DEP0032678DA - Entschlammung von Absetzbecken mit flacher Sohle - Google Patents

Entschlammung von Absetzbecken mit flacher Sohle

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DEP0032678DA
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DE
Germany
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sludge
basin
clearing
channels
settling
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Inventor
Hermann Göttingen Lerner
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Description

Die Erfindung betrifft die Entschlammung von flachen Absetzbecken, die mit Schlammräumer ausgerüstet sind, aber keinen Schlammsumpf haben.
Zur Entschlammung von flachen Absetzbecken ohne Schlammsumpf sind Saugvorrichtungen bekannt, die am Räumer befestigt sind. Sie werden, wenn sich der Schlammräumer bewegt, mit diesem gleichzeitig durch das Becken geführt und saugen den Schlamm auf der Beckenschale unter Wasser ab. Andere Verfahren zur Entschlammung flacher Absetzbecken unter Wasser ohne Schlammsumpf sind unbekannt.
Erfindungsgemäss wird z. B. der Bodenschlamm mit bekannten Räumschilden auf der flachen Sohle von Absetzbecken zusammengeschoben, jedoch nicht wie meistens üblich einem Schlammsumpf zugeführt, sondern unmittelbar aus der Ansammlung vor dem Räumschild z. B. durch Abzugsvorrichtungen bekannter Art, die im Absetzbecken vorhanden und oder mit diesem verbunden sind, abgezogen. Dabei kann z. B. der Räumschild gemeinsam mit Beckenwandungen Rinnen oder Kanäle bilden, die das Ausspülen des Bodenschlammes gewährleisten oder begünstigen. In den Wandungen dieser Kanäle können z. B. Öffnungen eingelassen sein, die Flüssigkeit zum Ausspülen des Schlammes bei geöffneter Abzugsvorrichtung eintreten lassen. Die Öffnungen können z. B. mit Klappen ausgerüstet sein, die zur Spülung betätigt werden. Im Räumschild lassen sich auch solche Klappen einbauen, die sich z. B. selbsttätig öffnen, wenn die Abzugsvorrichtung in Tätigkeit ist und in dem Kanal, der durch Mitwirkung des Räumschildes entsteht, ein geringerer Flüssigkeitsdruck besteht als ausserhalb des Schildes.
Diese Klappen im Räumschild können z. B. beim Zusammenschieben des Schlammes durch den Druck des Sohlenschlammes oder Wassers infolge der Voranbewegung des Schildes verschlossen gehalten werden. Eine weitere Möglichkeit für das Verfahren besteht z. B. darin, den Schlamm auf der ganzen Breite eines Beckens oder vor der ganzen Längen-Ausdehnung eines Räumschildes durch einen Schlitz abzuziehen. Der Schlitz kann dazu z. B. in die Beckensohle eingelassen und mit Abzugsvorrichtungen so verbunden sein, dass der Sohlenschlamm aus der Ansammlung vor der Räumvorrichtung abgezogen wird. Der Schlitz kann auch z. B., wenn er vom Räumer überfahren wird, durch diesen zeitweilig verschlossen werden. Mittels einer Spülöffnung kann dann z. B. auch wie bei den oben geschilderten Kanälen ein Spülstrom in den Schlitz eingeführt werden, der den Schlamm verdrängt und ausspült. Da Wasserdurchbrüche und Spülung mit Wasser bei dem neuen Verfahren nicht vermeidbar sind, ist der Eindickung des so abgezogenen Schlammes Aufmerksamkeit zuzuwenden.
Bei dem neuen Verfahren kann auch Schwimmschlamm durch die vorhandenen Abzugsvorrichtungen abgezogen werden. Eine Möglichkeit besteht z. B. darin, den Schwimmschlamm mit Wasser durch die beschriebenen Spülöffnungen in die Kanäle und Schlitze einzuspülen und gleichzeitig zur Verdrängung des Sohlenschlammes zu benutzen.
Das neue Verfahren ermöglicht unter Wasser die Entfernung des Schlammes aus Absetzbecken mit flacher Sohle ohne Schlammsümpfe, die den Bau von Flachbecken in vielen Fällen sehr verteuern und erschweren. Es sind auch fahrbare Absaugvorrichtungen, die meistens mit dem Schlammräumer verbunden sind, zur Entfernung des Schlammes nicht mehr notwendig. Die anschliessende Eindickung des Schlammes gewährleistet geringste Belastung der Anlagen zur Schlammbehandlung mit überschüssigem Wasser.

Claims (1)

  1. Anspruch 1
    Absetzbecken mit flacher Sohle und Unterwasserschlammräumern, jedoch ohne Schlammsumpf, dadurch gekennzeichnet, dass Schlammabzugsvorrichtungen, die mit dem Absetzbecken verbunden sind, im Bereich von Schlammansammlungen, die bei der Räumung vor den Räumschilden auf der Beckensohle vorhanden sind, angeordnet sind.
    Anspruch 2
    Absetzbecken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsvorrichtungen in Schlitzen, die in die Sohle eingelassen sind, angeordnet sind.
    Anspruch 3
    Verfahren zum Betrieb der Absetzbecken nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenschlamm an den in die Sohle eingelassenen Schlitz, aus dem er durch die Schlammabzugsvorrichtung abgezogen wird, herangeschoben wird.
    Anspruch 4
    Verfahren zum Betrieb der Absetzbecken nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sohlenschlamm derartig zusammengeschoben wird, dass Kanäle für die Schlammansammlungen, begrenzt durch Begrenzungsflächen des Beckens und durch Räumschilde, entstehen, aus denen der Schlamm durch die Schlammabzugsvorrichtungen abgezogen und zuletzt durch Wasser, das zwischen den Begrenzungsflächen des Beckens und den Räumschilden in die Kanäle eingelassen wird, verdrängt wird.
    Anspruch 5
    Verfahren zum Betrieb der Absetzbecken nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch in den Räumschilden oder in der Beckenwand angeordnete, mit Klappen verschliessbare Öffnungen Spülwasser und/oder Schwimmschlamm in den Schlitz bzw. in die Kanäle zum Verdrängen und Abspülen des Sohlenschlammes geleitet wird.

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