DEP0037270DA - Verfahren und Einrichtung zum Verbinden einer thermoplastischen Kunststoffolie mit einem Gewebe - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Verbinden einer thermoplastischen Kunststoffolie mit einem GewebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Verbinden einer thermoplastischen Kunststoffolie mit einem Gewebe.
Es ist bekannt, ein Gewebe dadurch mit einem Kunststoff zu verbinden, dass man den Kunststoff in Pastenform auf das Gewebe aufwalzt. Ferner ist es üblich, Kunststoffolien, wie sie beispielsweise aus Polyvinylchlorid, Polyamiden o.dgl. hergestellt sind, in der Weise mit dem Gewebe zu vereinigen (kaschieren), dass man zwischen beide Werkstoffe ein Bindemittel bringt und dann die Stoffe zusammenkaschiert. Abgesehen davon, dass die hierzu benötigten Walzeinrichtungen sehr teuer in der Anschaffung sind, ist es praktisch auch nicht möglich, die beiden Stoffe so fest miteinander zu verbinden, dass sie nicht leicht voneinander gelöst werden können.
Durch das Verfahren gemäss der Erfindung ist es möglich, mit einfachen Vorrichtungen und ohne ein zusätzliches Bindemittel eine Kunststoffolie mit einem Gewebe (Nessel, Leinen, Filz o.dgl.) zu kaschieren, mit dem Ergebnis, dass sich die Bestandteile des Fertigproduktes in bisher noch nicht erreichter Weise miteinander verbinden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Kunststoffolie vor dem Einführen in die Walzeinrichtung durch Erwärmen in den plastischen Zustand überführt wird. Dann erfolgt das Zusammenpressen zwischen zwei Walzen, wobei der weiche Kunststoff zwischen die Fasern des Gewebes gedrückt wird und alle vorhandenen Hohlräume ausfüllt. Unmittelbar nach dem Zusammenpressen oder gleichzeitig erfolgt wieder eine Härtung des Kunststoffes durch Abkühlen.
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in der Weise ausgebildet, dass vor der Walzeinrichtung ein Heizkörper angeordnet ist, über den die beiden aufeinanderliegenden Stoffe gezogen werden. Dieser Heizkörper ist zweckmässig als ein nach oben gewölbter Tisch ausgebildet, so dass das unten liegende feste Gewebe stets gestrafft bleibt, während der auf liegende Kunststoff ohne Spannung der Walzeinrichtung zugeführt wird.
Die zum Härten notwendige Abkühlung des in das Gewebe eingepressten Kunststoffes wird dadurch erreicht, dass die Presswalze gekühlt wird. Die Härtung erfolgt also fast in demselben Augenblick, wo die Werkstoffe zusammengepresst sind.
In der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Walzeinrichtung besteht in üblicher Weise aus den drei Walzen 1, 2 und 3, von denen die Walze 1 die Press- oder Prägewalze ist. Diese Walze ist mit einer Zu- und Ableitung für ein Kühlmittel versehen, wozu zweckmässig die hohle Achse 4 ausgenutzt wird. Vor der Walzeinrichtung ist ein von innen heizbarer Tisch 5 angeordnet, dessen Breite der Länge der Walzen entspricht. Die Kunststoffolie 6 wird von einer Rolle 7 und das Gewebe 8 von einer Rolle 9 abgewickelt. Zusammen werden sie um eine frei drehbare Rolle 10 herumgeführt, die vor dem unteren Ende des Tisches 5 angebracht ist, so dass die beiden Werkstoffe, fest und glatt aufeinanderliegend, über den Tisch 5 hinweggezogen werden, bis sie zwischen die Walzen 1 und 2 gelangen. Hier erfolgt dann das Zusammenpressen der Werkstoffe und Härten der Kunststoffolie. Das fertige Endprodukt 11 zeigt keine klebrigen Eigenschaften mehr und kann sofort auf eine Rolle 12 aufgewickelt werden.
Claims (5)
1.) Verfahren zum Verbinden einer thermoplastischen Kunststoffolie mit einem Gewebe ohne Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffolie vor dem Einführen in die Walzeinrichtung durch Erwärmen in den plastischen Zustand überführt wird, darauf zwischen zwei Walzen der weiche Kunststoff in das Gewebe hineingepresst und anschliessend oder gleichzeitig durch Abkühlen eine Härtung der Kunststoffolie bewirkt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Zusammenpressen der Werkstoffe gleichzeitig ein Muster (Narbung) in die Kunststoffolie mit eingepresst wird.
3.) Einrichtung zur Durchführung des Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Walzeinrichtung (1-3) ein Heizkörper (5) angeordnet ist, über den die Werkstoffe (6, 8) hinweggezogen werden.
4.) Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper als hohler, nach oben gewölbter Tisch (5) ausgebildet ist.
5.) Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Presswalze (1) kühlbar ist.
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