DEP0035910DA - Verfahren zur Erhaltung der Aufrahmfähigkeit von hocherhitzter Milch. - Google Patents
Verfahren zur Erhaltung der Aufrahmfähigkeit von hocherhitzter Milch.Info
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Description
5, Aus f ert i sung. \1 B,\v! ,
Abt.P.Rs/ϊ1. Hamtrarg-3ercedorf, den 2.Harz 1 949-
Terfaliren zur Erhaltung der Aufrahmfähigkeit von hocherhitzter KiIeh«
Um Milch, halfbar und keimfrei zu machen pasteurisiert man sie, Es haben drei Arten der Pasteurisierung sich eingeführt, nämlich
Dauererhitzung bei 65 C, Kurzzeiterhitzung bei 720C, Hocherhitzung bei 85°0, die beiden ersten Methoden, auch schonende Filcherhitzurg
genannt, bieten keine absolute Sicherheit in Beziig auf die Haltbarkeit im Sommer, sie sind gegenwärtig nicht in Benutzung. Die
allgemein ausgeübte Hocherhitzung hat den Fachteil, daß die λτχ£-
rahiuf ähigkeit dabei erheblich eingeschränkt wird oder sogar ganz verloren geht. Dies erschwert den Absatz der Trinkmilch, da in Ve:ebraucherkreisen
die Meinung aufkommt, die Milch besitze nicht den en orderliehen Pettgehalt,
Gegenstand der vorliegenden Aniaeldruag ist nun ein Verfaliren zur Bearbeitung der Kilch, welches den bezeichneten Übelstand, gegen
den es bisher kein Iiittel gab, au beseitigen vermag·
Es ist bekannt, daß gewisse feste und flüssige Körper, die in einer Lösung suspendiert sind, aus ihr auf Grund ihrer oberflächenaktiven
Eigenschaften die gelösten Stoffe adsorbieren können. Bei der technischen Verwertung dieser Eigenschaften kommt es in erster
Linie darauf an, die Oberfläche des Adsorbers möglichst su vergrössern, was bei festen Körpern durch eine weitgehende Staubverteilung
und bei Flüssigkeiten, die als Adsorber wirken können, durch eine Suspension bis zxxr Homogenisierung erreicht werden kann. In
beiden Fällen spielt das Problem der V1 iederabscheiduiig des beladenen
Adsorbers eine ausschlaggebende Rolle* £ei allen diesen "Vorgängen sind auch noch gewisse thermische, elektrische und chemische
Beeinflussungen nebenher beteiligt» Von den Eiweißkörpern der KiIch ist das Euglobulin wahrscheinlich dasjenige, das die größte
Bedeutung für die Auiraümung der Milch hat. Es ist an die ]?ettkügelchen adsorbiert, aber nur dann, wenn das Fett der Kügelchen
fest ist (-unterhalb H0C). Wird das Fett durch Erwärmung flüssig, so tritt das Euglobulin in das Serum zxirüek. Durch Abkühlung erreicht
man eine neuerliche Adsorbtion des Euglobulins an die Fettkügelchen und kann damit die bessere Aufrahmung der Milch bei
tieferen Temperaturen erklären. Weiterhin ist das Euglobulin nicht beständig gegen Erhitzung, Bereits nach 2 Minuten langer
Erhitzung bei 70 denaturiert es, sodaß eine Verringerung der Rahmschicht eintritt. Diese Erkenntnisse bilden die G-rundlage
für das vorgeschlagene Verfahren. Ss wird in der V/eise ausgeübt, daß die Vollmilch zunächst bei einer Temperatur nicht über
entrahmt wird, damit gewisse Eiweißkörper wie das Euglobulin ihren Zusammenhang mit den Fettkügelchen behalten. Die gewonnene
Magermilch wird sofort einem normalen Hocherhitzer zugeführt, während der Rahm nur eine Temperatur von 63-65° erhält,
worauf er einem zweiten Separator zufließt, in welchem seine möglichst weitgehende Konzentrierung durchgeführt wird. Das dabei
gewonnene Vollserum enthält bei seiner Temperatur die früher an das Fett angelagerten Eiweißkörper in nicht denaturiertem
Zustand. Der abfließende Fettrahm γ/ird der im ersten Separator gewonnenen Magermilch zugesetzt und mit ihr zusammen erhitzt.
Das im zweiten Separator gewonnene Vollserum wird nach dem Verfahren der D au.er erhitzung mit diesem wieder vormischt» Dabei
lagern sich die nicht veränderten Eiweißkörper wieder an das Fett an, sodaß die Aufrahmung, die in erster Linie durch sie bewirkt
wird, keine nennenswerte schädigende ISeeinflussung erfahren hat.
Bei Anwendung dieses Verfahrens ist es also nicht nötig, zur Erhitzung der Aufrahiafähigkeit die gesamte Milch einer Dauer-
pasteurisierung au unterwerfen, sondern es kann an dem weitaus größten Teil dieser Ililcli die Hocherhitzung durchgerührt werden,
während nur ein kleiner Teil in wenig umfangreichen Thermostaten heißgehalten zu werden braucht.
Die Behandlung des im zweiten Separator anfallenden Vollserums zum Zwecke der Bakterien-Abtötung bei gleichzeitiger Schonung
der Eiweißkörper kann auch durch Bestrahlung dieses LIilchteils mit Rot- oder UV-Licht bezw, Ultra-Schall erfolgen.
Die Ausübung des Verfahrens ist in der beiliegenden Skizze dargestellt. Darin bedeutet 1 den Rohmilchbehälter, von welchem
die Milch zur ersten Zentrifuge gelangt, in der eine Entrahmung bei einer Temperatur unter 14° erfolgt. Danach gelangt aie Magermilch
sum Ho eh erhitz er 4-, in welchem sie in der üblichen T/eise auf 85°C erhitzt wird, worauf sie zum Kühler 8 abfließt. Der Rahm wird
im Erhitzer 3 nur auf eine Temperatur von 63-65° gebracht und darauf zur zweiten Zentrifuge 5 befördert, in der ein lettrahm mit
8ü°'a Pett entsteht, welcher nun zum LJagermilcherhitzer surückgeleitet wird. Vor Eintritt in denselben findet seine Mischung mit der
Magermilch statt, sodaß er mit dieser zusammen auf den Erhitaungsgrad von 85 gebracht wird und dann weiter zum Kühler 8 gelangt.
Das in der zweiten Zentrifuge abgeschiedene Vollserum, (anstelle der üblichen F.agermilch) wird in einem beliebigen beispielsweise
hier dargestellten Dauerpasteur 6 schonend auf 63-65°G erhitzt und dann ebenfalls sum Kühler abgeführt, in dessen Zulaufrinne sich
nun alle ursprünglichen Teile der Rohmilch wieder vereinigt haben. Dadurch, daß durch die schonende Erhitzung des Vollserums im Pas"üera?
6 der nicht denaturierte Zustand der am Fettangelagerten Eiweißkörper erhalten geblieben ist, vereinigen sich diese wieder mit
den 3?ettkügelciien und die ursprüngliche Aui'rahnfähigJceit der Rohmilch ist nanezu vollkommen wieder hergestellt. Die sonst übliche
Reinigung der Rohniiloii in einer besonderen Zentrifuge erübrigt sich j da diese Aufgabe bereits die erste Sntraiimungs zentrifuge
mit übernimmt.
Sinngemäß läßt sich dieses Verfahren auch für andere !Flüssigkeiten als Milch anwenden, in denen unter ähnlichen Voraussetzungen
gleiche Ti'irknngen erzielt werden sollen.
Claims (1)
- : ) Γ ■ Π '■■'1V ι-., M\ ,net j daß die Hi Ich in zwei Stufen entrahmt \7ir^-1nid svrar in der ersten "bei Temperatttren OJiter 14°G? in^d^r zweixen der Rahm allein auf 8O5O Fettgehalt, Y7onacj>^iieser mit der aus der eraten Stufe ge?/omieiien Hiaüermü^h gemischt und hochpasteurisiert r/irds während das injierav/eiten Stui'e abgeschiedene Vollserum schonend pastetirj^fert und darauf mit der hocherhitzten R SHaötsäi0 iiitir .BERGEDORFER EISENWERK AKTIENGESELLSCHAFTHamtourg-B©rsedor£f den. 7 «JuliBetr.: Aktenaelohen E 35 910 IYa/5,58«tfVerfahren siir !Erhaltung der
fEiligkeit von. ixoc-herMtater MH ©tier Patentaasprncli ιTerfahrwi star li\fasitting der imfrafeafäliiekeit vtm liocberiiltstcsr Milöiij. .iiadtireH gek@Biiseioha©ts fiai die EiIcIa la %we± Stu fen, entrahmt wirds tiiicl swar In del* erstem bei leaperatairesa lauter 14G09 ia der sweitöii bis au eines fettgehalt cles Esinaes iron 80^0 woaaoä. der Rahm mit der aaa eier ersten Stufe ge^oimaii^s. H gemisciit und !iociipaerfe^örisiert wi2?af. wliireaä das in der sweit©n Stufe abgeseiiieäene follsertisi seliosienä paötexirioiert und darauf mit der lioclierfeitstea E©iii2-Hag©rJHiilöhaiB.isch"img vereijit wird.«
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