DEP0038523DA - Walze zum Einfärben von Druckformen - Google Patents

Walze zum Einfärben von Druckformen

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DEP0038523DA
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English (en)
Inventor
Heinrich MÜNCH
Original Assignee
Münch, Heinrich, Vilshoven
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Description

Das Einfärben von Buchdruckwalzen sowohl bei Zylinderpressen als auch bei Tiegelpressen erfolgt bisher vorwiegend unter Anwendung von Gelatine-Walzen, die mit Metallwalzen in bestimmter Weise zusammenarbeiten. Ein Nachteil dieser Gelatinewalzen, also Walzen, die aus einer Metallspindel bestehen, welche einen Gelatine-Überzug trägt, besteht darin, daß die Überzugsmasse unter der Einwirkung von Feuchtigkeit quillt. Die Oberfläche ist dann nicht mehr genau zylindrisch, sondern schwach tonnenförmig. Trockene Luft verursacht dagegen ein Schrumpfen des Gelatine-Mantels, was wiederum nicht gleichmäßig erfolgt. Eine geschrumpfte Walze hat in der Mitte einen geringeren Durchmesser, als an den Enden. Die Folge dieser Formveränderungen in Abhängigkeit vorwiegend von dem Wassergehalt der Luft, ist eine ungleichmäßige Verteilung der Druckfarbe und damit eine ebenfalls nicht gleichförmige Einfärbung des Drucksatzes. Andererseits haben Gelatinewalzen aber den Vorteil, daß sie überdreht werden können und daß die Masse beim Unbrauchbarwerden einer Walze nicht verloren ist, sondern geschmolzen und zur Herstellung eines neuen Walzenbezuges verwandt werden kann, sodaß wieder eine gute saubere Einfärbung der Form möglich ist. Bei schnell laufenden Maschinen besteht ein weiterer Nachteil der Gelatine-Walzen darin, daß sie sich erhitzen und infolge der Erwärmung eine Deformierung erfahren.
Zur Vermeidung dieses letztgenannten Nachteiles ist es bekannt, zur Einfärbung Kautschuk-Walzen zu verwenden. Dabei zeigt sich jedoch, daß Walzenüberzüge aus Natur-Kautschuk durch die chemische Einwirkung vieler Farben nachteilig beeinflußt werden und gegebenenfalls wiederum quellen. Kautschuk-Ersatzstoffe weisen diesen Nachteil zwar nicht auf, stehen aber nur in beschränktem Umfange zur Verfügung. Ein Nachteil aller Walzen aus Kautschuk oder Kautschuk-Ersatzstoffen besteht aber in dem mangelhaften Einfärbungsvermögen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Walze zum Einfärben von Druckformen sowie ein Verfahren zur Herstellung derselben, wobei die sämtlichen vorbenannten Nachteile vermieden sind. Gemäß der Erfindung besteht der Überzug der Walze aus einer thermoplastischen Masse. Dabei kommt in erster Linie Polyvinylchlorid in Betracht. Die Thermoplasten sind durch Zusatz geeigneter und an sich bekannter Mittel so weichgestellt, daß der Überzug die gewünschte Härte und Geschmeidigkeit besitzt. Die mechanischen Eigenschaften dieses Überzuges entsprechen weitgehend denen der bisher gebräuchlichen Gelatine-Masse. Insbesondere ergibt sich ein etwa gleiches Einfärbungsvermögen, ohne daß Quellungen oder Schrumpfungen in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit oder Temperaturänderungen eintreten.
Die Herstellung dieser Walzen geschieht zweckmäßig in der Weise, daß die Spindel in eine Zylinderform eingesetzt und die Überzugsmasse nach vorheriger Erwärmung bis zur Verflüssigung herumgegossen wird. Nach dem Erkalten kann die Walze aus dem
Formzylinder entfernt werden und ist dann, nachdem gegebenenfalls noch die Ränder beschnitten sind, fertig zur Benutzung.
Um eine bessere Haftung des Überzuges auf der Spindel zu erzielen, kann diese gegebenenfalls vor dem Umgießen mit der thermoplastischen Masse mit einer Kordel oder dergleichen umwickelt werden. Auch diese Kordel kann aus einer thermoplastischen Masse, also auch aus Polyvinylchlorid bestehen. Der Erweichungspunkt der Kordelmasse kann der gleiche sein wie bei der Überzugsmasse, er kann aber auch etwas höher liegen. Im Übrigen ist der Aufbau der Kordel beliebig. Es ist gleichgültig, ob es sich um einen einfachen Streifen der betreffenden Masse oder einen verseilten, geflochtenen, oder sonstwie kordelförmig aufgebauten Strang handelt. Gegebenenfalls kann die erwünschte gute Haftung der Überzugsmasse auf der Spindel aber auch schon durch eine entsprechende Ausgestaltung der metallischen Spindeloberfläche erzielt werden.
Ist eine Walze gemäß der Erfindung unbrauchbar geworden, so kann der Überzug gegebenenfalls nach dem Abschälen der Außenschicht wieder geschmolzen und zur Herstellung eines neuen Überzuges verwandt werden. Die Erhitzung der Überzugsmasse erfolgt vorteilhaft in einem Ölbad. Das Mischungsverhältnis zwischen den Thermoplasten und dem Weichmacherzusatz ist zweckmäßig so gewählt, daß bei etwa 140-150°C eine Verflüssigung eintritt.

Claims (7)

1.) Walze zum Einfärben von Druckformen, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus einer thermoplastischen Masse besteht.
2.) Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus Polyvinylchlorid besteht.
3.) Walze nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzugsmasse durch Zusatz geeigneter Mittel weichgestellt ist.
4.) Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Spindel zur Erzielung einer besseren Haftung des Überzuges mit einer Kordel oder dergleichen umwickelt ist.
5.) Walze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kordel aus einer thermoplastischen Masse besteht.
6.) Walze nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kordel aus Polyvinylchlorid besteht, dessen Erweichungspunkt gleich oder höher liegt als der der Überzugsmasse.
7.) Verfahren zur Herstellung einer Walze zum Einfärben von Druckformen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel gegebenenfalls nach vorheriger Aufbringung eines Haftüberzuges mit einer durch Erwärmung zweckmäßig bis zur Verflüssigung erweichten thermoplastischen Masse, insbesondere mit weichgestelltem Polyvinylchlorid umgossen wird.

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