DEP0037478DA - Verfahren zur Entfernung organischer Basen aus Eiweißhydrolysaten - Google Patents

Verfahren zur Entfernung organischer Basen aus Eiweißhydrolysaten

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DEP0037478DA
DEP0037478DA DEP0037478DA DE P0037478D A DEP0037478D A DE P0037478DA DE P0037478D A DEP0037478D A DE P0037478DA
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DE
Germany
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organic bases
removing organic
water
protein hydrolyzates
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Willi Dr. Frankfurt/M.- Unterliederbach Ludwig
Adolf Dr. Niedernhausen Mager (Taunus)
Joachim Dr. Frankfurt/M. Stauff
Original Assignee
Farbwerke Hoechst, vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Publication date

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Description

Dr. Michael Erfenbach
Dr. Adolf Stegiiti HA ίΙ?^\'[ :ι
per Adress6: if'i'L.W
FARBWERKE HOECHST '
Frankfurt am Main-Höchst 16..März 1949 DruBr/He
Anlage [
zur Patentanmeldung Fw» 1§.9..
Yerfahren zur Entfernung organischer Basen aus Eiweiss-
hydrolysaten«,
Bei der Herstellung von Eiweisshydrolysaten lässt es sieh nicht vermeiden, dass Decarboxylierungen der Aminosäuren stattfinden, wodurch basische Substanzen von Amincharakter entstehen« Diese sind physiologisch Wirksamf indem sie starke blutdrucksenkende Eigenschaften haben, was in vielen Fällen unerwünscht ist»
Die bisherigen Vorsorge zur Entfernung organischer Basen vermittels enzyrnati scher Behandlung mit Arainooxydasen und mit Bernsteinsäureanhydrid behandelter Baumwolle fuhren zu keinem Tollen Erfolgj es verbleiben immer noch Reste von basischen, physiologisch wirksamen Substanzen zurück c
Es wurde nun gefunden t dass es gelingt, die Amine restlOB aus dem Eiweisshydrolysat zu entfernen, wenn man die wässrige lösung bei neutraler oder schwach alkalischer Reaktionl ZeBe bei einem pH von 6,5 - 8,0, über Adsorbentien aus der Klasse der Toriei fM^erden und Kieselsauren, wie
Fwe 160
Kieselerden (Diatomeen-Erden)j Bleicherden, Tonerdenp Permutitej oder bei pH 8 - 9 über freie Karboxylgruppen enthaltende Kunstharzaustauscher filtrierte Hierbei werden die basischen Aminosäuren nicht zurückgehalten, sodass Blsoj im Yerein mit den anderen Hydrolyseprodukten8 ihre volle Wirksamkeit erhalten bleibt.
Auf diese Weise behandelte Eiweisshydrolysate haben keinerlei blutdrucksenkende Wirkung Iiehr8 und selbst mit iHikrocheeischen Methoden lassen sich weder Histamin noch Tyramin - als am meisten vorhandene Amine - nachweisen,
Beispiele
1, ) 11 durch Trypsin - Verdauung gewonnenes Hydrolysat aus Blut mit einem Gehalt von 10$ Trockensubstanz werden durch 150 g Kieselerde filtriert, welche vorher mit einem Puffergemisch von pH 7,5 behandelt worden war. Das Piltrat zeigte keinerlei blutdrucksenkende Wirkung mehr c
2. ) 5 mg Histamin in 5 ecm Wasser werden durch 5 g in Wasser aufgeschlämmte Infusorienerde aus Florida filtriert. Nach Ausspülen mit 100 ecm Wasser konnte im Filtr - t kein Histaain nachgewiesen werden, erst nach 125 ecm Wasser begann die Basej etwas durchzulaufen0 (Nachweis nach der Methode von Rosenthal-Tabor JePharm.a.Exp0Ther1, 92, 425, 1948).
3o) 50 g Caseinhydrolysat werden in 250 ecm Wasser gelöst, das pH auf 8,5 eingestellt und die Lösung (furch 30 g in einer Nutsche "befindlichem abgeschlämmtem Alu= mxniumoxyd gesaugt und mit etwa 150 ecm Wasser nachgewaschen. Das Hydrolysat hatte vor der Filtration stark blutdrucksenkende Eigenschaften, nach der Behandlung war nichts mehr festzustellen,,
4.) 200 com der in Beispiel 3 erwähnten wässrigen Lösung eines Caseinhydrolysates werden bei einem pH von 8=9 über 20 g eines Kunstharzaustauschers, der freie Karboxylgruppen besitzt, filtriert« Der Austauscher war wechselweise 15 mal mit n/10 Salzsäure, Wasser, n/10 Natronlauge und Wasser gewaschen. Es"wird mit 200 ecm Wasser nachgewaschen, ohne dass in den letzten Anteilen des Waschwassers eine blutdrucksenkende Substanz' Euftrat8

Claims (1)

  1. Patentanspruch ;
    Verfahren zur Entfernung organischer Basen aus Eiweisshydrolysaten, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrolysate in wässriger Lösung bei neutraler oder schwach alkalischer Reaktion über Adsorbentien aus der Klasse der Tone, Tonerden und Kieselsäuren oder durch Karboscyl gruppen enthaltende Kunstharzaustauscher bei pH 8-9 filtriert werdenB

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