DEP0037606DA - Mechanische Kupplungsvorrichtung und deren Anwendungen - Google Patents

Mechanische Kupplungsvorrichtung und deren Anwendungen

Info

Publication number
DEP0037606DA
DEP0037606DA DEP0037606DA DE P0037606D A DEP0037606D A DE P0037606DA DE P0037606D A DEP0037606D A DE P0037606DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling device
gear
mechanical coupling
planetary gear
driven
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georges Mouillon
Original Assignee
Société dite: Etablissements Fournier & Mouillon, Genelard, Saone-et-Loire
Publication date

Links

Description

Gegenstand der Erfindung sind Verbesserungen an mechanischen Kupplungsvorrichtungen, sowie deren Anwendungen.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf diejenigen dieser Vorrichtungen, welche dazu benutzt werden, um Maschinen mit aussetzendem oder umsteuerbarem Betrieb mit Hilfe von Motoren, welche sich dauernd in derselben Richtung drehen, ohne dass es nötig wäre, diese Motoren während des aussetzenden Laufs oder des Laufs in entgegengesetztem Sinn der Maschine anzuhalten oder umzusteuern. Eine solche Vorrichtung findet ein besonderes Anwendungsgebiet in Bergwerken, um die wiederholten Stromstösse beim Anlassen und bei der Umsteuerung zu vermeiden.
Die erfindungsgemässe mechanische Kupplungsvorrichtung weist ein Planetengetriebe und zwei getrennte Bremsvorrichtungen auf, wobei das eine Organ des Planetengetriebes mit der treibenden Welle starr verbunden ist, während der Planetenradträger mit dem getriebenen Organ starr verbunden ist, ausser beim Stillstand dieses letzteren, bei welchem diese starre Verbindung aufgehoben ist, wobei dieser Planetenradträger und das zweite Organ des Planetengetriebes getrennt durch eine dieser Bremsvorrichtungen stillgesetzt werden können. Man erhält so, je nach dem, welcher Teil festgebremst ist, einen Antrieb des getriebenen Organs in dem selben Sinn oder in entgegengesetztem Sinn wie die treibende Welle, was, in Verbindung mit der Aufhebung der starren Verbindung zwischen dem Planetenradträger und dem angetriebenen Organ, zu dem zeitweiligen Antrieb oder dem Stillstand dieses Organs führt, ohne dass es nötig wäre, die Drehzahl der treibenden Welle irgendwie zu verändern.
Gemäss einem Kennzeichen der Erfindung umfasst die Vorrichtung zur Aufhebung der starren Verbindung des Planetenradträgers mit dem getriebenen Organ im Fall der Stillsetzung dieses Organs ein mit diesem Organ starr verbundenes Zahnrad, welches mit einem Satz von von dem Planetenradträger des Planetengetriebes getragenen Zahnrädern in Eingriff steht.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist das getriebene Organ gleichachsig mit der treibenden Welle. Ferner wird die Dichtigkeit der Getriebe durch ebene, kreisringförmige Dichtungen erzielt, welche von dem äusseren Organ des Planetengetriebes und dem getriebenen Organ auf ihren dem Planetenradträger gegenüberliegenden Flächen getragen werden und auf diesem letzteren zentriert sind, wobei diese Dichtungen mit kreisförmigen Dichtungen zusammenarbeiten, die von dem Planetenradträger gegenüber von den Zentrierungen getragen werden.
Die erfindungsgemässe mechanische Kupplung kann auch eine mit einem Zahnrad versehene Ausgangswelle aufweisen, sodass das getriebene Organ auf eine Wellen ausgerichtet werden kann, die der Eingangs- oder treibenden Welle dieser Kupplung parallel ist. Ferner kann man eine gute Abdichtung dadurch erzielen, dass man alle Getriebe in einem dichten Gehäuse einschliesst.
Zur Vermeidung von Längenabmessungen, welche mit dem verfügbaren Platz unvereinbar sein können, umfasst die Erfindung ausserdem eine Kupplung mit Untersetzung der oben angegebenen Art, welche die umlaufende Maschine mit Hilfe eines Getriebes antreibt, welches insbesondere gestattet, diese Maschine parallel zu der Achse des Untersetzungsgetriebes aufzustellen.
Die Erfindung hat ferner die Anwendungen der oben gekennzeichneten mechanischen Kupplungsvorrichtung zum Gegenstand, welche bezwecken, einen sich ständig drehenden Motor mit einem getriebenen Organ zu kuppeln, dessen Betrieb entweder aussetzend, oder umsteuerbar, oder gleichzeitig aussetzend und umsteuerbar ist. Eine derartige Vorrichtung ist insbesondere ganz allgemein für Bergwerksgeräte, wie Förderwinden, Grubenförderer usw., verwendbar.
Weitere Kennzeichen der Erfindung werden aus der Beschreibung hervorgehen, welche auf die Zeichnungen bezugnimmt, wobei diese als nicht beschränkende Beispiele aufzufassen sind.
Abb. 1 stellt im Schnitt und in Seitenansicht die Anwendung einer erfindungsgemässen mechanischen Kupplungsvorrichtung auf eine umsteuerbare Förderwinde mit elektrischem Antrieb dar.
Abb. 2 ist das Eingriffsschema der verschiedenen Zahnräder, welche in der auf Abb. 1 dargestellten Vorrichtung enthalten sind.
Abb. 3 zeigt im Schnitt eine erfindungsgemässe mechanische Kupplungsvorrichtung, bei welcher die mit einem Zahnrad versehene getriebene Welle mit der treibenden Welle achsengleich ist.
Abb. 4 zeigt im Grundriss die Anwendung der auf Abb. 3 dargestellten mechanischen Kupplungsvorrichtung auf eine umsteuerbare Förderwinde mit elektrischem Antrieb.
Abb. 5 ist eine Seitenansicht der Abb. 4.
Die Förderwinde mit den beiden Trommeln 1 und 11 wird durch einen Elektromotor 2 angetrieben, der mit einer Welle 3 gekuppelt ist, die schnellaufende Welle genannt wird, auf welcher ein Zahnrad 4 verkeilt ist, welches mit einem Planetenrad in Eingriff steht, welches von einer in einem Planetenradträger 7 angebrachten Welle 6 getragen wird, wobei das Planetenrad 5 seinerseits mit einem Zahnkranz 8 in Eingriff steht. Auf der gleichen Welle 6 ist auf der dem Planetenrad 5 gegenüberliegenden Seite ein Zahnrad 9 verkeilt, welches mit einem mit der Trommel 11 starr verbundenen Zahnkranz 10 in Eingriff steht.
Die schnellaufende Welle wird von einem Endlagerbock 12 getragen, in welchem sie mit Hilfe eines Lagers 13, z.B. eines Kugellagers, zentriert ist, und von einem Zwischenlager 14, in welchem sie mit Hilfe von Kugellagern 15 und 16 zentriert ist, welche gleichzeitig die Zentrierung des Kranzes 8 auf der Welle 3 gewährleistet, wobei dieser Kranz und diese Welle in dem Lager 14 durch einen Reibungsring 17 gehalten werden. Die Trommel 1 ist mit der Trommel 11 verbunden. Beide Trommeln sind um die Welle 3 lose drehbar, und auf dieser durch die Kugellager 18 und 19 zentriert.
Der Planetenradträger 7 ist auf der Welle 3 mit Hilfe der Kugellager 20 und 21 gelagert, und die Wellen 6 sind in dem Planetenradträger mittels der Kugellager 22 und 23 gelagert.
Der Zahnkranz 8 trägt eine Bremsscheibe 24. Der Planetenradträger 7 trägt ebenfalls eine Bremsscheibe 25. In ähnlicher Weise kann die Trommel 11 gegebenenfalls mit einem Bremskranz 26 versehen werden, der auf eine mit dieser Trommel starr verbundenen Lauffläche 27 einwirkt.
Ferner ist ein mit dem Zahnkranz 8 starr verbundenes kreisringförmiges Deckblech 28 auf dem Planetenradträger 7 zentriert, der an der Stelle dieser Zentrierung mit einer kreisförmigen Dichtung 29 versehen ist. In ähnlicher Weise trägt die Lauffläche 27 ein kreisringförmiges Deckblech 30, welches ebenfalls auf dem Planetenradträger zentriert ist, welcher an der Stelle dieser Zentrierung mit einer kreisförmigen Dichtung 31 versehen ist. Dank dieser Anordnung ist die Abdichtung des Planetengetriebes und des Getriebes 9-10 gewährleistet.
Es ist leicht nachzuweisen, wenn r der Halbmesser des Zahnrades 4, r(sub)1 der Halbmesser des Planetenrades 5, r(sub)2 der Halbmesser des Zahnkranzes 8, r(sub)3 der Halbmesser des Zahnrades 9 und r(sub)4 der Halbmesser des Zahnkranzes 10 ist, zwischen den Drehgeschwindigkeiten der sich mit einer Geschwindigkeit n drehenden Welle 3 und der mit einer Geschwindigkeit n' angetriebenen Trommel 1 folgende Beziehungen bestehen:
1) - wenn der Planetenradträger 7 stillsteht:
2) - wenn der Zahnkranz 8 festgebremst ist:
Unter Bezugnahme auf Abb. 2 sieht man ohne weiteres, dass die Tangentialgeschwindigkeiten des angetriebenen Zahnkranzes 10 entgegengesetzte Richtung haben, je nach dem, ob man den Planetenradträger 7 oder den Zahnkranz 8 stillsetzt.
Wenn nämlich der Vektor AA' die Tangentialgeschwindigkeit des Antriebszahnrades 4 mit dem Halbmesser r darstellt, so ist der Punkt C fest, wenn der Planetenradträger 7 festgebremst wird, und die Tangentialgeschwindigkeit des Zahnkranzes 10 wird dann durch den Vektor DD'' dargestellt, wobei die Punkte A', C und D'' auf einer Geraden liegen. Wenn dagegen der Zahnkranz 8 festgebremst wird, so wird der Punkt B festgelegt, und die Tangentialgeschwindigkeit des angetriebenen Zahnkranzes 10 wird dann durch den Vektor DD' dargestellt, wobei die Punkte A', D' und B auf einer Geraden liegen.
Man sieht demnach, dass die Vektoren DD'' und DD', welche der Stillsetzung des Planetenradträgers 7 durch die
Bremsscheibe 25 bzw. der Stillsetzung des Zahnkranzes 8 durch die Bremsscheibe 24 entsprechen, entgegengesetzt gerichtet sind. Der Zahnkranz 10, und infolgedessen die Trommeln 1 und 11, mit denen er starr verbunden ist, werden somit in entgegengesetzter Richtung angetrieben, je nachdem, ob man die eine oder die andere dieser Stillsetzungen bewirkt. Bei Betrachtung der das Verhältnis der Drehgeschwindigkeiten angebenden Formeln sieht man, dass, wenn durch Konstruktion r(sub)1 = 3r(sub)3, die beiden Drehgeschwindigkeiten n' der Trommeln für die Stillsetzung des Planetenradträgers 7 und für die Stillsetzung des Zahnkranzes 8 gleich und entgegengesetzt gerichtet sind.
Man erhält so eine Umsteuerung, obwohl sich der Motor 2 stets in derselben Richtung dreht.
Wenn der Planetenradträger 7 und der Zahnkranz 8 freigegeben sind, und wenn die Trommeln 1 und 11 durch die Einwirkung der Bremsscheibe 26 auf die Lauffläche 27 festgebremst werden, ist die Winde festgebremst, und die durch das Planetengetriebe und die Zahnräder 9 gebildete Anordnung dreht sich mit der Geschwindigkeit der Welle 3 infolge des Eingriffs dieser Zahnräder 9 in den feststehenden Zahnkranz 10.
Bei der auf Abb. 3 dargestellten Ausführungsform ist ein Motor 32 mit einer Welle 33 gekuppelt, welche schnellaufende Welle oder Eingangswelle genannt wird, auf welcher ein Zahnrad 34 angebracht ist, welches mit einem Planetenrad 35 in Eingriff steht, welches von einer in einem Planetenradträger 37 angebrachten Welle 36 getragen wird, wobei das Planetenrad 35 seinerseits mit einem Zahnkranz 38 in Eingriff steht. Auf der gleichen Welle 36 ist auf der dem
Planetenrad 35 gegenüberliegenden Seite ein Zahnrad 39 verkeilt, welches mit einem Zahnkranz 40 in Eingriff steht, der mit dem anzutreibenden Organ über die getriebene Welle 41 starr verbunden ist, auf welcher das dieses anzutreibende Organ betätigende Zahnrad 43 verkeilt ist.
Der Planetenradträger 37 ist mit einem Seitenschild 58 starr verbunden, welches mit einer Lauffläche 59 versehen ist, die in einem Endlager 42 mittels eines Reibungsrings 60 gehalten wird. Auf der Innenseite dieser Lauffläche 59 ist die Welle 41 mittels eines Kugellagers 61 zentriert. Der Planetenradträger 37 ist andererseits mit einem Seitenschild 62 starr verbunden, welches mit einer Lauffläche 63 versehen ist, die mittels eines Reibungsringes 47 in einem Zwischenlager 44 zentriert ist. Innerhalb dieser Lauffläche 63 ist eine mit dem Zahnkranz 38 starr verbundene Lauffläche 64 mit Hilfe der Kugellager 45 und 46 zentriert. Diese Lauffläche 64 trägt auf der der Kupplung gegenüberliegenden Seite des Zwischenlagers 44 eine festgekeilte Scheibe 65, welche auf der schnellaufenden Welle 33 durch das Kugellager 66 zentriert ist.
Der Planetenradträger 37 ist auf den Wellen 33 und 41 mittels der Kugellager 67 und 68 gelagert, und die Wellen 36 sind in dem Planetenradträger 37 mittels der Lager 52 und 53 gelagert.
Der Zahnkranz 38 kann über die Scheibe 65 durch die Wirkung des Bremsbandes 54 festgebremst werden. In ähnlicher Weise kann der Planetenradträger 37 durch die Wirkung des Bremsbandes 55 festgebremst werden.
Der Planetenradträger und seine beiden Seitenschilder 58 und 62 bilden ein umlaufendes dichtes Gehäuse, dessen Abdichtung bei der Drehung gegenüber den Wellen 41und 33 durch gewöhnliche Dichtungen 69 und 70 gewährleistet wird.
Wenn der Zahnkranz 38 durch die Einwirkung des Bremsbandes 54 auf das Schwungrad 65 festgebremst wird, besitzt das Ausgangszahnrad 43 eine Drehgeschwindigkeit, die die gleiche Richtung wie die des Antriebszahnrades 34 hat. Wenn dagegen das den Planetenradträger 37 umfassende Gehäuse durch das Bremsband 55 festgebremst wird, dreht sich das Ausgangszahnrad 43 in entgegengesetztem Sinn wie das Antriebszahnrad 34, wobei die Untersetzung durch die Untersetzungsverhältnisse der Verzahnungen 34, 35, 39 und 40 gegeben ist. Wenn insbesondere das Planetenrad 35 einen Teilkreisdurchmesser hat, der das Dreifache des Teilkreisdurchmessers des Zahnrades 39 ist, so sind die beiden Drehgeschwindigkeiten des Ausgangszahnrades 43 gleich und entgegengesetzt, wenn man den Zahnkranz 38 oder den Planetenradträger 37 mittels der Bremsbänder 54 und 55 festbremst. Die treibende Welle 33 dreht sich dagegen beständig.
Wenn die Bremsbänder 54 und 55 alle beide gelockert werden, ist die getriebene Welle 41 frei drehbar, d.h. sie bleibt in Ruhe.
Die Abb. 4 und 5 stellen eine Anwendung einer erfindungsgemässen Kupplungsvorrichtung dar, bei welcher auf einem gemeinsamen Gestell 71 ein Elektromotor 72, ein umsteuerbares Untersetzungsgetriebe 73 und eine Winde mit zwei Trommeln 74 und 75 angeordnet sind. Die Achsen des Motors 72 und des Untersetzungsgetriebes 73 sind auf die Linie X-X ausgerichtet, während die Winde mit den zwei Trommeln 74 und 75 auf eine zu der Linie X-X parallele Linie Y-Y ausgerichtet ist. Der Motor ist mit der treibenden Welle des Untersetzungsgetriebes durch die Kupplung 76 verbunden. Die getriebene Welle des Untersetzungsgetriebes trägt ein Zahnrad 77, welches mit einem Zwischenzahnrad 78 in Eingriff steht, das seinerseits mit dem Zahnrad 79 kämmt, welches den Antrieb der Winde mit den beiden Trommeln 74 und 75 bewirkt.
Da die Achse Y-Y der Winde zu der gemeinsamen Achse X-X des Motors und des Untersetzungsgetriebes parallel ist, ist der Platzbedarf dieser Gruppe in der Längsrichtung kleiner als der Platzbedarf der normalen Gruppen, bei welchen die Achse Y-Y in der Verlängerung der Achse X-X liegt.
Die Gesamtanordnung der Zahnräder des Untersetzungsgetriebes 73, welches ein Planetengetriebe enthält, ist in dichtes Gehäuse 80 eingeschlossen, welches mit dem Planetenradträger starr verbunden ist. Die Bremsung des einen Organes des Planetengetriebes, welches mit der Scheibe 81 starr verbunden ist, durch die Einwirkung des Bremsbandes 82 bei Betätigung des Hebels 83 in der Richtung des Pfeiles f(sub)1 bewirkt den Antrieb des Zahnrades 77 in demselben Drehsinn, in welchem sich der Motor 72 dreht. Die Bremsung des Gehäuses 80 durch die Einwirkung des Bremsbandes 84 bei Betätigung des Hebels 83 in der Richtung des Pfeiles f(sub)2 bewirkt dagegen den Antrieb des Zahnrades 77 in dem der Drehrichtung des Motors 72 entgegengesetzten Sinn. Eine durch einen Fusshebel 86 betätigte Bremse 85 wirkt auf die Winde mit den zwei Trommeln 74 und 75 ein, und die Gesamtanordnung ist mit einem Sicherheitselektromagneten 87 versehen.
Je nach der Art der angetriebenen Maschine können das Bremsband 85 und die Sicherheitsbremse 87 fortfalle, oder das Aggregat kann mit weiteren Zubehörteilen ausgerüstet werden. Ferner kann der Motor, anstatt das Untersetzungsgetriebe unmittelbar anzutreiben, mit diesem durch eine Vorrichtung verbunden werden, welche eine Versetzung ihrer Achsen gestattet.
Die Vorrichtung weist folgende Vorteile auf:
a) Die einander entgegengesetzten Geschwindigkeiten des angetriebenen Organs können gleiche oder verschiedene Werte haben, so dass eine solche Vorrichtung für den Fall benutzt werden kann, bei welchem die Rückwärtsgeschwindigkeit die Hälfte der Vorwärtsgeschwindigkeit betragen muss.
b) Da die Gesamtheit der Getriebe und der Vorrichtung zur Umsteuerung auf derselben Seite des getriebenen Organs vereinigt ist, kann dieses Organ, falls es sich in der Verlängerung des Motors und des Untersetzungsgetriebes befindet, auf der diesen abgewandten Seite jeden gewünschten Aufbau aufweisen, ohne durch die Abhängigkeit von neuen Getriebekonstruktionen behindert zu werden. Dieser Vorteil ist besonders ausgeprägt bei Förderwinden, welche Trommeln verschiedener Durchmesser, verschiedener Breiten, oder selbst voneinander entkuppelbare Trommeln, wie auf Abb. 1 dargestellt, aufweisen können. Derselbe Vorteil gestattet in dem Fall, wo das getriebene Organ parallel zu dem Motor-Untersetzungs-Aggregat versetzt sein kann, diesem Organ jeden gewünschten Aufbau zu geben.
c) Die gesamte erhaltene Untersetzung ist sehr beträchtlich, da man in Wirklichkeit zwei Getriebe benutzt, die verschiedene Rollen spielen. Während man gewöhnlich kaum Übersetzungsverhältnisse von 1 : 7 oder 1 : 8 überschreitet, gestattet die erfindungsgemässe Vorrichtung die Erzielung von Gesamtübersetzungsverhältnissen, die über 1 : 15 und selbst über 1 : 20 liegen, da das Verhältnis in ziemlich weiten konstruktiven Grenzen schwanken kann, was insbesondere gestattet, die treibende Welle des Untersetzungsgetriebes unmittelbar von dem Elektromotor antreiben zu lassen.
Es ist klar, dass die dargestellte Vorrichtung ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, beliebige konstruktive Veränderungen erfahren kann, welche die Funktionen der Organe des Planetengetriebes in keiner Weise verändern. Insbesondere kann der Ausgangszahnkranz mit der Trommel durch ein Getriebe gekuppelt werden, und das Planetengetriebe kann die Rolle eines ersten Getriebes spielen, wobei es von einem weiteren Getriebe gefolgt sein kann, dessen treibendes Zahnrad mit diesem Zahnkranz starr verbunden ist. Umgekehrt kann der Motor die Welle 3 mittelbar mittels einer ganz beliebigen Übertragung antreiben, wie z.B. eine Übertragung mit Zahnrädern, durch Treibriemen oder mit Kette.
Ebenso kann die dargestellte Vorrichtung zum Antrieb einer grossen Zahl von Winden mit verschiedenen Trommelkenngrössen dienen.
Ferner können die Räder 10 und die Zahnkränze anstatt Innenverzahnungen Aussenverzahnungen aufweisen.
Ebenso kann die dargestellte Vorrichtung zur Vornahme der Kupplung eines sich ständig drehenden Motors mit einem getriebenen Organ benutzt werden, dessen Betrieb entweder aussetzend, oder umsteuerbar, oder gleichzeitig aussetzend und umsteuerbar ist, und zwar insbesondere für Bergwerksgeräte, wie Förderwinden, Grubenförderer usw.

Claims (15)

1) Mechanische Kupplungsvorrichtung zur Kupplung eines sich ständig drehenden Motors mit einem getriebenen Organ mit aussetzendem und umsteuerbarem Betrieb ohne Stillsetzung oder Umsteuerung dieses Motors, mit einem Planetengetriebe und zwei getrennten Reibungsbremsen, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Organ des Planetengetriebes mit der treibenden Welle starr verbunden ist, während der Planetenradträger mit dem getriebenen Organ starr verbunden ist, ausser beim Stillstand dieses letzteren, bei welchem diese starre Verbindung aufgehoben ist, wobei dieser Planetenradträger und das zweite Organ des Planetengetriebes getrennt durch eine dieser Bremsvorrichtungen stillgesetzt werden können.
2) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Aufhebung der starren Verbindung zwischen dem Planetenradträger (7 bzw. 37) und dem getriebenen Organ (1, 11 bzw. 41) im Falle des Stillstands dieses Organs ein Zahnrad (10 bzw. 40) aufweist, welches mit diesem Organ starr verbunden ist und mit einem Satz von von diesem Planetenradträger getragenen Zahnrädern (9 bzw. 39) in Eingriff steht.
3) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die eine der Reibungsbremsvorrichtungen (24 bzw. 54) festgebremste Organ des Planetengetriebes das äussere Organ (8 bzw. 38) ist.
4) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnräder (9 bzw. 39), welche das mit dem getriebenen Organ (1, 11 bzw. 41) starr verbundene Zahnrad (10 bzw. 40) antreiben, auf der gleichen Achse (6 bzw. 36) angebracht sind, wie die Planetenräder (5 bzw. 35) des Planetengetriebes der Kupplungsvorrichtung.
5) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass, falls das Planetengetriebe der Kupplungsvorrichtung einem mit dem angetriebenen Organ (1, 11) starr verbundenen Zahnrad (10) zugeordnet ist, deren Gesamtanordnung um die treibende Welle (3) drehbar ist.
6) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Planetengetriebe der Kupplungsvorrichtung um die treibende Welle drehbar ist.
7) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Verzahnungen so bemessen sind, dass man für die treibende Welle und das getriebene Organ entgegengesetzte Geschwindigkeiten verschiedener oder genau gleicher Grösse erhält.
8) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das getriebene Organ auf die Achse des Antriebsorgans ausgerichtet ist.
9) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen dem Untersetzungsgetriebe und dem getriebenen Organ angeordnete Antriebsvorrichtung gestattet, die Achse des getriebenen Organs nicht in einer Flucht mit der Antriebsachse anzuordnen, und diese insbesondere parallel zu dieser Achse anzuordnen.
10) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Antrieb des angetriebenen Organs (74, 75) mittels des Untersetzungsgetriebes (73) durch ein Zahnradgetriebe (77, 78, 79) gebildet wird.
11) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Antrieb der Maschine mittels des Untersetzungsgetriebes durch eine Kette gebildet wird.
12) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Enduntersetzungsgetriebe verwendet wird, wobei ein primäres Untersetzungsgetriebe zwischen dem Motor und der Antriebswelle vorgesehen ist.
13) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie als primäres Untersetzungsgetriebe verwendet wird, wobei am Ausgang an dem mit dem angetriebenen Organ starr verbundenen Organ des Planetengetriebes eine Übertragung eingeschaltet ist.
14) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ebene, kreisringförmige Dichtungen (28, 30), welche von dem äusseren Organ (8) des Planetengetriebes und dem getriebenen Organ (1, 11) auf ihren dem Planetenradträger (7) gegenüberliegenden Flächen getragen werden und auf diesem letzteren zentriert sind, mit kreisförmigen Dichtungen (29, 31) zusammenarbeiten, die von dem Planetenradträger gegenüber von diesen Zentrierungen zur Erzielung der Abdichtung des Getriebes getragen werden.
15) Mechanische Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Planetenradträger (37) mit zwei Endseitenschildern (58, 62) versehen ist, welche die beiden Planetengetriebe zur Bildung eines dichten Gehäuses einschliessen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2145009A1 (de) Schaltbares planetenzahngetriebe fuer elektrowerkzeuge
DE1153583B (de) Planetenraederwechselgetriebe mit fuenf Umlaufraedersaetzen
DE2618426C3 (de) Seilwinde
DE2513004A1 (de) Umlaufgetriebe
DE1775155A1 (de) Gleichlaufeinrichtung fuer Kegelradwendegetriebe,insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DEP0037606DA (de) Mechanische Kupplungsvorrichtung und deren Anwendungen
DE875896C (de) Zweiganggetriebe mit Zweimotorenantrieb
DE1274299B (de) Getriebe fuer ein Hubwerk mit zwei Motoren, insbesondere fuer einen Verguetekran
DE863884C (de) Getriebe
DE1008590B (de) Hydraulisches Wechselgetriebe
DE725243C (de) Kupplungseinrichtung mit einem zwischen der treibenden und getriebenen Welle eingeschalteten Differentialgetriebe
DE2547934A1 (de) Kraftgeschaltetes mehrganggetriebe
DE933596C (de) Zweiganggetriebe mit Zweimotorenantrieb
DE945826C (de) Doppeltrommelantrieb fuer Foerderbaender od. dgl.
DE677814C (de) Bildtonfilmgeraet, insbesondere zur Tonfilmaufnahme
DE3545134A1 (de) Zweitrommelwinde
DE3427817A1 (de) Umlaufradreduziergetriebe
DE1015117B (de) Elektrische Antriebsmaschine aus zwei zu einer loesbaren Baueinheit verbundenen, auf die gleiche Abtriebswelle arbeitenden Verschiebelaeufermotoren ungleicher Leistung
DE820359C (de) Kupplung fuer Elektro- und andere Motoren
DE2952249A1 (de) Vorrichtung zur kraftuebertragung vom verbrennungsmotor eines fahrzeugs auf eine diesem zugeordnete hilfsmaschine
DE861627C (de) Mehrstufiges Umlaufraedergetriebe fuer schnellaufende Maschinen
DE886993C (de) Getriebe zur Zusammenfassung der Antriebsleistung zweier Kraftmaschinen
DE1025927B (de) Zahnradwendegetriebe, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge
DE474159C (de) Planetenraedergetriebe
DE1287881B (de)