DEP0038596DA - Verfahren zum Herstellen eines Elektrokardiogramms oder ähnlicher, direkt sichtbarer Aufzeichnungen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Elektrokardiogramms oder ähnlicher, direkt sichtbarer AufzeichnungenInfo
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Description
Elektrokardiogramme sind bisher ausschließlich mittels Lichtstrahls photographisch aufgezeichnet worden. Das erfordert eine Sonderbehandlung des Aufzeichnungsträgers, die nicht nur zeitraubend, sondern vor allem umständlich ist, weil sie eine Dunkelkammer, Entwicklungs- und Fixierbäder, Trockenvorrichtungen usw. bedingt. Unmittelbar sichtbare Elektrokardiogramme zu gewinnen, ist wegen der Trägheit der direkt schreibenden Registriergeräte praktisch nicht möglich; auch andere Aufzeichnungen der Herzstromkurven machen erhebliche praktische Schwierigkeiten, weil es sich bei der Herzstromkurve um ein verhältnismäßig breites Spektrum sehr tiefer Frequenzen handelt.
Die Erfindung soll dazu dienen, ohne Dunkelkammerarbeit und ohne ähnliche chemische oder mechanische Behandlung des Aufzeichungsträgers ohne wesentlichen Zeitverlust auf einfachstem Wege ein richtiges, sichtbares Bild der Herzströme zu schaffen. Die Bezeichnung "Elektrokardiogramm" soll keine Beschränkung darstellen; das Verfahren läßt sich vielmehr auch auf die Aufzeichnung anderer physikalischer oder physiologischer periodischer Vorgänge anwenden, die im Gebiete der tiefen oder mittleren Frequenzen ablaufen. Zu dem gekennzeichneten Zweck wird die magnetische Aufzeichnung als Hilfsmittel verwendet, wie sie ohne zusätzliche Nachbehandlung einen beliebig oft wiedergebbaren Aufzeichnungsträger liefert, und weil der Aufwand an Trägermaterial wegen der Lösch- und Wiederverwendungsmöglichkeit unbeachtlich ist. Die Schwierigkeit des Aufzeichnens der tiefen Frequenzen, die zum Teil unter der Hörgrenze liegen, können dadurch umgangen werden, daß die Ströme nicht unmittelbar aufgezeichnet werden, sondern
zunächst zur Modulation einer an sich beliebig wählbaren, höheren Frequenz dienen, für die eine besonders geeignet erscheinende Frequenz in der Größenordnung von einigen tausend Hz, etwa zwischen 1000 und 5000 Hz, ausgesucht wird. Die gegebenenfalls so gewonnenen Ströme werden bei einer geeigneten Geschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers magnetisch fixiert. Im allgemeinen genügt die Registrierung nur einer vollen Schwingung; daher braucht die Trägerlänge nur für etwa eine oder wenige Sekunden Laufzeit auszureichen. Man wird also zweckmäßig ein endloses Band solcher Länge oder einen schallplatten- oder folienförmigen Aufzeichnungsträger mit nur einer Aufzeichnungsspur wählen.
Unmittelbar nach der Aufzeichnung erfolgt die Abtastung, für die eine wesentlich herabgesetzte Geschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers eingestellt wird. Die Abtastströme liegen dann immer noch in einem Frequenzbereich, dessen Abtastung keinerlei Schwierigkeiten bietet. Es sei z.B. eine Trägerfrequenz von 2000 Hz und ein Verhältnis der Geschwindigkeiten von 1 : 20 gewählt; dann beträgt die abgetastete Frequenz 100 Hz, liegt also noch weit in dem üblicherweise geradlinig übertragenen Bereich. Nach zweckmäßiger Verstärkung werden die Abtastströme demoduliert, so daß am Verstärkerausgang die ursprünglich aufgenommenen Ströme mit 1/20 ihrer ursprünglichen Frequenz verfügbar sind. Diese Schwingungen kann ein direkt schreibendes Galvanometer ohne Schwierigkeiten unverzerrt aufzeichnen, so daß innerhalb weniger Sekunden nach der Ursprungsaufzeichnung schon eine direkt sichtbare Aufzeichnung vorliegt, ohne daß es einer Dunkelkammer- oder einer sonstigen Nachbehandlung des Trägers bedarf. Sollte der Frequenzbereich des ursprünglichen Geschehens schon hoch genug liegen, so kann die zusätzliche Maßnahme der Modulation erspart werden.
Der Aufbau einer für die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens geeignete Vorrichtung ergibt sich aus dem eben Dargelegten etwa wie folgt: Sie müßte enthalten:
einen Aufsprech- und einen Abtastkopf, einen Antriebsmotor mit Einrichtung zum Einstellen mindestens zweier verschiedener Antriebsgeschwindigkeiten und eine Führung des Aufzeichnungsträgers an der Aufzeichnungs- bzw. Abtaststelle. Zweckmäßig ist auch eine Löscheinrichtung vorzusehen, die von irgendeiner bekannten Art sein kann. Der Aufzeichnungsträger erhält zweckmäßig Markierungen bekannter Art, etwa Kontakt- oder Lochmarken, die äußerlich Anfang und Ende der Aufzeichnung kenntlich machen und die Einrichtung steuern; bei einer endlosen Aufzeichnungsspur auf Platte oder Band sind diese Marken besonders geeignet, um Doppelbeschreibungen zu vermeiden.
Bei der Wiedergabe ist zweckmäßig der Antrieb des Registrierbandes mit dem des Magnetogrammträgers verbunden, um den Synchronismus eindeutig zu sichern; dabei können aber die beiden Geschwindigkeiten verschieden sein. Als Schreibgerät kann jedes System benutzt werden, also Tintenschreiber oder Wachspapierstichel o.dgl. Der Aufzeichnungsverstärker enthält gegebenenfalls einen Oszillator, der Wiedergabeverstärker dann einen Detektor als zusätzliche Elemente; sonst entsprechen sie der üblichen Ausführung solcher Verstärker.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines Elektrokardiogramms oder ähnlicher direkt sichtbarer Aufzeichnungen nieder- oder mittelfrequenter Vorgänge nach Umwandlung in entsprechende elektrische Ströme, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme magnetisch aufgezeichnet werden, die Aufzeichnung alsdann mit gegenüber der Aufzeichnungsgeschwindigkeit wesentlich herabgesetzter Geschwindigkeit abgetastet und der Abtaststrom nach Verstärkung zur Steuerung eines sichtbar schreibenden Registriergerätes benutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hilfsschwingung mittlerer Tonfrequenz durch die aufzuzeichnenden Ströme moduliert und die entstehende, modulierte Welle magnetisch aufgezeichnet und der Abtaststrom demoduliert wird.
3. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine magnetische Aufzeichnungs- und Wiedergabeeinrichtung, eine Registriereinrichtung für sichtbare Aufzeichnung, eine Antriebsvorrichtung für wenigstens zwei wahlweise einschaltbare Geschwindigkeiten, einen Aufzeichnungs- und Wiedergabeverstärker sowie gegebenenfalls eine Oszillator und einen Detektor enthält.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine bei Umschreiben einschaltbare Kupplung des Antriebs sowohl auf den Magnetogrammträger als auch auf das Registrierpapier.
5. Magnetogrammträger für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine endlose Schriftspur und eine oder mehrere Steuermarken.
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