaserigen Holzanteilen wie kurzfaserigen Sägespänen und/oder Maschinenhobelspänen bzw. Torfmull und langfaserigen Holzanteilen wie langfaserige Sägespäne und/oder Torffasern (Weisstorffasern) bzw. Holzwolleabfälle mit einem Bindemittel z.B. Gips oder Kunstharz.
2) Kunstholzplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Holzanteil der Mischung der Anteil der kurzfaserigen Späne volumenmässig 10 - 50% und mehr der langfaserigen Späne beträgt.
3) Kunstholzplatte nach Anspruch 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer oder beiden Seiten der Kunstholzplatte Furnierschichten (5) durch ein Bindemittel, zweckmässig Kunstharz, aufgebracht sind, das vorteilhaft gleichzeitig eine Härtung der Aussenschichten der Kunstholzplatte bewirkt.
4) Kunstholzplatte nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten der Kunstholzplatte von einem schmalen Holzrahmen (6) umgeben sind.
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