DEP0038285DA - Schaltdrossel für Radio- oder Fernsehempfangsgeräte - Google Patents
Schaltdrossel für Radio- oder FernsehempfangsgeräteInfo
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Description
Bei der Ingangsetzung von Radio- oder Fernsehempfangsgeräten besteht häufig die Notwendigkeit, bestimmte Teile der Schaltung erst dann einzuschalten, wenn andere Teile des Gerätes bereits unter Spannung stehen und eine zeitlang in Betrieb gewesen sind.
So ist es z.B. bei Rundfunkempfängern mit Altstromanschluss notwendig, die Skalenlampen, die in Reihe mit den Heizfäden der Verstärkerröhre geschaltet sind, verzögert einzuschalten, da sie anderenfalls eine zu hohe Spannung im Einschaltaugenblick bekommen und durchbrennen würden. Es ist daher üblich, diese Skalenlampen durch einen temperaturabhängigen Widerstand zu überbrücken, sodass sie während der Aufheizung der Röhre keine Überspannung bekommen.
Es ist auch bekannt, zu diesem Zweck die Drossel, welche im Siebkreis des Netzanschlussteiles liegt, mit einem Kontakt zu versehen, der in der Ruhelage die Skalenlampe kurzschließt. Wird das Gerät in Betrieb genommen, so beginnt erst nach Aufheizen der Röhren ein Anodenstrom durch die Drosseln zu fließen, so dass der Kontakt an der Drossel mit Verzögerung eingeschaltet wird. Der Kurzschluss der Skalenlampe wird dadurch aufgehoben und die Lampe leuchtet auf.
Ähnliche Maßnahmen sind bei Fernsehgeräten notwendig, wenn man erreichen will, dass der Kathodenstrahl der Braunschen Röhre auf dem Leuchtschirm keinen stillstehenden Brennfleck erzeugt, solange die Kippgeräte noch nicht arbeiten. Auch in einem solchen Fall kann die vom Anodenstrom des Kippgerätes durchflossene Drossel zur Ausführung einer Schutzschaltung genutzt werden, indem z.B. der Strom durch den Drosselkontakt geändert wird oder die Vorspannung am Wehneltzylinder der Braunschen Röhre erst bei vollem Strom durch die Drossel den zur Freigabe des Kathodenstrahles erforderlichen Wert erhält.
Bei einer bekanntgewordenen Ausführung für die Schaltdrossel ist das Blechpaket, welches den E-förmigen Kern der Drossel überbrückt, als Anker ausgebildet, der beim Fließen des Drosselstromes angezogen wird. Dieser Anker ist verhältnismäßig schwer und die Wirkungsweise der Schaltvorrichtung hängt von einer bestimmten Gebrauchslage der Drossel ab, da der Abfall des Ankers bei stromloser Drossel unter dem Einfluss der Schwerkraft erfolgt. Wird das Gerät, welches diese Drossel enthält, beispielsweise bei einer Reparatur oder aus irgendwelchen anderen Gründen auf die Seite gelegt oder aber auch nur stärker geneigt, so arbeitet die Schaltvorrichtung nicht richtig und es kommt daher entweder zum Durchbrennen der Skalenlampe oder der Kurzschluss für die Skalenlampe wird nicht aufgehoben.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, dass im Streufeld des eingestellten Luftspaltes der Drossel ein Relaisanker zur Betätigung des Federkontaktes angeordnet ist. Durch Versuche wurde festgestellt, dass das Streufeld des nur wenige Zehntel mm großen Luftspaltes überraschenderweise ausreicht, um die Relaisanker sicher in allen Lagen zu betätigen. Diese Ausführung hat gegenüber der oben erwähnten Anordnung außerdem den Vorteil, dass der Luftspalt bei der Herstellung nur einmal fest eingestellt und fixiert wird und dass er sich beim Betrieb nicht verändert, während bei der bekannten Anordnung die endgültige Einstellung des Luftspaltes vom zuverlässigen Anziehen der Drossel abhängt und daher Änderungen unterworfen ist.
Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes gehen aus den Ausführungsbeispielen hervor, die im Zusammenhang mit den Figuren im folgendem beschrieben sind. Es zeigt Fig. 1 eine Drossel gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Schaltung zur Anwendung der Drossel.
Die Drossel der Fig. 1 enthält einen magnetischen Kern 1, der aus aufeinander geschichteten Blechen besteht, die die Form des Buchstaben E haben. Auf das Blechpaket ist eine Spule 2 aufgeschoben, ein weiteres Blechpaket von rechteckigem Quer-
schnitt wird über die Spule gelegt, sodass es unter Zwischenschaltung eines Luftspaltes geeigneter Bemessung den magnetischen Kreis schließt. In der Nähe des Luftspaltes bildet sich das magnetische Streufeld aus, dass gemäß der Erfindung für die Betätigung des Schaltkontaktes benutzt wird. Ein Anker 5, der in dem Beispiel rechtwinklige Form hat, wird an dem die Drossel üblicherweise umgebenden Gehäuse 3 gelenkig gelagert. Das Gehäuse selbst weist einen Ausschnitt 9 auf, sodass der Anker 5 sich auf den magnetischen Kern zu bewegen kann. Der Anker wird durch ein Plättchen 8 festgehalten, sodass er von dem Gelenk nicht abrutschen kann. Er trägt einen kleinen Stift, der die Feder 6 berührt. Zwischen der Feder 6 und einem Metallplättchen 7 befindet sich der Kontakt. Zur Halterung der Feder 6 ist ein Isolierplättchen 4 vorgesehen. Die Drossel kann beispielsweise in einer Schaltung nach Fig. 2 Verwendung finden. Hier ist der Netzanschlussteil des Radio- oder Fernsehgerätes gezeigt, dem über die Klemmen 18 die Betriebsspannung zugeführt wird. Sie wird über einen Schalter 21 dem Heizkreis für die Röhren zugeleitet. Dieser enthält die Glühfäden 17 von vier Röhren, die Skalenlampe 14 und einen Widerstand 19. Die Skalenlampe ist über den Kontakt 22 der Drossel 20 kurzgeschlossen, da der Kontakt 22 im stromlosen Zustand geschlossen ist. Über einen Gleichrichter 13 und die Glättungskondensatoren 11 und 12 sowie die Drossel 20 wird die Gleichspannung den Klemmen 15 und 16 zugeleitet.
Bei der Betätigung des Schalters 21 erhält der Heizkreis Spannung, wobei jedoch die Lampe 14 dunkel bleibt. Die Heizfäden der Verstärkerröhren werden allmählich erwärmt und der Anodenstrom beginnt über die Drossel 20 in das Gerät zu fließen. Sobald der Anodenstrom einen bestimmten Wert eingenommen hat, wird der Kontakt 22 geöffnet und die Skalenlampe 14 leuchtet auf. In der Zwischenzeit ist aber der Widerstand der Heizfäden 17 so groß geworden, dass die Lampe 14 gefahrlos eingeschaltet werden kann und keine Überspannung mehr erhält. In dem Kurzschlusskreis der Skalenlampe kann auch ein Widerstand 23, der gestrichelt gezeichnet ist, eingeschaltet sein,
sodass sie anfangs dunkel brennt, bis durch die Öffnung des Kontaktes 22 der Nebenschluss-Widerstand 23 abgeschaltet wird.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel wird in einem Fernsehgerät der Anker und die Feder mit einem zweiten Kontakt versehen, der an den Wehneltzylinder der Kathodenstrahlröhre eine negative Spannung legt, solange der Anker noch nicht angezogen hat. Erst wenn der Anker von der Drossel angezogen wird, wird die Sperrspannung von dem Wehneltzylinder fortgenommen.
Bei einer anderen Ausführung wird der Strom der Konzentrierspule der Kathodenstrahlröhre über einen Kontakt geleitet, der vom Anker der Drossel betätigt wird, sodass eine Bündelung des Kathodenstrahles erst dann erfolgen kann, wenn die Zeit zur Krümmung der Heizfäden 17 verstrichen ist. Es ist zweckmäßig, die Heizfäden derjenigen Röhren in den Kreis zu <Nicht lesbar>, die die erforderlichen Anheizdauer aufweisen.
Claims (4)
1. Schaltdrossel für Radio- oder Fernsehempfangsgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass im Streufeld des fest eingestellten Luftspaltes der Drossel ein Relaisanker zur Betätigung eines Federkontaktes angeordnet ist.
2. Schaltdrossel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker winkelförmig ausgebildet und auf einer Kante der Drossel oder ihres Gehäuses gelagert ist.
3. Schaltdrossel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker so ausgebildet und gelagert ist, dass die Bewegung des Ankers unabhängig von der räumlichen Lage der Drossel ist.
4. Schaltdrossel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Fernsehgerät zur verzögerten Einschaltung des Kathodenstrahles verwendet wird.
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