DEP0032027DA - Verfahren zur Reparatur von Retorten und Kammern - Google Patents

Verfahren zur Reparatur von Retorten und Kammern

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DEP0032027DA
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DE
Germany
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retort
powder
repairing
retorts
chambers
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Arthur George Bird
Ernest West
Frederick Joseph West
Original Assignee
West's Gas Improvement Company Limited, Manchester
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein geeignetes wirksames Verfahren zur Ausbesserung feuerbeständiger Retorten oder Kammern, die unter hoher Temperatur arbeiten, wie z. B. Retorten, in denen Kohle, Schiefer u.dgl. verkohlt werden, und zwar bezweckt es, Poren, Risse und Spalten in denselben auszufüllen, so daß Undichtigkeiten beseitigt und die Festigkeit der Struktur erhöht werden.
Dies erzielt eine Erhöhung der Lebensdauer.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur Ausbesserung wärmebeständiger unter hoher Temperatur arbeitender Retorten oder Kammern durch Erhitzen der Retorte oder Kammer auf eine hohe Temperatur bei Abschluß der normalen Ein- und Auslässe, Einblasen von Luft unter Druck in die Retorte, um einen über Atmosphärendruck liegenden Druck in der Retorte zu erzeugen und Einführung des der Wiederherstellung dienenden Pulvers in abgemessenen Mengen in den eintretenden Luftstrom.
Beim Reparieren einer vertikalen der Gasherstellung dienenden Retorte wird die Behandlung vorteilhaft in der Arbeitsperiode durchgeführt, in der die Retorte auf die Gasherstellungstemperatur aufgeheizt wird, bevor sie in Tätigkeit tritt und sodann nach der ersten Entleerung. In einigen Fällen können mehrere Behandlungen, z.B. eine in jeder Stunde, notwendig sein. Der in der Retorte aufrechterhaltene Druck, der durch Einführung der Luft, des Gases oder Dampfes, mittels deren das Ausbesserungsmaterial eingeführt wird, erzeugt werden kann, kann im Bereich von 25 bis 170 mm Wassersäule liegen.
Das der Ausbesserung dienende Pulver oder körnige Material kann Bestandteile enthalten ähnlich denjenigen, die beim Bau der Retorten oder Kammern benutzt werden unter Hinzufügung von Stoffen, die die Verbindung unter den Arbeitsbedingungen festigen.
Eine angenäherte Analyse einer Pulverzusammensetzung zur Reparatur einer Gasretorte, die aus kieselhaltigem Material besteht, ist:
Gewichtsprozente
SiO(sub)2 85,5
Al(sub)2O(sub)3 6,5
Fe(sub)2O(sub)3 nicht mehr als 0,5
CaO 2
Na(sub)2O; K(sub)2O; Mg O(sub)2 Ti O 3,2
Verbrennungsverlust 2,3
Die Korngröße des Pulvers wird entsprechend dem Charakter der durchzuführenden Reparaturen gewählt, ebenso nach den übrigen Bedingungen, unter denen die Reparatur durchgeführt wird.
Bei fortschreitender Reparatur und Schließen der Risse und Spalten kann der Druck in der Retorte oder Kammer erhöht werden und die Einführung pulvergeladener Luft gemindert werden. Sodann kann für eine kontrollierte Ausströmung aus der Retorte oder Kammer Sorge getragen werden, um eine genügende Zirkulation des Ausbesserungsmaterials zu den in Behandlung befindlichen Teilen zu sichern. Gegebenenfalls kann Luft ohne Pulver und mit Pulver beladene Luft, Gas oder Dampf in die Retorte oder Kammer gleichzeitig eingeführt werden, wenn das zur Aufrechterhaltung des Druckes innerhalb der Retorte erforderliche Volumen dies vorteilhaft macht.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. 1 eine schematische Abbildung einer senkrechten der Gasherstellung dienenden Retorte, die für die Reparatur entsprechend der Erfindung ausgestattet ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch den Apparat zur Einführung des der Reparatur dienenden Pulvers in einen Luft- oder Gasstrom.
Fig. 3 ist die Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Pulvermeßhahnes.
Fig. 4 ist der Grundriß des in Fig. 2 gezeigten Pulverbehälters.
Die Retorte 1 ist auch hoch feuerfestem Ziegelwerk in üblicher Weise gebaut, besitzt eine Koksauslaßkammer 2 an ihrem unteren Ende und eine Kohlenzuführung 3 sowie Gasentnahme 4 an ihrem oberen Ende.
Wenn eine Reparatur des Ziegelwerkes durchgeführt werden soll, wird die Koksauslaßkammer 2 sowie die Kohleneinführung 3 und die Gasentnahme 4 geschlossen und pulverbeladene Luft wird in die Retorte durch das an der Retortenkopfplatte 6 befestigte Rohr 5 eingeführt. Die Luft wird durch den Ventilator 7 hineingedrückt und hält die Retorte unter einem leichten Druck, sodass durch jeden Sprung oder Riß in der Retortenwandung Luft austritt. Das Pulver ist in einem Behälter 8 enthalten, der durch eine Kappe 9 geschlossen ist und in den Druckluft durch eine der Seitenrohre 10 eingeführt werden kann, je nachdem welches am geeignetesten erscheint: das nicht benutzte wird geschlossen. Das Hahnküken 11 besitzt zwei Aussparungen 12, 13, die einander gegenüberliegen und eine bestimmte Menge von Pulver aufnehmen können. Das Küken wird mittels des Griffes 14 gedreht oder kann kraftangetrieben sein. Bei jeder halben Umdrehung führt es den Inhalt einer Ausnehmung in den Luftstrom, der durch das Rohr 5 in die Retorte hinabströmt, ein.
Durch die beschriebenen Vorrichtungen wird eine mit dem der Ausbesserung dienenden Pulver geladene Atmosphäre in der Retorte aufrechterhalten und der verschiedene Druck zu beiden Seiten der Retortenwandung verursacht das Hineintreiben des Staubes in sämtliche Risse und Spalten, durch welche Luft ausströmt. Die Wärme der Retortenwandungen bewirkt, dass das Pulver an dem Material der Retorte anhaftet und die Risse und Spalten schließt.
Erwähnt sei, daß früher vorgeschlagen wurde, Gasverlust durch die Wände oder Scheidewände von Retorten u.dgl. dadurch zu vermeiden, dass in die erhitzte Retorte Mineralstaub mit geeignetem Druck eingeblasen wird, um die Poren auszufüllen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Reparatur einer unter hoher Temperatur arbeitenden feuerfesten Retorte oder Kammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Retorte oder Kammer bei geschlossenen Ein- und Auslaßöffnungen auf hohe Temperatur erwärmt, Druckluft in die Retorte eingeblasen und das der Reparatur dienende Pulver in abgemessenen Mengen dem eingeblasenen Luftstrom zugeführt wird.

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