DEP0034296DA - Verfahren zur Herstellung von Giftträgern zur Vernichtung von Insekten, insbesondere Fliegen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Giftträgern zur Vernichtung von Insekten, insbesondere Fliegen.Info
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Description
Insekten, insbesondere Fliegen, bekämpft man in Wohnräumen o.dgl. durch verschiedene Mittel. Im allgemeinen hängt man in den Räumen Fliegenfänger auf, an denen die Fliegen festkleben oder man stellt Fanggefäße mit einem Lockmittel auf, in denen die Fliegen durch Einfallen in eingefülltes Waser ertrinken. Diese Bekämpfungsmittel führten nicht zu einem vollen Erfolg und mußten im allgemeinen in den Räumen an Stellen aufgehängt werden, wo sie hinderlich waren. Außerdem ist die Haltbarkeit von Fliegenfängern mit Klebstoffen verhältnismäßig kurzzeitig, da die Klebemittel eintrocknen und damit ihre Wirkung verlieren. Versuche, Fliegen mit Arsen zu vergiften, führten ebenfalls nicht zu einem Erfolg, denn das auf einen Träger aufgebrachte Arsen verdunstete sehr schnell und außerdem fraßen die Fliegen im allgemeinen nicht solche Mengen, daß ein Vergiftungstod eintrat. Das Auslegen solcher mit Arsen getränkter Träger in Wohnräumen war auch gefährlich, insbesondere dann, wenn sich kleine Kinder in diesen Räumen aufhalten müssen.
Es ist andererseits bekannt, daß man alle Insektenarten mit Chitinpanzer durch sogenannte Kontaktgifte töten kann. Diese Kontaktgifte wurden bisher in Pulverform auf Pflanzen, Nutzvieh oder in die Kleidung von Menschen gestreut, womit die Insekten, die mit dem Gift in Berührung kommen, getötet werden. Zur Be-
kämpfung von Fliegen in Wohnräumen können die pulverförmigen Kontaktgifte nicht angewendet werden, denn das Ausstreuen bzw. Zerstäuben in den Wohnräumen kann durch Einatmen der Gifte zu Schädigungen der inneren menschlichen Organe führen, und weiter besitzen die Kontaktgifte einen sehr unangenehmen scharfen Geruch.
Um nun aber die hervorragende Wirkung der Kontaktgifte zur Bekämpfung von Fliegen in Wohnräumen ohne Schädigung der menschlichen Organe und ohne unangenehme Geruchsausstrahlungen anwenden zu können, wird nach der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Giftträgern zur Vernichtung von Insekten, insbesondere Fliegen, vorgeschlagen, nach dem Träger aus saugfähigem, festem Papier, besonders Filtrierpapier, in verdampfbare Lösungen bekannter Kontaktinsekticide, wie Dichlordiphenyltrichloräthan oder Hexachlorcyclohexan, von solcher Konzentration eingetaucht werden, daß der Träger nach Sättigung, Verdampfung des Lösungsmittels und Trocknung mindestens 10 % seines Trockengewichtes an Kontaktinsekticid aufgenommen hat.
Durch dieses Verfahren erhält man einen vergifteten Träger, bei dem das klare, mikrokristalline Kontaktgift ständig an der Oberfläche des Trägers in Erscheinung tritt, so daß das den Träger berührende Insekt auf jeden Fall mit dem Kontaktgift in Berührung kommt. Das an den Außenflächen des Trägers etwa verdampfende Kontaktgift wird immer wieder von neuem aus dem Träger heraus ergänzt, so daß die Oberfläche ständig mit Giften gespeist wird, und dementsprechend bleibt die vergiftende Wirkung über einen großen Zeitraum erhalten.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geht man z.B. folgendermaßen vor:
Es werden
10 Teile Dichlordiphenyltrichlormethylmethan
3 " Hexachlorcyclohexan
1 " Aromalösung
0,033 " ätherische Öle
in 89 Teilen Trichloräthylen gelöst. In diese Lösung wird ein geeignetes Filtrierpapier als Träger eingetaucht, bis es mit der Lösung gesättigt ist. Sodann wird der Träger aus der Flüssigkeit herausgehoben und durch Verdampfen des Lösungsmittels, nämlich des Trichloräthylens, getrocknet. Das Trocknen erfolgt z.B. in einem üblichen Trockenofen o.dgl., so daß schließlich ein trockener Träger mit ihn vollständig durchdringendem Kontaktgift zurückbleibt, dessen Menge mindestens 10 % des Trockengewichtes des Trägers sein soll, um eine einwandfreie und möglichst dauerhafte Giftwirkung zu erreichen.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit Kontaktgiften, z.B. Dichlordiphenyltrichloräthan oder Hexachlorcyclohexan, getränkten Papierstücke können eine beliebige eckige oder andere Form aufweisen und werden in den Wohnräumen an den Stellen aufgehängt oder hingelegt, z.B. an Lampen, vor Fenstern o.dgl., wo sich die Fliegen am liebsten aufhalten. Um eine verstärkte Wirkung zum Vergiften der Fliegen zu erreichen und um die Träger mit den Kontaktgiften auch an beliebigen anderen geeigneten Stellen ablegen oder aufhängen zu können, enthalten sie vorteilhaft auch ein Lockmittel, wie z.B. ätherische Blütenöle, Aromastoffe o.dgl. Die sich auf den Träger niedersetzenden Fliegen kommen mit den Füßen mit dem Kontaktgift in Berüh-
rung. Das Gift wird dann z.B. beim Putzen auf den Chitinpanzer übertragen, womit die Vergiftung einsetzt. Durch die Erfindung wird eine einwandfreie Wirkung erreicht, ohne daß irgend welche schädigende Einflüsse auf Mensch und Haustier eintreten können.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Giftträgern zur Vernichtung von Insekten, insbesondere Fliegen, dadurch gekennzeichnet, daß Träger aus saugfähigem, festem Papier, besonders Filtrierpapier, in verdampfbare Lösungen bekannter Kontaktinsekticide, wie Dichlordiphenyltrichloräthan oder Hexachlorcyclohexan, von solcher Konzentration eingetaucht werden, daß der Träger nach Sättigung, Verdampfung des Lösungsmittels und Trocknung mindestens 10 % seines Trockengewichtes an Kontaktinsekticid aufgenommen hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Lösungen der Kontaktinsekticide Insektenlockmittel, wie ätherische Blütenöle oder Aromastoffe, zugesetzt werden.
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