DEP0032065DA - Superregenerativempfänger - Google Patents

Superregenerativempfänger

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DEP0032065DA
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DE
Germany
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tube
circuit
frequency
receiver
voltage
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hermann Hübener
Original Assignee
Blaupunkt-Werke GmbH, Zweigniederlassung Darmstadt, Darmstadt
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Description

Für den Empfang von drahtlosen Übertragungen, insbesondere im Kurzwellengebiet, wird von der Superregenerativschaltung oder Überrückkopplungsschaltung in den Fällen gern Gebrauch gemacht, wenn eine besonders hohe Empfindlichkeit mit möglichst geringem Aufwand erzielt werden soll. Die Überrückkopplungsschaltung ergibt eine besonders hohe Verstärkung, aber keine besonders gute Trennschärfe und Linearität der Wiedergabe.
Es ist bekannt, daß man beim Überrückkopplungsempfang verschiedene Arbeitsgebiete unterscheiden kann, die in der Regel als das logarithmische Gebiet und das lineare Gebiet bezeichnet werden und nur nur dann sauber erhalten werden können, wenn man mit getrenntem Oszillator für die Pendelfrequenz arbeitet.
Es ist ferner bekannt, daß ein bestimmtes Frequenzverhältnis zwischen der Empfangsfrequenz und der Pendelfrequenz eingehalten werden muß, um ein richtiges Arbeiten der Schaltung zu erzielen. Wird nämlich die Pendelfrequenz zu hoch gewählt so fangen die einzelnen Wellenzüge, die durch die Pendelfrequenz hervorgerufen werden, an ineinander überzugehen und die Schaltung arbeitet dann im kohärenten Gebiet. Dieses Gebiet muß aber nach Möglichkeit vermieden werden, da dabei starke Verzerrungen auftreten und da die Resonanzkurve dann eine grössere Anzahl Maxima enthält, die voneinander jeweils durch den Betrag der Pendelfrequenz getrennt sind.
Bei der Einstellung des Empfanges auf verschiedene Empfangsverhältnisse z.B. verschiedene Empfangsintensität und Frequenz kommt es leicht vor, daß die Betriebsverhältnisse so verändert werden, daß ein Arbeiten in unerwünschten Gebiete zustande kommt. Der Empfänger wird daher als wenig stabil betrachtet und in der Regel nur mit Vorsicht in bestimmten Fällen angewandt.
Ein Ziel der Erfindung ist es, den Empfänger für wechselnde Betriebsverhältnisse stabil zu machen und ihn so abzuändern, daß es auch bei starken Schwankungen in der Empfangsintensität und bei Abstimmung über grössere Frequenz-Bereiche stets in dem gewünschten linearen bzw. inkohärenten Gebiet arbeitet.
Gemäß der Erfindung wird ein besonderer Gleichrichterkreis vorzugsweise induktiv angekoppelt und die Ausgangsenergie diesem Gleichrichterkreis entnommen, während gleichzeitig von dem Gleichrichter eine Regelspannung abgeleitet wird, welche eine stabilisierende Wirkung auf die Überrückkopplungsröhre ausübt. Bei Benutzung einer derartigen Schaltung ist es möglich, die Ankopplung der Antenne beispielsweise zu verändern, ohne daß der Empfänger dabei in ein unerwünschtes Arbeitsgebiet hineinkommt. Die Einhaltung bestimmter Abmessungen des Empfängers bzw. der einzelnen Teile der Schwingkreise ist nicht mehr so kritisch. Außerdem wird die Pendelfrequenz von dem Ausgangskreis ferngehalten, da mittels des Gleichrichterkreises nur die Hochfrequenz ausgekoppelt wird. Auch dies ist günstig, da die Pendelfrequenz in vielen Fällen im Ausgangskreis unerwünscht ist.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Schaltung dargestellt. Der Empfänger ist für den Empfang von Kurzwellen-Übertragungen geeignet, die im m oder dzm Gebiet liegen können. Er gestattet z.B den Empfang von Polizeifunkübertragungen mit sehr geringem Aufwend, da nur wenige Röhren benötigt werden. Die aufgenommenen Schwingungen gelangen über eine Antenne 1 und eine Wicklung 2 auf den Schwingungskreis der Überrückkopplungsröhre 3. Der Schwingkreis dieser Röhre besteht aus der Induktivität 4 und dem Kondensator 5. In der beim Überrückkopplungsempfang bekannten Weise wird diese Röhre abwechselnd in einen schwingenden und einen nicht schwingenden Zustand versetzt. Dies geschieht in diesem Fall mit Hilfe eines Pendeloszillators mit der Röhre 6. Dieser Oszillator schwingt auf einer Frequenz, die ein Bruchteil der Frequenz der empfangenen Schwingung ist.
Die Frequenz wird vom Anodenkreis der Oszillatorröhre über einen Widerstand 7 und eine Induktivität 8 dem Anodenkreis der Röhre 3 zugeführt. Bei Erhöhung der Anodenspannung kommt die Röhre zum Schwingen, bei Erniedrigung wird die Röhre am Schwingen verhindert. Die einzelnen hochfrequenten Schwingungszüge wachsen entsprechend der Dämpfung des Schwingkreises an und klingen nach Erniedrigung der Anodenspannung der Röhre wieder ab. Während nun üblicherweise die Ausgangsspannung an der Anode der Röhre 3 abgenommen wird, ist gemäß der Erfindung eine besondere Gleichrichterröhre 9 über die Wicklung 10 an den Schwingkreis 4 angekoppelt. In dieser Röhre 9, die auch durch einen Detektor ersetzt werden kann, werden die hochfrequenten Schwingungen gleichgerichtet, sodaß die gleichgerichtete Niederspannung am Ausgang 11 abgenommen werden kann. Außerdem wird ein Teil der Gleichspannung über einen Widerstand 12 abgezweigt und über einen Widerstand 13 dem Gitter der Röhre zugeführt. Hierdurch wird eine Regelwirkung erzielt, indem die Gitterspannung der Röhre 3 in Abhängigkeit von der Signalspannung verändert wird. Ohne die Regelung würde bei großer einfallender Energie der Empfänger in das kohärente bzw. logarithmische Gebiet hineingesteuert, da die Schwingungszüge unter Umständen sehr stark anwachsen und nicht mehr sauber voneinander getrennt sind. Dem arbeitet die Regelspannung entgegen. Umgekehrt wird bei schwacher einfallender Energie der Empfänger auf große Empfindlichkeit eingestellt, ohne das inkohärente Arbeitsgebiet zu verlassen. Die Regelung ermöglicht eine stabile Arbeitsweise auch bei veränderlicher Dämpfung, z.B. durch Antenneneinflüsse. Sie wirkt einer Dämpfungsänderung entgegen, indem die Regelung bestrebt ist, den Empfänger immer auf den empfindlichsten Bereich einzustellen. Die Regelschaltung kann auch bei selbst pendelnder Schaltung verwendet werden, d.h. bei Überrückkopplungsempfängern, die keine getrennte Oszillatorröhre aufweisen, sondern bei denen die Röhre 3 gleichzeitig die Funktion des Pendeloszillators übernimmt.
Die Erfindung ist nicht auf die besondere Art der Ausnutzung der Regelspannung am Gitter der Röhre 3 beschränkt. Es kann ein besonderes Regelgitter in der Röhre beeinflußt werden; es ist auch möglich, die Pendelspannung in ihrer Amplitude mit Hilfe der Regelspannung zu verändern bzw. Anodenspannung zu beeinflussen.

Claims (2)

1. Superregenerativempfänger, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangskreis über einen vorzugsweise induktiv angekoppelten Gleichrichter angeschlossen ist.
2. Superregenerativempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine am Gleichrichter abgenommene Spannung zur Regelung der Überrückkopplungsröhre benutzt wird.

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